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Toyota Mirai: Preise für das Brennstoffzellen-Auto - Die „Zukunft“ kostet (bei uns) 78.500 Euro

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Für Toyota kann die Zukunft scheinbar nicht schnell genug beginnen. Die Japaner bringen ihr Brennstoffzellen-Auto früher als geplant. In L. A. verraten sie letzte Details.

Toyotas Brennstoffzellen-Auto Mirai kommt im September 2015 nach Deutschland Toyotas Brennstoffzellen-Auto Mirai kommt im September 2015 nach Deutschland Quelle: Toyota

Los Angeles/USA - Toyota hat es eilig. Während Honda den Start seines nächsten Brennstoffzellen-Autos um ein Jahr verschiebt, zieht der weltgrößte Autohersteller die Einführung des Mirai nach vorn. Das Wasserstoffauto kommt am 15. Dezember 2014 in Japan auf den Markt.

Erster Blick in den Innenraum von Toyotas Brennstoffzellen-Auto Mirai Erster Blick in den Innenraum von Toyotas Brennstoffzellen-Auto Mirai Quelle: Toyota Ursprünglich sollte das Auto erst ab Frühjahr 2015 verfügbar sein. Im September 2015 kommt der Mirai nach Deutschland, zunächst als Leasingangebot. Als Grundlage für die Raten wird ein Verkaufspreis von 78.540 Euro bemessen.

Toyota Mirai: Markteinführung früher als geplant

Auf der Los Angeles Auto Show verrät Toyota außerdem die letzten Details zum neuen Wasserstoff-Auto. Die Leistung der 4,89 Meter langen Limousine liegt bei 154 PS (113 kW), das Drehmoment bei 335 Newtonmetern und die Reichweite bei 650 Kilometern. Zwei Tanks speichern den mit einem Druck von 700 bar komprimierten Wasserstoff. An einer entsprechenden Tanksäule soll der Mirai in rund drei Minuten vollgetankt werden können. Den Sprint von 0 auf 100 km/h schafft er in 9,6 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 178 km/h.

Die Wasserstofftanks werden nah am Fahrzeugboden untergebracht, das sorgt für einen niedrigen Schwerpunkt Die Wasserstofftanks werden nah am Fahrzeugboden untergebracht, das sorgt für einen niedrigen Schwerpunkt Quelle: Toyota Die Brennstoffzelle arbeitet mit einer Energiedichte von 3,1 kW pro Liter Bauvolumen. Die gleiche Dichte verspricht auch Honda bei seinem FCV Concept. Feinmaschige „3D-Kanäle“ auf den Zelloberflächen steigern die Effizienz und verringern den benötigten Platz. Ein Konverter steigert die Spannung auf bis zu 650 Volt. Dadurch kann die Größe des Elektromotors und die Anzahl der Brennstoffzellen gering gehalten werden. Hinzu kommt ein regeneratives Bremssystem.

Erster Blick ins Cockpit

Die Leitungen und Tanks des Wasserstoff-Systems liegen außerhalb der Fahrzeugkabine im Fahrzeugboden; der Rahmen der Brennstoffzellen-Stacks besteht aus kohlefaserverstärktem Kunststoff. Beides soll bei einem Unfall die Sicherheit der Fahrgäste garantieren.

Toyota Mirai: Hinter diesem Heck schnüffelt man keine Schadstoffe Toyota Mirai: Hinter diesem Heck schnüffelt man keine Schadstoffe Quelle: Toyota In Los Angeles zeigt Toyota zum ersten Mal den Innenraum des Mirai. Über der futuristischen Mittelkonsole mit 4,2-Zoll-TFT-Bildschirm informiert ein zentrales Display den Fahrer über Geschwindigkeit und Energiefluss – ähnlich wie im Prius. Zur Ausstattung gehören ein Notbremssystem, Spurverlassenswarner, Lenkradheizung, Klimaanlage mit Luftreinigungssystem und eine auf allen Sitzen verfügbare Sitzheizung.

Warum Toyota den Start des Mirai vorzieht, ist nicht bekannt. Andere Hersteller hadern weiter mit der Brennstoffzelle. Für Toyota scheint vor allem das Prestige zu zählen. Ob der Mirai bei uns eine ähnliche Erfolgsgeschichte wie der Prius schreiben kann, bleibt allerdings fraglich. Derzeit gibt es in Deutschland nur rund 20 öffentliche Wasserstofftankstellen. Toyota rechnet mit einer Gesamtproduktion von 700 Mirai im nächsten Jahr.

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Avatar von granada2.6
Mercedes
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