- Startseite
- Forum
- Wissen
- Verkehr & Sicherheit
- Wo haltet ihr blitzen gerechtfertigt?
Wo haltet ihr blitzen gerechtfertigt?
Da der letzte Thread vom Mod geschlossen wurde, hier der neutrale Nachfolger.
Haltet ihr Blitzen an jeder Stelle (also auch unübersichtlichen) für gerechtfertigt oder sollte man nur dort blitzen, wo es eine offensichtliche Gefährdung gibt?
Darf man sich rein rechlich im Gebüsch verstecken oder muß der Blitzer "sichtbar" sein?
Zum Abschluß noch eine Entschuldigung an DieDicke1300, das war im Eifer des Gefechts wieder schneller geschrieben, als gedacht.
Beste Antwort im Thema
Da Raserei nirgendwo zu rechtfertigen ist, sind Geschwindigkeitskontrollen im Umkehrschluß logischerweise überall gerechtfertigt.
Ähnliche Themen
253 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von R 129 Fan
Außerdem wird ja keiner dazu gezwungen ein Bußgeld zu produzieren, oder irre ich mich da ? ;)
genau das versuche ich die ganze Zeit klarzumachen...
Zitat:
Original geschrieben von R 129 Fan
Zitat:
Original geschrieben von winni2601
Der Wohlhabende zahlt deshalb mehr Steuern, weil der Konsum höher ist.
Auch noch mal hier gaaaanz langsam: Aber das belastet ihn, weil er ja mehr hat, weniger als den, der weniger hat. Nun klar ? :) Allen kann man es eben nicht recht machen- ist nun mal so das immer einer die A-Karte zieht.
Auch noch mal hier gaaaanz langsam für Dich: Die MwSt ist eine Konsumsteuer und soll den stärker belasten, der auch stärker konsumiert. Wenn der Reiche nur eine Dose Erbsen braucht, um satt zu werden und ansonsten in einer 40 m²-Wohnung mit wenig Kleidung, etc. lebt, dann hast Du recht. Das dürfte aber kaum der Fall sein. Die MwSt ist ja auch keine Einkommenssteuer sondern eben eine Verbrauchssteuer.
Zitat:
Original geschrieben von cocker
Zitat:
Original geschrieben von R 129 Fan
Außerdem wird ja keiner dazu gezwungen ein Bußgeld zu produzieren, oder irre ich mich da ? ;)
genau das versuche ich die ganze Zeit klarzumachen...
Dann sollte aber doch schon jeder mit dem selben Zwang dazu gebracht werden die Regeln einzuhalten oder nicht?
Zitat:
Original geschrieben von winni2601
Die MwSt ist ja auch keine Einkommenssteuer sondern eben eine Verbrauchssteuer.
Du kannst es nicht begreifen oder willst du es nicht begreifen ? Das eine höhere Verbrauchssteuer die niedrigen Einkommen stärker als die höheren belastet haben sogar schon Politiker begriffen ( :eek: ) . Ob ich nach dem Kauf bei einem Einkommen von 1000 Teuros 100 Teuros an MWST hinblättere oder bei einem Einkommen von 1 Millionen 100 Teuros zahle ist dir egal? Im ersten Falle bleiben mir noch 900 Teuros für weitere Ausgaben übrig, im zweiten Falle 900.900 Teuros. Kapiert ? ;) Gleiches gilt natürlich auch für Bußgelder, habe ich nie bestritten.
Eins muss ich schon noch schnell loswerden:
Ich hatte mal nen VWL-Prof, der wirklich was am Kasten hatte und sogar menschlich ne Wucht war.
Gut, dass er das hier nicht liest. Er würde sich umbringen. Garantiert. So viel Falschverständnis von Steuern und Relationen, in Verbindung mit einem eigentlichen Sozialstaat, in dem das auf diese Weise diskutiert wird..... Fast schon was für Raab. ;) Aber ich fürchte es werden immer mehr die diese Denke draufhaben....
