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Zeitenwende
Was wir gerade erleben, ist eine Zeitenwende. Das Ende des Verbrennungsmotors in Fahrzeugen. Die komplette Umstrukturierung eines ganzen Industriezweiges.
Das ganze erinnert sehr an den Übergang vom analogen Plattenspieler zur CD. Damals waren diese Plattenspieler auf ihrem technologischen Höhepunkt. Man hat alles aus der analogen Platte herausgeholt, was, ging.
Dann kam der CD Player. Zuerst sehr teuer. Ich erinnere mich, dass es am Anfang nur 5 CDs zu kaufen gab (darunter Dire Straits). Und haufenweise Meinung von Experten (und Möchtegern Experten), die alle möglichen Argumente vorbrachten, warum die CD der analogen Platte immer unterlegen sein wird. Einige davon waren auch stichhaltig. Zum Beispiel der Akustikumfang.
Trotzdem hat sich die CD blitzschnell durchgesetzt. Die Hersteller der analogen Plattenspieler gibt es heute nicht mehr. Warum war das so? Die ersten CD Player waren sehr teuer. Aber es war jedem klar, dass sie sehr schnell sehr viel billiger werden würden. Und es gab eine Punkt, an dem man hervorragende Musikqualität für weniger Geld mit einem CD Player bekommen hat, als mit der alten analogen Technik.
Zudem waren die CDs quasi unendlich haltbar. Kein Zerkratzen, kein Verlust der Qualität nach mehr als 10 Mal abspielen, keine Wartungskosten. Eine CD, die heute gut war, war es auch noch 20 Jahre später. da kein Verschleiss.
Die CD wurde dann von MP3 abgelöst, diese wiederum von Streaming Technologie (Der Tesla hat nichtmal mehr einen Slot für CDs). Es gibt mittlerweile völlig neue Produkte, es werden Milliarden auf diesem Markt umgesetzt. Aber nicht mehr von denjenigen, die damals zu lange an der Analogen Technik festgehalten haben.
Mit der Automobilindustrie und den Zulieferern passiert momentan genau dasselbe. Noch herrscht reiner Unglaube und Verweigerung. Aber mittlerweile haben Google und LG in den USA eine Lizenz zu Fertigung von Fahrzeugen erhalten. Samsung wird folgen.
Der Tesla ist das erste Elektroauto, das als echter Ersatz für den Erstwagen dienen kann. Kein Ei auf Rädern, das mit kurzer Reichweite nur für den Stadtverkehr taugt. Er ist teuer. Trotzdem ist er auf dem US Markt jetzt schon in seiner Klasse billiger als die entsprechenden Konkurrenzpodukte (z.b. Porsche Panamera). Was einen grossen Teil seines Verkaufserfolges ausmacht.
Mindestens 50% des Fahrzeugpreises machen alleine die teuren Akkus aus. Die werden schnell billiger werden. Das zeigt schon die Entwicklung der letzten Jahre. Und überall auf der Welt wird unter Hochdruck an neuen Batterie Technologien geforscht, denn da steckt richtig Geld drin. Prototypen haben heutzutage schon 10-30 fache Leistung der herkömmlichen Lithium Zelle. Da wir es mit dem schnellen Produktzyklus der Computerbranche zu tun haben, wird die Markteinführung in wenigen Jahren passieren. Und nicht 2 Jahrzente dauern wie beim Katalysator.
Der Rest eines EMobils kann sehr viel billiger gefertigt werden als ein Verbrenner. Es fehlen alle teuren Komponenten wie Verbennungsmotor, Auspuff, Kühlung, Getriebe, Kat, Tank, Motorsteuerung. Dagegen sind leistungsstarke Elektromotoren und Wandler auf dem Weltmarkt in jeder Menge frei käuflich. Die stecken in jedem Kran, in jeder Werkzeugmaschine, in jeder Strassenbahn.
Wenn es mal ein Mittelklasse Auto gibt, das 800km Reichweite hat, Schnelladung kann und etwa im Preisbereich eines entsprechenden Verbrenner Autos liegt, dann gibt es keinen Grund mehr, einen Verbrenner zu kaufen. Insbesonderen weil die politischen Rahmenbedingungen für Verbrenner (Maut, Innenstadtzonen, Feinstaubzonen, Lärmbeschränkungen) immer heftiger werden. Zudem bekommt man mit der EMobil Technologie regelmässig hervorragende Fahrleistungen als Goodie dazu.
