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Zündschlüssel abgebrochen, angeblich keine Gewährleistung

VW Caddy 4 (SA)
Themenstarteram 24. August 2020 um 14:38

Die Tage ist mir der Schlüsselteil vom Sender abgefallen, weil am Halter (Gußteil) was abgebrochen ist. Vor einiger Zeit wollte schon der Hohlsplint nicht mehr festbleiben, daher hatte ich diesen bereits eingeklebt.

Mit scheint das ein Ermüdungsbruch zu sein durch das vielen Aufklappenlassen auf Knopfdruck. Ansonsten habe ich dem Teil keinerlei Gewalt angetan. Das Auto ist gerade mal 27 Monate alt (Habe 60 Monate Gewährleistung) und hat knapp 60.000 gelaufen.

Der Meister beim Freundlichen hat abgewunken, das sei ihm selber auch schon passiert und die bei VW würden ihn da auslachen, wenn er den ersetzt haben möchte. Das neue Teil kostet immerhin 200,- €.

Hat jemand schon mal ähnliche Erfahrungen gemacht, oder am Ende gar so ein Neuteil auf Gewährleistung bekommen?

Hab ihn jetzt wieder zusammengeklebt mit UV-Kleber. Mal sehen, ob es hält. Wenn der Schlüssel wieder abfällt, dann häng ich den Tresor an meinen 3. Notschlüssel ohne Funk. Dann sind halt für den Reservefall Sender und Schlüssel zweiteilig.

Also bei meinem Touran - ich wiederhole mich - hat der Schlüssel 340.000 km gehalten.

Die Reste vom Schlüssel
Wieder geklebt... und der Notschlüssel
Neu geklebter Schlüssel eingeklappt.
Beste Antwort im Thema
Themenstarteram 28. August 2020 um 16:02

Ich habe jetzt ein Ersatzgehäuse, wie von PIPD black verlinkt, bestellt - es war superschnell da.

Hab aber zunächst einmal meinen geklebten Schlüssel getestet, es hielt ca. 65 km, dann ist der Bart wieder herausgebrochen. Also der Bondic UV-Kleber ist wirklich super, er hat sehr viel länger gehalten als erwartet. Ich hatte die Klebestellen auch nicht besonders gereinigt. Also für'n Notfall ist das Zeug sehr gut.

Zurück zum Gehäuseersatz:

Die Konstruktion unterscheidet sich von der serienmäßigen 2018er VW-Ausführung durch die kleine Schraube hinter dem Logo.

Nach dem ich den feinen Hohlsplint mit einem Stiftchen herausgeklopft hatte, um den ungefrästen Schlüsselrohling aus dem Drehhalter herauszubekommen, habe ich zunächst versucht, den originalen Schlüsselbart dort einzustecken. Das ging aber nicht, weil er 0,3 mm zu dick war. Ich mußte ihn erst mal auf 2 mm auf der Nutseite in der Stärke reduzieren. Das habe ich mit einer flachen Schlüsselfeile und einem soliden Schraubstock hinbekommen (Maschinenbaupraktikum von vor über 40 Jahren sei Dank, da haben sie uns richtig getriezt mit dem Feilen lernen!). Es ist aber keine sehr kritsche Arbeit, wenn man weiß, wie man die Feile anfasst und dann eben flach statt rund feilt.

Nachdem das Teil nun gepaßt hat, habe ich mit einer Zange den Hohlsplint wieder eingedrückt und alles sitzt fest drin.

Nun mußte ich den kaputten Schlüsseltresor öffnen. Und das geht am besten nach entfernen des Batteriedeckels und der Batterie mit besagter Wellenringzange für Außenringe (spreizt beim Zusammendrücken), die hinterm Drehhalter einsteckt wird.

Also wie schon erwähnt, das Gehäuse wird nur gehalten von dem vorderen Stift, allerdings auf ein Weise, dass das Gehäuse beim Öffnen selbstzuerstörend ist. Und ich muß auch ehrlich sagen, dass mir das lieber ist, als den Stift nach innen zu drücken und zu riskieren, die Elektronik zu zerstören.

