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Neue Razzien bei Porsche und Audi im Abgasskandal - Betrugsverdacht gegen Porsche-Vorstand

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Erneute Razzien wegen des Diesel-Skandals: Heute durchsuchen Ermittler mehrere Standorte von Porsche und Audi. Unter den Verdächtigen ist ein ranghoher Porsche-Manager.

Ermittler auf dem Gelände der Porsche AG in Stuttgart Ermittler auf dem Gelände der Porsche AG in Stuttgart Quelle: dpa/Picture Alliance

Stuttgart - Wegen des Diesel-Skandals durchsuchen Staatsanwälte und Beamte der Landeskriminalämter Baden-Württemberg und Bayern Standorte des Autoherstellers Porsche. Die Ermittlungen richten sich gegen Mitarbeiter der Porsche AG, wegen des Verdachts des Betruges und der strafbaren Werbung. Das teilte die Stuttgarter Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Es gehe um mögliche Manipulationen der Abgasreinigung von Dieselautos.

Die Behörden sprachen von derzeit drei Beschuldigten. Einer von ihnen sei Mitglied des Vorstands der Porsche AG. Außerdem gehe man entsprechenden Vorwürfen gegen eine weiteren Porsche-Manager sowie gegen eine dritte Person nach, die nicht mehr im Unternehmen arbeite.

Außerdem haben Ermittler am Mittwoch Standorte von Audi in Ingolstadt und in Neckarsulm durchsucht. Das teilte ein Unternehmenssprecher der Audi AG in Ingolstadt mit. Die Aktionen hätten nichts mit den Ermittlungen gegen Audi zu tun, betonte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München.

Audi liefert Sechszylinder-Dieselmotoren auch an Porsche. Ein Porsche-Sprecher erklärte, die Ermittler hätten Unterlagen gesichtet und gesichert. Porsche und Audi würden in vollem Umfang mit den Behörden kooperieren.

Im Einsatz seien insgesamt 30 Staatsanwälte aus Stuttgart und 3 Kollegen der Staatsanwaltschaft München II sowie etwa 160 Einsatzkräfte aus den Landeskriminalämtern beider Bundesländer, teilte die Behörde in Stuttgart weiter mit. Gesucht werde nach Beweisen in dem bereits seit längerem laufenden Verfahren, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Weitere Details zu den Razzien nannten die Strafverfolger mit Blick auf die laufenden Ermittlungen nicht.

Bei der Stuttgarter VW-Tochter Porsche hatte es bereits zuvor Ermittlungen im Zusammenhang mit der Abgas-Affäre gegeben. Im Herbst 2016 hatte das Unternehmen einen freiwilligen Rückruf des Modells Macan begonnen, nachdem Zweifel an der Abgasreinigung laut geworden waren. Im Juli 2017 ordnete der damalige Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) ein Zulassungsverbot für den Porsche Cayenne mit 3,0-Liter-TDI-Antrieb an.

Der Großteil der strafrechtlichen Untersuchungen gegen VW liegt bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig. Dort werden auch Vorwürfe der Marktmanipulation gegen hohe Manager untersucht.

 

Quelle: dpa

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