Auch die Wartungskosten sind bei einem EMobil SEHR viel geringer. Es ist ja faktisch nix mehr da, was kaputtgehen könnte. Sogar die Bremse hält ewig, da man meist durch Rekuperation mit dem Gaspedal bremsen kann. Die echte Scheibenbremse braucht man nur noch ganz selten. Wenn man ab und zu das Wischwasser kontrolliert und alle 2 Jahre nach den reifen schaut, ist man fertig mit der Wartung. Deshalb könnten die Hersteller von Elektroautos auch ohne Probleme Garantiezeiten von 8Jahren und mehr anbieten. Oder gar lebenslange Garantie, max 300.000km. Oder so ähnlich.
Dagegen habe ich letzhin (im Zuge einer Wartung für den E500) Sage und Schreibe 460 Euros allein für das wechseln von 16 Zündkerzen in einer Mercedes Werkstatt bezahlt.
Also können wir gespannt sein, was uns die nächsten 3 Jahre bringen werden. Ich befürchte, das aus diesem Wandel die deutsche Automobilindustrie nicht als erster Gewinner herausgehen wird.
Beste Antwort im Thema
Was wir gerade erleben, ist eine Zeitenwende. Das Ende des Verbrennungsmotors in Fahrzeugen. Die komplette Umstrukturierung eines ganzen Industriezweiges.
Das ganze erinnert sehr an den Übergang vom analogen Plattenspieler zur CD. Damals waren diese Plattenspieler auf ihrem technologischen Höhepunkt. Man hat alles aus der analogen Platte herausgeholt, was, ging.
Dann kam der CD Player. Zuerst sehr teuer. Ich erinnere mich, dass es am Anfang nur 5 CDs zu kaufen gab (darunter Dire Straits). Und haufenweise Meinung von Experten (und Möchtegern Experten), die alle möglichen Argumente vorbrachten, warum die CD der analogen Platte immer unterlegen sein wird. Einige davon waren auch stichhaltig. Zum Beispiel der Akustikumfang.
Trotzdem hat sich die CD blitzschnell durchgesetzt. Die Hersteller der analogen Plattenspieler gibt es heute nicht mehr. Warum war das so? Die ersten CD Player waren sehr teuer. Aber es war jedem klar, dass sie sehr schnell sehr viel billiger werden würden. Und es gab eine Punkt, an dem man hervorragende Musikqualität für weniger Geld mit einem CD Player bekommen hat, als mit der alten analogen Technik.
Zudem waren die CDs quasi unendlich haltbar. Kein Zerkratzen, kein Verlust der Qualität nach mehr als 10 Mal abspielen, keine Wartungskosten. Eine CD, die heute gut war, war es auch noch 20 Jahre später. da kein Verschleiss.
Die CD wurde dann von MP3 abgelöst, diese wiederum von Streaming Technologie (Der Tesla hat nichtmal mehr einen Slot für CDs). Es gibt mittlerweile völlig neue Produkte, es werden Milliarden auf diesem Markt umgesetzt. Aber nicht mehr von denjenigen, die damals zu lange an der Analogen Technik festgehalten haben.
Mit der Automobilindustrie und den Zulieferern passiert momentan genau dasselbe. Noch herrscht reiner Unglaube und Verweigerung. Aber mittlerweile haben Google und LG in den USA eine Lizenz zu Fertigung von Fahrzeugen erhalten. Samsung wird folgen.
Der Tesla ist das erste Elektroauto, das als echter Ersatz für den Erstwagen dienen kann. Kein Ei auf Rädern, das mit kurzer Reichweite nur für den Stadtverkehr taugt. Er ist teuer. Trotzdem ist er auf dem US Markt jetzt schon in seiner Klasse billiger als die entsprechenden Konkurrenzpodukte (z.b. Porsche Panamera). Was einen grossen Teil seines Verkaufserfolges ausmacht.
