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Wird die Daimler AG das Jahr 2027 erleben ?

Mercedes E-Klasse W210
Themenstarteram 7. Oktober 2012 um 16:16

Hallo , ihr Lieben !

Welch absurde und provokante Frage , wird manch einer denken ! Aber - ist das wirklich so absurd ? :rolleyes: Schließlich leben wir in Zeiten , in denen ganze Weltreiche untergegangen sind oder z. Zt. untergehen ( z. B. das

Britische Imperium , das Sowjetische Imperium und aktuell das Amerikanische Imperium ) , da sind Weltfirmen ja schon Kleinigkeiten dagegen (jüngstes Beispiel : Kodak ).

Inspiriert wurde ich zu meiner Frage durch das Buch "Wird die Sowjetunion das Jahr 1984 erleben ?" , das der sowjetische Historiker A.A. Amalrik erstmals1969 veröffentlicht hatte (dt. Ausgabe 1970) , als die Sowjetunion noch nicht einmal den Zenith ihrer Macht erreicht hatte . Prompt wurde er natürlich als Utopist und Wunschdenker verlacht - aber , im Endeffekt hatte er nur um wenige Jahre daneben gelegen , in der Sache behielt er mit seiner Prophetie gegen seine "realitätsbewussten" Kritiker , die sich die Zukunft stets nur als lineare Extrapolation gegenwärtiger Trends vorzustellen vermögen , Recht .

Amalrik war von einem Zeitraum von 15 Jahren ausgegangen . In 15 Jahren

wird mein Dicker zum Oldtimer , wenn alles gut geht . Wie wird es dann wohl um Daimler stehen ?:rolleyes:

Darüber wurde ja in mehreren Mercedes - Foren schon ansatzweise diskutiert . Was meint ihr ? Top oder Flop ?:cool::D

Beste Antwort im Thema

Vielleicht muß man sich eher fragen, ob die Welt das Jahr 2027 erlebt...

Vielleicht sind wir bis dahin ein einziges islamisches Volk ?

Abgesehen davon, daß Putin mit aller Macht versucht, ein russisches Imperium zu schaffen, hast Du natürlich schon Recht. Es ging schon so manches den Bach hinunter...

Was Daimler betrifft kommt es darauf an, wem der Laden bis dahin gehört. Wenn irgendwelche unberechenbare Mehrheitsaktionäre, die nur Geld im Beutel und einen Koran unterm Arm aber nix im Hirn haben, einen Idiot an die Spitze stellen, dann darf man ernsthaft schwarz sehen... :D

Aber ich bin Optimist und guter Dinge, daß wir für unsere Dickschiffe auch in 15 Jahren noch eine Werkstatt finden, die uns weiterhelfen kann...

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In Korea saß ich schon drinne (Kia Sportage und Sorento), ersterer ist nix für mich, zu klein und blinki-blinki, rückwärts sieht man sowieso nix raus. Und der Sorento kommt zwar ganz gut, ist aber ein ziemlich fettes Teil und poltert neu schon recht laut über die Kanaldeckel.

Momentan würd ich mir in der Klasse den Nissan Quashquai oder wie der heißt gut anschauen.

Aber als alter Masochist bleib ich beim Stern ... muss noch schaffen, dass die von MB noch die Klimakompressor-Rolle auf Garantie tauschen, die rasselt ein bisserl wen die Klima aus ist, gängiger Verschleißfehler, dann hamma glaub ich alles durch ... :D

Zitat:

Original geschrieben von dickschiffsdiesel

wie wär's denn mit 'ner feschen Koreanerin !? Auf dich mit Frontantrieb abgestimmt -

ohne Kardanwelle !

Jetzt meinst Du aber garantiert kein Auto, sondern eine Koreanerin mit 2 Ohren... :D

Guten Abend,

sofern es 2027 noch solche Enthusiasten geben wird, welche den Morgentau am Mercedes' behutsam entfernen: Dann habe ich keine Zweifel, das auch eine zweite Sonne für die Daimler AG aufgehet...

