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Wie lang ist lebenslang?

Themenstarteram 17. August 2010 um 18:33

Hi,

 

die neue Opel-Werbung mit "lebenslänglicher" Garantie hat mich zum Schmunzeln gebracht und die obige Frage aufgeworfen: Wie lang ist lebenslang bei Volvo?

Opels Garantie gilt für 160.000 Kilometer. Die erreiche ich mit meinem aktuellen Volvo vermutlich noch vor dem 4. Jahr. Auch die Vorgänger meines aktuellen Volvos lebten alle (deutlich) länger als 160.000 km.

 

Wohlgemerkt: mir gehts nicht um die Garantieleistungen. Mich interessiert die durchschnittliche Lebenserwartung eines Autos. Da ist Volvo zumindest aus der Historie heraus ziemlich langlebig - quasi der Methusalem unter den Marken ;).

 

Was sind eure Erfahrungen und Meinungen?

 

 

Gruß

 

Markus

 

Beste Antwort im Thema

Die Frage kann man auch so stellen: Wer brauchts schon "lebenslang"?

Die Käufer von Fahrzeugen in D die Listenpreise von 20 k € und (wesentklich) mehr ausgeben, haben andere Vorstellung von Fahrzeug Qualität als die Lebensdauer der hier genannten 200 k KM und mehr.

Somit haben die kaum was von einer Garantie "lebenslang" für einen PKW.

Die Autofahrer die ab 200 k KM Fahrleistung dann mit den "alten Möhrchen" rum fahren, sicher nicht immer freiwillig, sondern weil sie i.d.R. die besagten zig Tausend € nicht anlegen mögen/können, haben aber für den ursprünglichen PKW Hersteller nur geringe Relevanz.

Ein klein wenig über den Wiederverkaufswert des dann ca. 5-10 Jahre alten Autos und als Abnehmer für überteuerte Ersatzteile.

Also hat der Hersteller gar kein Interesse, dass die Nutzer der gealterten "Qualitätsprodukte" allzu glücklich mit der Karre werden.

Merkt man IMO auch daran, dass zu der Zeit als ich Fahranfänger war, ein Auto das jünger als 10 Jahre war, ein nahezu unerschwingliche Luxus war. Weil die Wagen oft bis zu 20 Jahre genutzt wurden. Mein erster Opel war damals schon 17 Jahre alt.

So alte Autos werden heute, um ihren Exotenstatus zu unterstreichen, "Youngtimer" genannt :rolleyes:

Ansonsten ist Opels-Werbekampagne nichts weiter als genau das - eine Werbekampagne

(und keine besonders originelle, wie ich meine)

Gruß aus EN

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Die Opelgeschichte ist ein Werbegag... Unterm Strich kommt nix bei raus.

Fakt ist heute jedoch, dass jeder Hersteller seine Fahrzeuge auf ca. 150tkm auslegt. Material ist soweit ausgelegt, dass es keine weiteren Möglichkeiten zur "Technikrettung" gibt.

Bei Volvo ist dieses nun auch angekommen, wenn auch mit ein paar Kilometer mehr... 200tkm sollten drin sein bei guter Pflege und normalem Fahrverhalten. Und das wird "ein Leben lang" sein. Das sind 10 Jahre bei dem Volvo Serviceintervall von 20tkm. Ggf. erreichen manche Modelle 300tkm (wahrscheinlich die, mit 30tkm Wartungsintervall).

Wenn man aber zum Teil schaut, wie schnell Teile bei Volvo Probleme bekommen kann, könnte man es auch deutlich kürzer schätzen. Sitzbezüge im P1x Bereich machen Probleme. Aufhängungen beim P2x . Rost, Motorschäden, usw. - alles Sachen, die das Leben eines Volvos verkürzen. Somit kann "Lebenslang" sich schnell auf 7 Jahre (durchschnittliches Autoalter in Deutschland) sich verkürzen...

Die Zeiten der "unzerstörbaren" Volvos, die aus einem Klotz schwedischem Eisens via Hobel und Feile von nackten Schwedinnen in mühevoller Handarbeit geformt werden sowie die Glasscheiben, die von Trollen geblasen und zurecht geschnitten eingesetzt und von Feen mit Zauberkleber eingeklebt werden, die Reifenbäume usw. sind vorbei. Alle ausgestorben (Dank Global Warming) :( :D

Ich glaube mein C30 wird (ohne richtig viel Geld reinzustecken) nicht so lange leben wie der alte 740er, wie er in meiner Einfahrt steht :(

Achso, die Qualität hat aber NICHTS mit Ford zu tun sondern mit dem Kostendruck der Controller aus der Rechnungsabteilung, die mehr Profit und weniger Materialkosten wollen...

