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X5 45e Längere Strecke

BMW X5 G05
Themenstarteram 13. Mai 2021 um 8:28

Hallo,

wir sind vom Volvo Xc90 gewechselt und haben den X5 45e bestellt (kommt Ende Juli), weill wir Emission reduzieren wollen, aber ein großes Auto brauchen (3 Kinder). Wir fahren ca. 15tsd km im Jahr, davon (grob geschätzt) ca 10000 km < 70 km (Stadt) und ca. 2500 km zwischen 70 - 150 km und ca. 2500 km > 150 km, meist nur einmal im Jahr, Sommerreise). Der 45e hat im Moment zusammen mit dem GLE Hybrid mit Abstand die weiteste Elektro-Reichweite, daher die Entscheidung gegen einen neuen XC90 Recharge.

Ich habe mich vorher lange damit beschäftigt und in diesem Forum viele hilfreiche Informationen gefunden. Dafür vielen Dank.

Jetzt meine Frage: Wie der Zufall will, wird unser erster Einsatz eine längere Urlaubsreise (ca. 4x400 km (>90% Autobahn) in 14 Tagen sein). Wenn ich auf einer solchen Strecke mit voller Batterie losfahre und vorher das Ziel in den Navi eingebe, welchen Modus wähle ich, um möglichst wenig Benzin zu verbrauchen? Meine Fahrgewohnheit Autobahn mit 3 Kindern un Frau ist 130 kmh mit mittellang eingestelltem Abstandshalter un Pilot Assist).

Mich verwirren noch die Fahrmodi, ausserdem scheint es einige Tricks zu geben (Abstandshalter auf weit einstellen), bringt das was? Gibt es einen Modus, der über die 400km die Batterieladung möglichst ökonomisch "zuspeist", wenn er das Ziel kennt?

 

PS: Mir ist klar, dass solche Strekcen genau NICHT das Profil eines Plug in Hybrid sein sollen und ich erwarte in Euren Antworten auch keine utopischen Verbäuche von weniger als 6l oder ähnl. Mir ist auch klar, dass man den 45e nicht schnelladen kann, die 400 km werden also ohne Zwischenladung zurückgelegt. Diese Aspekte brauchen wir also nicht diskutieren. Solche Reisen kommen bei uns 1 mal im Jahr vor, wie gesagt, gekauft wurde das Auto für die 10000km pro Jahr, die wir unter 70 km fahren.

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29 Antworten
Themenstarteram 13. Mai 2021 um 11:04

Harald, danke, was ist ACC?

@harald335i

Das ist tatsächlich beeindruckend wenig.

Themenstarteram 13. Mai 2021 um 11:18

Danke Harald. Was ist ACC?

Das Fahrzeug muss sich entscheiden, ob es elektrisch oder verbrennend fahren möchte. Für diese Entscheidung können Information aus bis zu drei Zeithorizonten einbezogen werden:

#1 - momentane Situation: Ist noch Stromkapazität im Akku vorhanden? Reicht der Elektromotor zur Bereitstellung der anforderten Leistung aus? Was ist die aktuelle Geschwindigkeit und Pedalpositionen? Wie ist die Neigung? Nähere ich mich einem anderen Fahrzeug an?

#2 - welche Ereignisse werden in den nächsten Sekunden eintreten ("vorausschauender Hybridbetrieb"): Ändert sich die Geschwindigkeitsbegrenzung? Wird es Kurven / Steigungen / Gefälle geben?

#3 - wie sieht der Rest der Fahrt aus ("adaptive Optimierung") : Wie sieht das geplante Streckenprofil aus? Wo gibt es Stau? Wo kann der Elektromotor am effizientesten eingesetzt werden?

Ohne eingegebenes Ziel wird in den Fahrmodi "Hybrid" und "Adaptive" lediglich Zeithorizont 1 zum Treffen der elektrisch/verbrennend-Entscheidung herangezogen.

Bei eingegebenem Ziel wird im Modus "Hybrid" Zeithorizont 1 und 2 herangezogen - im Modus "Adaptive" die Information aus allen drei Zeithorizonten.

In der Praxis bedeutet das, dass dein Akku im "Hybrid"-Modus nach ein paar hundert Kilometern irgendwann leer ist. Im Modus "Adaptive" wird der Elektromotor jedoch über die ganze Strecke hinweg eingesetzt, so dass er erst dann leer ist, wenn du am Ziel ankommst. "Hybrid" wird den Elektromotor also am Anfäng häufiger benutzen als "Adaptive", dafür am Ende so gut wie gar nicht mehr (weil hierfür dann nur noch die aus den Bremsvorgängen rekuperierte Energie zur Verfügung steht).

"Adaptive" macht allerdings nur dann wirklich Sinn, wenn die Strecke bis zum nächsten Aufladepunkt komplett eingegeben wird (inkl. aller relevanten Zwischenziele) und sich der Fahrer an die Streckenempfehlung des Navigationsgerätes hält.

Themenstarteram 13. Mai 2021 um 11:26

Rivers 13:01h, danke. Habe ich ríchrtig verstanden, dass "Adaptive-Modus" etwas anderes ist als "Adaptive Drive"?

Adaptive Modus = Fahrmodus bei dem auf einer eingegebenen längeren Strecke anhand der Navigationsdaten die initial volle Batterie möglichst an den sinnvollsten Stellen/Zeiten auf die Strecke verteilt wird

Adaptive Drive: i.W. "sportlichere" Einstellungen des Fahrwerks, also hat mit dem Energiemanagement noichts zu tun

Korrekt?

