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VW Beetle Dune: Erste Fahrt - Dieses Auto heißt Düne, fährt aber keine hoch

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Der Beetle Dune wurde im Januar 2014 als Studie vorgestellt, bald soll er produziert werden. Erste Onroad-Fahrt mit dem Offroad-Beetle.

Das 7,7-Zoll-Touchscreen zeigt unter anderem die Seiten- und Höhenneigung des Dune an Das 7,7-Zoll-Touchscreen zeigt unter anderem die Seiten- und Höhenneigung des Dune an Quelle: VW

Sylt – Was da vorsichtig aus dem Anhänger rollt, weckt eine lustige Assoziation. Das breite, runde, grell-orangene Beetle-Einzelstück wirkt wie ein Bodybuilder im Solero-Eis-Kostüm. Oder ein Solero-Eis, das Bodybuilding ... seltsam, in jedem Fall.

Studie Beetle Dune: Frontansicht Studie Beetle Dune: Frontansicht

Beetle Dune: Die Idee vom Strand-Käfer

Strand-Buggys, Käfer-Buggys haben eine lange Tradition und trotz des seltsamen ersten Eindrucks soll dieser künftige Strand-Buggy ein bisschen auf der Welle alten Ruhms rollen. Dazu wuchs die Studie um fünf Zentimeter in Breite und Höhe. Haube und Radläufe tragen mehr Material als das Serien-Auto.

Im Gegensatz zum Konzept New Beetle Car aus dem Jahr 2000 verschwindet der Beetle Dune nicht mehr im Auto-Nirvana.

Im Herbst 2015 soll er starten. Zunächst als Coupè, dann als Cabrio. Selbst der Preis wird schon umrissen. Er wird circa 3.000 Euro über dem aktuellen Beetle liegen.

Seriennahe Studie

So fertig wie die Preisvorstellung fühlt sich das Auto an. Nichts wackelt oder riecht nach Kleber, allerdings spielt der 7,7-Zoll-Touchscreen nur ein Demo ab. Die Sitze sind leder- und stoffbezogen, die Lackfarbe wiederholt sich unter anderem auf dem Armaturenbrett.

Der Heckspoiler wird an den Seiten auseinander gezogen, um die Sandboards zu verstauen Der Heckspoiler wird an den Seiten auseinander gezogen, um die Sandboards zu verstauen Quelle: VW Beim Fahren zeigt der Dune, dass einige Details noch nicht stimmen. Es klappert im Heck, auf ebener Straße schaukelt das Auto. Für die Serie werden Fahrwerk und Dämpfung noch justiert.

Abseits von befestigten Straßen kann der Beetle Dune seinem Vorbild Strand-Buggy nicht das Kühlwasser reichen. Etwas mehr Bodenfreiheit und 210 PS aus vier Zylindern lassen Gelände-Potenzial vermuten. Wobei Gelände hier eher unbefestigte Feldwege meint. Nicht wildromantische Dünen.

Beetle Dune: Nicht fürs Gelände gedacht

Es gibt keinen Allrad, allenfalls die elektronische Differenzialsperre mindert das Durchdrehen der Räder. Sein Unterfahrschutz blitzt so schön wie sein Lack, aber er ist nur stilisiert. 19-Zoll-Felgen mit flachen Reifen tun ihr Übriges. Entsprechend kraxelt der Dune zwar tapfer einen steilen Heidekrauthang hinauf, dürfte aber spätestens bei feinem Sand kapitulieren.

Studie Beetle Dune mit Sandboards Studie Beetle Dune mit Sandboards Quelle: VW

Was ändert sich, was nicht?

Nicht alles aus der Studie wird es in die Serie schaffen. Die LED-Nebelscheinwerfer scheitern am Genehmigungsverfahren vermutlich ebenso wie der Haltegriff an Stelle des „Käferfachs“. Auch die ausgestellte Motorhaube oder die nostalgische Skihalterung kommen nicht.

Höhe, Breite und die bekannten Beetle-Antriebe - das alles bleibt. Der Verbrauch steigt mit den 45 Millimetern mehr Höhe voraussichtlich um einen halben Liter.

Zurück zum Solero-Bodybuilder-Wagen. Autos, die auffallen, sind auf den großen Automärkten außerhalb Deutschlands Trend, wie der Erfolg des BMW X6 beweist. Und seien wir ehrlich: Der Beetle Dune wird vor allem in den USA rollen, in Sylt dürften den nur RTL-2-Neureiche steuern.

 

Technische Daten Studie VW Beetle Dune:

  • Motor: 2,0-Liter-Turbobenzindirekteinspritzer
  • Getriebe: 6-Gang-DSG, Frontantrieb
  • Leistung: 155 kW/210 PS
  • Verbrauch l/100 km: innerorts 10,1 / außerorts 6,1
  • 0 – 100 km/h: 7,3 s
  • Höchstgeschwindigkeit: 227 km/h
  • Länge x Breite x Höhe in m: 4,290 x 1,856 x 1,536
  • Serienfertigung: voraussichtlich Herbst 2015

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