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Wieviel darf mein neues Auto kosten ?
Hi,
mal ne Frage.
Kann man im Internet wo ausrechen, oder gibt es ne Faustregel oder sonst irgendwas, um zu errechnen was ich mir leisten kann ?
Also wenn ich so und so viel Eigenkapital habe, und so und so viel im Monat abzahlen kann ?
Damit ich schon mal weiss, in welchem Preisrahmen ich mich bewegen darf....
Danke.
Lg Michele
Beste Antwort im Thema
Ich kann noch eine goldene Regel anbieten, ebenfalls ohne Anspruch auf universelle Gültigkeit:
Wer das Auto bar, von selbst verdientem und angespartem Geld kauft, bleibt in jedem Fall im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten ;)
Oliver
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371 Antworten
... grundsätzlich glaube ich ihm seine Ausführungen, aber er zieht die falschen Schlüsse, bzw. sieht seine Erfahrungen als allgemeingültig an.
Es wäre doch besser, anzusparen und dann für ein halbes oder Ganzes Nettojahreseinkommen ein vernünftiges Auto zu kaufen. Mit den gesparten Reparaturkosten kann man dann das nächste wieder ansparen.
Es gibt hier keine Pauschalregeln, das hängt immer von den individuellen Verhältnissen ab. Wenn ich so ne Kiste cash bezahlen kann, mir der Spass das Geld wert ist und der Unterhalt, ohne mich anderweitig einzuschränken, locker aus den laufenden Einnahmen zu bestreiten ist, spielt das Verhältnis zum Einkommen keine Rolle. Es ist dann nur eine Frage der Prioritäten und evtl. des Lebensabschnittes, in dem man sich befindet.
XF-Coupe
Zitat:
@The-Bam schrieb am 27. Juli 2018 um 19:56:34 Uhr:
Zitat:
@NDLimit schrieb am 27. Juli 2018 um 19:45:57 Uhr:
Was war das für ein Auto, was kostete es, was verdienst Du? Ach nee, verdienst kann ich mir ja dann ausrechnen...
Ja ich erkläre es dir da du ja in dem anderen Beitrag darauf rumpochst wie was weiß ich wer!
Also ich fahre einen Audi A6 Baujahr 2004 und ich habe dafür 3.400 Euro bezahlt. Doch nach dem Kauf kamen plötzlich zahlreiche Reparaturen hinzu und ich habe für das Auto am Ende dann fast das Doppelte gezahlt. Meine Rechnung die ich am Anfang aufgestellt das drei Monatsgehälter ok sind ist nicht aufgegangen.
Daher kann ich nur jedem abraten das auf den Cent genau auszurechnen weil am Ende bringt das sowieso nichts! Dann lieber ein Monatsgehalt weniger dafür ausgeben und dann ist das besser! Hätte ich also einen Wagen für maximal 2.000 oder 2.100 Euro gekauft wäre das nicht passiert!
Finde den Fehler! Wenn man sich mit 1.000 Euro netto einen A6 kauft, ist nicht der Preis das Problem sondern der Unterhalt. Ein A6 ist fast Oberklasse, bei dem Einkommen wäre aber Kleinstwagen angemessen.
Deine 2-Monatsregel ist natürlich völliger Quatsch. Da die Ausgaben mit dem Gehalt nicht linear zunehmen, haben Leute mit höherem Gehalt mehr Geld zur freien Verfügung als Leute mit niedrigem. Außerdem kommt es, Dein Fall ist das beste Beispiel, mehr auf den Neupreis an, weil der Unterhalt mit diesem korreliert.
Ich kenne die Regel eher so:
Ein Fahrzeug sollte nicht mehr als ein Jahresnettogehalt kosten.
Das kann man mit 15%-20% des Nettoeinkommens in 48-60 Monaten finanzieren.
Das würde ich als Standard nehmen.
Ich kenne aber keinen(persönlich) der sich freiwillig länger als 36 Monate an eine Autofinanzierung bindet.
