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Audi Markenausblick - Audi füllt den Q-Stall

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Die Zukunft von Audi ist klobig. Bis zum Jahr 2020 wollen die Ingolstädter zahlreiche SUV lancieren, der Q-Anteil am Gesamtabsatz soll auf 45 Prozent steigen.

Ein Quartett der künftigen Q-Modelle von Audi Ein Quartett der künftigen Q-Modelle von Audi Quelle: MOTOR-TALK

Von MT-Reporter Michael Specht

Rekordabsatz, Rekordumsatz - Die VW-Tochter Audi glänzend so hell wie nie zuvor. „Wir haben 2012 unsere Ziele übertroffen“, sagte Audi-Chef Rupert Stadler bei der Bilanz-Pressekonferenz in Ingolstadt. In Zahlen heißt das: 1,45 Millionen Autos weltweit, ein Plus von 152.000 Einheiten. Damit verkauft Audi heute rund doppelt so viele Autos wie vor zehn Jahren. Was nach enormen Erfolg klingt, bekommt dennoch einen Dämpfer. Denn trotz neuem Verkaufsrekord sank der Profit. Das zeigt: Audi kann mehr Autos verkaufen als früher. Aber Masse ist nicht gleich Ertrag, das Geschäft wird auch für diese Marke schwieriger.

Audi baut sein SUV-Programm aus

Nichtsdestotrotz zeigte Rupert Stadler beste Laune. Und kündigte für 2013 weiteres Wachstum an. Vor allem bei den SUV wollen die Ingolstädter weitere Modelle auflegen. Bis 2020 sollen die Q-Modelle, so Stadler, einen 45-prozentigen Anteil am Gesamtabsatz haben. „Der positive Trend zu SUV- und Crossover-Fahrzeugen wird sich auch in Zukunft mit gleicher Dynamik fortsetzen“, sagte der Audi-Chef. Seit 2000 haben sich die Neuzulassungen in dieser Fahrzeuggattung in Deutschland mehr als vervierfacht. Der SUV-Anteil am Pkw-Bestand ist in dieser Zeit von drei auf 14 Prozent gewachsen.

Gerade und ungerade Ziffern machen den Unterschied

Der Ingolstädter Autobauer plant insgesamt acht Q-Derivate. Die ungeraden Typenbezeichnungen (Q3, Q5, Q7 und Q9) sollen weiter die konventionellen SUV abdecken. Die geraden Ziffern stehen für die dazugehörigen viertürigen Q-Modelle im Coupé-Style. Das Quartett Q2, Q4, Q6 und Q8, soll sich deutlich von den herkömmlichen SUV unterscheiden. „Es sind optisch eigenständig Fahrzeuge, mit flacherer Dachlinie, kleineren Fensterflächen, schrägerer Front, coupéartigem Heck und einer insgesamt sportlicheren Ausprägung“, versichert Designchef Wolfgang Egger.

So stellt sich unser Grafiker Bernhard Reichel das Serienauto des Q2 vor So stellt sich unser Grafiker Bernhard Reichel das Serienauto des Q2 vor Quelle: Reichel CarDesign

Aus dem Crosslane Coupé wird der Q2

Einen kleinen Vorgeschmack auf den Q2 gab Audi bereits auf dem Pariser Autosalon 2012 mit der Studie Crosslane Coupé. Neben der neuen Chassis-Architektur fiel der Crosslane vor allem wegen des dreidimensionalen Singleframe-Grills auf. „Die Front erhält dadurch deutlich mehr Präsenz“, sagt Wolfgang Egger.

Der Q2 wird jedoch nicht vor 2015 in Serie gehen. Das liegt vor allem an den alternativen Antriebskonzepten (Plug-in-Hybrid in Verbindung mit Dual-Mode-Technik) und der Entwicklung von Dreizylinder-Benzinern.

Der künftige Q4 sieht eher wie ein Coupé statt wie ein SUV aus. Und das, obwohl er vier Türen hat Der künftige Q4 sieht eher wie ein Coupé statt wie ein SUV aus. Und das, obwohl er vier Türen hat Quelle: Reichel CarDesign

Der Q4 basiert auf dem nächsten A4

Dass der Q4 bereits Ende nächsten Jahres vorgestellt wird, ist ein hartnäckiges aber haltloses Gerücht. Technisch basiert das neue Modell auf dem modularen Längsbaukasten des nächsten A4 (B9), dessen Debüt für 2014 vorgesehen ist. Damit unterscheidet sich der sportlich positionierte Q4 stark vom Q3, der noch die alte Plattform (PQ35) unterm Blech trägt und erst in nächster Generation und als eines der letzten Konzern-Fahrzeuge 2017 den Modularen Querbaukasten erhalten wird. Ab 2016 wird der Q4 dann zusammen mit dem nächsten Q5 in der neuen Fabrik in San José Chiapa in Mexiko gebaut.

Der kommende Q7 bleibt ein wuchtiges, sehr großes Auto Der kommende Q7 bleibt ein wuchtiges, sehr großes Auto Quelle: Reichel CarDesign

Radikal-Diät für die 2. Generation des Q7

Im Jahr 2014 steht die Markteinführung des seit 2005 gebauten Q7 auf dem Programm. Eine konsequente Mischbauweise soll das Fullsize-SUV bis zu 400 Kilo leichter machen. Lest hier weitere News zum Audi Q7.

Noch im selben Jahr soll von dem neuen Modell der Q6 abgeleitet werden, der mit einer Länge von zirka 4,80 Metern zwischen Q7 und Q5 positioniert wird. Zudem nutzt Audi den Hocharchitektur-Längsbaukasten des Q7 auch für den 2015 startenden coupéartigen Q8 und für die SUV von Lamborghini und Bentley.

Die Antriebspalette für alle Modelle ab Q6 aufwärts umfasst auch V6-Diesel, V8-Biturbo-Benziner sowie einen Plug-in-Diesel-Hybrid, wie Audi ihn im e-tron Spyder vorstellte - dort allerdings als Mittelmotorkonzept.

Darüber hinaus plant Audi – hauptsächlich weil die Märkte China und USA danach verlangen – ein weit über fünf Meter großes XXL-SUV mit bis zu sieben Sitzplätzen. Für dieses Modell bleibt dann nur noch eine Ziffer in der Q-Nomenklatur übrig: die neun.

Quelle: MOTOR-TALK

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