Schön Tach noch, geht grillen, auch wenn die Kohlen Steuern kosten. Dat kömma uns noch leystähn! :D
Zitat:
Original geschrieben von R 129 Fan
Zitat:
Original geschrieben von winni2601
Die MwSt ist ja auch keine Einkommenssteuer sondern eben eine Verbrauchssteuer.
Du kannst es nicht begreifen oder willst du es nicht begreifen ? Das eine höhere Verbrauchssteuer die niedrigen Einkommen stärker als die höheren belastet haben sogar schon Politiker begriffen ( :eek: ) . Ob ich nach dem Kauf bei einem Einkommen von 1000 Teuros 100 Teuros an MWST hinblättere oder bei einem Einkommen von 1 Millionen 100 Teuros zahle ist dir egal? Im ersten Falle bleiben mir noch 900 Teuros für weitere Ausgaben übrig, im zweiten Falle 900.900 Teuros. Kapiert ? ;)
Ich weiß, es ist heute heiß. Deshalb erkläre ich es an einem Beispiel:
Der ALG-Empfänger kauft mangels Masse Lebensmittel für 100 EUR = 119 EUR inkl. MwSt. = 19 EUR MwSt. Der Wohlhabende kauft Lebensmittel für 1000 EUR = 1190 EUR MwSt. = 190 EUR MwSt Deshalb zahlt der Wohlhabende aufgrund seines höheren Bedarfs auch mehr Steuern. Die MwSt. soll den Konsum besteuern, der naturgemäß beim Wohlhabenden höher ist und deshalb auch absolut höher besteuert wird.
Zitat:
Du kannst es nicht begreifen oder willst du es nicht begreifen ? Das eine höhere Verbrauchssteuer die niedrigen Einkommen stärker als die höheren belastet haben sogar schon Politiker begriffen ( :eek: ) . Ob ich nach dem Kauf bei einem Einkommen von 1000 Teuros 100 Teuros an MWST hinblättere oder bei einem Einkommen von 1 Millionen 100 Teuros zahle ist dir egal? Im ersten Falle bleiben mir noch 900 Teuros für weitere Ausgaben übrig, im zweiten Falle 900.900 Teuros. Kapiert ? ;) Gleiches gilt natürlich auch für Bußgelder, habe ich nie bestritten.
Mal ein ganz einfaches Beispiel, damit dir das klar wird.
19% MWST von einem VW Golf für 15000€ Netto ergeben -> 2850 €
19% MWST von einem Opel Corsa für 11000€ Netto ergeben -> 2090 €
Der Golffahrer hat somit den "höheren Verbrauch" und zahlt auch mehr MWST. Was gibt es dadran nicht zu verstehen?
PS: Was er meint ist wohl, daß bei gleichem Konsum von arm und reich die gleichen MWST anfallen.
Zitat:
Original geschrieben von R 129 Fan
Im ersten Falle bleiben mir noch 900 Teuros für weitere Ausgaben übrig, im zweiten Falle 900.900 Teuros. Kapiert ? ;)
Gratulation, das ist der größte Schwachfug, den ich seit langem gelesen habe. Und was nutzt es dir wenn du noch 900.900 Euro übrig hast? Die musst du bei weiteren Ausgaben immer noch mit 19% besteuern.
wow 10 Seiten in zwei Tagen.
Es gibt Regeln und es gibt leute die die Regeln kontrollieren. Geschwindigkeitskontrollen gehören nunmal dazu - und zwar überall.
Leider spielt der Wirtschaftliche Aspekt eine Rolle. 8Std mit dem Equipment rumzustehen kostet auch Geld. Darum ist es Blöd wenn man sich dort hinstellt wo wenig los ist.
Bei uns ist 30 wegen Wohngebiet und Kinder. Gerade die Familienkutschen mit Müttern hinterm lenker fahren mind 50. Leider noch kein Totes Kind und leider zu wenig verkehr für Kontrollen.
