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Polo R 4Motion Prototyp: Erste Fahrt - Dieser Polo wird ein Audi

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Ein Polo braucht kein Allrad, sagt VW. Und baut trotzdem einen Prototypen. Er beantwortet die Frage, was wäre wenn – und gibt einen Ausblick auf den Audi S1.

Erste Fahrt im Versuchs-Polo: Dieser Kleinwagen hat rund 250 PS und Allradantrieb Erste Fahrt im Versuchs-Polo: Dieser Kleinwagen hat rund 250 PS und Allradantrieb Quelle: Volkswagen

Arvidsjaur – Hinter verschlossenen Türen entstehen in Wolfsburg die verrücktesten Autos. Leider bleiben viele von denen für immer dort. Das Corrado-Cabriolet zum Beispiel, der Hochdach-Bora oder ein Touareg-Pick-up. Den neuesten Beitrag zum Thema Unfug auf Rädern parkte VW fernab von Menschenmengen im schwedischen Arvidsjaur. Der Polo R mit Allrad und 250 PS demonstriert auf Eis Können, das nur Audi in Serie verkaufen wird.

Bekannte Silhouette mit dezentem Flügel: Polo R 4Motion Bekannte Silhouette mit dezentem Flügel: Polo R 4Motion Quelle: Volkswagen

Polo R 4Motion: Prototyp für die Konzernschwester

Eine Typisierung des 250-PS-Polos (oder nur des Allradstrangs) lohnt sich für VW nicht. Auch wenn den Porsche-Polo viele toll finden - gekauft wird so etwas zu selten. Audi hofft da mit dem fast baugleichen S1 auf mehr Ertrag. Im März steht die Sport-Version des A1 auf dem Genfer Autosalon. Er bekommt den Haldex-5-Strang (aus Golf R bzw. Audi S3) und einen 2,0-Liter-Turbobenziner mit mehr als 200 PS, ähnlich wie der limitierte A1 Quattro von 2012.

Im S1 mit Polo-Karosserie auf Schnee und Eis

Hier in Nordschweden stehen zwei Versuchsträger des Audi S1 als Polo R 4Motion. Einer von beiden war früher Teil des Fuhrparks des ehemaligen VW-Technikchefs Ulrich Hackenberg: Die Multimedia-Anlage sucht nach dem Start eine Verbindung zu „Hacki-Samsung“. Ohne Erfolg. Der heutige Audi-Technikchef wartet am Start-Ziel-Punkt auf Meinungen und Fragen zu seiner Rennsemmel.

Im Polo R 4Motion steckt der Antriebsstrang aus Golf R und Audi S3 Im Polo R 4Motion steckt der Antriebsstrang aus Golf R und Audi S3 Quelle: Volkswagen Zur Fahrdynamik lässt sich nicht viel Sinnvolles sagen. So ausgereift der Prototyp ist, bei der Fahrt auf dem Eissee dreht der kurze Flitzer vor allem durch. Trotz Allrad und Spikes in den Winterreifen. Theoretisch würde der Polo in knapp sechs Sekunden ... aber die kann man hier vergessen.

Quer oder gerade, der kann beides

Ein kurzer Gasstoß hier, ein Zug am Lenkrad da. Der Polo flitzt mal munter, mal mit dem Heck wackelnd über die Schneedecke. Und zeigt sich dabei agiler aufgrund seines 14 Zentimeter kürzeren Radstands als der große Serien-Bruder Golf R.

Die Fahrt endet nach einer einzigen (!) geführten Runde auf der Eis-Strecke, noch vor Sonnenaufgang. Versuchsfahrzeuge darf man hier testen, aber nicht genau inspizieren. Auf Details zur Technik und echte Fahrwerte müssen wir noch Wochen warten. Dann verrät Audi mehr zum S1.

Der aktuell schnellste (und mittlerweile vergriffene) Straßen-Polo ist der frontgetriebene Homologations-Renner Polo R WRC mit 220 PS. Er kostete 33.800 Euro. Der Audi S1 dürfte bei 35.000 Euro liegen.

 

Quelle: MOTOR-TALK

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