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Wie lange hält ein Diesel das aus?
Moin Moin!
Zunächst den Hintergund: Ich habe mal behauptet, wenn ich einen Diesel behandeln würde wie mein alter Daihatsu Cuore seit ich den habe behandelt wird, wäre er ziemlich schnell kaputt. Es gab dann User, die das ins Lächerliche ziehen wollten. Aber wie sieht es tatsächlich aus?
Besagter Cuore wird folgendermaßen behandelt:
Wenn bei 4000/min nicht genug Schub kommt, wird zurückgeschaltet.
Es wird manchmal ganze Tankzyklen lang sobald der Motor warm ist nicht bei unter 6000/min hochgeschaltet.
Vor der Einfahrt auf das Grundstück wird noch einmal auf dem 200-Meter-Stück zwischen dem letzten Abbiegen und dem Grundstück was geht auf Tempo 80 hochbeschleunigt und gleich wieder abgebremst und dann sofort Motor aus.
Es wird manchmal probiert, wie weit der Tank sich leerfahren läßt und dann mit Kanister nachgefüllt.
Es gibt da noch mehr "Nettigkeiten", die dem Auto angetan werden, das ich für 500 € gekauft habe, um damit ohne Rücksicht aufs Material Spaß zu haben. Inzwischen ist das über 40.000 km her.
Wie lange macht ein Diesel solch eine Behandlung mit?
Meine These ist: Nicht sehr lange.
Beste Antwort im Thema
Zitat:
Original geschrieben von meehster
Wie lange macht ein Diesel solch eine Behandlung mit?
Meine These ist: Nicht sehr lange.
Aus früheren Beiträgen von dir hatte ich den Eindruck, dass Du Dich zumindest ein wenig mit Autos auskennst.
Meine These ist: Das ist nicht so!
Alleine schon der Gedanke, bei einem Diesel bei 4000 1/min noch einen Gang zurückzuschalten, zeugt davon, dass Du sein Arbeitsprinzip nicht einmal ansatzweise verstanden hast.
Den Rest (eine ganze Tankfüllung lang nicht unter 6000 1/min schalten, ...) braucht man nicht weiter zu kommentieren. Verschleiß und Spritkosten gehen zu Deinen Lasten, Abgase und Lärm zu Lasten Deiner Mitmenschen. Klingt sehr nach prolliger Fahrweise.
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541 Antworten
muß man sich denn ausgerechnet die amis als vorbild nehmen?
wäre der sprit so billig wie dort, hätte ich auch einen fetten V8 und kleinen diesel.....
...oder noch besser ne Viper mit 8.0l V10:D
Zitat:
Original geschrieben von bnutzinger
Weil der höchste Wirkungsgrad eines Verbrennungsmotors dort anliegt wo das höchste Drehmoment ist.
Falsch. Der höchste effektive Mitteldruck ist dort wo das höchste Drehmoment anliegt. Der beste Wirkungsgrad kann dort liegen, muss aber nicht. Es gibt genügend Beispiele die das belegen.
Gruss
Jürgen
bester wirkungsgrad muß auch nicht gleich niedrigster verbrauch bedeuten.....
Jup, besagt ja eigentlich nur das der Motor in dem Bereich am besten läuft was "Preis/Leistung" angeht... also Krafstoffverbrauch in relation zur Leistung.
da hat der diesel nunmal vorteile:
-maximales drehmoment bei niedrigen drehzahlen (ca.1500-2000U/min)
-ca. 75-85% der nennleistung bereits bei 3000U/min
üblicherweise also die drehzahlen, die der normalfahrer am häufigsten nutzt.
aber es gibt ja auch ausnahmen, die ständig mit >4000U/min unterwegs sein wollen (oder müssen:D)
Das bin ich auch gelegentlich, wenn ich mal wieder schnell Nachhause möchte.
Endet dann meistens so bei 4100... mehr ist nicht drin Leistungsmäßig...
Viel höher als 4100 1/min wird er auch ohne Last nicht drehen können, dann setzt der Begrenzer ein, egal, ob elektr. oder mechan..
@Kawa: http://www.rri.se/popup/performancegraphs.php?ChartsID=625
Schlägt den Diesel abgastechnisch gerade bei hoher Last auf der Autobahn um ne Zehnerpotenz. Mittlerweile sind ottomotorischen Turbo-Direkteinspritzer elastischer als die Ruß und NOx Produzenten.
