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Wer hat eigene Erfahrungen mit einem Telematik-Tarif?

Themenstarteram 1. Januar 2019 um 12:02

Meine Tochter, Fahranfängerin, 22 Jahre alt hat seit einer Woche einen Telematik-Tarif bei der Württembergischen durch den sie nur etwa 60% vom Normaltarif bezahlt; also etwa 62 Euro pro Monat für einen Golf IV mit 75 PS. Die Telematik Daten werden mit Hilfe einer Handy-App gesammelt. In Kooperation mit Vodafone wird der Fahr-Score an die Württembergische übermittelt.

Wer hat Erfahrungen mit diesem oder ähnlichen Telematik-Tarifen? Welchen Fahr-Score muss man erreichen um in dem günstigen Tarif zu bleiben? Wird der Fahr-Score als fair empfunden?

Laut Württembergische und Vodafone "registriert die App die Handy-Nutzung während der Fahrt und lässt dies ebenfalls in die Bewertung einfließen." Hier frage ich mich ob man TomTom oder andere Navi Apps ohne Punkteabzug verwenden kann. Was gilt als "Handy-Nutzung während der Fahrt"?

(Bitte antwortet nur wenn Ihr eigene Erfahrungen mit einem Telematik-Tarif gemacht habt. Ich möchte hier nicht das für und wieder von Telematik und Überwachung im Allgemeinen diskutieren. Ich sehe das durchaus kritisch, aber solche Erörterungen finden sich zur Genüge. Was schwieriger zu finden ist, sind Erfahrungen von Nutzern der Telematik mit ihren Versicherungen.)

Beste Antwort im Thema

Das würde erklären, warum man neuerdings immer mehr fahrende Hindernisse auf der Straße hat. Auf meiner tägliche Arbeitsstrecke habe ich regelmässig immer Leute vor mir die nur noch mit maximal 45 Km/h durch die Gegend gondeln.

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@Uwe

Eigentlich wollte ich hier nichts mehr zu sagen, aber gut......

Zitat:

Wohnstraße, Kind plötzlich auf dem Bürgersteig

Wen bewertet das System besser, den Fahrer, der abbremst und nur mit 10 km/h weiterfährt oder den, der mit konstanter Geschwindigkeit weiterfährt und so kein negativen Bremspunkte bekommt?

Wenn es einmalige Bremsereignisse sind, dann fallen solche wie die von Dir beschriebene Situationen in der Statistik raus, es sei denn Du suchst ständig solche Situationen auf.

Zitat:

Autobahnauffahrt

Wen bewertet das System besser, der, der beschleunigt wie eine Wanderdüne und auf die Autobahn mit 70 km/h auffährt, so dass der LKW auf der rechten Spur bremsen muss, oder der, der stark beschleunigt und zügig auf die Autobahn auffährt?

Wenn das GPS genau wäre, dann sollte die App in der Lage sein solche Beschleunigungsstreifen zu erkennen. D.h. solche Beschleunigungs Ereignisse sollten schlicht weg rausgerechnet werden aus der Berechnungsformel bzw. ignoriert.

Zitat:

Vorfahrtsstraße, in die ein Verkehrsteilnehmer einfährt, der leider nicht aufgepasst hat

Wen bewertet das System besser, der seinen Fehler bemerkt und das Gas stark durchtritt, so dass das Fahrzeug, dem er die Vorfahrt genommen hat, möglichst wenig bremsen muss oder der, der wie unbeeindruckt wie eine Wanderdüne weiterfährt, so dass das Fahrzeug auf der Vorfahrtsstraße stark bremsen muss?

Ähnlicher Fall wie oben in der Wohnstr. Es wird als einmaliges Ereignis gewertet, fällt aus der Statistik also raus.

Zitat:

Ich halte das Ganze sogar für kritisch, weil sich sicherlich einige Autofahrer nach dem System richten und ihr Verhalten und Reaktion danach ausrichten und daher andere Verkehrsteilnehmer behindern und in manchen Fällen vielleicht sogar gefährden.

Hier stimme ich Dir zu, aber zum Glück werden Dank der Berichte (von Dir und anderen) in diesem Forum sich wahrscheinlich immer weniger Personen für den Telematiktarif der HUK oder andere Versicherer sich entscheiden.