Zitat:
@Bluedo schrieb am 28. Juli 2018 um 08:34:54 Uhr:
Ich kenne die Regel eher so:
Ein Fahrzeug sollte nicht mehr als ein Jahresnettogehalt kosten.
Das kann man mit 15%-20% des Nettoeinkommens in 48-60 Monaten finanzieren.
Das würde ich als Standard nehmen.
Ich kenne aber keinen(persönlich) der sich freiwillig länger als 36 Monate an eine Autofinanzierung bindet.
das klingt plausibel und deckt sich auch mit den tpyischen preisen vieler fahrzeuge. der median liegt in deutschland irgendwo bei rund 1700€ netto /monat. bei rund 15% sind das dann so 250-300€ im monat, was je nachdem relativ gut zu zahlen geht. dafür gibts zb nen golf oder ähnliches neu alle 4jahre inkl. garantie und unerwartete reparaturen sind im grunde ade. wer keine 250€ im monat ausgeben kann/möchte fürn auto, kann für 100€ im monat auch schon fahrzeuge finanzieren. man sollte weniger auf den kaufpreis gucken und mehr auf die monatliche belastung. ein auto für 100€ im monat zu finanzieren kann man sich auch als vollzeit mindestlöhner. ist auf dauer bestimmt sogar billiger als eine alte karre, auf jeden fall aber planbarer, da keine unvorhergesehenden reparaturen anstehen. nur sind die 100€ kisten natürlich weder chic noch toll, und zum vorprollen sowieso völlig ungeeignet.
Es gibt keine Pauschalregel.
Denn ein Bezug zum Nettoeinkommen läßt alle anderen Faktoren außer Acht.
Wohnt man im bezahlten Eigenheim, kann man prozentual mehr des Einkommens fürs Auto ausgeben, als wenn schon 30% oder mehr für die Miete draufgehen.
Aber genau das ist doch der Punkt, weshalb für mich persönlich Leasing oder Finanzierung mit festen Raten keine Alternative ist. Das Einkommen oder auch die sonstigen Kosten können sich ändern, aber die Raten bleiben gleich.
Spart man ein Auto an, zwingt einen keiner zu einer fixen Rate. Angespart wird das was übrig ist. Und gekauft wird eben dann das, was aus dem Angesparten, ohne Finanzierung möglich ist. Und hat man die bezahlte Kiste mal dastehen, dann ist man eben deutlich flexibler.
Ich werde wohl Anfang nächsten Jahres, deutlich vor dem Rentenalter, meine Arbeitszeit erheblich reduzieren, was auch das Einkommen entsprechend reduziert.
Meine beiden Spass-Jags werden voraussichtlich gehalten, solange sie Spass machen, da fallen keine neuen Anschaffungskosten mehr an, lediglich Unterhalt und Reparaturen, die sich bei jährlich jeweil 5 - 6 tkm Fahrleistung auch in Grenzen halten.
Lediglich der Daily wird regelmäßig ersetzt werden, aber in längeren Zyklen, statt vorher 2 - 3 Jahre dann eben 4 - 5 Jahre.
Hätte ich jetzt zwei oder drei Leasing- oder Finanzierungsverträge mit entsprechender monatlicher Belastung an der Backe, müßte ich weiter vollzeit buckeln.
Klar das ist ein Luxusproblem, aber auch der normale Arbeitnehmer, der immer Autos im Rahmen seines Einkommens finanziert, oder least, hat spätestens mit Renteneintritt ein Problem. Bis dahin sollte man ein bezahltes Auto haben, das man ggf. sehr lange behalten kann, oder alternativ Vermögen zum Zubuttern haben, weil einfach mit Renteneintritt die Einkommenssituation deutlich schlechter wird.
XF-Coupe
@XF-Coupe
Auch diese Rechnung stimmt nicht immer. Wer rechtzeitig für das Rentenalter vorgesorgt hat, eine oder mehrere gute Betriebsrenten bekommt oder mit der Rente das abgezahlte Haus verkauft, um sich zu verkleinern, kann auch dann noch Leasen oder Finanzieren.
