ForumKäfer
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Auto
  4. Volkswagen
  5. Käfer, Beetle & New Beetle
  6. Käfer
  7. Zündkurve selbst programmieren

Zündkurve selbst programmieren

VW Käfer, VW
Themenstarteram 25. September 2017 um 20:25

Hallo,

ich habe einen 69er Käfer, in den ich ein "frisierten" Motor eingebaut habe. Den Motor habe ich selber gebaut. Grobe Eckdaten des Motor:

- Hubraum: 1629ccm,

- Serienköpfe bearbeitet,

- Verdichtung erhöht (1mm weniger Kolbenrückstand),

- 296er Engle Nockenwelle,

- Ahnendorp Auspuffanlage,

- Weber 40 IDF,

- Schwungrad erleichert,

- ...

Der Motor hat eine Leistung von 87,3 PS und der Käfertacho (160 km/h) reicht nicht aus.

Aber darum geht es mir nicht.

Jetzt geht es darum, den Motor zu kultivieren. Untenrum ist er bockig und nimmt insbesondere im Bereich von 2000 1/min kaum oder gar kein Gas an.

Ab spätestens 2600 1/min gibt es mit der Gasannahme keine Probleme mehr.

Die Profis unter euch würden jetzt erstmal sagen "zu fett"/ "zu mager" und ... . Ist ja auch richtig: Ich hab bei meinen Einschätzungen, um dahinzukommen, wo ich jetzt bin auch völlig daneben gelegen!

Eine Lambdasonde mit AFR-Anzeige hat dann Aufschluß gegeben - Aber dies nur am Rande.

Ich habe einen 009-Verteiler verbaut und der Zündzeitpunkt bei ca. 900 1/min beträgt 0 Grad. Das ist kein Schreibfehler: NULL-Grad. Nebenbei: Die Gradeinteilung der Riemenscheibe habe ich geprüft!

Um im unteren Bereich (bis 2500 1/min) eine halbwegs gute Ansprechbarkeit des Motor haben zu können, wäre bei 900 1/min eine Frühzündung bis zu 12 Grad möglich.

Der Verbau eines Serienverteilers mit Unterdruckanschluß wäre eine Alternative, wenn man den Unterdruckanschluß nicht nutzt, aber irgendwo auch eine halbherzige Lösung.

Natürlich kenn ich die Verteiler von 123, aber wirklich überzeugt bin ich nicht.

 

Was kennt ihr, fahrt ihr bezüglich einer frei programmierbaren Zündanlage?

 

Gruss.

Beste Antwort im Thema

hier wird mit einem Motor herum gespielt wie mit einem Anfänger-Legobaukasten :eek:

ab einer gewissen Sturheit ist es nicht sinnvoll hier weiter Ratschläge zu geben, sie werden einfach nicht angenommen, der TE möchte einfach Recht haben und was anderes hören (die Leute, die hier Jahrzehnte Erfahrung haben und helfen wollen, haben ja alle keine Ahnung) :o

dann noch viel Spaß bei basteln

dreier

128 weitere Antworten
Ähnliche Themen
128 Antworten

Verwunderlich ist, dass die HD jetzt gewachsen ist, auf die von mir empfohlene Größe. (Diese Größe/Konfiguration bin ich nie gefahren. Es ist die von janpeterstahl früher einmal ermittelte Düsengröße)

Wir kommen der Sache aber schon näher !!!

Du hast jetzt eine vorstellbare Bedüsung.

Jetzt möchten wir gerne mal die Größe Deiner LLD wissen.

Erinnern kann ich mich, dass Du die mal aufgebohrt hast.

Wenn diese zu groß ist, dann würde das Deine Überfettung im Übergangsbereich erklären.

Meisstens magert der Übergangsbereich eigentlich ab, bei Webern. Man behilft sich dann mit einer grösseren LLD oder ändert die Mischrohre (Wie genau, das kann Dir hier erklärt werden.)