Mindestens 50% des Fahrzeugpreises machen alleine die teuren Akkus aus. Die werden schnell billiger werden. Das zeigt schon die Entwicklung der letzten Jahre. Und überall auf der Welt wird unter Hochdruck an neuen Batterie Technologien geforscht, denn da steckt richtig Geld drin. Prototypen haben heutzutage schon 10-30 fache Leistung der herkömmlichen Lithium Zelle. Da wir es mit dem schnellen Produktzyklus der Computerbranche zu tun haben, wird die Markteinführung in wenigen Jahren passieren. Und nicht 2 Jahrzente dauern wie beim Katalysator.
Der Rest eines EMobils kann sehr viel billiger gefertigt werden als ein Verbrenner. Es fehlen alle teuren Komponenten wie Verbennungsmotor, Auspuff, Kühlung, Getriebe, Kat, Tank, Motorsteuerung. Dagegen sind leistungsstarke Elektromotoren und Wandler auf dem Weltmarkt in jeder Menge frei käuflich. Die stecken in jedem Kran, in jeder Werkzeugmaschine, in jeder Strassenbahn.
Wenn es mal ein Mittelklasse Auto gibt, das 800km Reichweite hat, Schnelladung kann und etwa im Preisbereich eines entsprechenden Verbrenner Autos liegt, dann gibt es keinen Grund mehr, einen Verbrenner zu kaufen. Insbesonderen weil die politischen Rahmenbedingungen für Verbrenner (Maut, Innenstadtzonen, Feinstaubzonen, Lärmbeschränkungen) immer heftiger werden. Zudem bekommt man mit der EMobil Technologie regelmässig hervorragende Fahrleistungen als Goodie dazu.
Auch die Wartungskosten sind bei einem EMobil SEHR viel geringer. Es ist ja faktisch nix mehr da, was kaputtgehen könnte. Sogar die Bremse hält ewig, da man meist durch Rekuperation mit dem Gaspedal bremsen kann. Die echte Scheibenbremse braucht man nur noch ganz selten. Wenn man ab und zu das Wischwasser kontrolliert und alle 2 Jahre nach den reifen schaut, ist man fertig mit der Wartung. Deshalb könnten die Hersteller von Elektroautos auch ohne Probleme Garantiezeiten von 8Jahren und mehr anbieten. Oder gar lebenslange Garantie, max 300.000km. Oder so ähnlich.
Dagegen habe ich letzhin (im Zuge einer Wartung für den E500) Sage und Schreibe 460 Euros allein für das wechseln von 16 Zündkerzen in einer Mercedes Werkstatt bezahlt.
Also können wir gespannt sein, was uns die nächsten 3 Jahre bringen werden. Ich befürchte, das aus diesem Wandel die deutsche Automobilindustrie nicht als erster Gewinner herausgehen wird.
399 Antworten
Ich glaube, dass unser zukünftiger Strombedarf aus Kernkraftwerken in Frankreich, Polen und Schweden gedeckt werden.
Das Frankreich?
Zitat:
Atomstrom
Frankreich plant den Teilausstieg
16.10.2014, 09:39 Uhr
Auch Frankreich sucht nach Alternativen: Weil der Anteil des Atomstroms sinkt, sucht die Industrie im Nachbarland verstärkt nach neuen Märkten. Diese Woche wurde ein Gesetz zur Energiewende verabschiedet.
Frankreichs Nationalversammlung hat am Dienstag das Gesetz zur Energiewende verabschiedet, das den Anteil des Atomstroms an der Elektrizitätserzeugung bis 2025 von 75 auf 50 Prozent senkt.
-25% ist fast wie der Totalausstieg in D (glaub da -30%)
Polen passt Kernkraft, das hat dort eine breite Unterstützung in der Gesellschaft.
Schweden mit einer Rot Grünen Regierung wird wohl eher nicht so schnell Kernkraft umsetzen.... das wär ja wie wenn man hofft dass Greenpeace eine Fabrik baut für Schuhe aus Babyrobbenleder :D
Atomkraft aus Polen???