 

Zitat:

Gerade weil ja die Art der Auswertung schon länger (auch im Vorfeld) bekannt ist, wundere ich mich, dass sich in den 45 Seiten hier unter anderem darüber beschwert wird, dass es negative Bewertungen gibt, wenn man eine Gefahrenbremsung durchführt oder beschleunigt, um z.B. auf die Autobahn aufzufahren. Das ist und war schon immer zu erwarten, dass man dann mit einer negativen Bewertung rechnen muss.

Habe ich bereits weiter oben kommentiert. Es hängt auch davon ab wie gut Dein GPS ist, damit die App die Straße oder Deine Position gut lokalisieren kann. D.h. die Bewertung der Telematik hängt davon ab wie gut Deine benutze Hardware ist!

Wie andere Benutzer hier auch berichtet haben, bewertet die Berechnungsformel NICHT allein wie GUT Du fährst sondern sie bewertet Dein "Fahrprofil". Es geht hier also nicht nur wie "gut" oder "schlecht" Du fährst.

Fazit:

Wir alle sind der Meinung, dass die Umsetzung und/oder hinterlegte Berechungsformel schlecht ist.

 

Deine Antworten gehen darauf hinaus, dass viele, ja fast alle Bremsereignisse herausgenommen werden sollen, nur gibt es dann kaum noch etwas zu bewerten?

Warum soll z.B. eine zügige Beschleunigung nach einem Limit schlechter bewertet werden als eine gemächliche? Oft ist eine zügige Beschleunigung sinnvoll und ist sehr häufig kein Zeichen für eine risikoreiche Fahrweise. Mein Überholautobahnbeispiel zeigt das auch.

Grundsätzlich ist die Bewertung von Beschleunigungen und Bremsen kaum aussagekräftig, ohne die Verkehrssituation zu kennen.

Zitat:

@Fastback01 schrieb am 7. Mai 2020 um 22:56:18 Uhr:

Fazit:

Wir alle sind der Meinung, dass die Umsetzung und/oder hinterlegte Berechungsformel schlecht ist.

Eine gute Umsetzung und Berechnung sind nur möglich, wenn auch die notwendigen Daten vorhanden sind oder ausgewertet werden dürfen und genau das ist nicht der Fall. Beschleunigungs- bzw. Verzögerungswerte und die GPS-Position reicht dafür nicht aus, ohne die aktuelle Verkehrssituation zu kennen.

 

Gruß

Uwe

Zitat:

@Uwe Mettmann schrieb am 7. Mai 2020 um 23:24:45 Uhr:

Deine Antworten gehen darauf hinaus, dass viele, ja fast alle Bremsereignisse herausgenommen werden sollen, nur gibt es dann kaum noch etwas zu bewerten?

Es geht um Statistik. Eine aggressive Fahrweise wird mehr Brems-und Beschleunigungsereignisse in einer kurzer Zeit erzeugen. Die von Dir genannten Situationen treten mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht sehr oft oder besser gesagt sollten nicht oft hintereinander eintreten. Deshalb wird ja auch die Uhrzeit zu der man fährt und auch der Ort in dem man sich befindet in die Wertung aufgenommen.

Zitat:

Warum soll z.B. eine zügige Beschleunigung nach einem Limit schlechter bewertet werden als eine gemächliche? Oft ist eine zügige Beschleunigung sinnvoll und ist sehr häufig kein Zeichen für eine risikoreiche Fahrweise. Mein Überholautobahnbeispiel zeigt das auch.

Kann ich Dir nicht sagen, weil ich bisher solche Situationen selber noch nicht ausgelöst habe. Hier fragst Du die falsche Person.

Zitat:

Grundsätzlich ist die Bewertung von Beschleunigungen und Bremsen kaum aussagekräftig, ohne die Verkehrssituation zu kennen.

Generell stimme ich Dir zu. Aber ein risikoreicher/aggressiver Fahrer wird regelmässig beschleunigen und abbremsen innerhalb eines kurzen Zeitintervalls. Allerdings sage ich mir, dass ein notorischer Schnellfahrer sich gar nicht erst für ein solches Telematikgerät entscheiden wird. Die Zielgruppe wird also erst gar nicht erreicht.