Gut's Nächtle

Jens

Mbag2027

Ich glaub Mercedes wird's nicht schaffen ... und mein Beitrag wird dazu kein kleiner sein. :D

Nun bekomme ich nämlich in meinen zweiten S211er (280 CDI) auch eine neue Klimakompressor-Riemenscheibe, weil die alte inzwischen lästig rasselt, wenn der Kompressor ausgeschaltet ist. Mercedes weiß um diese Konstruktionsschwäche und ersetzt das Teil mit einer geänderten Bauform, 50% auf Kulanz, der Rest geht auf JS-Garantie.

Inzwischen ist ja fast der halbe Wagen neu, das freut mich, und für die JS-Garantie ist's schlichtweg ein kleines Desaster:

Kombiinstrument (Beleuchtung gab immer Vollgas)

Klimabedienteil der 4-Zonen-Klima (Pixelfehler)

Heckklappenschloss/Zuziehhilfe (keine Funktion)

Dieselpartikelfilter (Ruß am Endrohr)

Kardanwelle (Brummen, Vibrationen)

Klimakompressor-Riemenscheibe (Rasseln)

Softwareupdate von MSG, GSG und Getriebeadaption (Schaltruckeln)

Die Summe wird schon auf die 5.000 Euro hingehen, so wie ich die Ersatzteilpreise einschätze. Der :) grüßt mich inzwischen immer freundlicher! :D :D :D

Und gerade läuft eine Rückrufaktion, wo bei allen 211 T-Modellen ab MOPF eine Kunststoff-Koppelstange für die Niveauregulierung gegen eine haltbarere Konstruktion ersetzt wird.

Nebenbei waren inzwischen zu erneuern und leider auch durch mich selbst zu bezahlen: 2 Glühstifte und 2 Stabigelenke, ein etwas vorgezogener ATF-Wechsel und neuerliche Getriebeadaption ... jetzt passt's endlich mit dem Schaltkomfort.

Sicherheitshalber hab ich jetzt auch das Differenzial-Öl wechseln lassen und der gerade fällige ASSYST D war zum Glück nicht so arg teuer wie befürchtet (knapp 400 Euro mit beigestelltem Öl), Adaptive Brake sei Dank war auch der inkludierte Bremsflüssigkeitswechsel keine schmerzhafte Position. Und die zu Beginn getätigte Investition in gründliche vorbeugende Konservierung ersetzt meinen Besuch beim Seelentröster, kann man irgendwie gegenrechnen.

(Für den Verkauf als "Junger Stern" waren bereits die vorderen Traggelenke und Bremsscheiben, sowie Reifen und alle Bremsbeläge ersetzt und der ASSYST erneuert worden.)

Das alles bei 95.000 Kilometern im 4. Nutzungsjahr ... na ja, kein Ruhmesblatt (mag aber sein, dass ein gewisser "Reparaturstau" vorlag, der Wagen wurde erst vor einem Jahr mit 73.000 km gekauft). Aber so in dieser "Allgemeinform" ist auch ein 211er offensichtlich keine sichere Bank und bildet auch nicht unbedingt das breite Fundament, auf dem sich Daimler zur Rast niederlassen kann.

Der andere S211 im Haus (200 CDI) lief bis jetzt (78.000 km, 4 Jahre) hingegen vergleichsweise unauffällig. Nur der elektrische Laderaumabdeckungslift macht sich manchmal etwas wichtig, indem er dann nicht tut was er soll, wenn es gerade besonders angenehm wäre. Die mehrfache Reparatur auf JS-Garantie kann man als mäßig erfolgreich einstufen, ich befinde mich damit offensichtlich in bester Gesellschaft. Ein defekter IR-Empfänger im Türschloss ist der einzige Ersatzteil, der bis heute zu bezahlen war.

Immerhin gibt es bei beiden 211ern keine braunen Flecken am Blech und die bewährten Motoren sollten halten -- auch ein angenehmer Kontrast zu den Nachfolgern, besonders bei den Vierzylindermotoren -- Otto wie Diesel --, kann man diesen ja noch nicht vorbehaltlos das Vertrauen aussprechen.