Mein Tip: kaufe Dir nochmal neue 55er Leerlaufdüsen und schraube die einfach mal rein.

Dazu dann nochmal die neue LL-Abstimmung vornehmen und dann mal probe fahren. ...

Grüsse.

Ja, super

jetzt bist du auf dem richtigen Weg;)

dreier

Themenstarteram 1. November 2017 um 21:27

Hallo Rudi,

die aufgebohrte Leerlaufdüse bezieht sich auf einen anderen Motor, wo auch diese Nockenwelle verbaut war.

Zitat:

@rubberduck0_1 schrieb am 8. Oktober 2017 um 23:35:58 Uhr:

(...)Zur Nockenwelle: Ich hab sie vorher in einem Serien 1600-Motor mit 34 PICT Solex gefahren. Gilt dort als unfahrbar - war sie auch! Die seitlich sitzende Leerlaufschraube hab ich um paar zehntel aufgebohrt und die Zündung auf 12 vor OT eingestellt. Dann war erst ein Leerlauf möglich und sogar über die Einstellschraube einstellbar. Das ganze war verquickt mit einem "Wurm-KAT".

(...)

Tja!?

ein guter Freund sagt immer: "Willst du es ordentlich haben, mach es selber!"

Einmal bin ich nicht dessen Motto gefolgt. Die 40er Weber hab ich überholen lassen und ohne weitere Überprüfung verbaut.

Mit dem Erfolg, daß ich mich hier zum "Vollidioten" gemacht habe.

Und ohne eure Vehemenz hätt ich höchstwahrscheinlich den Motor "geschrottet"!

Ein ganz großes DANKE!!!!

 

Ich habe heute auch ein neues Leistungsgutachten erstellen lassen mit der Bitte nicht über 6000 1/min zu drehen. Das Ergebnis hat mich positiv überrascht: fast 100 PS!

http://up.picr.de/30831552uo.jpg

 

Gruss.

 

 

Ich hätte vieleicht etwas besser lesen sollen, bezüglich der Leerlaufdüse.

Alles I.O. bei Deinem Motor. Er zieht ab 1500 U/min sauber hoch und bei der Grenzdrehzahl von 6000U/min hat er die Leistungs-Spitze. Ja, Super Motor. Ich bin beeindruckt. Ultrascharf!!!

Leider muss man eben bis 172km/h warten, bis er richtig drückt.

Mich wundert es, dass Du nicht über ein Leistungsloch über das gesamte Drehzahlband klagst.

Themenstarteram 9. November 2017 um 19:22

Zitat:

@rudi1967 schrieb am 2. November 2017 um 03:21:11 Uhr:

(...) Ja, Super Motor. Ich bin beeindruckt. Ultrascharf!!! (...)

Danke "für die Blumen"!

Zitat:

@rudi1967 schrieb am 2. November 2017 um 03:21:11 Uhr:

(...)Leider muss man eben bis 172km/h warten, bis er richtig drückt.(...)

Da hast du Recht! Aber gegenüber einem "Serien 1600er" mit 40er Weber, wo der "Druck" ab gut 130 km/h nachläßt, kann ich dann noch in den vierten Gang schalten.

 

Zitat:

@rudi1967 schrieb am 2. November 2017 um 03:21:11 Uhr:

(...)Mich wundert es, dass Du nicht über ein Leistungsloch über das gesamte Drehzahlband klagst.(...)

Tja Rudi,

beklagen wir das denn nicht alle.

Genug Leistung gibt es nie!

Gruss.

Hier mal meine Leistungskurve. Vergleiche einfach mal die Form der Kurve. Die ist unten herum Fülliger, wobei das bei meinem Motor auch schon sehr sportlich ist. Deine Nockenwelle ist zu scharf. Du hast kein Leistungsloch bei 2000 U/min. Es ist bei Dir da einfach noch keine Leistung da!

