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Suicide Squad: Antiheld im Vaydor-Infiniti - Der neue Joker fährt Infiniti

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Superhelden und ihre Autos kennen wir längst. Jetzt hat Hollywood die Gegenseite entdeckt: Im Film „Suicide Squad“ fährt der Joker einen Infiniti-Umbau.

Ein irrer Joker auf einem Original-Filmposter von Warner Brothers und der Vaydor-Infiniti-Umbau bei einer Verfolgungsjagd am Filmset. Ein irrer Joker auf einem Original-Filmposter von Warner Brothers und der Vaydor-Infiniti-Umbau bei einer Verfolgungsjagd am Filmset. Quelle: Warner Brothers & b7378q8 (https://www.flickr.com/photos/b7378q8/18618696641/) [CC BY 2.0]

Berlin – Superhelden sind toll, aber langsam langweilig. Batman, Spiderman? Vielfach erzählt, längst verstanden. Hollywood bleibt bei den Comics, schaut aber in eine andere Richtung: Antihelden und Bösewichte bekommen Hauptrollen. „Deadpool“ wurde zum Erfolg, 710.000 Menschen sahen ihn in Deutschland am ersten Wochenende.

Im August 2016 startet „Suicide Squad“, ein Villain-Film mit Starbesetzung. Ein "Selbstmordkommando" aus Sträflingen führt hier im Auftrag der Regierung Geheimaufträge aus. Womöglich nicht Teil des Teams, aber ihm vermutlich eng verbunden: der Joker, Batmans Gegenspieler, gespielt von Jared Leto. Zuletzt gab der verstorbene Heath Ledger den weiß geschminkten Bösewicht. Der aktuelle Trailer zeigt Leto mit einer eigenen Interpretation des Charakters – und einem Antihelden-Auto: Der Joker fährt einen Vaydor.

Vaydor: Coupé auf Infiniti-Basis

Worst Heroes ever: Suicide Squad startet im August in den deutschen Kinos Worst Heroes ever: Suicide Squad startet im August in den deutschen Kinos Quelle: Warner Brothers Pictures / KinoCheck via YouTube Vaydor ist quasi die moderne Form eines altmodischen Karosseriebauers. Die US-amerikanische Firma bietet Umbaukits für den Infiniti G35 an. Für 11.000 US-Dollar (plus Arbeit und Lack) wird der Nobel-Nissan zum coolen Coupé oder Spyder. Neue Kunststoffteile ersetzen alle sichtbaren Bleche. Optional gibt es Updates für den Innenraum, größere Bremsen und riesige Felgen.

Im vergangenen Jahr parkte ein Vaydor-Infiniti auf der Tuningmesse SEMA in Los Angeles. Drum herum standen ratlose Petrolheads. Denn einordnen konnte ihn niemand. Einer vermutete einen Lamborghini-Umbau. Ein anderer war sich sicher, die Hinterachse eines Subaru BRZ entdeckt zu haben. Die echte Basis erriet in unserer Gegenwart niemand.

Dabei lieben US-Tuner eigentlich genau dieses Auto: Der Infiniti G35 ist die amerikanische Version des Nissan Skyline. 2002 kam er in den USA erstmals offiziell auf den Markt. Er teilt sich eine Basis mit dem Nissan 350Z. Infiniti lieferte ihn mit 3,5-Liter-Sechszylindern mit 262 bis 300 PS aus, dazu gab es Hinterrad- oder Allradantrieb. Einige Fans bauten den Antrieb des Nissan GT-R ein.

Ist das ein Lambo?

Für den Film bedeutet der Vaydor vor allem zwei Dinge. Erstens: Viele Kinogänger erkennen wohl nur einen bunten Lamborghini. Ein verzeihbarer Fehler. Zweitens und viel wichtiger: Es wird bald viele Nachbauten geben. Denn während ein Batman-Tumbler schnell eine halbe Million kosten kann, lässt sich das Joker-Mobil günstiger realisieren.

Gebrauchte G35 sind in den USA das Pendant zum alten 5er-BMW in Deutschland. Es gibt passende Exemplare für 5.000 bis 10.000 US-Dollar. Mit Bodykit (11.000 Dollar), Felgen (5.800 Dollar), Bremsen (5.000 Dollar) und Innenraum-Update (3.000 Dollar) kosten Basis und Umbausatz insgesamt maximal 35.000 US-Dollar (etwa 31.000 Euro). Hinzu kommt allerdings viel Arbeit. Und in Deutschland wäre noch eine andere Hürde zu nehmen: der TÜV.

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