Wenn Daimler seinen Ruf bei Kennern sanieren und das gute Image bei "ahnungslosen", gutgläubigen Wechselkunden beibehalten will, werden sie sich ordentlich ins Zeug legen müssen -- der Start der Baureihe 212 ging ja auch ziemlich in die Hose, die B-Klasse zeigt gerade in der Auto-Bild der breiten Öffentlichkeit, wie Rost im Jahre 2008 aussieht. Und 3 von 4 E-Klasse T-Modellen in meinem Besitz hatten bei 100.000 km einen beginnenden Defekt an der Kardanwelle ... bin schon auf den 4. Wagen gespannt, wenn der die 100.000 voll macht. Bei FIAT und Opel wussten doch auch irgendwann mal alle Autokäufer, dass man besser die Finger davon lässt ... und heute scheint es gerade umgekehrt zu sein!

Zum Glück bin ich ja a) recht belastbar (siehe meine Story zu meinen beiden S210ern und dem W168er), sehe das Ganze b) als interessantes Hobby, richtig nett ist, dass c) das meiste eh die JS-Garantie zahlt, und d) es ja hoffentlich nicht so weitergeht ... :eek:

Themenstarteram 22. Oktober 2012 um 19:36

Hallo AD , das ist doch im Grunde eine furchtbare Zwischenbilanz bei einem sog.

"Premiumfahrzeug" nach nur 4 Jahren und 95 000 km ! Sieht so Zuverlässigkeit und Alltagstauglichkeit aus ? Also - wenn ich an die jeweilig ersten 4 Jahre der BR 123 , 124 , und 210 denke , mit denen ich als Neuwagen persönliche Erfahrungen machen konnte - so etwas gab es bei keiner ! Du kennst das 211er - Forum besser als ich und weißt

um die hier gar nicht aufgeführten Schwächen dieser BR .

Lernt denn Daimler gar nicht dazu ? Seit seiner Gründung verfolge ich die Diskussion im 212er - Forum . Ich kann nur sagen : Was Daimler seinen Neuwagenkunden heutzutage zuzumuten wagt , ist eigentlich eine Dreistigkeit - und ich rede nicht von

Kleinigkeiten , sondern von Turboladerschäden nach wenigen tausend km , von Steuerkettenschäden nach 100 000 km , von Getriebeschäden , welligen Dächern

usw. usf .

Das Beste oder nichts !? - Eine Tragödie !

Ich sehe das ähnlich: Auch wenn man davon ausgehen kann, dass der Vorbesitzer nur das Nötigste auf eigene Kosten richten ließ (halt typischer Leasingkunde ohne Verliebtheit in sein Auto), so ist doch das Meiste der teureren Defekte klar in dem einen Nutzungsjahr entstanden oder zumindest zutage getreten.

Hätte ich den Wagen vor vier Jahren neu gekauft, wären all diese Kosten von mir aufzubringen gewesen. Das wäre ein Hammer, so übel lief es ja nichtmal mit dem 210er, wenn wir den R**t mal ausklammern.

Gut, der Wagen wurde offensichtlich auch rangenommen: Der Kofferraum war stark genutzt, die vorderen Bremsscheiben und Traggelenke erneuert bei 78.000 km erneuert, das sind Indizien für zügige Fahrweise unter nennenswerter Belastung.

Hoffnung gibt mir hingegen der andere Wagen, der ist -- wie geschrieben -- relativ unauffällig. Gut, den fährt auch meine Frau ... :D

Im 211er-Forum ist bei den MOPFen neben der depperten Laderaumabdeckung eigentlich nur die empfindliche Vorderachskonstruktion verschrieen. Deren Ersatzteile sind teilweise recht teuer (Lager der Zugstrebe nur komplett), die Haltbarkeit sehr unterschiedlich, aber noch im Rahmen -- hängt wohl auch stark von Fahrweise, Fahrzeuggewicht und Straßenzustand ab. Und beim V6-CDI die Sache mit dem in Öl "ertrinkenden" EKAS-Verstellmotor, wenn die Dichtung am Ladereingang wegen schlampiger Montage oder Materialfehler sifft.