Zitat:
77% des Stromes wird beim östlichen Nachbarn in Stein- oder Braunkohlekraftwerken gewonnen, 17% wird mit Wasser, Gas und Wind erzeugt, 6 % mit anderen Quellen. Das berichtet der Experte für erneuerbare Energien in Polen, Dr. Christian Schnell, Koordinator der Initiative Econet der Deutsch-Polnischen Industrie- und Handelskammer, in seinem Impulsvortrag beim polnisch-deutschen Unternehmerstammtisch in München.
77 + 17 + 6 = 100%
(gilt für 2014)
MfG RKM
Zitat:
@Luke1973 schrieb am 24. Oktober 2014 um 10:33:07 Uhr:
@maurocarlo
Und was möchtest Du uns damit sagen? Die Deutschen wollen nun mal keine Atomkraftwerke. Das haben sie bereits mehrfach dokumentiert (war z.B. der Grund für den ersten Wahlsieg von rot-grün). Spätestens seit Fukushima ist die Mehrheit des Souveräns dagegen.
Das kann man nun gut oder schlecht finden, es ist halt so.
Kohle wollen wir auch nicht.
Also bleiben eigentlich auf lange sicht nur EE. Und DAS müssen wir halt hinkriegen. DAS bringt uns als Land langfristig voran.
Ob Autos dann mit EE-Strom oder Power-to-Gas fahren, ist zweitrangig.
http://www.welt.de/.../...-exportiert-so-viel-Strom-wie-nie-zuvor.html
Deutschland exportiert so viel Strom wie nie. Und wisst Ihr warum? Weil aufgrund der billigen CO2-Zertifikate die Betreiber ihre Kohlekraftwerke nicht drosseln wenn genügend EE vorhanden ist, sondern den Strom dann gewinnbringend ins Ausland verkaufen.
Dann les bitte den Bericht auch mal durch und verlinke nicht etwas, wo Du nur die Überschrift gelesen hast!
Weiterhin rate ich auch mal die Kommentare dieses Berichtes zu lesen.
Wir haben im Allgäu genau das Gleiche, abends und nachts wird der überschüssige Strom ins Vorarlberg verschenkt um die Pumpspeicherkraftwerke zu betreiben und morgens wenn die Hauptlasten losgehen kaufen wir von den Österreichern für teuer Geld den vorher verschenkten Strom zurück!
Wie verrückt sind wir eigentlich, dass will ich damit sagen!
EEG hin oder her, wir haben es ja!!
http://www.tagesspiegel.de/.../10791416.html
War doch in Deutschland auch so CDU/FDP waren eher AKW freundlich als dann Rot Grün an's Ruder kam wurde eine völlig neue Politik gefahren.
Dass Schweden haben seit ein paar Tagen eine Rot/Grün Regierung und die Konservativen die Befürworter des schwedischen Wiedereinstiegs wurden abgewählt und damit ist ja alles was sie mal vorhatten nur noch Makulatur.
Ausgerufenes Regierungsprogramm der neuen rot-grünen schwedischen Regierung von Oktober 2014
"die Kernkraft soll durch erneuerbare Energien ersetzt werden." bei den Roten langsamer bei den Grünen schneller - eine Liste mit abzuschaltenden Anlagen haben die Grünen auch schon mit an den Regierungstisch gebracht.
Den will ich sehen, der in einem Land das jetzt von Rot/Grün regiert wird ein Kernkraftwerk versucht zu planen und zu bauen :D
Zitat:
@SRAM schrieb am 24. Oktober 2014 um 13:31:40 Uhr:
Schweden: http://www.welt.de/.../Kernkraft-Darum-stieg-Schweden-wieder-ein.html
Gruß SRAM
Der verlinkte Artikel ist vom 19.06.2011.
Wie man auch in D sehen konnte, sind Meinungs- und Kursänderungen in kurzen Zeiträumen möglich.
Gruß, dixi
http://wirtschaftsblatt.at/.../...n-Marktwirtschaft-gegen-AKW-arbeiten
In Schweden bläst der Kernkraft mit dem Regierungswechsel ein starker Wind entgegen - gegen erklärte Ziele von Regierungen anzukämpfen, da ist man als Unternehmen meistens der Verlierer.