... hatte ich doch geschrieben: "... oder alternativ Vermögen zum Zubuttern haben ..."
Aber das Problem ist doch, dass man in jungen Jahren mit Kindern usw. wenig Möglichkeit hat vorzusorgen. Und wie wichtig eine Vorsorge ist, ist vielen in jungen Jahren auch nicht bewußt, oder es wird verdrängt. Wenn man sich dann mit 50 + den Rentenbescheid ansieht und feststellt, dass nur noch 10 - 15 Jahre zum Rentenbeginn sind, bricht Panik aus. Erlebe ich in meinem Umfeld immer wieder.
XF-Coupe
Zitat:
Spart man ein Auto an, zwingt einen keiner zu einer fixen Rate. Angespart wird das was übrig ist. Und gekauft wird eben dann das, was aus dem Angesparten, ohne Finanzierung möglich ist. Und hat man die bezahlte Kiste mal dastehen, dann ist man eben deutlich flexibler.
GENAU das geht aber doch nicht, wenn man schon autofahrer ist. man müßte ja das auto angespart haben, BEVOR man das erste mal ein auto braucht.
annahme: normaler verdienst, 1600€ netto alleinlebend. leider hat er nichts angespart, weil er vorher halt student oder sonstwas war. nach fixkosten und sonstigen ausgaben hat er 250€ im monat über für das auto (ohne sprit, versicherung und steuern, also nur den wert/erhalt des fahrzeuges).
er kauft sich ein altes auto für 3000€ mit neu tüv und fährt es 2jahre. nach 1jahr hat er die 12x250€ =3000€ abbezahlt. er spart das zweite jahr und hat wieder 3000€ zusammen. fürn neuen tüv muss er rund 1000€ hinlegen (typischer betrag für ne alte kiste mit neu tüv...) und ist wieder bei 2000€. nun fährt er das auto mit neu tüv wieder ein jahr und ist bei 5000€. sein auto ist mittlerweile 15jahre alt und entspricht etwa einen einkaufspreis von 500€, während nun der turbo leider hin ist. kostenpunkt mit irgendeinen schrottplatz teil 1500€ inkl. arbeiten usw..
nun nach 3jahren hat er es doch glatt geschafft, mit seinen 250€ im monat 5500€ anzusparen. das ist natürlich schon eine tolle summe, hat aber doch einige probleme:
1.) damit er die 250€ im monat fürs auto über hat, muss er ganz schön sparsam leben und kann sich wenig gönnen
2.) dadurch ist er irgendwann frusttriert, das er unter einsatz von soviel geld trotzdem immer nur so eine alte mühle fährt.
3.) 3jahre sowas durchzuhalten erfordert schon einsernen willen. sehr wahrscheinlich hat das kaum jemand geschafft mit diesen annahmen, da man sich irgendwas anderes zwischenzeitlich kaufen muss (ne waschmaschine oder sonstwas...) oder auch kaufen möchte (neuen pc oder anlage fürs auto usw...).
stattdessen könnte man auch zum autohaus des vertrauens gehen und fragen, was man für 250€ im monat ohne anzahlung bei denen bekommt. irgendwas neues wirds schon werden und für 250€ gibts sicherlich schon nen golf, astra oder sonstwiewas.
damit der oben genannte mensch sich das auto für 25.000€ (annahme, das 1% pro monat finanzierungsrate) mit bargeld kaufen könnte, muss er bei der rechnung oben mindestens 15jahre eisern sparen. das entspricht grob 1/3 seines arbeitslebens, wo auch wirklich gar nichts dazwischen kommen darf. faktisch kann er sich das auto frühstens nach 20jahren leisten oder muss einfach mehr verdienen.