Im 212er-Forum ist es ja teilweise richtig krass -- so ein Auto würde ich mir nicht kaufen, dafür reicht mein Reparaturbudget nicht aus.

am 23. Oktober 2012 um 6:38

Hmmm, also der 280er den Du fährst, lieber A-D, macht Zicken und der verblichene 210er war sowieso eine Katastrophe für sich...der 200er allerdings, den Deine Gattin fährt, ist dagegen unauffällig...hmmm. :rolleyes:

Was sagt mir das? Könnte es nicht so sein, dass Du einfach erwartest, dass ein Mercedes heute allgemein und bei Dir ganz speziell nicht mehr das ist, was er einmal war und sich daher genau das einstellt, was Du erwartest (im Sinne einer selbserfüllenden Prophezeiung)?

Wenn nämlich alle Mercedesse so viele Macken hätten, müssten die Werkstätten auf Jahre hinaus ausgebucht sein und kaum irgendein Stern einfach nur herumfahren und dabei Unmengen an Kilometern pannenfrei ansammeln.

Ich kann Deine Situation alledings sehr gut verstehen, geht es mir z.B. mit all meinen Marken(!)-Gartengeräten so, aber nur mit diesen! Ganz egal, was ich kaufe, ob Rasenmäher, Motorsense oder Kettensäge - ständig gehen die Dinger kaputt.

3x/Jahr der Starterzug bei der Motorsense, Vergaserprobleme bei der Kettensäge und beim Rasenmäher habe ich schon 2x in drei Jahren neue Hinterräder, weil diese auf ebenem Gelände ganz einfach so wegbrechen u.s.w., u.s.w. Ich könnte hier abendfüllende Romane schreiben über meine Phobien.

Eine Bekannte von mir beispielsweise hat sonst keine Probleme, dafür aber mehrmals pro Jahr Steinschläge in der WSS, egal wie sie es auch anstellt und bei all ihren Fahrzeugen. Sie ist die beste Kundin beim zuständigen Autoglaser...

Ich habe mich schon oft gefragt, wie man aus so einem Teufelskreis rauskommen könnte. Inzwischen glaube ich fest an selbsterfüllende Prophezeiungen, denn ich kann inzwischen kein Gartengerät mehr ohne (bewussten oder unbewussten) Vorbehalt mehr kaufen. Prompt lassen sie mich dann auch im Stich!

Soviel dazu ein bisschen offtopic von mir.

Gruss Marko

 

Das ist ja unpackbar....

Wie gesagt, habe ich meinen Dicken seit 12/2010.

Seither war ich einmal bei Mercedes beim :) um den kaputten Nebelscheinwerfer richten zu lassen (Massekabel korrodiert). Kostenpunkt 40 Euro....

Und noch zweimal-um die telefonisch bestellten Sachen (Kopfstützen-Clip - 7 Euro) und Dachantenne (8 kEuro).....abzuholen... und selber zu montieren.

Service und Pickerl - in einer kleinen aber feinen freien Werkstatt.......incl. bereitgestelltem Öl von mir (Mobil 1 Long Life 0w-40) Gesamtkosten:

400 Euro - da wurden aber Bremse links vorne - Bremsscheibe und ein Traggelenk auch gewechselt.

Seither NICHTS, einfach gar nichts.... Fahren, tanken, Fahren, tanken....

Oktober Reifenwechsel...

 

Wenn ich der A-D wäre, würde ich mir eine Jahreskarte für die Südbahn und eine Öffi Karte für Wien

kaufen und hätte keine Sorgen mehr...

Vielleicht liegt es daran dass ich mit dem Dicken absolut keine Kurzstrecken fahre....

Und er immer in der Garage steht...

weiss auch nicht...

Habe mit keinem Auto jemals gröbere Probleme gehabt und ich hatte von Audi über BMW, Porsche

Opel, Volvo ziemlich alles....