Es wird nicht billig, nicht billiger, auch nicht am billigsten gekauft sondern unverschämt billig. Ergo: Lebensdauer ist eingeschränkt. Das hört auch nicht bei den originalen Volvo Motoren auf. D5? Massenware! Kein Öldruckschalter! Motorschäden sind zum Teil ordentlich und häufig anzutreffen. T5? Genauso... Sind zwar selten öffentlich, weil eben seltener Motor (meistens) aber kann passieren. Durchbrennen Ventile, Kompressionsprobleme, usw.

Begann auch alles schon lange VOR Ford ;) Brauche ich da "Zahnriemenwechselintervall 1991er 960" ansprechen? Ja? 45tkm. Und dann riss der schon fast immer früher. Oder "Lebenslange Ölfüllung bei Getriebe und Hinterachse" - das galt 1982 bei Einführung des 760ers... Komischer Weise sind Taxis davon ausgenommen ;) Oder "explodierende" Handbremsbeläge beim 850er und jünger (liefen ja erst 1991 oder 1992 vom Band).

Kostensenkung per Controller...

Zu dieser sogenannten lebenslangen Garantie gibt es ja nun auch aktuell schon Ärger....

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,712283,00.html

Bringt also unter dem Strich nicht Nichts sondern u.U. auch noch erheblich Ungemach.

Gruß

Hagelschaden

Heißes Thema!

Lebenslang Zuchthaus ist ja auch nicht für immer weg!! :D

Wie definiert man lebenslang ??

Beste Grüße

Jürgen

hallo

die frage wird dir niemand beantworten können. da müsste man wissen, welche laufleistung im pflichtenheft für alle zulieferer stand.

gehen wir mal von 200000km aus (sowas in der art hab ich mal für passat gehört) - wir wissen ALLE, dass die autos länger halten.

problematisch sehe ich dann genau diesen wert im bezug auf die automatikgetriebe von volvo, die haben ja eine lebenslange füllung.

wenn man also davon ausgeht, das lebenslang 200000km sind, dann sollte man auf jeden fall die füllung erneuern, wenn man die lebenserwartung durch hat und länger fahren möchte...

oder ?

gruß

Zitat:

Original geschrieben von JÜRIELCH

Wie definiert man lebenslang ??

Gute Frage!

Als ich damals einen Getriebeölwechsel habe machen lassen hieß es: muss nicht sein, Volvo sagt, das ist eine Lifetime Füllung. Daraufhin ich: ja weiß ich, aber wieviel km oder wieviel Jahre ist Lifetime? Die Antwort: Schulterzucken.

Meine persönliche Schätzung liegt bei 150-200 tsd km.

Gruß Tom

sehr gute frage, habe da in letzter zeit auch viel drüber nachgedacht, da ich damit rechne, mir demnächst ein neues auto anschaffen zu müssen (ragnhild muss zwischen november und märz zum tüv :D). unter den empfehlungen, die ich bekommen habe, wenn ich nach einem billigen, einfachen, aber grossen auto frage, war z.b. der ford scorpio. da hört man, dass die motoren einfach sind, die technik nicht zu kompliziert - aber nach zehn jahren kann der schon komplett durchrostet sein. 10 jahre! bei 98er modellen ist idr schon was geschweisst. die kosten dementsprechend zwischen einem drittel und einem viertel gleichaltriger, gleich stark motorisierter volvo. manche werden quasi verschenkt (kosten weniger als abwrackprämie von ~€200).

wenn ich denn weiter nachhake, was denn die ehrlich haltbaren autos sind, kommen diese alternativen: volvo 240 (rost!), volvo 940, mercedes w124 und saab 9000. letzterer streng genommen kein kombi. weiter werden empfohlen citroën berlingo multispace & co, vw caddy und, falls ich mit teuren ersatzteilen leben kann, mitsubishi sigma, galant und toyota camry. wenn ich also "lebenslang" höre, denke ich, wo liegen bei diesen fahrzeugen die "kritischen grenzen"? der corolla meiner ohl von 1996 ist in tip top stand, weil der unterboden regelmässig versiegelt wurde und sie den wagen 2x jährlich poliert und versiegelt. ich habe aber auch schon andere gesehen, da kann man von draussen reingucken - und nicht nur durch die fenster. mechanisch ist der wagen gut, verbraucht allerdings mehr öl als ragnhild bei nur kilometerstand 133000.

ergo ist mein fazit: am auto sind viel zu viele teile, die viel zu stark darauf angewiesen sind, ordentlich zusammenzuarbeiten. was wiederum von allen vorbesitzern wesentlich abhängig ist. um ernsthaft das wort "lebenslang" mit autos in bezug zu bringen muss man also entweder verblendet sein oder in einer marketingabteilung arbeiten. :)

lieb gruss

oli

Laut dem MT-News-Artikel begründet Opel den Begriff "Lebenslang" so, dass private Käufer ein Auto im Schnitt 8 Jahre behalten und im Jahr durchschnittlich 11.000km zurücklegen. Damit wär der Erstbesitzer mit knapp 90.000km immernoch auf der sicheren Seite, wobei er anteilig die Materialkosten übernehmen muss (was ich aber von meiner Volvo-Gebrauchtwagengarantie auch kenne :rolleyes:).

