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Wieso keine einheitliche E-Auto Schnellladetechnik(-stationen)

Das versteh ich nicht:

Tesla hat eigene Schnellladestationen, Renault/Nissan eine andere Schnellladetechnik wie VW/BMW.

Wieso schaffte es die Autoindustrie nicht, einheitliche Standards festzulegen?

Jetzt gibt´s eh erst wenige Schnellladestationen, und dann sind die nicht kompatibel untereinander.

Als könnte ich mit meinem V1.0 Auto nur bei ausgesuchten Tankstellen tanken.

Was soll das?

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von SRAM

Zitat:

 

Ein schwieriges Geschaeftsmodell....

Reachstacker hat den Knackpunkt schön herausgearbeitet.......

........das ist einfach kein Geschäft. Was betterplace sehr schnell zu spüren bekommen hat.

Die Akkutauscherei und damit einer Vereinheitlichung der Akkus ist eine Totgeburt.

 

Gruß SRAM

Better Place ist nicht am System des Akkutausches sondern an der zu schmalen Basis in seiner Partnerschaft begrenzt auf Renault in dem ebenfalls schwierigen Markt in Israel gescheitert. Statt der erwarteten 100.000 E-Autos sind weniger als 1000 E-Mobile verkauft worden.

Dazu kam noch der nicht zu unterschätzende Widerstand anderer Automobilhersteller und der Petroindustrie, welche ihr Geschäft durch größere Verbreitung von (Renault)-E-Mobilen gefährdet sah.

Wie bereits zuvor erwähnt, fehlt bis heute der breite Wille bei den Autoherstellern, den noch prosperierenden Markt der Verbrennungsmotoren durch E-Antriebe zu ersetzen.

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Zitat:

Original geschrieben von slv rider

man stelle sich jetzt eine stark frequentierte tankstelle vor. wieviele volle akkus sollen die in reserve halten und gleichzeitig noch leere aufladen?

Das ist ein berechtigter Einwand

Zitat:

Original geschrieben von slv rider

man stelle sich jetzt eine stark frequentierte tankstelle vor. wieviele volle akkus sollen die in reserve halten und gleichzeitig noch leere aufladen?

Bei der heutigen Verbreitung von E-Autos äh, vielleicht zwei? :p

ich meine wenn die e-mobilität mit wechselakkus weitverbreitet wäre.

Akkutausch funktioniert nur, wenn der Akku nicht zumAuto gehört und der Eigentümer ein Tauschsystem ist.

Wer möchte schon seinen neuen, evtl. € 2000 teueren Akku der 2x schonend ent- und geladen wurde gegen einen 150x schnell geladenen und unter hoher Last entladenen Akku tauschen?

dann müsste auch die motorisierung ähnlich sein. ein elektrosmart hat schliesslich einen anderen energiebedarf als eine elektifizierte oberklasselimo.

Tquote]

Original geschrieben von isaucheinname

Akkutausch funktioniert nur, wenn der Akku nicht zumAuto gehört und der Eigentümer ein Tauschsystem ist.

Wer möchte schon seinen neuen, evtl. € 2000 teueren Akku der 2x schonend ent- und geladen wurde gegen einen 150x schnell geladenen und unter hoher Last entladenen Akku tauschen?

Ich erwähnte bereits, dass dadurch die Akzeptanz von E-Mobilen steigen würde, da sich mit einem Tauschsystem der jetzt noch viel zu hohe Anschaffungspreis des Autos drastisch reduziert.

Die Akkus könnten ohne Zeitdruck schonend bis zur Kapazitätsgrenze geladen werden, welches die Lebensdauer gegenüber fest eingebauten Akkus wesentlich erhöht.

Der aktuelle Ladezustand des abgegebenen und des abgeholten Tauschakkus wird dokumentiert und die Ladedifferenz bestimmt dann den Tauschpreis.

Technische Weiterentwicklungen sind durch festzulegende äußere Dimensionen und genormte Anschlüsse problemlos möglich. Diese Normierung ist auch für den automatisierten Tausch- und Ladevorgang erforderlich.

Unterschiedliche Fahrzeuggrößen können durch 2 oder 3 unterschiedliche Baugrößen berücksichtigt werden.

Groß, mittel und klein. Das wäre das Minimum. Löst aber nicht das Problem des Verschleißes.

In meinem Beispiel wäre der neue, nur 2x mit - sagen wir mal 5 c geladene und 2x mit Lastspitzen von 30 c und Dauer von 15 c entladene Akku praktisch seine € 2000.- noch wert. Der 150 x normiert (schonend) geladene, aber 150 mal an der Belastunggrenze Entladene könnte langsam ziemlich hinüber sein.

Wenn es sich um Leihakkus handelt ist das dem user Wurst. Aber auch der Verleiher bräuchte seine Berechnungsmöglichkeit, welche nicht nur den entladenen Strom, sondern auch die effektive Belastung des Akkus für jeden Nutzer ausweist. Elektronik, die sowas mitloggt, gibt es im Modellbau längst. Aber dort sind ja auch hochleistungsfähige Litium-Polymer-Akkus mit dazugehöriger Ladetechnik schon ein alter Hut. Tut mir leid, aber alles, was z. Zt. in der Elektromobilität als Innovation gefeiert wird, war im Modellbau vor 5 Jahren (eher früher) Stand der Technik.