Man müßte den Stift ca. 10 mm nach innen drücken, damit er den Deckel frei gibt (oder ihn herausziehen, wobei mir aber die Phantasie fehlt, wie man das bewerkstelligen sollte) und dann befindet er sich oberhalb des spitzen Endes der Senderplatine.

Dann lieber etwas mehr Gewalt aufwenden und die Stiftführungen sprengen, statt da einen Schaden zu riskieren, denn ein kleine Trennwand wird beim Eindrücken des Stiftes auf jeden Fall auf die Platine umgedrückt.

Aber da ja ein neues Gehäuse zur Verfügung steht, braucht man auf das Alte keine Rücksicht nehmen.

Etwas fummelig ist nur die Montage des Drehverschlusses. Der hohle Druckknopf kann offenbar in zwei Positionen eingesteckt werden. Ich würde die Position wählen, bei der die mittlere Führungsnase in der längeren Führung drin sitzt. Anschließend beide Teile in die Gehäusrückseite einfügen.

Dann die Feder im Drücker richtig herum einstecken (falschrum geht auch gar nicht) und den Deckel mit der Gegenseite auf die Feder stecken und darauf achten, dass die Feder an beiden Enden eingerastet ist und dann noch mindestens eine dreiviertel Umdrehung vorgespannt wird, bevor beide Gehäuseteile vollständig zusammengedrückt werden.

Kurzer Test, ob alles leichtgängig funktioniert und dann fest zusammendrücken, Schraube eindrehen und ggf. das Logo drüberkleben. Zum Schluß noch die Batterie hinein und den Batteriefachdeckel drauf, dann hat man einen neuwertigen Schlüssel, der sich optisch nicht vom Original unterscheidet zu Kosten von knapp 12 €. Und angelernt werden muß ebenfalls nix.

Aber, zugegeben, es ist eine ziemliche Fummelei und jemand mit zehn linken Daumen sollte das vielleicht einen Freund machen lassen, der das entsprechende Geschick dazu hat.

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Du brauchst keinen kompletten Schlüssel. Du brauchst nur den Bart. Den kannst du online kaufen oder beim Schlüsseldienst. Der Schlüsseldienst fräst ihn dir dann auch passend.

Edit: Ich sehe gerade, ist nicht der Bart, sondern der Klappmechanismus, wo der dran hängt.

Ist der schlüssel noch 2-teilig? Da gab es einen Teil der nannte sich "Funkcontainer" und den anderen Teil, da war der Transponder für die Wegfahrsperre drin.

Beide Teile gab es mal einzeln.

Wenn nicht, gucke mal bei ibäay oder den kleinen Anzeigen und kaufen nen gebrauchten. Den Klappmechanismus sollte man umbauen können. Ist frickelig aber machbar.

Hier siehst du mal die Einzelteile eines solchen Schlüssels:

https://www.ebay.de/.../324229902322?...

Ich würde aber keinen Nachbau nehmen, sondern original.

Und so sieht dein Ersatzteil aus:

https://www.ebay.de/.../282875977767?...

Themenstarteram 24. August 2020 um 15:28

Danke dir für die Links, @PIPD black

Ich werde mir mal so ein Teil holen und versuchen, dern Drehmechanismus davon zu verwenden. Ich brauch ja nur den Hohlsplint rauszudrücken und den Bartrohling gegen meinen alten zu tauschen. Wenn sich der Springmechanismus einfach tauschen läßt bzw. die Sendeinheit umsetzen, dann muß ich weder fräsen noch anlernen lassen.

Wäre schon ok, nur 12,- € statt 200,- €.

Dann fehlt mir nur noch das kleine VW-Emblem, das sich vor ein paar Tagen ebenfalls verabschiedet hat. Vermutlich war es ihm zu heiß...

Interessanterweise, scheint aber der UV-Kleber (orig. Bondic) auch super zu halten. Hätte ich nicht gedacht. Man muß nur sehen, dass man lange genug draufleuchtet, da an den Klebestellen wenig Licht reinkommt. Ich will aber auch erst ein paar mal versuchen den Motor damit zu starten, wie lange das wirklich hält.

Hast du ne Ahnung, wie man das einteilige Sendergehäuse auseinanderbekommt?