ich hatte das früher auch durch und wenn man 1x nen abbezahlten neuwagen fährt, ist es kinderleicht, alle 4jahre wieder nen neuen wagen zu fahren. statt finanzieren spare ich selber und je nachdem wieviel ich spare, gibts als nächsten wagen nen größeren, kleineren oder ich muss etwas länger den alten fahren. allerdings ist die sparrate eher lächerlich, da der wertverlust natürlich auch zuschlägt. beim A3 von mir war der wertverlust rund 350€ im monat. ich sparte 500€ pro monat. folgerichtig muss ich 1jahr sparen, damit ich 1800€ mehr im pot habe. das lohnt wiederrum nicht... ich spare jetzt aber weiterhin 150€ mehr als den wertverlust und habe somit in 4jahren dann 7500€ mehr als zum heutigen tage und kommt somit zb eine "fahrzeugstufe" höher. das geht solange, bis die sparrate genau dem wertverlust des fahrzeuges entspricht.
faktisch braucht man einfach mehr geld. mit 1600€ im monat ist es praktisch nicht möglich, diese schlauen sprüche alle "spare und kaufe dann den neuwagen" durchzuziehen.
Es gibt bei dem Thema keinen eindeutigen Weg für jeden. Wer Autos selbst reparieren kann und auch Lust dazu hat, wird mit einem guten Gebrauchten vermutlich richtig liegen. Wer ein Neuwagen bar bezahlen will, muss entweder sehr gut verdienen oder einige Jahre eisern sparen. Wer wenig ausgeben kann oder will, kauft einen preiswerten Gebrauchten und lebt mit dem Risiko, dass das Auto ab und zu mal Macken hat und Kosten verursachen kann. Außerdem entspricht es in Sachen Technik/Assistenzsystemen nicht dem aktuellen Stand.
Ich fahre gerne alle 3 oder 4 Jahre einen Neuwagen und bin kein Schrauber (und habe auch niemanden an der Hand). Also lease ich schon seit vielen Jahren und bin damit zufrieden. Ich habe monatliche Leasingkosten (4 Jahre, 20.000 km pro Jahr, keine Anzahlung, Überführung und Zulassung in der Rate) zwischen EUR 200,- bis EUR 260,- für z.B. einen Opel Corsa oder VW Polo mit Top-Ausstattung. Darin enthalten ist eine Anschlußgarantie und ein Wartungspaket. Damit sind die Kosten gut kalkulierbar und bis auf einen Satz neue Reifen entsteht eigentlich selten etwas an Zusatzkosten. Mein Risiko ist, dass bei der Rückgabe Kosten entstehen können. Das ist aber überschaubar. Berücksichtigen muss man, dass man die Inspektionen beim Vertragshändler machen lassen muss und dass der Wagen Vollkasko versichert sein muss.
Zitat:
@PayDay schrieb am 28. Juli 2018 um 18:13:02 Uhr:
Zitat:
Spart man ein Auto an, zwingt einen keiner zu einer fixen Rate. Angespart wird das was übrig ist. Und gekauft wird eben dann das, was aus dem Angesparten, ohne Finanzierung möglich ist. Und hat man die bezahlte Kiste mal dastehen, dann ist man eben deutlich flexibler.
GENAU das geht aber doch nicht, wenn man schon autofahrer ist. man müßte ja das auto angespart haben, BEVOR man das erste mal ein auto braucht.
annahme: normaler verdienst, 1600€ netto alleinlebend. leider hat er nichts angespart, weil er vorher halt student oder sonstwas war. nach fixkosten und sonstigen ausgaben hat er 250€ im monat über für das auto (ohne sprit, versicherung und steuern, also nur den wert/erhalt des fahrzeuges).
er kauft sich ein altes auto für 3000€ mit neu tüv und fährt es 2jahre. nach 1jahr hat er die 12x250€ =3000€ abbezahlt. er spart das zweite jahr und hat wieder 3000€ zusammen. fürn neuen tüv muss er rund 1000€ hinlegen (typischer betrag für ne alte kiste mit neu tüv...) und ist wieder bei 2000€. nun fährt er das auto mit neu tüv wieder ein jahr und ist bei 5000€. sein auto ist mittlerweile 15jahre alt und entspricht etwa einen einkaufspreis von 500€, während nun der turbo leider hin ist. kostenpunkt mit irgendeinen schrottplatz teil 1500€ inkl. arbeiten usw..
nun nach 3jahren hat er es doch glatt geschafft, mit seinen 250€ im monat 5500€ anzusparen. das ist natürlich schon eine tolle summe, hat aber doch einige probleme:
1.) damit er die 250€ im monat fürs auto über hat, muss er ganz schön sparsam leben und kann sich wenig gönnen
2.) dadurch ist er irgendwann frusttriert, das er unter einsatz von soviel geld trotzdem immer nur so eine alte mühle fährt.
3.) 3jahre sowas durchzuhalten erfordert schon einsernen willen. sehr wahrscheinlich hat das kaum jemand geschafft mit diesen annahmen, da man sich irgendwas anderes zwischenzeitlich kaufen muss (ne waschmaschine oder sonstwas...) oder auch kaufen möchte (neuen pc oder anlage fürs auto usw...).
stattdessen könnte man auch zum autohaus des vertrauens gehen und fragen, was man für 250€ im monat ohne anzahlung bei denen bekommt. irgendwas neues wirds schon werden und für 250€ gibts sicherlich schon nen golf, astra oder sonstwiewas.
damit der oben genannte mensch sich das auto für 25.000€ (annahme, das 1% pro monat finanzierungsrate) mit bargeld kaufen könnte, muss er bei der rechnung oben mindestens 15jahre eisern sparen. das entspricht grob 1/3 seines arbeitslebens, wo auch wirklich gar nichts dazwischen kommen darf. faktisch kann er sich das auto frühstens nach 20jahren leisten oder muss einfach mehr verdienen.
ich hatte das früher auch durch und wenn man 1x nen abbezahlten neuwagen fährt, ist es kinderleicht, alle 4jahre wieder nen neuen wagen zu fahren. statt finanzieren spare ich selber und je nachdem wieviel ich spare, gibts als nächsten wagen nen größeren, kleineren oder ich muss etwas länger den alten fahren. allerdings ist die sparrate eher lächerlich, da der wertverlust natürlich auch zuschlägt. beim A3 von mir war der wertverlust rund 350€ im monat. ich sparte 500€ pro monat. folgerichtig muss ich 1jahr sparen, damit ich 1800€ mehr im pot habe. das lohnt wiederrum nicht... ich spare jetzt aber weiterhin 150€ mehr als den wertverlust und habe somit in 4jahren dann 7500€ mehr als zum heutigen tage und kommt somit zb eine "fahrzeugstufe" höher. das geht solange, bis die sparrate genau dem wertverlust des fahrzeuges entspricht.
faktisch braucht man einfach mehr geld. mit 1600€ im monat ist es praktisch nicht möglich, diese schlauen sprüche alle "spare und kaufe dann den neuwagen" durchzuziehen.
... nun wer nach einem Studium mit 1.600 € netto nach Hause geht, hat schlecht verhandelt oder die falsche Fachrichtung studiert. Wenn er 5 Jahre später als Akademiker mit Berufserfahrung immer noch 1.600 € verdient (wovon Du in Deiner Beispielrechnung ausgehst) ist er entweder eine Niete in seinem Job oder doof.
Für 7.000 € gibt es z.B. einen 2016er oder 2017er Ford Fiesta mit 20 - 30 tkm. Sowas ist bei 250 € Rate in 2,5 Jahren abbezahlt, fahren kann man sowas ohne größeren Reparaturaufwand, locker 5 Jahre. In diesen 5 Jahren wird auch die Sparrate steigen, weil man ja nicht 5 Jahre für das Einstiegsgehalt nach dem Studium arbeitet.
Eine meiner Töchter ist Wirtschaftsingenieur (Bachelor), seit vier Jahren im Job und hat knapp 5.000 € brutto im Monat. Und der Arbeitgeber ist nicht dafür bekannt, überdurchschnittlich gut zu bezahlen. Die Miete für ihre 2-Zimmer-Wohnung liegt bei gut 400 € warm. Da bleiben deutlich mehr als 250 € im Monat, die man beiseite legen kann, ohne dass man in Askese leben muss.