Ich fahre auch gerne schneller als erlaubt auf Bundesstraße und Autobahn und wenn sie mich erwischen, mache ich nicht gleich hier ein Thema auf um mein Fehlverhalten rechtfertigen zu wollen.
Wer zu schnell ist, geblitzt wird und sich noch hier aufregen, dem sollte der lappen weggenommen werden. Solche leute lernen nicht dazu.
Zitat:
Original geschrieben von AR147
Zitat:
Original geschrieben von R 129 Fan
Im ersten Falle bleiben mir noch 900 Teuros für weitere Ausgaben übrig, im zweiten Falle 900.900 Teuros. Kapiert ? ;)
Gratulation, das ist der größte Schwachfug, den ich seit langem gelesen habe. Und was nutzt es dir "wenn du noch 900.900 Euro übrig hast? Die musst du bei weiteren Ausgaben immer noch mit 19% besteuern.
Gegen Dummheit kämpfen selbst Götter vergeblich. FDP Mitglied ? :rolleyes: Wenn ich nichts mehr habe kann ich auch nichts mehr versteuern. Kauf dir mal das Buch: Mathe für Anfänger. Bei solchen Helden braucht man sich über die Staatspleite hier nicht mehr zu wundern :rolleyes:.
Zitat:
Original geschrieben von Cuberino
Wer zu schnell ist, geblitzt wird und sich noch hier aufregen, dem sollte der lappen weggenommen werden. Solche leute lernen nicht dazu.
Korrekt.
Dann müssen wir alle 10 Liter am Stück pieseln, wenn der GG eine solche Regel einführen würde? :eek: :p
Gut, man kann nicht für jede erdenkliche Situation ein angemessenes Limit setzen - also setzt man welche mit gewissen Unschärfen. Es wäre auch kaum im Sinne des Bürgers, jede Strecke mit zeit/umstandsbezogenen unterschiedlichen Limits zu dekorieren. Alles keine Frage... is ok.
Aber Einschränkungen müssen immer einen Sinn, einen guten Grund haben... und Sanktionen einen nachweisbaren Erfolg im Sinne der Einschränkung. Haushalt oder blinder Bürgergehorsam sind kaum haltbare Gründe für die Blitzerei? Limits werden - so die offizielle Version - zur Erhöhung der Verkehrssicherheit verhängt, mithin muss die Kontrolle/Sanktion auch dort erfolgen, wo es tatsächlich um den Sicherheitsaspekt geht.
Der Deal kann daher nur sein - wo und wann relevant, dort wird auch kontrolliert... sofern es dort in der Tat relevante Missachtungen und Folgen gibt. Wo aufgrund einer Berufsverkehrsbelastung von mir aus 60 steht... in der Nacht um 3 zu blitzen... ist imho reine Abzocke und Staatsterror/Rechtsbeugung. Und daher nicht gerechtfertigt.
Zu den Sanktionen sollte man auch mal die Relationen zu anderen Regelverstößen sehen - es ist irgendwann nicht mehr vermittelbar, wenn ein reiner, folgenloser Ungehorsam drakonischer verfolgt und bestraft wird... als manch dann doch wohl wirklich dramatischere Sache? Und dieses Unverständnis... ist längst Realität in breiten Volksschichten.
Im Grunde ist das hier die identische Debatte, wie bei anderen ähnlichen MT Themen auch.
Da sind die Freigeister, welche eben nur grundlegend notwendige Einschränkungen akzeptieren, nicht gleicher sein wollen und dafür auch die Verantwortung tragen wollen....
Und die Bürger, welche eben alles gleicher wollen, sich fremdgelenkt und eigenentscheidungsfrei wohler fühlen und deswegen staatliche Bestimmung blind befolgen. Die würden dann eben auch 10 Liter am Stück pieseln - wenn GG das so sagt (Ökologie/EU Durchschnittspieselmengenharmonisierung/Reduzierung der Badezimmerunfälle..), dann machen wir das eben (sonst gibts für 5 Tage einen Korken in den Auslauf).