Zitat:

@Uwe Mettmann schrieb am 7. Mai 2020 um 23:24:45 Uhr:

Zitat:

@Fastback01 schrieb am 7. Mai 2020 um 22:56:18 Uhr:

Fazit:

Wir alle sind der Meinung, dass die Umsetzung und/oder hinterlegte Berechungsformel schlecht ist.

Eine gute Umsetzung und Berechnung sind nur möglich, wenn auch die notwendigen Daten vorhanden sind oder ausgewertet werden dürfen und genau das ist nicht der Fall. Beschleunigungs- bzw. Verzögerungswerte und die GPS-Position reicht dafür nicht aus, ohne die aktuelle Verkehrssituation zu kennen.

Stimme ich Dir zu. Es fehlt eine Kamera in dem Sensor. Aber die ist nicht erlaubt (und wäre auch viel zu teuer)

Man kann vieles durch Modelle simulieren, aber nur wenn genügend bewertbare Daten vorliegen.

Zitat:

@Fastback01 schrieb am 8. Mai 2020 um 00:01:37 Uhr:

Eine aggressive Fahrweise wird mehr Brems-und Beschleunigungsereignisse in einer kurzer Zeit erzeugen. Die von Dir genannten Situationen treten mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht sehr oft oder besser gesagt sollten nicht oft hintereinander eintreten.

Falsch. Ich z.B. beschleunige zwar zügig, und das hat nichts mit risikoreichem Fahren zu tun. Risikoreich sind andere Dinge, wie dichtes Auffahren oder ständig deutliche Überschreitungen der Geschwindigkeitslimits.

Zu schnelles Fahren wird zwar ausgewertet aber zu dichtes Auffahren hingegen nicht. Was aber bewertet wird und schon jahrelang bekannt ist, eben das Beschleunigen und Abbremsen. Also war von vornerein bekannt, dass die Bewertung des Fahrverhaltens nichts mit der Realität zu tun hat.

Zitat:

@Fastback01 schrieb am 8. Mai 2020 um 00:01:37 Uhr:

Kann ich Dir nicht sagen, weil ich bisher solche Situationen selber noch nicht ausgelöst habe. Hier fragst Du die falsche Person.

Aha, du beschleunigst immer wie eine Wanderdüne. ;)

Zitat:

@Fastback01 schrieb am 8. Mai 2020 um 00:01:37 Uhr:

Allerdings sage ich mir, dass ein notorischer Schnellfahrer sich gar nicht erst für ein solches Telematikgerät entscheiden wird.

Genauso ist es, also hätte eine Auswertung der Geschwindigkeit in Verbindung mit den Geschwindigkeitslimits gereicht. Eine Auswertung des Brems- und Beschleunigungsverhaltens bringt nichts und verfälscht das Ergebnis. Dass aber dies ausgewertet wird, war schon lange bekannt, sogar vor der Einführung der Telematiktarife. Hier zu erwarten, dass die Auswertung dann noch gerecht sein soll, ist und war schon naiv. Sorry, das ist meine Meinung.

 

Gruß

Uwe

 

Häufig erfasste stärkere Bremsmanöver sind doch ein Indiz für dichtes Auffahren oder aggressive Fahrweise.

Da kann man sich mit dem Kind, das auf die Straße springt noch so oft Rausreden.

Der Fahrer, der im Durchschnitt langsamer verzögert hat im Zweifelsfall immer noch eine Reserve.

Zitat:

@Uwe Mettmann schrieb am 8. Mai 2020 um 00:21:09 Uhr:

Zitat:

@Fastback01 schrieb am 8. Mai 2020 um 00:01:37 Uhr:

Eine aggressive Fahrweise wird mehr Brems-und Beschleunigungsereignisse in einer kurzer Zeit erzeugen. Die von Dir genannten Situationen treten mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht sehr oft oder besser gesagt sollten nicht oft hintereinander eintreten.

Falsch. Ich z.B. beschleunige zwar zügig, und das hat nichts mit risikoreichem Fahren zu tun. Risikoreich sind andere Dinge, wie dichtes Auffahren oder ständig deutliche Überschreitungen der Geschwindigkeitslimits.