Mal ganz nüchtern:

Von einer Standardisierung sind wir da noch meilenweit, oder Jahrzehnte entfernt!!

Tesla verwendet z.B. handelsübliche LiIo Laptop-Akku-Zellen, die zu tausenden in ein gekühltes Gehäuse gepackt werden.

Der Chevrolet Volt (oder Opel Ampera) hat eigens von LG dafür entwickelte LiIo-Akkus drin.

Andere Hersteller haben NiMh-Akkus drin.

Das ist erst der Anfang:

Wer hat wie viele Zellen drin? Wie müssen die geladen werden?

Welche Bauform hat der gesamte Akku-Block? Ich kann ja bisher kaum einen Akku-Block vom Tesla in den Ampera stecken...

Das Argument eines der Vorredner ist auch nicht vom Tisch zu wischen: Wenn ich meinen Akku pfleglichst behandelt habe, warum soll ich mir dann an der "Tausch-Station" einen Akku andrehen lassen, der zuvor von einer "Rübensau" betrieben wurde?

So ein Akku ist ziemlich "nachtragend"! Behandle ich den einmal schlecht, macht der mir immer zu schaffen!

Daher werden wir bei Elektroantrieben die nächsten Jahrzehnte in der Regel zuhause aufladen, oder bestenfalls nur Markenspezifisch Akkus tauschen können.

Die Lösung wird irgendwann kommen, aber nicht, weil die Bundesregierung es fordert, und auch nicht so schnell: Dazu müssen erst mal leistungsfähigere Akkus entwickelt werden. Und das ist definitiv nicht so ohne!!

Wie sollen es die Hersteller schaffen, Auto-Akkus zu vereinheitlichen, wenn die es noch nicht mal bei den vergleichsweise simplen Handy-Akkus und Ladegeräten hinbekommen (wollen)?

so Long...

Zitat:

Original geschrieben von slv rider

man stelle sich jetzt eine stark frequentierte tankstelle vor. wieviele volle akkus sollen die in reserve halten und gleichzeitig noch leere aufladen?

Hat er 10 Kunden pro Stunde (was fuer eine Benzintankstelle recht Langweilig ist) und die Ladung betraegt 4 Stunden muss ein Minimum von 10 Akkus an Hand haben und 40 (!) Akkus an der "Zapfsaeule"! Bei einem Preis von 8'000 Euro pro Akku hat er dann 400'000 Euro nur in Akku Inventar plus die Kosten des Anschlusses von 40 Ladestellen :eek: Da sind die Kosten des verbrauchten Stroms fast Nebensaechlich. Rechnet man 50kwh "Nachfuellung" im Schnitt, kostet das nur 6 Dollar in den USA und schlimmstenfalls 18 Euro in Deutschland.

Dann bleibt das Problem der Kosten des elektrischen Anschlusses der immerhin 400 KW schaffen muss. Das waeren etwa 1800 Ampere bei 220 Volt, logisch etwas weniger bei 380V 3 Phasen.

 

Ein schwieriges Geschaeftsmodell....

 

 

Gruss, Pete

Zitat:

Original geschrieben von Reachstacker

Zitat:

Original geschrieben von slv rider

man stelle sich jetzt eine stark frequentierte tankstelle vor. wieviele volle akkus sollen die in reserve halten und gleichzeitig noch leere aufladen?

Hat er 10 Kunden pro Stunde (was fuer eine Benzintankstelle recht Langweilig ist) und die Ladung betraegt 4 Stunden muss ein Minimum von 10 Akkus an Hand haben und 40 (!) Akkus an der "Zapfsaeule"! Bei einem Preis von 8'000 Euro pro Akku hat er dann 400'000 Euro nur in Akku Inventar plus die Kosten des Anschlusses von 40 Ladestellen :eek: Da sind die Kosten des verbrauchten Stroms fast Nebensaechlich. Rechnet man 50kwh "Nachfuellung" im Schnitt, kostet das nur 6 Dollar in den USA und schlimmstenfalls 18 Euro in Deutschland.

Dann bleibt das Problem der Kosten des elektrischen Anschlusses der immerhin 400 KW schaffen muss. Das waeren etwa 1800 Ampere bei 220 Volt, logisch etwas weniger bei 380V 3 Phasen.

 

Ein schwieriges Geschaeftsmodell....

 

 

Gruss, Pete

Eine Standardisierung auf technisch einfachem und preislich günstigem Niveau erfüllt bei autarken Mietakkus den Bedarf, da die Mietakkus ja jederzeit und überall verfügbar wären. Die jetzt verwendeten teuren Akkus, welche auf max. Ladekapazität und Reichweite ausgelegt sind, wären dabei völlig fehl am Platz.