@seitenairbag:

Die Anpassung an das Streckenprofil entsprechend des Navigationsziels erfolgt auch im Hybrid und vor allem auch im Hybrid Eco Pro Modus!

Ich habe auf meiner 470km langen Strecke an ende noch einige Kilometer durch eine edrive Zone vor mir. Hierfür hat das System immer genügend Reichweite übrig gelassen.

Hier mal zum Beweis der entsprechende Abschnitt aus dem drivers guide

F5d5ffb8-0862-432c-b148-0cc05a2ee669

Ja. Bei Hybrid ist Punkt 2 aus meiner Liste aktiv (Anpassung an das, was demnächst auf der Strecke passiert), bei Adaptive darüberhinaus Punkt 3 (Anpassung an das, was bis zum Ziel auf der Strecke passiert).

Achte das nächste mal, wenn du eine lange Strecke fährst, darauf, wann dein Akku bei "Hybrid" leer ist - und wann bei "Adaptive". So siehst du den Unterschied :)

E-Drive-Zonen sind nochmal ein anderes Thema. Ich hab sie bei mir deaktiviert, damit das Fahrzeug den Elektromotor wirklich dort einsetzen kann, wo er am meisten Sprit spart.

am 13. Mai 2021 um 15:23

Zitat:

@christian schrieb am 13. Mai 2021 um 13:18:54 Uhr:

Danke Harald. Was ist ACC?

ACC ist Active Geschwindigkeitskontrolle mit Stop&Go, hat also grundsätzlich mal nichts mit irgendwelchen Assistenzsystemen zum E-Fahren zu tun, außer, das er halt sich viel besser und genauer an ein vorgegebenes Tempo halten kann. In dem Zusammenhang war noch der Lenkassistent und Assistent drive View mit dazu geschaltet, man kann sagen, gestern fuhr „Er“, nicht ich, und dies unglaublich sparsam. Insgesamt funktioniert er unglaublich gut, wir haben jetzt 80% E-Fahrten und nur 20% Verbrenner-Fahrten drauf, und er steht im Gesamt-Durchschnitt bei 4,9l, allerdings so gut wie keine Stadt, viel Überland und der Rest Langstrecke.

Ich kann nur aus meiner Erfahrung sagen dass es schon einen massiven Unterschied macht, welche Fahrweise man hat.

Ich habe meinen 45er von Frankfurt nach München in 3 Std geprügelt, den Akku 2 x leergepustet und einen Verbrauch von 14 Liter. (stellenweise sogar deutlcih viel mehr)

Zurück bei durchschnittlich 140, nur die Hälfte verbraucht.

Bin am Montag von München nach Köln gefahren. Akku geladen, Reichweite 79Km. Bis Frankfurt zügig wo es ging 160 im Schnitt waren es ca. 136 km/h. Verbrauch 9.8l.

Habe mich dann bis Köln hinreissen lassen und bin durchaus auch über 200 gefahren. Den Schnitt hat das nicht beeindruckt. Der Verbrauch war am Ziel 11.4 l und ich hatte noch 7km elektrische Reichweite.

Die Ladeinfrastruktur in Köln ist ausbaufähig, konnte den Wagen nicht laden. War aber ok, denn ich wollte wissen was das für die Rückreise bedeutet.

Von der Leistung her kein Unterschied, also auch wenn er null elektrische Reichweite hat, beschleunigt er bis 238 wirklich gut, auch mehrfach hintereinander. Interessant auch dass die Reichweite immer wieder mal bis 12km anstieg und verschwand.

Bei räuberischer Fahrweise wo erlaubt, ansonsten tausend Baustellen und Geschwindigkeitsbegrenzungen lag der Verbrauch bei 14.1l und das sind dann ungefähr soviel wie mein 50 Jahre alter 3.0S mit 180PS Doppelvergaser verbraucht .

Mein Fazit:

Finde ich für eine 2.5 Tonnen Schrankwand nicht schlecht. Besser noch man kann Ihn mit einer Akkuladung zügig mit 130-150 km/h durchaus auch längere Strecken unter 10l bewegen. An die Effizienz eines Diesel kommt er natürlich nicht ran.

Im Urlaub 1.400 km absolviert. Großteils Autobahn 150/160 km/h und Landstraße. Landstraße mit vielen Berg-/Talfahrten. Verbrauch Benzin 9 Liter. Mit vollem Akku weggefahren, nie aufgeladen, nur rekuperiert, keinen Mindestladezustand eingegeben, Reichweite 146 km. Fahrmodus Sport oder Electric Individual.

Reichweite 146 km bedeutet: ich bin 143 km elektrisch mit ein und derselben Akkuladung gefahren und hatte zu Hause noch 3 km Restreichweite.

Wie ist denn das Streckenprofil, wenn man mit dem Miniakku und 2.5t 146km weit kommt? Das wäre ja nur ein Verbrauch von ca.16KW pro 100 Kilometer.

Mal abgesehen von ca. 900 km Autobahn im Sportmodus waren die restlichen 500 km hauptsächlich auf Landstraßen und ein wenig in der Stadt. Die Fahrten fanden in den Bergen Österreichs und Italiens statt. Das Bergab- Rekuperieren funktioniert mit 2,5t erstaunlich gut.

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