Zu schnelles Fahren wird zwar ausgewertet aber zu dichtes Auffahren hingegen nicht. Was aber bewertet wird und schon jahrelang bekannt ist, eben das Beschleunigen und Abbremsen. Also war von vornerein bekannt, dass die Bewertung des Fahrverhaltens nichts mit der Realität zu tun hat.

Natürlich kann dichtes Auffahren nicht als direktes Ereignis ausgewwiesen werden. Dann hätte der Sensor eine Art Radar haben müssen. Aber aus vielen schnellen Beschleunigungen und starken Bremsen in kurzer Folge kann auf zu dichtes Auffahren geschlossen werden.

Wenn ein Beschleunigungsereignis aufgezeichnet wird und dann kommt lange Zeit nichts, dann sollte auch dieses Ereignis aus der Statistik raus fallen. Treten aber diese Ereignisse im Zusammenhang mit Geschwindigkeitsübertretung gehäuft auf und dann auch noch mit Bremsereignissen, dann sind dies Zeichen für eine aggressive Fahrweise.

 

Zitat:

@Uwe Mettmann schrieb am 8. Mai 2020 um 00:21:09 Uhr:

Zitat:

@Fastback01 schrieb am 8. Mai 2020 um 00:01:37 Uhr:

Kann ich Dir nicht sagen, weil ich bisher solche Situationen selber noch nicht ausgelöst habe. Hier fragst Du die falsche Person.

Aha, du beschleunigst immer wie eine Wanderdüne. ;)

Ich möchte so viel wie möglich Sprit sparen und wenn hinter mir niemand ist, dann kann ich so langsam beschleunigen wie ich möchte. Außerdem lege ich keinen Wert darauf als erster an einer roten Ampel zu stehen. Allerdings fahre ich auch keine 40km/h wenn 50 erlaubt ist sondern fahre knapp unter 60, es sei denn in 100m ist wieder eine Ampel wenn ich gerade los gefahren bin. Wie bereits erwähnt, ich lege keinen Wert darauf als erster an einer roten Ampel zu stehen.

Ich kritisere sehr stark die Berechnungsformel die hinter diesem Tarif steht. Eine gute Modellierung wird der HUK viel Geld kosten und das lohnt sich nur, wenn viele diesen Tarif wählen. Ich wollte es eben testen und dieser Test ist für mich persönlich negativ ausgegangen. Die HUK müsste ständig an der Modellierung arbeiten, also wieder Geld investieren, aber ich denke, dass sie das nicht tun wird. Deshalb werde ich nächstes Jahr auch aussteigen. Der Versuch war es mir Wert, denn theoretisch hätte es auch klappen können. Da bin ich eben anderer Meinung als Du.

Ich habe auch indirekt rausgefunden, dass deren App einen Keylogger benutzt und das geht bei mir gar nicht.

Zitat:

@Fastback01 schrieb am 8. Mai 2020 um 09:33:34 Uhr:

Natürlich kann dichtes Auffahren nicht als direktes Ereignis ausgewwiesen werden. Dann hätte der Sensor eine Art Radar haben müssen. Aber aus vielen schnellen Beschleunigungen und starken Bremsen in kurzer Folge kann auf zu dichtes Auffahren geschlossen werden.

Aber nur, wenn der Verkehr nicht konstant fließt, was z.B. bei dichtem Verkehr auf der linken Spur der Autobahn der Fall ist. Die Kollegen, die dann so fahren, fallen aber auch häufiges Überschreiten der Limits auf, was das Telematik-System ja auch registriert, so dass eine komplizierte und trotzdem fehlerhafte Beschleunigungs- und Bremsverhaltensauswertung überhaupt nicht nötig ist.

Weiterhin hast du ja selbst gesagt, dass solche Fahrer diesen Telematiktarif sowieso nicht nehmen werden.

Also ist die Beschleunigungs- und Bremsauswertung nur eine fehlerhafte Gängelung derjenigen, die diesen Tarif gewählt haben. Das war aber schon immer jeden bekannt, auch vor Abschluss des Tarifs. Also braucht man sich nicht zu wundern, dass die Geister, die man rief, dann tatsächlich auch kommen.