Der Fiesta bringt dann auch noch ein paar Euro und man hat mindestens 7 - 8.000 € angespart (und auch anderweitig in Altersvorsorge investiert) und kann schon 10.000 € + X für den nächsten jungen Gebrauchten ausgeben. Dasselbe Spiel nochmal und man ist da wo man hin will, mit dem Unterschied, das einem das Auto gehört, das man fährt.
Wenn man bereit ist ein paar Jahre ein kleineres Auto, als man sich leasen könnte, zu fahren, klappt das auch.
"Wer immer soviel ausgibt, wie er sich mit seinem Einkommen leisten kann, muss im Alter mit dem auskommen, was er sich von seiner Rente leisten kann" und das ist für die junge Generation keine prickelnde Aussicht. https://www.merkur.de/.../...-wenig-bleibt-ihnen-rente-zr-8415669.html
XF-Coupe
Hier muss ich meinem Vorredner zustimmen: Es wird hier immer so hingestellt als sei ein Einkommen von 1.600 netto normal. Angestellte in Deutschland verdienen im Durchschnitt (!) etwa 2.000 netto. In den westdeutschen Ballungszentren mehr, im Osten und auf dem Land weniger. Dafür sind auch die Lebenshaltungskosten sehr unterschiedlich.
Man muss nicht immer vom worst case ausgehen.
Zitat:
@XF-Coupe schrieb am 28. Juli 2018 um 09:42:01 Uhr:
Aber genau das ist doch der Punkt, weshalb für mich persönlich Leasing oder Finanzierung mit festen Raten keine Alternative ist. Das Einkommen oder auch die sonstigen Kosten können sich ändern, aber die Raten bleiben gleich.
Mein Auto ist finanziert und ich kann jederzeit und kostenlos:
- Die Rate erhöhen, verringern oder aussetzen
- Sondertilgen
- Komplett tilgen
- Das Auto verkaufen da der Brief bei mir liegt
5k Brutto monatlich nach vier Jahren sind je nach Studiengang ein Witz oder Wunschdenken, kann man nicht pauschalisieren. Von einer 2-Zimmer-Wohnung für 400 € warm kann ich nur träumen, ich müsste da schon 850-1.000 € hinlegen.
1.600 € (oder auch 2.000 €) Nettodurchschnittseinkommen sagen auch nichts aus, siehe Beispiel mit der Wohnung.
Zitat:
@backbone23 schrieb am 29. Juli 2018 um 11:35:17 Uhr:
5k Brutto monatlich nach vier Jahren sind je nach Studiengang ein Witz oder Wunschdenken, kann man nicht pauschalisieren. Von einer 2-Zimmer-Wohnung für 400 € warm kann ich nur träumen, ich müsste da schon 850-1.000 € hinlegen.
Klar bezahlt man in Ballungszentren deutlich mehr Miete, dafür sind in diesen Regionen aber meist auch die Gehälter höher. Zudem kann man ggf. ganz auf ein Auto verzichten, wenn der ÖPNV entsprechend ausgebaut ist und für die wenigen Fälle dann Car-Sharing-Systeme nutzen. Da die Kosten des ÖPNV wohl nicht höher sind, als die Unterhaltskosten eines Autos, wird die Finanzierungsrate gespart.
Vieles ist höchst unterschiedlich, Gehälter, Miete usw. usw..
Aber wenn man mal die Lebenshaltungskosten als Ganzes betrachtet, wird vieles wieder geglättet.
Derjenige im Ballungszentrum verdient mehr, hat aber auch eine höhere Miete zu zahlen. Positiv macht sich hier noch bemerkbar, dass die Wegekosten zur Freizeitgestaltung (Kultur, Unterhaltung, Shoppen usw.) deutlich geringer sind.
Derjenige auf dem flachen Land, verdient weniger, hat weniger Miete zu zahlen und muss eben für die Freizeitgestaltung weite/teure Wege und ggf. sogar Übernachtungen bezahlen.
