• Online: 3.956

Update: BMW liefert ersten i3 mit Range Extender aus - "Keine Ahnung, wann ich mein Auto bekomme"

verfasst am

Im Hafen von New Jersey stehen sich Hunderte BMW i3 mit Range Extender die Reifen platt. Der Grund: Wegen fehlender Zertifizierung dürfen die Autos den Hafen nicht verlassen.

Hier kommen alle in Übersee produzierten BMW für den US-Markt an: i3 im Hafen von New Jersey Hier kommen alle in Übersee produzierten BMW für den US-Markt an: i3 im Hafen von New Jersey Quelle: green autoblog

New Jersey (USA) - Manchmal klappt auch in einem milliardenschweren Weltkonzern nicht alles. Seit mehr als einem Monat laden Frachtschiffe aus Bremerhaven wöchentlich neue BMW i3 im Hafen von New Jersey aus. Ein US-Blogger behauptet, einige Hundert durften den Übersee-Hafen an der Ostküste der USA bislang nicht verlassen. Sie waren nach aktuellem Stand nicht zulassungsfähig.

Betroffen davon waren die i3-Modelle mit Range Extender. Also mit einem Benziner, der die Batterie lädt, wenn die elektrische Energie aufgebraucht ist. Unterdessen hat der Blogger Tom Moloughney nun doch seinen i3 bekommen.

Neue Verbrauchsmessung

Er fällt auf: BMW i3 in den USA Er fällt auf: BMW i3 in den USA Quelle: BMW Für die Modelle mit Range Extender fehlte BMW die Zulassung der US-Umweltbehörde ("EPA – Environmental Protection Agency"). Der Range Extender verringert die rein elektrische Reichweite des i3 um einige Prozent und verbraucht bei leeren Akkus Benzin.

Deshalb konnte BMW nicht die Zertifizierung des rein elektrischen Basismodells verwenden, sondern musste eine separate Zulassung beantragen – inklusive einer gesonderten Verbrauchsmessung nach US-Norm. Das ist nicht ungewöhnlich, sondern bei Modellvarianten weltweit üblich. Ungewöhnlich ist, dass dieser Verwaltungsakt zum Auslieferungsbeginn (2. Mai 2014) nicht abgeschlossen war.

Die notwendigen Verbrauchsmessungen fanden mittlerweile statt, berichtet der US-Blog AutoblogGreen. Auf Anfrage eines Politikers habe die Behörde geantwortet: „Das EPA hat den i3 REx getestet und die Ergebnisse am 13. Mai 2014 an BMW weitergeleitet. Das Umweltministerium sieht keinen Grund für eine weitere Verzögerung des Imports seit diesem Datum“.

Aufkleber müssen produziert werden

Dave Bucko, Sprecher von BMW USA, sagte dem gleichen Medium: „Der Empfang der Testergebnisse vom Umweltministerium ist ein Schritt, aber nicht der letzte Schritt um das EPA-Zertifikat zu bekommen.“ Bevor BMW die i3 mit Range Extender ausliefern darf, müsse auf jedes Fahrzeug ein Aufkleber mit dem Normverbrauch geklebt werden.

BMW i3 in den USA: Mit Range Extender noch nicht zulassungsfähig BMW i3 in den USA: Mit Range Extender noch nicht zulassungsfähig Quelle: BMW BMW hofft, dass dies Ende der Woche erledigt sei. Man habe nie zuvor ein derartiges Fahrzeug zertifiziert und wolle dies zwar pünktlich, vor allem aber richtig machen.

Die Kunden finden die Verzögerung nicht lustig. Tom Moloughney, BMW-Fan und Elektromobilist,schreibt in seinem Blog: Sein BMW-Händler habe bisher 13 BMW i3 verkauft, davon elf mit Range Extender. „Mein i3 kam am 30. April an. Ich dachte, ich kann ihn am 20. Mai beim Händler abholen. Jetzt habe ich, wie Hunderte andere Kunden, keine Ahnung, wann ich mein Auto bekomme.“

Update: Das erste Auto geliefert

BMW Deutschland konnte auf Nachfrage zunächst keine Auskunft geben. Tom Moloughney dagegen hat nun sein Auto. Drei Tage, nachdem er in seinem Blog die Hintergründe der Verzögerung publizierte, übergab ihm BMW Nordamerika den ersten i3 REx auf dem US-Markt.

Quelle: autoblog; BMW USA; bmwi3.blogspot.de

Avatar von bjoernmg
Renault
118
Hat Dir der Artikel gefallen? 4 von 6 fanden den Artikel lesenswert.
Diesen Artikel teilen:
118 Kommentare: