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XC70 mit ein paar kleinen Mängeln für 1200 Euro Kaufberatung, würdet ihr zuschlagen ?

Volvo V70 2 (S)
Themenstarteram 5. August 2014 um 1:03

Ich habe diesen hier gefunden, würdet ihr da zuschlagen?

https://www.dropbox.com/s/y7cv21c1s5estgh/XC.jpg

Beste Antwort im Thema

Das ist wohl mein erster inhaltsleerer Beitrag auf MT, aber ich muss ihn trotzdem loswerden:

" Klasse, super, ein Mann der Tat und kein (Roller fahrender) Schwätzer!"

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Ich persönlich finde solche Threads immer toll. Man sieht, mit wie wenig Geld man ein tolles Auto haben kann. Gleichzeitig schmunzel ich immer wenn sowas als eine vernünftige Lösung dargestellt wird - das Werkzeug und KnowHow muss man auch erstmal haben, von der Zeit ganz zu schweigen.

Wenn man die Fahrzeuge gut kennt kann man so jede Menge Geld einsparen und dafür seine Freizeit opfern. Nur sieht man sehr häufig das solche Projekte unglücklich enden, gerade wenn komplexe Fahrzeuge wieder reaktiviert werden sollen. Hast du zur Gasanlage irgendwelche Unterlagen gekriegt? Wenn da gepfuscht wurde kostet das Nerven.

So am Rande: Man kann ein Winkelgetriebe auch in 80tkm ruinieren, einige schaffen das sogar bedeutend schneller. Würde ich also nichts drauf geben.

Themenstarteram 6. August 2014 um 13:32

Zitat:

Und warum fragst Du dann???

Oh,Mann.

Schreib doch gleich dazu,das Du den Haufen schon gekauft hast.

Mich hat schon die Meinung im Forum hier interessiert, gekauft hätte ich den Wagen so oder so, solche Angebote findet man nicht oft, da hätte ich keine Woche zum diskutieren riskiert.

Zitat:

Man kann ein Winkelgetriebe auch in 80tkm ruinieren, einige schaffen das sogar bedeutend schneller.

Klar kann man, vom Fahrgefühl selbst machte das Getriebe einen super Eindruck. Auch wenn ich 6000 oder mehr so eine Kiste gesteckt hätte, könnte das Winkelgetriebe ne Macke haben...

Zum LPG, habe einen S80 2.9 aus der Familie selber mit LPG umgerüstet. Das war zwar KME, aber nach einigem Einlesen läuft die Maschine super. Darauf wurde der eigene S60 mit Prins erstmal nachjustiert...

Der XC70 lief ohne weiteres auf LPG, aber dem Ventilbild nach ein wenig zu mager. Aber im Prinzip ist die Anlage voll funktionsfähig. Für Prins Software muss man nur ein wenig googeln. Als Interface tut es ein USB TTL Adapter für 3 Euro bei ebay in Verbindung mit einem Hexinverter für 20Cent von Conrad.

DR_V70, du bist ein echter Spaßvogel! Alle schmeissen hier die Glaskugel an, dabei hast du das Experiment schon gestartet. :rolleyes: Berichte mal regelmäßig (und ehrlich), wie es so weitergeht. Ich bin immer ganz neidisch, wenn ich lese, das manche Leute für 1.000 € ein Auto fahren, das genauso problemlos laufen soll, wie eins für 20.000 €.

Dafür brechen dann bei anderen die Neuwagen schon bei 1.000 km ein. Das beruhigt mich dann wieder, dass ich keinen Neuwagen gekauft habe. :D

Grüße vom Ostelch

Wenn ich mir das Ventil so anschaue frage ich mich wo wohl das abgebrannte Material vom Ventil hin ist.

Kurz dahinter sitzt ja der Turbolader. Hoffentlich hat der nicht auch was abgekrigt.

Gruß SF

Themenstarteram 6. August 2014 um 16:40

An den Schaufelrädern war nichts zu erkennen, denke dass das Ventil in mehrere winzig kleine Teile zerlegt wurde. Unter Last fing der Kolben auch wieder an zu zünden, der Turbo zog auch ganz gut. Am Ventilsatz waren nichtmal Spuren zu erkennen.

Themenstarteram 7. August 2014 um 1:07

Hier mal ein Update:

Der Block vorm Putzen.

Der Block nach dem Putzen, Kolben wurden mit etwas Öl gefüllt um das Rosten der Kolbenringe zu verhindern.

Der gereinigte Kopf mit frisch eingeschliffenen Ventilen, dies ist eigentlich immer die größte Arbeit.

Mit der selbst gebauten Hebelpresse werden die Federn der Ventile gespannt.

Mit der Pinzette dann die Keile eingelegt.

Nach dem Einschleifen gibt es immer wieder Schwankungen zwischen den Ventillängen. Mit der Blattlehre lässt sich der Abstand zwischen Tassenstößel und Nockenwelle ganz leicht ermitteln. Damit sicher gestellt ist, dass das Ventil immer schließt ist eine Lücke von 0,4mm auf der Auslassseite und 0,2mm auf der Einlassseite erforderlich. Habe die gesammelten Stößel mal vermessen um diese besser zuordnen zu können, es sind immer 16,xx mm.

Der Block mit neuer Dichtung. Wenn man die Bolzen aus dem Kopf bekommen hat muss man nichtmal den Turbo abbauen und kann diesen einfach hängen lassen. Nicht alle Stehbolzen drehten mit der Mutter raus. Die Muttern mit Klebstoff an die Bolzen zu fixieren war ein guter Trick.

In die neuen Bolzen wurden Kanten gefeilt, so können diese nächstes mal mit dem Schraubendreher selber rausgedreht werden.

Die Nockenwellen müssen richtig ausgerichtet werden, dazu befindet sich an beiden Seiten eine Markierung. Es wurden 32er Muttern gefeilt, welche an der rechten Seite angeschraubt werden können. Mit diesen kann man dann die Nockenwelle fixieren.

Auf den Deckel wird einfach Dichtungsmasse aus der Tube mithilfe einer einfachen kleinen Farbrolle dünn aufgetragen. Während jemand die Wellen gegen verdrehen fixiert, lässt sich der Ventildeckel gleichmäßig mit größter Vorsicht mithilfe der Befestigungsschrauben auf den Kopf ziehen, also auch hier kein Spezialwerkzeug erforderlich...

Themenstarteram 7. August 2014 um 22:14

Die Maschine, läuft perfekt :) :) :)

Bremsen wurden ja vor kurzem neu gemacht, ich muss mich nicht mit irgendwelchen Händlern rumärgern wie ein paar Threads höher oder tiefer und der Einsatz war nur minimal. Und ich weiß jetzt wirklich genau was für eine schöne Maschine ich da habe. Der Zahnriemen wird morgen noch gegen einen neuen Satz für Stolze 79 Euro getauscht. Fotos vom ganzen Auto kommen am Wochenende.

Leider bleibt der nicht bei mir, ich fahre weiter S60. Mein Bruder tauscht diesen gegen seinen V40 ein...

Zum Titel: "paar kleinen Mängeln" hat doch wohl niemand ernst genommen oder?

"würdet ihr zuschlagen ?" War ja auch nicht unbedingt eindeutig... :D

Zitat:

Original geschrieben von DR_V70

Die Maschine, läuft perfekt :) :) :)

Bremsen wurden ja vor kurzem neu gemacht, ich muss mich nicht mit irgendwelchen Händlern rumärgern wie ein paar Threads höher oder tiefer und der Einsatz war nur minimal. Und ich weiß jetzt wirklich genau was für eine schöne Maschine ich da habe. Der Zahnriemen wird morgen noch gegen einen neuen Satz für Stolze 79 Euro getauscht. Fotos vom ganzen Auto kommen am Wochenende.

Leider bleibt der nicht bei mir, ich fahre weiter S60. Mein Bruder tauscht diesen gegen seinen V40 ein...

Zum Titel: "paar kleinen Mängeln" hat doch wohl niemand ernst genommen oder?

"würdet ihr zuschlagen ?" War ja auch nicht unbedingt eindeutig... :D

Altes Schlitzohr! Würde mich trotzdem interessieren, wie die Geschichte weitergeht.

Grüße vom Ostelch

Wie viel hat dich der Spaß denn ohne das Fahrzeug gekostet?

Und welche Teile hast du verbaut?

So langsam hast Du Routine im Köpfe instandsetzen, oder?

Erst Dein Auto und dann dieses hier.

Ich habs ja schonmal gesagt Du bist ein Bastler und das verdient Respekt.

Ansonsten wäre dieses Auto (mit eigentlich Motorschaden) sicherlich in der Presse oder in weit entfernten Ländern gelandet.

Preismäßig war es aus meiner Sicht ein Schnäppchen. Vom Einkauf her sicherlich und ich denke mal die Ersatzteile haben auch nicht die Welt gekostet....

So kann man deinem Bruder nur allzeit gute Fahrt wünschen.

Vielleicht meldet er sich ja mal hier und berichtet wie es weitergegangen ist mit dem Auto.

Viele Grüße SF

PS: Interssant und auch wichtige Erkenntniss finde ich das bei abgebranntem Ventil die Fehlermeldung "Fehlzündung auf Zylinder X" kommt...

Themenstarteram 7. August 2014 um 22:54

Die Bremsen sind wirklich komplett neu ATE gewesen, kein Rand, nichts, hat man beim gebrauchten selten :)

Kurz überschlagen, investiert wurde von uns:

30 Euro fürs Ventil, Expressbestellung beim örtlichen Teilehändler.

55 Euro für die Zylinderkopfdichtung von Reinz, beim örtlichen auf Expressbestellung.

12 Euro Dichtungsmasse Reinzosil.

30 Euro für alle 4 Nockenwellendichtungen zusammen.

10 Euro für die Einlasskrümmerdichtung Febi.

10 Euro für die Auslasskrümmerdichtung Febi.

5 Euro für die Dichtung vom Thermostatgehäuse Skandix.

5 Euro für Schlauchschellen, mag diese Klemmringe nicht.

79 Euro für den Zahnriemensatz von Conti.

18 Euro für den Antriebsriemen.

20 Euro für Kühlwasser.

50 Euro sind geplant fürs Öl.

Also bis jetzt ca. 300 Euro. Man könnte jetzt noch die Abholung mit 450km auf LPG berechnen, aber manche fahren ja weiter für ihren Neuwagen :)

Keine neuen Schrauben für den Zylinderkopf?

Themenstarteram 7. August 2014 um 23:22

Nein, das Risiko gehe ich ein. Klar könnte man sich hier jetzt mehrseitig drüber streiten. Die ganze Maschine ist aus Alu, in dieser stecken über 20cm lange 12mm starke Bolzen aus Stahl, die Frage ist was jetzt hier wirklich mehr nachgibt. Wenn alles ganz präzise ausgeführt wird, sollte der Kopf samt Dichtung wirklich gerade ohne Spannung aufliegen. Erst anziehen auf 20nm, dann auf 60nm und anschließend alle genau um 130° festziehen. Auch sind die Bolzen nicht vollkommen nach einmaliger Nutzung verbraucht, sondern sind auch weiterhin in einem bestimmten Ausmaß elastisch. Bei einem Diesel im Gusseisenblock würde ich auch sagen unbedingt nötig, aber hier...

Themenstarteram 8. August 2014 um 1:33

So minimalistisch kann das LPG Interface aussehen. Ein USB TTL Adapter und ein HEX-Inverter Chip z.B. 74HC74. Einfaches Inventar aus der Elektrokiste.

Auch die teuersten Anlagen kommunizieren über einen einfachen Serialport. Die Software ist vergleichsweise sehr minmalistisch. Keine zusammenhängenden Diagramme oder skalierte Werte.

Eine VSI wird nur über die 3 Parameter konfiguriert.

Man muss bedenken, das Motosteuergerät übernimmt nach wie vor die Hauptaufgaben. Es öffnet die Benzindüsen für eine bestimmte Zeit. Wenn man als Beispiel den Leerlauf erfasst, werden dabei die Benzindüsen für 2ms geöffnet. Bestimmt werden muss die Zeit, die die LPG-Düse offen sein muss die gleiche Energiemenge in den Brennraum zu befördern. Dies könnten beispielsweise 3ms sein.

Dies ist die Einzige Aufgabe vom LPG Steuergerät, es muss nur die Düsen umschalten und die neue Energiemenge berechnen.

Um eine ständig gleiche Energiezufuhr über den gesamten Drehzal und Lastbereich zu erzeugen gibt es die folgenden Einstellparameter:

 

Die Druckschraube am Verdampfer: Je höher der Druck, desto mehr Gas strömt je ms durch die Düsen.

Offset: Ein Wert der einfach auf die Einspritzzeit gerechnet wird. Gibt das Motorsteuergerät 2ms vor bei einem Offset von 3, werden die LPG-Düsen 5ms lang geöffnet. Grafisch vorstellen kann man sich dies als Achsenabschnitt.

Neigung, dies ist die Steigung der Geradengleichung mit dem Achsenabschnitt.

Also kurz gefasst, das Motorsteuergerät selbst arbeitet idealerweise nach einer Geradengleichung und erhöht danach die Kraftstoffzufuhr. Dies Geradengleichung muss mit der Geradengleichung des LPG Gerätes in Einklang gebracht werden. Dies geht leider nicht im Stand, sondern nur unter Last.

Aber wie findet der Einbauer diese Einstellungspunkte? Ein Feedback der Verbrennung bekommt nur das Motorsteuergerät von der Lambdasonde. Passen die Werte nicht, ändert es die Einspritzzeiten der Düsen und dies fällt natürlich auf wenn man sich die Einspritzzeiten betrachtet und es bei der Umschaltung plötzlich Schwankungen gibt.

Aber die Sonde ist träge und deren Werte werden nur im Closed Loop erfasst. Hier berücksichtigt das Motorsteuergerät die Sonde, den Luftmassenmesser, den Ansaugdruck und korrigiert das Gemisch.

Bei heftigen Gasstößen oder unter Last, ignoriert das Motorsteuergerät diese Sensoren (open Loop) und verlässt sich auf die eigenen Parameter welche eine Art Gerade ergeben.

Es misst und korrigiert dann auch keine falsch eingestellte Anlage mehr.

Eine zu magere Verbrennung erzeugt dann zu viel Hitze und ruft derartige Schäden hervor.

Die falsche Einstellung fällt nicht, oder nicht sofort auf.

Dies soll keine Anleitung sein, sondern nur ein kurzen Einblick in die "so komplizierte" Technik geben.

Finde die Berichte des TE durchaus interessant.

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