 

Gruß

Uwe

Zitat:

@Uwe Mettmann schrieb am 8. Mai 2020 um 11:29:55 Uhr:

 

Also ist die Beschleunigungs- und Bremsauswertung nur eine fehlerhafte Gängelung derjenigen, die diesen Tarif gewählt haben. Das war aber schon immer jeden bekannt, auch vor Abschluss des Tarifs. Also braucht man sich nicht zu wundern, dass die Geister, die man rief, dann tatsächlich auch kommen.

Die Berechnung/Modellierung ist Fehler behaftet. Exakt! Es bedarf einer Weiterentwicklung. Aber ich bezweifle, dass die Huk das machen wird.

Anscheinend ist es aber nicht jedem bekannt wie Du es schreibst, denn sonst hätten nicht so viele Personen hier berichtet, oder? Bisher bist Du leider (und das meine ich nicht negativ) in der Unterzahl derer, die hier schreiben, dass dies doch jedem bekannt ist.

Wenn es also jedem bekannt sein sollte, dann müsste ich doch der einzige hier im Thread sein, der das nicht wusste, meinst Du nicht? Und dieser Thread würde bereits nach maximal zwei Seiten beendet sein.

Aber egal, sei doch froh, dass Du so klug warst und Dich nicht für diesen Tarif entschieden hast.

Zitat:

@Fastback01 schrieb am 8. Mai 2020 um 21:36:44 Uhr:

Anscheinend ist es aber nicht jedem bekannt wie Du es schreibst, denn sonst hätten nicht so viele Personen hier berichtet, oder? Bisher bist Du leider (und das meine ich nicht negativ) in der Unterzahl derer, die hier schreiben, dass dies doch jedem bekannt ist.

Das zeigt nur, wie stark die die Geiz-ist-Geil-Mentalität in unserer Gesellschaft Einzug erhalten hat. Sobald das Eurozeichen im Auge erscheint, kommt die Dagobert Duck Mentalität durch und nichts wird mehr hinterfragt. Oh sorry, damit tue ich Dagobert Duck unrecht, denn ich denke, der wäre nicht so naiv.

Ich habe mich im Vorfeld mal mit dem Thema beschäftigt und was durch das Telematik-System ausgewertet wird, damit war mir Glocken klar, dass diese Auswertung alles andere als gerecht ist und somit habe ich mich gegen so einen Tarif entschieden und das, bevor so ein Tarif überhaupt angeboten wurde.

Es ist schon erstaunlich, dass diese Selbstverständlichkeit jetzt hier als Außenseiterverhalten dargestellt wird. Eigentlich eine traurige Entwicklung unserer Gesellschaft, und ein gefundenes Fressen für unlautere Werbung und Bauernfängerei. :(

Das gerade auch noch in Zeiten, in den jeder Informationen relativ schnell im Internet erhalten kann. Obwohl damit die Möglichkeit konkrete Informationen zu erhalten immer einfacher wird, wird die Möglichkeit sich im Vorfeld Informationen zu suchen und diese auch mal anzuschauen immer weniger genutzt. :(

Sorry, wenn dann auf Bauernfängerei reingefallen wird, habe zumindest ich wenig Verständnis für die Beschwerden darüber.

 

Gruß

Uwe

Zitat:

@Uwe Mettmann schrieb am 8. Mai 2020 um 22:19:12 Uhr:

Zitat:

@Fastback01 schrieb am 8. Mai 2020 um 21:36:44 Uhr:

Anscheinend ist es aber nicht jedem bekannt wie Du es schreibst, denn sonst hätten nicht so viele Personen hier berichtet, oder? Bisher bist Du leider (und das meine ich nicht negativ) in der Unterzahl derer, die hier schreiben, dass dies doch jedem bekannt ist.

Zitat:

Das zeigt nur, wie stark die die Geiz-ist-Geil-Mentalität in unserer Gesellschaft Einzug erhalten hat. Sobald das Eurozeichen im Auge erscheint, kommt die Dagobert Duck Mentalität durch und nichts wird mehr hinterfragt. Oh sorry, damit tue ich Dagobert Duck unrecht, denn ich denke, der wäre nicht so naiv.