Zitat:
@Luke1973 schrieb am 22. Oktober 2014 um 13:40:21 Uhr:
Ein Privatauto "rechnet sich" natürlich nie, denn schließlich stehen den Kosten keinerlei Einnahmen gegenüber.
In diesem Punkt besteht also Einvernehmen.
Zitat:
@Luke1973 schrieb am 22. Oktober 2014 um 13:40:21 Uhr:
Es ist doch wohl klar was ich meinte, nämlich: Bekomme ich das was ich will bei einem Elektroauto günstiger als bei einem Verbrenner. Wenn die Antwort "ja" ist, dann rechnet es sich.
Das ist soweit auch nachzuvollziehen.
Nur liegt IMHO da wieder der Gedanke zu Grunde, dass ein E-Auto per se genausoviel oder besser noch weniger als ein gleichartiger Verbrenner kosten muss. Hier wurden ja auch schon sehr oft detailierte Rechnungen pro und contra E-Auto bzw. Verbrenner aufgemacht, von manchen mit sehr großer Akribie. Ich frage mich dann immer: Warum?
Gerade im privaten Bereich spielen beim Autokauf neben der Kostenseite so viele weiche und irrationale Faktoren eine Rolle, dass die Reduktion auf die reine Kostenebene völlig zu kurz greift.
Wie wäre es sonst zu erklären, dass sich jemand einen VW Passat kauft, obwohl ein Dacia Logan ihm den gleichen Nutzwert bietet? Oder der Käufer eines Q5 nicht zum Dacia Duster greift? Würde es dem Kunden beim Autokauf immer nur um die reinen Kosten gehen, könnten wahrscheinlich ca. 80% der Autohersteller ihren Laden schließen.
Und wenn nun jemanden ein Zoe wesentlich mehr begeistert als ein Polo? Oder ein Tesla mehr Emotionen weckt als eine E-Klasse? Was dann? Muss er sich dann wieder vor der großen MT-Kostenkontrolle rechtfertigen?
Gruß, dixi
Haben sie net damals bei Fukushima auch alle AKWs abgedreht? Was ist passiert? War irgendwer stromlos?
man munkelt, dass die AKWs nur wegen der Atomwaffen existieren.
Die in den 70ern und 80ern gebauten haben ja vergleichsweise günstigen Strom geliefert.
Ich denke die Kernkraftwerksindustrie hat irgendwann mal gesagt wir bauen Kernkraftwerke so sicher wie es nur technisch geht - und das wurde tatsächlich so ernstgenommen dass das nun als Mindestmaßstab gilt - das ist dann halt Pech.
Nur noch das beste/sicherste bauen zu müssen, was technisch maximal möglich ist, ist immer der Todesstoß, wenn es Alternativen gibt.
Es könnte ja auch (bis auf wenige Multimilliardäre) niemand ein technisch maximal sicheres Auto bezahlen.
Zitat:
@dixi schrieb am 24. Oktober 2014 um 17:44:17 Uhr:
Und wenn nun jemanden ein Zoe wesentlich mehr begeistert als ein Polo? Oder ein Tesla mehr Emotionen weckt als eine E-Klasse? Was dann? Muss er sich dann wieder vor der großen MT-Kostenkontrolle rechtfertigen?
Nach meiner Einschätzung läuft das oft genug so ab: Einem E-Auto-Begeisterten reicht es nicht aus, dass er ein E-Auto toll findet, er muss dieses Tollfinden gleich so überhöhen, dass alles andere in seinen Augen indiskutabel und minderwertig erscheint. Und das artet dann regelmäßig in eine Beleidigung der allgemeinen Intelligenz aus. Als Beispiel der Jubel über die Möglichkeit, an den (ausgesprochen dünn gesäten) Superchargern kostenlos(!) Strom zapfen zu können. Wer glaubt, der Strom aus den Superchargern sei tatsächlich gratis, der hat seinen Tesla vermutlich in der Lotterie gewonnen...
Was mich an der ganzen Sache mit den E-Autos so wundert, das ist dieser zwanghafte Missionierungsdrang, der damit einher geht. Ein Tesla in Vollausstattung kostet etwa so viel wie ein Maserati Quattroporte. Habt ihr schon mal einen Quattroporte-Fahrer erlebt, der jedem ungefragt aufs Brot schmiert, wie toll doch sein Auto ist und wie unzulänglich doch all die anderen?