 

Wünsche ihm, dass seine Stern Kraxn endlich mal fährt und nicht nur in der Werkstatt steht...

Lieber A-D,

ich weiß gar nicht, was Du willst... :D

Insgesamt bist Du doch sehr gut dran...

Wenn ich Dir aufzählen würde, welche Probleme ich mit meinem 211er hatte, dann würdest Du erblassen.

Es fing schon an, als ich den Neuwagen im Sindelfinger Werk abholte. Ein schönes Event für die ganze Familie. Mit Imbiß, Fotosession und viel Trallalla...

Ca. 500 m nach Verlassen des Werksgeländes leuchtete die Airbag-Kontrolle...

Also auf dem Nachhause-Weg gleich zu meinem Freundlichen. Dort gab es ein großes Hallo... Was für ein schönes Auto, was für eine schöne Farbe... Der Chef kam persönlich heraus und legte mir einen Satz Fußmatten hinein, usw...

Leider konnte man mir in Sachen Airbaglampe nicht sofort helfen. Man telefonierte sehr lange und hektisch. Ergebnis: Nächste Woche gibts ein Software-Update... :D

Und so ging es fort. Es verging kaum eine Woche, in der ich nicht mit einer neuen Überraschung in der Werstatt stand. Dies hier alles aufzuzählen würde die Speicherkapazität des Forums sprengen.

Stellvertretend seien noch genannt: Nach einem Regenguß kam beim Öffnen des Kofferraumdeckels ein Schwall (1/2 Liter) Wasser aus dem Schloß ! Der Wassereintritt konnte nicht nachvollzogen werden und wurde nie gefunden.

Wurde das Xenonlicht eingeschaltet, ging wenige Sekunden später das Radio mit einem "pfffzz" einfach aus. Eine Minute später mit "pfffzz" wieder an. Dies dann im ständigen Wechsel...

Wie gesagt, ich kann nicht alles aufzählen. Jedoch habe ich mich irgendwann entschlossen, das Auto wieder abzustoßen. Und so habe ich mir einen 210er aus Bj 2000 als gepflegtes Rentnerfahrzeug zugelegt, mit dem ich nunmehr seit 6 Jahren unterwegs bin und absolut keine Probleme damit habe. Nichtmal einen Pixelfehler... :) :)

Es lebe der gute alte 210er!

Einen Neuwagen werde ich mir bei MB garantiert nie mehr kaufen...

Na so schlimm wird es hoffentlich doch nicht weitergehen! :eek:

Dass ich natürlich ein "Autoflüsterer" bin und hohe Ansprüche habe, das gebe ich gerne zu, daher auch die Wahl der Marke: Mercedes, das Beste oder nichts! :D

Dass meine Frau im Allgemeinen weniger Probleme "erfährt" ist aber ebenso korrekt wie die Tatsache, dass mein :) sich nicht über mangelndes Reparaturvolumen beklagen könnte. Eher beim Argumentieren, warum das Teil kaputt ist hat er die Probleme ... :cool:

Netzkarte ist eine Option, aber da ist der Leidensdruck (noch) nicht groß genug.

Na schau ma wie's weitergeht, ich halt auch eh am Laufenden.

Das Problem von Mercedes ist, dass sie nichts Praktisches im Angebot haben.

Die A-Klasse hatte ich als A170CDIL, also als Langversion.

Eins der praktischsten Autos, das ich je gefahren bin.

 

Die Sitze waren mit einem Handgriff auszubauen, ebene Ladefläche,

Platz für 4+ Gepäck, sparsam, ausreichend motorisiert und bis auf den

etwas zu großen Wendekreis schön handlich in der Stadt.

Praktisch ist heute bei den deutschen Herstellern ziemlich out. Dafür gibts gnadenlose Härte bei den Fahrwerken. Nicht das ein Autotester moniert, die Karosserie täte sich in der Kurve bewegen.

Dabei stand Mercedes immer für Komfort.

Wie out sieht man ja daran, dass Mercedes einen Renault Kangoo als Mercedes verkauft,

um überhaupt sowas wie ein praktisches Auto im Programm zu haben.

Man stelle sich das mal in den 80ern vor. MERCEDES!!! Einen RENOOO!!!! Als MERCEDES!!!!

undenkbar....

 

Edzard hätte wahrscheinlich schon den Mann mit der Idee fristlos entlassen.

Jener Edzard..... der nicht umsonst sehr treffend als "grösster Kapitalvernichter in Friedenszeiten" bezeichnet wurde....

 

 

Meiner bescheidenen Meinung nach.... war die "Kapitalvernichtung" durch Edzard Reuters "Technologiekonzernpläne" eher im niedrigen Prozentbereich verglichen

mit der Daimler-Chrysler-Aktion.

 

:rolleyes:

Themenstarteram 23. Oktober 2012 um 9:19

Guten Morgen , liebe Gemeinde !

Marko , die Idee mit der "selffullfilling prophecy" klingt ja nett , trägt aber nichts zur Erklärung bei , da. A - D seinen Autos die Defekte ja nicht per Telekinese selbst bei bringt .:):D Mag ja auch sein , dass sich besonders die Montagsautos von ihm angezogen fühlen , aber das ändert auch nichts am Problem !

Das Problem liegt eben darin , daß es solche Defekte überhaupt gibt , und zwar in signifikanter Häufung !

Zur Kompensation des enormen Wertverlustes bei Neuwagen hatten A-D und ich unterschiedliche Lösungsstrategien parat :

A-D kauft einen 2-4 Jahre alten Wagen und verkauft ihn im Alter von 8 Jahren wieder.

Das Kalkül dabei ist , daß der Erstkäufer den größten Anteil des Wertverlustes trägt

und das Auto darauf ausgelegt ist , daß größere Reparaturen erst nach > 8 Jahren

auftreten. Das erscheint sehr ökonomisch zu sein ; man hat dafür aber lediglich immer

nur einen Gebrauchtwagen , den man nicht selbst konfiguriert hat und von dem man auch nicht sicher weiß , wie er in der ersten Zeit behandelt worden ist . Außerdem

riecht er auch nicht so schön neu !:):D

Ich kaufe einen Neuwagen und fahre ihn sehr lange . Mein Kalkül ist , den horrenden

Wertverlust über die langen Jahre zu verteilen , das Fahrzeug von der ersten Minute an

schonend zu behandeln und zu pflegen und zu warten und im übrigen auf die Langzeit-

Qualität von Mercedes zu vertrauen . Das hatte bisher immer funktioniert , ich fuhr immer genau das Auto , das ich wollte und dazu so , wie ich es wollte und - es roch

neu !:):D ( Für Liebesbeziehungen ist bekanntlich die Rolle des olfaktorischen Systems

nicht zu unterschätzen , wie jeder mit den Grundzügen der Sinnesphysiologie Vertraute

weiß !:);) )

Beide Strategien funktionieren nicht mehr . Schuld daran sind 2 Hauptgründe :

1. Die zunehmende technologische Komplexität bewirkt eine zunehmende Anfälligkeit

aller Teile und des Gesamtsystems ( Murphy's Law)

 

2. Die auf Gewinnmaximierung ausgelegte geplante Alterung des Produktes verhindert die vom Käufer gewünschte Langzeitqualität

Es handelt sich hierbei um gewichtige technische und gesellschaftliche Kräfte , die

unserem Wunsch nach qualitativ hochwertigen und zuverlässigen Autos entgegenstehen . Dementsprechend müssen unsere Forderungen lauten :

1. Vereinfachung der Technik , Verzicht auf sinnloses Blinki - Blinki ! Das erhöht die Zuverlässigkeit - was nicht da ist , kann auch nicht kaputtgehen !

2. Erhöhung der Garantiezeiträume . Es kann nicht sein , das ein koreanischer Hersteller

7 Jahre Garantie gewährt , während Daimler mit 2 Jahren davon zu kommen versucht !

Vereinfachte Technik und verlängerte Garantie - das müssen unsere Haupt Forderungen sein !

Zitat:

Original geschrieben von bonscott1

 

Jener Edzard..... der nicht umsonst sehr treffend als "grösster Kapitalvernichter in Friedenszeiten" bezeichnet wurde....

 

Meiner bescheidenen Meinung nach.... war die "Kapitalvernichtung" durch Edzard Reuters "Technologiekonzernpläne" eher im niedrigen Prozentbereich verglichen

mit der Daimler-Chrysler-Aktion.

Ich sehe das etwas anders...

Reuter wollte den Konzern durch Diversifizierung krisensicher machen. Der Ansatz war völlig in Ordnung und es wäre teilweise auch gelungen.

Kapital wurde erst vernichtet, als Schrempp die ganzen Beteiligungen für n' Appel und Ei wieder abstieß !!

(AEG, Fokker, Dornier, DASA, MTU, usw.)

Tatsächlich aber waren die Geschäfte des Edzard Reuter lediglich peanuts im Vergleich zu Schrempps Chrysler-Abenteuer...

Mit Verlaub gesagt, soviel Dummheit wie Schrempp konnte keiner seiner Vorgänger aufbieten. Das Traurige an der Sache ist, daß diese Dummheiten verdammt viel Geld gekostet haben.

Da frage ich mich, warum kann ein Einzelner so viel Unfug anrichten, ohne daß er gebremst wird ?

Vermutlich weil der Aufsichtsrat nichts weiter als eine Ansammlung von Flaschen darstellt.

Das Loblied auf den A 170 CDI in der Langversion (W168 MOPF Bj 8/2000) kann ich nur bedingt nachvollziehen. Genau so einen hatten wir, als jungen Vorführer mit knapp 3.000 km von Wiesenthal SCS als "Kinderkutsche" gekauft. Elegance, Österreich-Paket (Radio 10 CD, Metallic), sonst nix.

Richtig ist, dass das Auto gefühlt innen bedeutend größer als außen ist, die Kompaktklasse war nur in der Breite ein bisserl zu spüren. Kofferraum und Variabilität absolut gut, die zweite Sitzreihe je nach Einstellung sehr gut bis sensationell. Schaltung und Lenkung damengerecht leichtgängig und mit gefühlvoller Kupplung, was das Fahren zu einer angenehmen Übung macht. Die elektrische Zuheizung war im Winter in Verbindung mit dem kompakten Innenraum einfach genial.

Richtig übel fand ich aber den Wendekreis mit 12,5 m, das harte Fahrwerk, wodurch auch Geräusche nicht ganz ausblieben und die ausgeprägte Seitenwindanfälligkeit und die etwas "lustige" Sitzposition. Auch der raue Motor, der kalt extrem schüttelte, nervte im Stand, in Fahrt war er bei 80 bis 100 km/h richtig leise, ab 130 aber auch wiederum recht laut.

Der Rost schlug bei unserem Modell mit extremer Härte zu. Nach 4 Jahren war eine neue Motorhaube fällig wie auch neu lackierte Türunterhälften, nach gut 6 Jahren waren die Türen wieder beim Lackierer dran. Der Unterboden sah inzwischen auch schon aus, als ob er die Masern hätte.

Eine defekte Vorglühstufe (knapp 300 Euro) und ein defekter Generatorfreilauf (erstrittene Kulanz, hätte 900 Euro kosten sollen!) waren zwar neben mehrfach klapperigen Stabi-Koppelstangen (Kulanz) die einzigen Mängel, aber für 66.000 km bis zum Verkauf auch nicht "nichts". Die neuen Bremsscheiben vorne und hinten, der neue Endschalldämpfer trotz der geringen Laufleistung mag dem Kurzstreckeneinsatz geschuldet gewesen sein.

Dies, die drohende Reparaturproblematik (wenn was am Motor ist, dann zahlt man so richtig Arbeitszeit) und die Wirtschaftskrise auf ihrem Höhepunkt (die Kaufpreise Junggebrauchter lagen absolut am Boden) motivierten mich zum Umstieg auf den gut beleumundeten S211 MJ09, was ich nicht bereue.

Mein Fazit: die A-Klasse "lang" war ein äußerst interessanter Ansatz, dem eine Weiterentwicklung gut zu Gesicht gestanden wäre, und deren "Aufgehen" in der nicht gerade kompakten B-Klasse für mich nur beschränkt nachvollziehbar ist.

Zitat:

Original geschrieben von dickschiffsdiesel

Beide Strategien funktionieren nicht mehr . Schuld daran sind 2 Hauptgründe :

1. Die zunehmende technologische Komplexität bewirkt eine zunehmende Anfälligkeit

aller Teile und des Gesamtsystems ( Murphy's Law)

hallo zusammen,

schön, dass das hier diskutiert wird!

allerdings glaube ich nicht unbedingt daran, dass die zunehmenden technologischen anforderungen die autos zwangsläufig anfälliger machen müssen. auch elektronik kann so entwickelt bzw. zugekauft werden, dass sie ein autoleben lang hält. bestes beispiel ist hier, nein, momentan leider nicht mercedes, sondern lexus.

auch die LS-serie war und ist vollgepackt mit elektronik, und dennoch mittlerweile wohl ein synonym für langlebigkeit. auch als überzeugter stern-fan muss ich das anerkennen. ich wollte keinen lexus fahren, aber die langlebigkeit passt.

Zitat:

2. Die auf Gewinnmaximierung ausgelegte geplante Alterung des Produktes verhindert die vom Käufer gewünschte Langzeitqualität

meiner meinung nach liegt hier genau das problem: es ist schlicht nicht mehr oberste priorität, dass die autos möglichst lange halten. das leasing- und finanzierungsgeschäft boomt, das flottengeschäft mit hohen realisierbaren fix-umsätzen lockt die hersteller mehr denn je.

finanzierungen sind in der regel nach 36 monaten ausgelaufen, das flottenleasing je nach unternehmen nach 12 bis 48 monaten. warum müssen die autos aus hersteller-sicht dann noch 15 jahre länger halten?

Zitat:

Es handelt sich hierbei um gewichtige technische und gesellschaftliche Kräfte , die

unserem Wunsch nach qualitativ hochwertigen und zuverlässigen Autos entgegenstehen .

ganz meine meinung! nicht nur bei autos hat sich der fokus vom thema langlebigkeit hin zur wirtschaftlichen rentabilität verlagert. als beispiel möchte ich an die konsum- und wegwerfgesellschaft erinnern. ich bin davon überzeugt, dass der markt haltbare autos, unterhaltungselektronik und weisse ware hergibt, wenn der käufer es denn kaufen würde.

das thema globalisierung hat eine scheinbar unaufhaltsame preiskonkurrenz ins leben gerufen. zusammen mit dem gewinnzwang der investoren-ökonomie ergibt das eine denkbar schlechte kombination.

dabei sind wir mit unseren autos marke daimler noch sehr gut weggekommen: nach 12 bzw. 13 jahren sehen die autos anderer hersteller ganz anders aus, bzw. sind schon längst in afrika oder auf dem schrott. ich hatte soeben das glück, einen 13 jahre alten, gleichzeitig unglaublich gepflegten und super erhaltenen E320 erwerben zu dürfen. so etwas habe ich bei einer laufleistung von über 150tkm noch nicht erlebt.

gleichzeitig habe ich bei unserer ebenfalls sehr gepflegten m-klasse aus dem jahr 2000 seit jahresbeginn ca. 4000 euro nachinvestieren dürfen. ich liebe den ML trotzdem, und bin auch finanziell bislang noch ganz gut gefahren.

Zitat:

Vereinfachte Technik und verlängerte Garantie - das müssen unsere Haupt Forderungen sein !

absolut. einzig das mit der vereinfachten technik wird auf dem markt kaum haltbar sein. spurhalte-assistent, toter-winkel-assistent, abstandswarner, massagesitze und viele andere technische kinkerlitzchen werden nicht die letzten "innovationen" bleiben. einer fängt damit an, und alle anderen ziehen nach...

grüsse

timmi

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