Ach Mensch....das hat weder mit Geiz-ist-Geil Mentalität zu tun noch mit Naivität.

Ich weiß nicht ob Du Dich im Studium oder Schule oder gar beruflich schon mal mit den Themen Modellierung, Statistik, Stochastik, Simulation befasst hast. Dann würdest Du nicht ständig sagen, dass dies alles von vornherein zum Scheitern verurteilt ist oder gar, dass es gar nicht machbar ist. Davon bist Du eben überzeugt. Ich nicht.

Die Huk oder jede Versicherung hat einiges in solche Dinge (Telematiktarif) investiert und es sind einige Summen und nicht blöß 10.000€ oder so..ich bin mir mehr als sicher, einige 100.000€. Diese Summe muss jede Versicherung erst einmal wieder raus holen. Das geht nur wenn dieser Tarif auch angenommen wird. Wenn viele sich für diesen Tarif entscheiden aber nach einem Jahr ebenso viele wieder aussteigen, dann wird die Huk (oder jede andere Versicherung) ordentlich Verluste machen. Es wird deshalb nicht im Interesse der HUK sein, dass viele wieder aussteigen! Negative Presse, wie dieses Forum hier, ist mehr als schädlich für sie. Wirtschaftlich gesehen, ist es mehr als dumm wenn die HUK nichts unternimmt.

Ich weiß nicht ob Du Dich mit diesen Themen befasst hast ... aber stimmt.. solche Gedankengänge zu haben ist ja reine Naivität meinerseits.

Ich habe mich für diesen Tarif entschieden weil ich eben selber testen wollte und ob meine Fahrweise dem ehh nicht entspricht. Der Spritverbrauch von meinem Fastback liegt fast 1 Liter niedriger als der offizielle Verbrauch lt. Datenblatt.

 

Zitat:

Ich habe mich im Vorfeld mal mit dem Thema beschäftigt und was durch das Telematik-System ausgewertet wird, damit war mir Glocken klar, dass diese Auswertung alles andere als gerecht ist und somit habe ich mich gegen so einen Tarif entschieden und das, bevor so ein Tarif überhaupt angeboten wurde.

Es ist ja auch nicht so, dass am Ende jeder mit Null da steht. Ich denke zu 90% der Personen, die sich für diesen Tarif entschieden haben, werden mit 10% Rabatt raus kommen! Wenn jemand 1000€ an Prämie bezahlen muss, dann sind 100€ doch ein ordentlicher Rabatt! Ich persönlich finde 100€ recht viel und das hat mit Dagobert Duck Mentalität nichts zu tun. Anscheinend sind für Dich 100€ nichts. Hinzu kommt, dass Du der Meinung bist, dass Deine Fahrweise ehh nicht einem solchen Tarif entsprechen wird. Sei doch froh darüber, dass Dein Gefühl Dich nicht getäuscht hat.

Zitat:

Es ist schon erstaunlich, dass diese Selbstverständlichkeit jetzt hier als Außenseiterverhalten dargestellt wird. Eigentlich eine traurige Entwicklung unserer Gesellschaft, und ein gefundenes Fressen für unlautere Werbung und Bauernfängerei. :(

Als Bauernfängerei würde ich das nennen wenn die Leute mehr Geld bezahlen müssten wenn sie sich für diesen Tarif entschieden haben. Tun sie aber nicht.

Zitat:

Das gerade auch noch in Zeiten, in den jeder Informationen relativ schnell im Internet erhalten kann. Obwohl damit die Möglichkeit konkrete Informationen zu erhalten immer einfacher wird, wird die Möglichkeit sich im Vorfeld Informationen zu suchen und diese auch mal anzuschauen immer weniger genutzt. :(

Hier stimme ich Dir zu....es gibt genügend Leute die meinen, dass Corona ein reines Gespinst ist und der Klimawandel nicht existent.

Zitat:

Sorry, wenn dann auf Bauernfängerei reingefallen wird, habe zumindest ich wenig Verständnis für die Beschwerden darüber.