Was E-Auto-Fanboys (nicht unbedingt deckungsgleich mit: E-Auto-Besitzer) glaube ich nicht so gern hören, das ist der Image-Aspekt. Es gab ein paar Monate nach der Einführung des iPhones diesen Witz: Woran erkennt man einen iPhone-Besitzer? Er zeigt es vor. Das sehe ich bei manchen Tesla-Fahrern ähnlich. In meinen Augen ist ein Tesla S eigentlich ein bisschen pharisäerhaft: Riesig groß und schwer, unnötig stark motorisiert und mit einem zweifelhaften ökologischen Fußabdruck gesegnet. So taugt er eigentlich nicht viel mehr als Öko-Statement als ein Porsche Cayenne Hybrid. Wer statt dessen eine Bahncard 100 nutzt, der tut bestimmt mehr für die Umwelt. Deshalb sollten sich Tesla-Fahrer besser benehmen wie andere Luxusauto-Fahrer auch: Vornehm ihren gekauften Luxus genießen. Ich kenne einen Motorjournalisten, der hat vor ein paar Jahren einmal einen Artikel über E-Bikes geschrieben. und seine Vermutung war die, dass in Zukunft E-Bikes nicht verkauft werden, weil sie Sprit sparen oder weniger Abgas machen, sondern weil sie geiler fahren als Verbrenner. Ich finde, das ist ein nachvollziehbarer Standpunkt.
Es reicht offenbar nicht aus, das Tesla Begeisterte ihre Erfahrungen kundtun. Nein, es müssen Leute, die nie einen Tesla auch nur von Nahem gesehen haben, haufenweise ellenlange Postings als Bedenkenträger von sich geben.
Es ist halt nicht was nicht sein darf.
Zitat:
@GregorD123 schrieb am 24. Oktober 2014 um 23:50:57 Uhr:
Es reicht offenbar nicht aus, das Tesla Begeisterte ihre Erfahrungen kundtun. Nein, es müssen Leute, die nie einen Tesla auch nur von Nahem gesehen haben, haufenweise ellenlange Postings als Bedenkenträger von sich geben.
Es ist halt nicht was nicht sein darf.
Ich weiß ja nicht, wen du mit "Bedenkenträger" meinst, aber meine erste Fahrt in einem Tesla war 2010. Wann war deine erste Fahrt? Meine erste Fahrt in einem E-Mobil war 1986, und bei dir?
Zitat:
@sampleman schrieb am 24. Oktober 2014 um 23:04:03 Uhr:
Nach meiner Einschätzung läuft das oft genug so ab: Einem E-Auto-Begeisterten reicht es nicht aus, dass er ein E-Auto toll findet, er muss dieses Tollfinden gleich so überhöhen, dass alles andere in seinen Augen indiskutabel und minderwertig erscheint. Und das artet dann regelmäßig in eine Beleidigung der allgemeinen Intelligenz aus. Als Beispiel der Jubel über die Möglichkeit, an den (ausgesprochen dünn gesäten) Superchargern kostenlos(!) Strom zapfen zu können. Wer glaubt, der Strom aus den Superchargern sei tatsächlich gratis, der hat seinen Tesla vermutlich in der Lotterie gewonnen...
Für mich, als nicht Tesla Besitzer, kommt es eher so vor, das ihr die E-Autofahrer in die Ecke drängt, mit Halbwahrheiten, gezielten Provokationen usw...
Und wenn sich jemand in die ecke gedrängt fühlt, schlägt er zurück.
Kann man in jedem Beitrag ganz toll sehen.
Etwas positives wird gepostet, einer von Euch muss das wieder kritisieren und in den Dreck ziehen.
Jedes Mal das selbe.
Als Gegenfrage zum Superchargerladen, kann man bei einer gleich teuren oder teureren S-Klasse beim Tanken ohne bezahlen weiter fahren, ohne sich strafbar zu machen?
Mal eine Definitionsfrage:
Gratis laden wäre es, wenn auch im Autopreis keine Aufpreis dafür gewesen wäre. Richtig?