Deine Kurve ist einfach zu 'spitz'. Man sieht es am max. Drehmoment, da habe ich mehr als das doppelte wie Du (248,5Nm) und das bereits bei 4400U/min. (obwohl mein Motor nicht die doppelte Leistung hat, wie Deiner) Du hast das max. Drehmoment erst bei 4940 U/min. und bei knapp 6000U/min ist bei Dir schon wieder Schluss. Keine 1000U/min, wo richtig Bums da ist. Du hast auch Durchzugs-Probleme beim Schalten vom 3. in den 4. Das wird Dir auf Dauer auf den Keks gehen und sich noch verschlimmern, wenn Du mal ein längeres Getriebe einbaust.

Grüsse.

8-messung
Themenstarteram 9. November 2017 um 21:12

Rudi,

den Motor habe ich "geplant" mit gut 80PS und einer Lebenszeit von vielleicht 10000km, wo der Motor spätestens wieder zu zerlegen ist - falls er das schafft.

Der Motor wird in den jetzt schon über 3000km "Einstellungsphase" gelitten haben - läuft aber super!

Es sind - bestenfalls - noch 7000km übrig.

Dann wird der Motor zerlegt und komplett revidiert.

Gruss.

Man baut Motoren für 10000km ? Wenn Zuviel Geld hast kann ich dir gerne meine Bankdaten geben ;)

Themenstarteram 12. November 2017 um 20:19

Nach meiner Ansicht war selbst ein serienmäßiger 50PS Käfermotor mit 1600ccm kaum für über 100.000km gut. Als erstes beginnen sie am Kurbelwellensimmering zu ölen, was irgendwann das Einstellen des Axialspiels bedarf. Irgendwann ist dort aber kein Einstellen mehr möglich, weil sich die Lagerschale (hinter der Schwundscheibe) axial auf dem Lagersitz des Gehäuses bewegt, was dann meistens eine Komplettrevidierung des Kurbetriebs bedarf.

Weiterhin werden die Zylinderköpfe zwischen den Ventilen reißen: Das ist so sicher wie das "Amen in Kirche".

Bis dahin hat man einfach nur einen verschlissenen Motor.

Fährt man mit solch einem Motor weiter (und der Motor wird noch gut laufen) riskiert man einen kapitalen Motorschaden (Ventilabriss, Lagerschaden,..), wo die übrigen Teile nicht mal als Austauschteile dienen könnten.

Bei einem stark leistungsgesteigertem Motor (fast 100%) werden vielleicht 30.000km möglich sein.

Ich habe sehr viel teure Teile in meinem Motor verbaut und ich möchte auch keine Kurbeltriebrevidierung tätigen. Deshalb werde ich ihn bei 10.000km zerlegen.

Nach Zerlegung wird alles gesichtet und vermessen. Alles, was dem nicht standhält, wird getauscht bzw instandgesetzt.

Anschließend wird der Motor mit neuen Lagern und Dichtungen wieder zusammengebaut.

Gibt es nichts zu tauschen oder deren Teile sind lagermäßig vorhanden bzw es ist nichts "Instandzusetzen" oder es ist schnell machbar, so wird eine "Nachtschicht" reichen, bis man morgens früh wieder einen frisch gelagerten Motor hat, von dem man weiß, daß er kerngesund ist.

Abgesehen eventuell benötigter zu tauschender Teile betragen die Kosten für "so´nen Spaß" kaum 300€. Und dafür hat man einen neu gelagerten Motor mit frischem Öl., wo man weiß, daß er Kerngesund ist - und das Axialspiel ist auch wieder sauber eingestellt und die Einstellung der Ventile gehört natürlich auch zu dessem Umfang; wie auch die Zündung.

Sollte sich dabei aber herausstellen, daß umfangreiche Instandsetzungsmaßnahmen zu tätigen oder Teile zu tauschen sind, so wird es nicht erfreuen. Aber die frühe Erkennung wird die Kosten und deren Aufwand für die Wiederherstellung garantiert stark minimieren.

Deine Antwort
Ähnliche Themen