Und daher... wirds diese für einen freiheitlichen Staat mit mündigen Bürgern leidige Debatte mit den im Kern immer gleichen Argumenten beider Seiten auch immer geben/sie wird nie enden.
Mir persönlich stellts die Nackenhaare ganz weit auf - bei der Vorstellung eines "gleichnormierten", blind folgsamen und kritiklosem Volk.... ?
Kämpfst Du auch gegen diese ungerechtfertigten Sanktionen oder beschwerst Du Dich nur darüber und übertrittst einfach diese Regeln.
R129 geht es schlicht um die Aussage, dass geringe Einkommen zwar nicht absolut aber eben relativ betrachtet stärker von der vulgo MwSt. belastet werden. Das ist so logisch wie es richtig ist. Die Betrachtung "absolut" und "weniger verbrauchen um hier zu sparen" ist insofern zynisch....
Ferner - der "Überlebens"Verbrauch bei kleinen Einkommen diese nunmal völlig auffrisst.. diese Ausgaben aber gar nicht vermeidbar sind. Das sind sie für den "Reichen" auch nicht... aber der Rest durchaus und ihm bleibt eben ein (größerer) Rest. In gewissem Sinne soll das ja auch der reduzierte Satz auf einige "Überlebensalltagsdinge" etwas abmildern.
Solidarsystem nennt man das nebenbei im weitesten Sinne - dem folgt ja auch die Progression in der Einkommenssteuer. Hier gehts ja auch nicht um absolute Summen, sondern um relative Belastungen/Belastbarkeit. ;)
Der Starke... und der Schwache. Wollen sie in einer Solidargemeinschaft zusammen leben, so bedeutet das eben, dass der Starke mehr zahlen muss/belastet wird... wie sonst sollte eine Schwäche ausgeglichen werden (Waage..)?
Dumm ist eben - nur am Rande - dass die Stärksten sich aus diesem System irgendwann ausklinken können... so kann das nicht funktionieren.
Und zur Geldstrafe im Verkehr - würde es nicht nur um Geld gehen, so würde jeder z.B. schlicht zu "themenbezogenen" Sozialstunden verknackt werden oder - besser, denn Strafe soll ja nicht Rache sein, sondern den Fehler erkennen lassen/eliminieren - 8 Theoriestunden nehmen müssen.
Blöd ist halt... wenn es nur um Geld und Gehorsam geht - denn dann ist ein angeblicher und relevanter Fehler im Sinne des Regelgrundes ja nicht darstellbar. Shit happens... :p
Und würden sich alle - mal so ins Blaue gesponnen - tatsächlich an jedes Limit halten... wetten die Limits werden dann einfach so lange nach unten geschraubt... bis sie auch dem größten Gutmenschen absurd erscheinen und er sagt "Ihr könnt mich mal"? :p
Zitat:
Kämpfst Du auch gegen diese ungerechtfertigten Sanktionen oder beschwerst Du Dich nur darüber und übertrittst einfach diese Regeln.
Da sei mir doch einfach als Antwort das Stilmittel der Gegenfrage erlaubt:
Wer hier hält sich immer penibel an alle existierenden Regeln in seinem ganzen Leben? Wer ist mit allen Regeln vollumfänglich einverstanden und wer nicht und spielt Don Quixote? Und wer traut sich, offensichtlich sinnfreie Regeln ggf. verantwortlich zu übertreten? Wer nimmt jede Sanktion kampflos hin?
Die öffentliche Debatte ist nebenbei ein Teil der Meinugsbildung im Volk - ich beschwere mich also nicht "nur". Ich gehe auch zu Wahlen... da schau her. Deine Frage ist eine ungute Suggestivfrage, schreibst DU laufend Petitionen für mehr Kontrollen und härtere Strafen? Stehst DU mit einer Protesttafel an der AB? Was machst DU?