Zitat:

@haku3 schrieb am 24. August 2020 um 15:28:03 Uhr:

dern Drehmechanismus davon zu verwenden. Ich brauch ja nur den Hohlsplint rauszudrücken und den Bartrohling gegen meinen alten zu tauschen.

Ja, theoretisch müßte das klappen.

Eigentlich muss man da nur hebeln. Einzig unter dem VW-Emblem war bei einer Schlüsselversion mal eine Schraube, die man zum Öffnen entfernen mußte.

Themenstarteram 24. August 2020 um 15:47

Hab schon einen Hinweis bekommen, wie es geht.

http://www.golf3.de/.../73786-vw-schluessel-oeffnen-aber-wie.html

Habe dann ja auch ein komplett neues Gehäuse gerade bestellt, falls das alte ein wenig kaputt geht.

Und wo es die Logos gibt, hab ich auch schon gefunden. Bei VW. Kostet gerade 40 ct. mehr als in der Bucht. (5,- €)

Ich hab noch ein weiteres Video ergänzt.

Die Gewalt zu Beginn im 1. Video konnte ich mir nicht erklären.

Die Hinweise unterm 2. Video in den Kommentaren brachten dann aber mehr Erleuchtung.

Themenstarteram 24. August 2020 um 16:20

Perfekt, hab es jetzt erst gesehen.

Ganz lieben Dank für die Links. Dann will ich mal sehen, was ich da von ebay bekomme und ob ich den Kleber bei meinem alten Bart wieder abbekomme. Natürlich nur dann, wenn die Klebung nicht hält. Aber möglicherweise muß der Bart ja sowieso etwas in der Stärke reduziert werden, wie in dem letzten Video gezeigt.

Da waren ja die Reserve Schlüssel bei der Caddy Neubestellung geradezu der Schnapper ;) Wir haben glaube ich als Sonderausstattung 4 Funk-Klappschlüssel für zusammen 65 EUR dazu bestellt. Da waren die Dinger fast geschenkt. Wir haben zwar nur 1 Schlüsselbund für das Auto, aber noch ein paar Schlüssel in Reserve zu haben kann nicht schaden, oder man nimmt sich nach paar Jahren einen der Neuen Schlüssel wenn der alte abgegriffen und speckig ist

Themenstarteram 24. August 2020 um 17:07

Also der Stift links vom HELLA-Schriftzug scheint der einzige zu sein, den man gut einen mm nach innen drücken muß, damit das Gehäuse auseinandergedrückt werden kann, mit eine Sprengringzange für Außenringe. Der zweite Stift unter dem Batteriefachdeckel bei der Befestigungsspange ist bei der Demontage offensichtlich nicht angefaßt worden.

Themenstarteram 24. August 2020 um 17:10

Wenn ich geahnt hätte, dass die neuen Schlüssel mit dem durchgehenden Gehäuseteil diese Schwachstelle haben, hätte ich auch mehr Schlüssel bestellt. In dem Video vom "Schlusselshop.de" hatte der defekte Schlüssel, der ausgeschlachtet wurde den Bruch an der gleichen Stelle wie meiner.

Zitat:

@Dominik84 schrieb am 24. August 2020 um 17:03:40 Uhr:

....man nimmt sich nach paar Jahren einen der Neuen Schlüssel wenn der alte abgegriffen und speckig ist

Genau so hab ich es bei allen Autos gemacht.

Einfach durchgetauscht, wenn die Batterie anfing zu zicken. Wir brauchen nur einen Schlüssel pro Auto.

Zitat:

@Dominik84 schrieb am 24. August 2020 um 17:03:40 Uhr:

Da waren ja die Reserve Schlüssel bei der Caddy Neubestellung geradezu der Schnapper ;)

Ja ist wirklich ein Schnäppchen, hab den Haken auch an diese Stelle gesetzt. Hab für unseren Fox mal einen 3. Schlüssel machen lassen, starr, kostete 80 Eu.....

Themenstarteram 28. August 2020 um 16:02

Ich habe jetzt ein Ersatzgehäuse, wie von PIPD black verlinkt, bestellt - es war superschnell da.