Nur dass direkteinspritzende Ottomotoren mehr Ruß produzieren als Diesel mit Partikelfilter.
Zitat:
Original geschrieben von Hartgummifelge
Viel höher als 4100 1/min wird er auch ohne Last nicht drehen können, dann setzt der Begrenzer ein, egal, ob elektr. oder mechan..
Nö....bei 5000 beginnt der rote Bereich.... So bis 5100 gehts noch dann gehts auch nicht mehr weiter.
Es sei denn man schaltet bei Vmax zurück. :p
Zitat:
Original geschrieben von GaryK
@Kawa: http://www.rri.se/popup/performancegraphs.php?ChartsID=625
Schlägt den Diesel abgastechnisch gerade bei hoher Last auf der Autobahn um ne Zehnerpotenz. Mittlerweile sind ottomotorischen Turbo-Direkteinspritzer elastischer als die Ruß und NOx Produzenten.
während ein turbodiesel auch bei hohem autobahntempo noch recht sparsam ist, fängt ein benziner immer an zu saufen.
mal mehr, mal weniger-aber saufen tut er immer....
Sehe ich bei mir und bin immer wieder erstaunt... 180Tempomat... Verbrauch liegt dann bei ca 7,5-8 Liter... bei 200 dann aber schon bei rund 9.5 -10 Liter und Vollgas (ca 230-240) wird mit 14.5 Liter quittiert.
Naja... Also meinen 316ti hab ich beim gleichen Fahrprofil wie den 318td mit zirka einem Liter mehr gefahren.
Ohne günstigeren Diesel käm das auf selbe hinaus.
Zitat:
Original geschrieben von Kawaman1974
-maximales drehmoment bei niedrigen drehzahlen (ca.1500-2000U/min)
Das können Turbobenziner aber auch schon ;)
Der einzige Nachteil bei denen ist halt, dass die meisten das Saufen anfangen, wenn Pedal to the Metall gegeben wird...
Zitat:
Original geschrieben von Kawaman1974
da hat der diesel nunmal vorteile:
-maximales drehmoment bei niedrigen drehzahlen (ca.1500-2000U/min)
-ca. 75-85% der nennleistung bereits bei 3000U/min
üblicherweise also die drehzahlen, die der normalfahrer am häufigsten nutzt.
aber es gibt ja auch ausnahmen, die ständig mit >4000U/min unterwegs sein wollen (oder müssen:D)
ich würde das beides als Nachteil sehen.
Denn was will ich mit der maximalen Leistung knapp über Leerlaufdrehzahl?
Selbst an der Ampel bringt es "nix" wenn ich aus dem Stand aus nen Burnout machen kann und dann direkt schalten muss.
Das die Drehzahlen viel genutzt werden stimmt, aber bei diesen Drehzahlen ruft kaum einer Leistung ab.
Ich fahre sicherlich wenn ich sparsam unterwegs bin in diesem Drehzahlbereich, aber da nutze ich nichtmal beim Benziner die maximal zur Verfügung stehenden Leistung.
Da ist ein Benziner deutlich flexibler, da dieser dank turbo ähnlich früh den Maximalen Drehmoment erreicht, aber ihn auch problemlos bis 5000upm hält und auch dannach die Leistung noch steigt.
Das ist ungefähr wie das Argument das sich Diesel schaltfaul fahren lassen.
klar weil man unter 1500upm nur Turboloch hat muss man min. 1500upm fahren aber ab 4000upm fällt die Leistung schon wieder, hat zur folge das die Dieselfahrzeuge sogar oftmals mehr Gänge als Benzinfahrzeuge haben.
Ich frag mich auch welche Turbobenziner so schlimm saufen, klar braucht ein Auto mehr wenn man Leistung nutzt, aber hier ist ein Diesel nicht besser.
Einzig es ist schwerer die Leistung zu nutzen, weil durch die "zu kurzen Gänge" (oder besser die zu geringe Anzahl Gänge) man auf der Autobahn gerne aus dem Bereich rausfährt wo die Kiste überhaupt Leistung hat.
ich kann jedenfalls nicht behaupten das mein Turbobenziner viel Sprit braucht, selbst wenn man ihn mal tritt.