Kostenlos Laden würde dann aber passen, das man ja beim Laden selbst nichts bezahlen muss. Oder?
Zitat:
@sampleman schrieb am 24. Oktober 2014 um 23:04:03 Uhr:
Was mich an der ganzen Sache mit den E-Autos so wundert, das ist dieser zwanghafte Missionierungsdrang, der damit einher geht. Ein Tesla in Vollausstattung kostet etwa so viel wie ein Maserati Quattroporte. Habt ihr schon mal einen Quattroporte-Fahrer erlebt, der jedem ungefragt aufs Brot schmiert, wie toll doch sein Auto ist und wie unzulänglich doch all die anderen?
Hast du schon mal einen E-Autofahrer im BMW, VW, Audi, Mercedes, Toyota, Maserati, Ferrari usw... Forum geshen, des dort sagte, wie schlecht und schädlich ihr Auto sei? NEIN!
Aber ihr, kommt hier ins E-Autoforum und speziell ins Tesla Forum und (sorry) pöbelt hier rum und seid nur auf Angriff gebürstet und wundert euch, wenn gleichwertige Antworten kommt.
Zitat:
@sampleman schrieb am 24. Oktober 2014 um 23:04:03 Uhr:
Was E-Auto-Fanboys (nicht unbedingt deckungsgleich mit: E-Auto-Besitzer) glaube ich nicht so gern hören, das ist der Image-Aspekt. Es gab ein paar Monate nach der Einführung des iPhones diesen Witz: Woran erkennt man einen iPhone-Besitzer? Er zeigt es vor. Das sehe ich bei manchen Tesla-Fahrern ähnlich. In meinen Augen ist ein Tesla S eigentlich ein bisschen pharisäerhaft: Riesig groß und schwer, unnötig stark motorisiert und mit einem zweifelhaften ökologischen Fußabdruck gesegnet. So taugt er eigentlich nicht viel mehr als Öko-Statement als ein Porsche Cayenne Hybrid. Wer statt dessen eine Bahncard 100 nutzt, der tut bestimmt mehr für die Umwelt. Deshalb sollten sich Tesla-Fahrer besser benehmen wie andere Luxusauto-Fahrer auch: Vornehm ihren gekauften Luxus genießen. Ich kenne einen Motorjournalisten, der hat vor ein paar Jahren einmal einen Artikel über E-Bikes geschrieben. und seine Vermutung war die, dass in Zukunft E-Bikes nicht verkauft werden, weil sie Sprit sparen oder weniger Abgas machen, sondern weil sie geiler fahren als Verbrenner. Ich finde, das ist ein nachvollziehbarer Standpunkt.
Schön das du wieder mal alle über einen Kamm scherst.
Ich würde mal sagen, das Maserati Fahrer und Ferrari Fahrer oder auch Lambo Fahrer mehr mit ihren Autos angeben, als Tesla Fahrer. Die zu erst genannten fahren ja selbst in Innenstädten gerne mit Höchstdrehzahl durch die Gegend, damit aber auch jeder mit bekommt, das sie so ein Fahrzeug fahren. Das habe ich von einem Tesla Fahrer noch nie erlebt. (Gut es fahren auch nicht so viele Tesla herum) Aber bei den Tesla Fahrern ist es eher so, das es zu Gesprächen kommt, wenn er anhält und aussteigt. Egal ob beim einkaufen oder beim Laden am Supercharger.
Es gibt sogar Tesla Fahrer, die freiwillig und ohne Geld von Tesla zu bekommen Werbung auf das Auto geklebt haben. Denn wer den Tesla nicht kennt, erkennt ihn überhaupt nicht.
Zitat:
@sampleman schrieb am 25. Oktober 2014 um 07:55:04 Uhr:
Ich weiß ja nicht, wen du mit "Bedenkenträger" meinst, aber meine erste Fahrt in einem Tesla war 2010. Wann war deine erste Fahrt? Meine erste Fahrt in einem E-Mobil war 1986, und bei dir?
Dann war das aber ein Roadster, oder?
Wenn du daher deine Bedenken und Ängste ziehst, kann ich es jetzt verstehen.