Hab aber zunächst einmal meinen geklebten Schlüssel getestet, es hielt ca. 65 km, dann ist der Bart wieder herausgebrochen. Also der Bondic UV-Kleber ist wirklich super, er hat sehr viel länger gehalten als erwartet. Ich hatte die Klebestellen auch nicht besonders gereinigt. Also für'n Notfall ist das Zeug sehr gut.

Zurück zum Gehäuseersatz:

Die Konstruktion unterscheidet sich von der serienmäßigen 2018er VW-Ausführung durch die kleine Schraube hinter dem Logo.

Nach dem ich den feinen Hohlsplint mit einem Stiftchen herausgeklopft hatte, um den ungefrästen Schlüsselrohling aus dem Drehhalter herauszubekommen, habe ich zunächst versucht, den originalen Schlüsselbart dort einzustecken. Das ging aber nicht, weil er 0,3 mm zu dick war. Ich mußte ihn erst mal auf 2 mm auf der Nutseite in der Stärke reduzieren. Das habe ich mit einer flachen Schlüsselfeile und einem soliden Schraubstock hinbekommen (Maschinenbaupraktikum von vor über 40 Jahren sei Dank, da haben sie uns richtig getriezt mit dem Feilen lernen!). Es ist aber keine sehr kritsche Arbeit, wenn man weiß, wie man die Feile anfasst und dann eben flach statt rund feilt.

Nachdem das Teil nun gepaßt hat, habe ich mit einer Zange den Hohlsplint wieder eingedrückt und alles sitzt fest drin.

Nun mußte ich den kaputten Schlüsseltresor öffnen. Und das geht am besten nach entfernen des Batteriedeckels und der Batterie mit besagter Wellenringzange für Außenringe (spreizt beim Zusammendrücken), die hinterm Drehhalter einsteckt wird.

Also wie schon erwähnt, das Gehäuse wird nur gehalten von dem vorderen Stift, allerdings auf ein Weise, dass das Gehäuse beim Öffnen selbstzuerstörend ist. Und ich muß auch ehrlich sagen, dass mir das lieber ist, als den Stift nach innen zu drücken und zu riskieren, die Elektronik zu zerstören.

Man müßte den Stift ca. 10 mm nach innen drücken, damit er den Deckel frei gibt (oder ihn herausziehen, wobei mir aber die Phantasie fehlt, wie man das bewerkstelligen sollte) und dann befindet er sich oberhalb des spitzen Endes der Senderplatine.

Dann lieber etwas mehr Gewalt aufwenden und die Stiftführungen sprengen, statt da einen Schaden zu riskieren, denn ein kleine Trennwand wird beim Eindrücken des Stiftes auf jeden Fall auf die Platine umgedrückt.

Aber da ja ein neues Gehäuse zur Verfügung steht, braucht man auf das Alte keine Rücksicht nehmen.

Etwas fummelig ist nur die Montage des Drehverschlusses. Der hohle Druckknopf kann offenbar in zwei Positionen eingesteckt werden. Ich würde die Position wählen, bei der die mittlere Führungsnase in der längeren Führung drin sitzt. Anschließend beide Teile in die Gehäusrückseite einfügen.

Dann die Feder im Drücker richtig herum einstecken (falschrum geht auch gar nicht) und den Deckel mit der Gegenseite auf die Feder stecken und darauf achten, dass die Feder an beiden Enden eingerastet ist und dann noch mindestens eine dreiviertel Umdrehung vorgespannt wird, bevor beide Gehäuseteile vollständig zusammengedrückt werden.

Kurzer Test, ob alles leichtgängig funktioniert und dann fest zusammendrücken, Schraube eindrehen und ggf. das Logo drüberkleben. Zum Schluß noch die Batterie hinein und den Batteriefachdeckel drauf, dann hat man einen neuwertigen Schlüssel, der sich optisch nicht vom Original unterscheidet zu Kosten von knapp 12 €. Und angelernt werden muß ebenfalls nix.

Aber, zugegeben, es ist eine ziemliche Fummelei und jemand mit zehn linken Daumen sollte das vielleicht einen Freund machen lassen, der das entsprechende Geschick dazu hat.

Schön, dass es geklappt hat.:)

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