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Lada Vesta Sport (2018): Premiere, Bilder, Daten - Der Kompakte für sparsame Sportler

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Noch nennt Lada keinen Preis für den Vesta Sport. Günstiger als gängige Kompaktsportler ist er garantiert. Schneller? Eher nicht. Willkommen wäre er in jedem Fall.

Auf der Moskau Auto Show stellte Lada den Vesta Sport vor - die schärfste Variante der kompakt-Limo. Auf der Moskau Auto Show stellte Lada den Vesta Sport vor - die schärfste Variante der kompakt-Limo. Quelle: Lada

Moskau – Zugegeben: Beim Thema Sport denkt niemand als erstes an Lada, 145 Sauger-PS verbindet heutzutage kein Mensch mit längsdynamischen Heldentaten. Und trotzdem könnte die geschärfte Version der Kompakt-Limo Vesta auf der Landstraße Spaß machen. Weil es Lada ernst zu meinen scheint, man kauft den Russen das „Sport“ in Vesta Sport dem ersten Eindruck nach ab.

Besser Sitzen, besser Bremsen

Breitere Schürzen, rote Streifen und eine Spoiler-Lippe - was man als moderner Kompaktsportler eben so trägt. Leistungstechnisch hält der Vesta Sport aber nicht mit Breitere Schürzen, rote Streifen und eine Spoiler-Lippe - was man als moderner Kompaktsportler eben so trägt. Leistungstechnisch hält der Vesta Sport aber nicht mit Quelle: Lada Auf der Moskauer Auto Show präsentierte die Marke die Variante mit breiteren Schürzen, besseren Bremsen, strafferem Fahrwerk, direkter Lenkung und überarbeitetem Innenraum. Also mit 12-Uhr-Markierung am Lenkrad, Vesta Sport-Schriftzug an den stärker taillierten Sitzen und einer Menge unechtem Carbon am Armaturenbrett. Außerdem verspricht Lada anständigen Sound aus einer eigens für dieses Modell entwickelten Auspuffanlage. Bis hierhin: Mehr gibt es bei namhafteren Kompaktsport-Modellen auch nicht.

Dass die meist mit weit jenseits der 200 PS kommen - geschenkt. Immerhin ist der Vesta Sport deutlich stärker als seine Basis: Normalerweise leistet der 1,8-Liter-Vierzylinder 122 PS. Im Sport holt Lada mit geänderter Ansaugbrücke und anderem Steuergerät 23 PS mehr aus dem Motor. Das Drehmoment steigt auf 182 Nm. Ganz ohne Ladedruck-Spielereien – den Vesta gibt es ausschließlich als Sauger. Die Kraft wird über ein manuelles 5-Ganggetriebe an die Vorderräder geleitet. In 9,6 Sekunden erreicht der Vesta Sport 100 km/h, schneller als 193 km/h wird er nicht.

Marktstart in Deutschland ungewiss

Der Innenraum des Lada Vesta Sport: Einlagen in Carbon-Optik, rote Nähte und eine 12-Uhr-Markierung am Lenkrad Der Innenraum des Lada Vesta Sport: Einlagen in Carbon-Optik, rote Nähte und eine 12-Uhr-Markierung am Lenkrad Quelle: Lada Ob das Auto auf den deutschen Markt kommt ist aktuell noch unklar. Die größte Hürde: Derzeit sei der 1,8-Liter-Motor noch nicht für den EU-Markt zertifiziert, wie Lada gegenüber MOTOR-TALK erklärt. Hierzulande ist der Vesta (als Limousine,Kombi SW oder in Offroad-Optik gehaltener Vesta Cross) deshalb ausschließlich mit dem 106 PS starken 1,6-Liter Vierzylinder erhältlich.

Technisch wäre die Homologation für den EU-Raum wohl machbar. Beim 1,8-Liter handelt es sich um einen Saugrohr-Einspritzer, Euro 6d-Temp sollte also ohne Otto-Partikelfilter möglich sein. Der Vesta Sport wäre ein willkommener Exot. Eine witzige (wenngleich nicht immer konkurrenzfähige) Alternative in einem spaßigen Segment. Wann das wohl zuletzt jemand über einen Lada sagte?

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