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Angela Merkel besucht die IAA in Frankfurt - Bundeskanzlerin unterstützt Autoindustrie auf dem digitalen Weg

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Bei dem Besuch der IAA zeigte sich Angela Merkel erfreut über den digitalen Wandel der Autobranche. Der VDA-Präsident fordert aber mehr Unterstützung von der Kanzlerin.

Daimler-Chef Dieter Zetsche zeigt Angela Merkel die Studie IAA Concept Daimler-Chef Dieter Zetsche zeigt Angela Merkel die Studie IAA Concept Quelle: picture alliance / dpa

Frankfurt am Main - Am ersten Fachbesuchertag der IAA hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die Messe in Frankfurt besucht - und die deutsche Autoindustrie für ihren digitalen Kurs gelobt. Schritt für Schritt nähere man sich dem automatisierten Fahren, erklärte die CDU-Politikerin am Donnerstag bei einem Rundgang auf der weltgrößten Mobilitätsmesse in Frankfurt (IAA).

Bei ihrem IAA-Auftritt nimmt die Kanzlerin auch im neuen Hybrid-Tiguan Platz Bei ihrem IAA-Auftritt nimmt die Kanzlerin auch im neuen Hybrid-Tiguan Platz Quelle: picture alliance / dpa Das schrittweise Vorgehen sei wichtig, um bei den Menschen Vertrauen in die Systeme zu schaffen. Merkel zeigte sich offen für die Technologien, die künftig selbstfahrende Autos ermöglichen sollen. Sichere Datenübertragung, Datenschutz und standardisierte Schnittstellen seien dabei wichtige Themen.

Trotz aller Technikbegeisterung zeigte sich die Kanzlerin gewohnt vorsichtig bei all den neuen Assistenzsystemen in einem modernen Auto. "Hoffentlich verbünden sie sich nicht gegen den Fahrer", sagte sie nur halb im Scherz zu ihrem Sitznachbarn, Daimler-Chef Dieter Zetsche. "Alles hängt von den Algorithmen ab", tröstete sich die promovierte Physikerin schließlich und versprach gleichzeitig, sich international für Datenschutz, Schnittstellen-Standards und Freihandel einzusetzen.

Deutschland soll international Vorreiter werden

Eine starke und weiterhin innovative Automobilindustrie sei wichtig für die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands und Europas, erklärte sie. Dem Branchenverband VDA sagte die Kanzlerin weiteres Engagement für neue Freihandelsabkommen mit Kanada, den USA, Indien und Japan zu.

Zuvor hatte VDA-Präsident Matthias Wissmann neben dem TTIP-Abschluss einen klaren rechtlichen Rahmen für den zunehmend von digitaler Technik geprägten Verkehr verlangt. "Auch bei Datensicherheit und Datenschutz werden wir international harmonisierte Standards brauchen", erklärte er. Für Deutschland als Automobil-Nation biete die Digitalisierung die Chance, international Vorreiter zu werden.

Es gehe um einen "Quantensprung" zum vernetzten und automatisierten Fahren, meinte Wissmann. Die Assistenzssysteme könnten den Fahrern viele Dinge abnehmen und für mehr Sicherheit sorgen. Bei 90 Prozent aller Verkehrsunfälle spiele menschliches Versagen eine Rolle, während die Systeme keine Schrecksekunde hätten.

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