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Ford und Google: doch keine Kooperation - Ford verdreifacht autonome Testflotte

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Google und Ford vereint beim autonomen Fahren? Eine solche Ankündigung wurde auf der Messe CES erwartet. Sie blieb aus. Ford-Chef Mark Fields schloß jedoch nichts aus.

Mark Fields will seinen Konzern stärker auf Mobilitätsdienste ausrichten. Der Markt sei mehr als doppelt so groß wie der Autosektor Mark Fields will seinen Konzern stärker auf Mobilitätsdienste ausrichten. Der Markt sei mehr als doppelt so groß wie der Autosektor Quelle: dpa/Picture Alliance

Las Vegas - Die nach US-Medienberichten erwartete Ankündigung einer Kooperation zwischen Ford und Google bei selbstfahrenden Autos ist bei der Technik-Messe CES ausgeblieben. Ford-Chef Mark Fields sagte bei seinem Auftritt in Las Vegas am Dienstag lediglich, weitere Partnerschaften seien in Arbeit. Er nannte keine Firmennamen, aber betonte, Ford kenne die Berichte auch.

Fields sagte stattdessen, Fords eigenes Test-Programm mit selbstfahrenden Autos werde verdreifacht - von 10 auf rund 30 Fahrzeuge. Außerdem sollen sie mit einem neuen Laser-Radar ausgerüstet werden.

US-Fachmedien hatten vor Weihnachten von Plänen der beiden Unternehmen für eine Zusammenarbeit berichtet und eine Ankündigung bei der CES in Aussicht gestellt. Für Google wäre es die erste weitreichende Kooperation mit einem großen Autobauer. Zugleich hatten sich die Berichte widersprochen. Hier hieß es, Ford werde Googles kleine elektrische Zweisitzer produzieren. Dort wollte Ford Technologie des Internet-Riesen in seinen eigenen Fahrzeugen einsetzen.

Ford: Investition in Mobilitätsdienste

Ford will seine Testflotte autonomer Fahrzeuge auf 30 Autos ausweiten Ford will seine Testflotte autonomer Fahrzeuge auf 30 Autos ausweiten Quelle: Ford

Der Ford-Chef hatte stattdessen ein andere Thema mit nach Las Vegas gebracht. Fields will Ford stärker auf Mobilitätsdienste ausrichten. Der weltweite Automarkt sei etwa 2,3 Billionen Dollar im Jahr groß und Ford habe daran einen Anteil von rund sechs Prozent, rechnete Fields auf der CES vor. Dagegen sei das globale Geschäft mit Mobilitätsdiensten 5,4 Billionen Dollar schwer - "und Autobauer haben kaum einen Anteil daran". Das werde sich in Zukunft ändern. Zugleich werde Ford weiterhin in das klassische Geschäft eine Autoherstellers investieren.

Google betonte wiederholt, der Internet-Konzern wolle nicht selbst zu einem Autobauer werden, sondern strebe Partnerschaften mit etablierten Herstellern an. Chefentwickler Chris Urmson zeigte sich im September 2015 auf der Automesse IAA im September in Frankfurt überzeugt, dass die Branche die Google-Expertise aufgreifen werde.

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