Durch Standardisierung auf technisch einfachem Niveau können die Akkuherstellkosten durch enorm hohe Stückzahlen auf den Bruchteil der jetzigen Preise reduziert werden, ähnlich der erfolgten Preisentwicklung bei elektronischen Taschenrechnern.

Das größte Hindernis einer solchen Entwicklung wird nach meiner Meinung die dafür erforderliche Entwicklung und Akzeptanz einheitlicher Standards durch die Autohersteller sein.

 

 

Das letze was die wollen sind Standartakkus, den Design ist das wichtigste Verkaufsargument beim Auto. Wenn der Akku(Proportionen) und Einbauort festgeschrieben sind, ähneln sich die Fahrzeuge starkt

am 12. September 2013 um 15:03

Zitat:

 

Ein schwieriges Geschaeftsmodell....

Reachstacker hat den Knackpunkt schön herausgearbeitet.......

........das ist einfach kein Geschäft. Was betterplace sehr schnell zu spüren bekommen hat.

Die Akkutauscherei und damit einer Vereinheitlichung der Akkus ist eine Totgeburt.

 

Gruß SRAM

Sorry, die Akkus aufzuladen ist doch kein Thema, die böse "Industrie" hat ganz andere Anschlussleistungen als sowas.

Ein E-Auto wird etwa 30-50kWh haben. Nachfüllung je Akku: ein LiFePO4 kann in etwa einer Stunde schonend(!) aufgeladen werden. Peakstrom ist sogar "10C" also das zehnfache der Nennkapazität. Damit kannst du 60-80% der Akkukapazität in rund 10 Min reinfeuern.

Rechnen wir weiter: 20 Akkus parallel am Lader sind bei je 40kWh Nennkapazität und 80% Ladewirkungsgrad etwa 1000 kWh. Mal 10 solcher Stunden am Tag sind 10.000 kWh je Tag (oder 10 MWh), bei 300 solcher Tage sind das 3000 MWh bzw. 3 GWh für eine Tankstelle.

Bei 3 Gigawattstunden greift gerade mal die Befreiung von der EEG Umlage ein, denn die erste Gigawattstunde muss normalerweise vollständig bezahlt werden, die nächsten zwei nur noch zu 10%.

Gegen die richtig "Stromintensive Industrie" ist das Modelleisenbahn-Niveau. Eine gute Chlor-Alkalielektrolyse hat 200 Megawatt(!) Anschlussleistung, eine kleine etwa 60 Megawatt. Auslegung auf meistens 7500h p.a. ... rechne selbst und nutze einen wissenschaftlichen Taschenrechner für die vielen Nullen. Ein einzelner Lichtbogenofen eines Elektrostahlwerks stellt etwa 120MVa auf die Beine, aber der läuft nicht 24/7 unter Strom. An einer kleinen Tanke mit drei halbvollen Tanks zu je 50.000l (Super, E10, Diesel) sind auch mal locker 100.000€ an Sprit "gebunden".

Ich sehe übrigens serielle Hybride mit mittleren Akkukapazitäten wie den Opel Ampera als beste Option an. Braucht keine E-Tanke, der geht auch per Motor aufzuladen. Ein optimal als Generator zu betreibender Benziner schafft 40% Wirkungsgrad, mehr haben auch viele Kohlekraftwerke nicht. Kurzstrecke aus dem Akku, kann zu Hause für 25 Cent/kWh (typisch 15 kWh Stadtverkehr) aus der Steckdose geladen werden - wer eine Steckdose am Abstellplatz hat. Zudem kann durch den Akkupuffer bedingt der Antriebs-EMotor weit stärker als der Generator sein. Was den Spaßfaktor positiv beeinflussen wird ;)

Zitat:

Original geschrieben von SRAM

Zitat:

 

Ein schwieriges Geschaeftsmodell....

Reachstacker hat den Knackpunkt schön herausgearbeitet.......

........das ist einfach kein Geschäft. Was betterplace sehr schnell zu spüren bekommen hat.

Die Akkutauscherei und damit einer Vereinheitlichung der Akkus ist eine Totgeburt.

 

Gruß SRAM

Better Place ist nicht am System des Akkutausches sondern an der zu schmalen Basis in seiner Partnerschaft begrenzt auf Renault in dem ebenfalls schwierigen Markt in Israel gescheitert. Statt der erwarteten 100.000 E-Autos sind weniger als 1000 E-Mobile verkauft worden.

Dazu kam noch der nicht zu unterschätzende Widerstand anderer Automobilhersteller und der Petroindustrie, welche ihr Geschäft durch größere Verbreitung von (Renault)-E-Mobilen gefährdet sah.

Wie bereits zuvor erwähnt, fehlt bis heute der breite Wille bei den Autoherstellern, den noch prosperierenden Markt der Verbrennungsmotoren durch E-Antriebe zu ersetzen.

am 12. September 2013 um 19:14

Du solltest in Akkutausch-Tankstellen investieren ... ;)

 

Gruß SRAM

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