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Neuer Honda Civic 2017: Bilder, Daten, Mitfahrt - Assistenzsysteme für Alle

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Der Honda Civic will klassenlose Sicherheit. Im neuen Modell gehören gängige Assistenzsysteme zur Serie. Was das für den Basispreis bedeutet? Erfahren wir erst in Paris.

Honda Civic: Der Sport kommt später. Honda möchte mit Assistenzsystemen punkten Honda Civic: Der Sport kommt später. Honda möchte mit Assistenzsystemen punkten Quelle: Honda

Swindon/England – Der kleine 1,0-Liter-Dreizylinder arbeitet an seiner Schmerzgrenze. Ein Honda-Mann nimmt ihn auf der Teststrecke 90 Autominuten westlich von London hart ran. Das Schnurren aus dem Motorraum wird beim Druck auf die Sporttaste zu kräftigem Gebrumm. Schon vor der Pariser Premiere soll der neue Honda Civic beim Kennenlernen auf dem Beifahrersitz zeigen, was er kann. Schlecht fühlt und hört sich das jedenfalls nicht an.

Zu Beginn gibt es für den Civic zwei Benziner, später folgt ein 1,6-Liter-Diesel Zu Beginn gibt es für den Civic zwei Benziner, später folgt ein 1,6-Liter-Diesel Quelle: Honda Zweifel an der Sportlichkeit des Mini-Triebwerks wischt Hondas Europa-Präsident Katsushi Inoue vehement beiseite: „Auf einer deutschen Autobahn habe ich mühelos 210 km/h erreicht“, sagt er. Er erwartet, dass der kleine Turbo-Dreizylinder mit 129 PS öfter gekauft wird als der stärkere 1,5-Liter-Vierzylinder mit 182 PS. Das könnte sein. Denn der Civic soll bald vor allem gekauft werden, weil er sicher ist. Nicht, weil er sportlich fährt.

Gängige Assistenten als Serienausstattung

Dafür sorgt Honda mit einer sehr eigenen Preispolitik. Selten hatte ein Kompaktauto so viele Assistenzsysteme serienmäßig an Bord. Darunter ein Kollisionswarnsystem, das im Notfall automatisch bremst, ein Spurhalte-Assistent, ein Toter-Winkel-Warner und auch das Abstandsradar ist serienmäßig. Zum Paket gehören außerdem eine Rückfahrkamera fürs sichere Ausparken und eine Verkehrszeichenerkennung. Wie viel der Civic mit all dem kosten wird, ist noch unbekannt.

Das Cockpit wird überarbeitet. Der Digital-Tacho wirkt futuristisch. Wichtiger ist der zusätzliche Platz Das Cockpit wird überarbeitet. Der Digital-Tacho wirkt futuristisch. Wichtiger ist der zusätzliche Platz Quelle: Honda Optional strahlt der Civic außerdem mit vollem LED-Licht. Auch die Koppelung von Smartphone und Infotainment ist möglich. Emails werden vorgelesen, Musiktitel per Sprachbefehl abgerufen. Das Navigationssystem wird mit Echtzeit-Stauinfos versorgt. Bestellbar sind auch neue Audiosysteme mit bis zu elf Lautsprechern.

13 Zentimeter für mehr Platz

Wichtigste Veränderung im Inneren: Mehr Platz. Beim Rundgang um den Civic fällt sofort die Größe auf. Die Länge wuchs um 13 Zentimeter auf 4,50 Meter. Das Wachstum verschafft den Insassen viel Raum, vor allem auf den hinteren Sitzen. Kein Kontakt mehr zwischen Knien und Rückseite der Vordersitze, viel Luft über dem Haupthaar und weniger Kuschelfaktor, wenn drei Erwachsene im Fond Platz nehmen.

Auch der Laderaum fällt mit 478 Litern beachtlich aus. Umgestaltet wurde auch das Armaturenbrett: Zentraler Digitaltacho in LCD-Technik, mittig ein Touchscreen-Monitor für Navigation und mehr. Das alles macht einen guten Eindruck, leider mit etwas zu vielen dunklen Materialien.

Ordentlich: 478 Liter Kofferraumvolumen bietet der neue Civic Fünftürer Ordentlich: 478 Liter Kofferraumvolumen bietet der neue Civic Fünftürer Quelle: Honda

Design bleibt Geschmackssache

Der Civic, das war mal der Honda schlechthin. Doch mit dem letzten Modell, der Nummer 9, bekam die Ikone ein paar Kratzer. Ob es am Design lag? Honda überarbeitet es jedenfalls komplett. „Der Civic liegt optisch tiefer auf der Straße, obwohl er nur um zwei Zentimeter flacher ist“, sagt Chefingenieur Mitsuru Kariya. Dynamik sollen auch die je zwei Luftschächte an Bug und Heck vorgaukeln. Eine technische Funktion haben sie nicht. An den Seiten fällt auf, dass die hinteren Türgriffe wieder da sind, wo sie hingehören. Nicht mehr versteckt in der hinteren Dachsäule, sondern deutlich sichtbar.

Dass die Masse den Honda wegen des Designs kauft, scheint unwahrscheinlich. Interessant dürfte bei den vielen serienmäßigen Assistenten jedoch die Preisgestaltung werden. Wenn Honda hier nicht zu hoch ansetzt, könnte der Civic zum tollen Technik-Paket werden. Wir spekulieren allerdings mit mindestens 20.000 Euro für die Basis. Genau erfahren wir das erst bei der Premiere in Paris.

Der Honda Civic kommt im nächsten Frühjahr auf den Markt. Ein 1,6-Liter-Diesel folgt Mitte nächsten Jahres ebenso wie ein sportliches R-Modell mit mehr als 300 PS.

Honda Civic Fünftürer – vorläufige technische Daten

Der Kleine

  • Motor: 1,0-Liter-Turbo-Dreizylinder
  • Leistung: 95 kW/129 PS
  • Drehmoment: 200 Nm
  • Getriebe: Sechsgang-Schaltgetriebe oder stufenlose CVT-Automatik
  • Vmax: mehr als 200 km/h
  • Länge: 4,50 Meter
  • Breite: 1,80 Meter
  • Höhe: 1,42 Meter
  • Radstand: 2,70 Meter
  • Kofferraumvolumen: 478 Liter (hinter den Rücksitzen)

Der nicht ganz so Kleine

  • Motor: 1,5-Liter-Turbo-Vierzylinder
  • Leistung: 134 kW/182 PS
  • Drehmoment: 240 Nm
  • Vmax: mehr als 220 km/h

 

Quelle: Spotpress

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