Letztendlich muss sich jeder seine ganz spezifische Einnahme-/Ausgabensituation ansehen und entscheiden wie viel er wofür ausgibt. Alles was mit Geld zu tun hat, ist immer auch eine Frage der Prioritäten. Wenn ich eine große Wohnung, teure Urlaube, oder ein tolles Auto haben möchte, muss ich auf einen dieser Punkte meine Priorität legen und bei den anderen Punkten eben ein wenig Abstriche hinnehmen.
Und dieser Zwang Prioritäten zu setzen setzt sich durch (fast) alle Einkommensklassen fort. Während wir noch überlegen ob man mehr wert auf Urlaub oder auf Auto legt, stellt sich ein Reicher womöglich die Frage, ob er sich für seine Millionen, die er über hat lieber einen Yacht oder einen Privatjet kauft ;)
XF-Coupe
Zitat:
@Autofahrer- schrieb am 29. Juli 2018 um 08:44:22 Uhr:
Hier muss ich meinem Vorredner zustimmen: Es wird hier immer so hingestellt als sei ein Einkommen von 1.600 netto normal. Angestellte in Deutschland verdienen im Durchschnitt (!) etwa 2.000 netto. In den westdeutschen Ballungszentren mehr, im Osten und auf dem Land weniger. Dafür sind auch die Lebenshaltungskosten sehr unterschiedlich.
Man muss nicht immer vom worst case ausgehen.
das ist doch quark. für 2000€ netto braucht man endweder nen meister/techniker, schichtarbeit, satte überstunden, irgendwelche auslösen oder einen tarifvertrag. der großteil der leute arbeitet aber in keinen tarif und günstig ist es längs nirgends mehr. selbst im letzten scheissdorf verlangen die schon 8€ kalt den meter miete für ne schimmelbude aus den 60er jahren. und da weinen dann leute aus HH, das sie 10€ kalt für ne neubaubude hinlegen sollen. da kommen mir die tränen...
also ich kenne kaum jemanden, der 2000€ netto OHNE überstunden, auslöse, schicht verdient, geschweige denn als berufsanfänger. nicht jeder arbeitet bei audi, vw und konsorten. selbst als maschbauer fängt man außerhalb der ballungszentren in kleinen firmen deutlich unter 40.000€/jahr an.
für 2000€ netto sind bei der üblichen unverheirateten steuerklasse bei 40stunden woche 18€/stunde notwendig. ich kenne KEINEN handwerker, verkäufer, pfleger usw..., der auch nur in die nähe davon kommt.
als ing verdiene ich natürlich deutlich mehr. habe aber auch etliche jahre mit ausbildung und studium verdüddelt und von nichts gelebt. irgendwann muss es sich aber auch auszahlen...
wenn man natürlich zu 2 lebt, dann kann man mit 2x 2000€ problemlos auch richtige gelder sparen. wer aber gerade als berufsanfänger alleine lebt, hat selten mehr als 250€ im monat über. und wenn man schon im verhältnis viel geld ausgibt, möchte man dafür auch wenigstens etwas spaß. nen 7000€ fiesta ist bestimmt kein spaßmobil, wenn man sonst so sparen muss ...
Wo ist jetzt der große Unterschied, @XF-Coupe , ob ich regelmäßig EUR 250,- für Finanzierung und später zum Sparen für einen besseren Gebrauchten und danach für einen Neuwagen zurücklege oder ob ich kontinuierlich EUR 250,- für ein Leasingfahrzeug ausgebe? Beim Leasingfahrzeug habe ich nahezu kein Risiko, zusätzlich teure Reparaturen zahlen zu müssen und fahre ständig moderne und sichere Autos. Ehrlich gesagt ist es mir ziemlich wurscht, ob der Wagen nun offiziell mir gehört oder nicht. Ich fahre aber immer (und nicht erst in vielen Jahren) neuwertige Autos mit aktueller (Sicherheits-)Technik und zahle kaum mehr als in Deinem Beispiel.