Ist natürlich irreführend, wobei jeder klardenkende Mensch davon ausgehen würde, dass es dabei irgendwo einen Haken gibt.

Gruß

finde es trotzdem gut, dass opel von verbraucherschützender seite die geballte faust auf's auge gedrückt bekommt. auch, wenn man mit gesunder vernunft solche werbekampagnen leicht durchschaut, so arbeiten doch diese marketingleute damit, einzelne worte ihrer bedeutung zu berauben. also zumindest die duden-leute sollten die an den hals kriegen... :)

lieb gruss

oli

Die Frage kann man auch so stellen: Wer brauchts schon "lebenslang"?

Die Käufer von Fahrzeugen in D die Listenpreise von 20 k € und (wesentklich) mehr ausgeben, haben andere Vorstellung von Fahrzeug Qualität als die Lebensdauer der hier genannten 200 k KM und mehr.

Somit haben die kaum was von einer Garantie "lebenslang" für einen PKW.

Die Autofahrer die ab 200 k KM Fahrleistung dann mit den "alten Möhrchen" rum fahren, sicher nicht immer freiwillig, sondern weil sie i.d.R. die besagten zig Tausend € nicht anlegen mögen/können, haben aber für den ursprünglichen PKW Hersteller nur geringe Relevanz.

Ein klein wenig über den Wiederverkaufswert des dann ca. 5-10 Jahre alten Autos und als Abnehmer für überteuerte Ersatzteile.

Also hat der Hersteller gar kein Interesse, dass die Nutzer der gealterten "Qualitätsprodukte" allzu glücklich mit der Karre werden.

Merkt man IMO auch daran, dass zu der Zeit als ich Fahranfänger war, ein Auto das jünger als 10 Jahre war, ein nahezu unerschwingliche Luxus war. Weil die Wagen oft bis zu 20 Jahre genutzt wurden. Mein erster Opel war damals schon 17 Jahre alt.

So alte Autos werden heute, um ihren Exotenstatus zu unterstreichen, "Youngtimer" genannt :rolleyes:

Ansonsten ist Opels-Werbekampagne nichts weiter als genau das - eine Werbekampagne

(und keine besonders originelle, wie ich meine)

Gruß aus EN

hier zum thema durchschnittsalter pkw bei verschrottung. in deutschland passiert das nach 8,1 jahren, also kurz nachdem die opelgarantie ablaufen würde... :) die zahlen sind auch eine gute bestätigung für calagods beitrag hier, dass 17 jahre alte fahrzeuge ganz klar statistische "outliers" sind.

lieb gruss

oli

Zitat:

Original geschrieben von oli

hier zum thema durchschnittsalter pkw bei verschrottung. in deutschland passiert das nach 8,1 jahren, also kurz nachdem die opelgarantie ablaufen würde... :)

Da habe ich die zitierte Statistik anders verstanden: 8,1 Jahre ist das Durchschnittsalter der auf den Straßen fahrenden Kfz in Deutschland, das durchschnittliche Verschrottungsalter sollte also weit darüber liegen.

oh ja, selbstverständlich! denkfehler, und in gedanken schon wieder ganz woanders beim posten... danke für die korrektur!

lieb gruss

oli

Beim durchschnittlichen Verschrottungsalter von 8,1 Jahren würden der DDD und wir den Schnitt ja um mindestens ein halbes Jahr anheben. :D

 

Ich gehe aber auch von einem Autoleben um 15 Jahre und 200.000km aus. Meistens ist es aber nicht die Laufleistung, sondern das Alter, welches die Autos in den Tod schickt. Ein S80, der in drei Jahren 270.000km abschrubbt, wird wohl besser in Schuss sein, als ein 850, der in 15 Jahren 150.000km hinter sich gebracht hat.

 

Würde man noch die gleiche "Liebe" und Pflege den heutigen Autos zukommen lassen, wie es vor 30 Jahren Standart war (damit einem die Dinger nicht unter dem A.sch weggerostet sind :D), würden auch heutige Autos viele Kilometer leicht überstehen, z.B. sind bei Taxis Laufleistungen von 300.000km keine Seltenheit und meistens nach wenigen Jahren erreicht. Vor drei Wochen bin ich in einem V70II D5 (163PS) mitgefahren, der 590.000km auf der Uhr hatte, nach 5 Jahren. :D Alles wirkte ein bisschen ausgeleiert, aber es lief ohne Macken. ;)

 

Aber "lebenslang" für die Technik kann sich auch nur ein "findiger" Marketing-Fachidiot ausgedacht haben. :D

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