Weshalb entschuldigst Du Dich dafür oder gehörst Du zu den Entwicklern der Berechnungsformel? Und außerdem..es zwingt Dich niemand diese Seiten zu lesen! Weshalb tust Du das denn überhaupt?

Gruß

Uwe

Nochmals, wir beide sind der Meinung, dass die Berechenungsformel nicht korrekt ist, aber die Gründe dafür, da sind wir völlig anderer Meinung.

Du bist der Meinung, dass eine Modellierung absolut nicht möglich ist. Ich nicht. (meine Gründe siehe weiter oben)

Die HUK kann die Parameter ändern, d.h. mit welcher Wichtung sie z.B. Events bewertet. Das geht recht einfach. Ob sie das tun wird ...daran habe ich meine Zweifel.

Am Ende wird die HUK sich eben entscheiden müssen wieviel ihnen deren Investition wert ist, wenn viele wieder aus diesem Tarif aussteigen werden.

Wir werden sehen wie lange dieser Tarif angeboten wird.....

Zitat:

@Fastback01 schrieb am 10. Mai 2020 um 22:22:42 Uhr:

Nochmals, wir beide sind der Meinung, dass die Berechenungsformel nicht korrekt ist, aber die Gründe dafür, da sind wir völlig anderer Meinung.

Du bist der Meinung, dass eine Modellierung absolut nicht möglich ist. Ich nicht. (meine Gründe siehe weiter oben)

Ja, ich könnte dir aber noch weitere Beispiele nennen, warum die Auswertung der Beschleunigung sehr häufig zu unzureichenden Ergebnissen führen wird, auch bei optimierter Auswertung. Eigentlich brauchen wir die Diskussion gar nicht führen, weil du die Art von Fahrer, die du damit erfassen willst (siehe deine genannten Beispiele), schon alleine durch Geschwindigkeitsüberwachung erfasst werden, denn die, die z.B. häufig in kurzen Abständen bremsen und beschleunigen (weil sie z.B. zu dicht auffahren), sind meist auch die, die häufig deutlich schneller als das Geschwindigkeitslimit fahren.

 

Gruß

Uwe

Zitat:

@Uwe Mettmann schrieb am 10. Mai 2020 um 23:32:19 Uhr:

Zitat:

@Fastback01 schrieb am 10. Mai 2020 um 22:22:42 Uhr:

Nochmals, wir beide sind der Meinung, dass die Berechenungsformel nicht korrekt ist, aber die Gründe dafür, da sind wir völlig anderer Meinung.

Du bist der Meinung, dass eine Modellierung absolut nicht möglich ist. Ich nicht. (meine Gründe siehe weiter oben)

Ja, ich könnte dir aber noch weitere Beispiele nennen, warum die Auswertung der Beschleunigung sehr häufig zu unzureichenden Ergebnissen führen wird, auch bei optimierter Auswertung. Eigentlich brauchen wir die Diskussion gar nicht führen, weil du die Art von Fahrer, die du damit erfassen willst (siehe deine genannten Beispiele), schon alleine durch Geschwindigkeitsüberwachung erfasst werden, denn die, die z.B. häufig in kurzen Abständen bremsen und beschleunigen (weil sie z.B. zu dicht auffahren), sind meist auch die, die häufig deutlich schneller als das Geschwindigkeitslimit fahren.

 

Gruß

Uwe

Eben...und deshalb meine ich, dass Du sehr gut für die Modellierer geeignet wärst. Dies meine ich auch nicht ironisch (um kein Missverständnis aufkommen zu lassen)

Was für die Modellierung wirklich sehr wichtig ist, sind Personen wie Du, die sich viele unterschiedliche Situationen denken/vorstellen können und wie die gemessenen Werte aussehen könnten bzw. welche Auswirkungen sie auf die Werte haben. So kann man die entsprechenden Algorithmen entwickeln und sich somit immer mehr der Realität annähern. Aber das ist ein recht langer Prozess und kostet eine Menge Geld.

 

Danke für die Blumen, aber ich hätte an so einer Aufgabe kein Interesse, da ich mit meinem beruflichen Aufgabengebiet zufrieden bin und es auch wesentlich interessanter finde. :)

 

Gruß

Uwe

Zitat:

...

Die HUK kann die Parameter ändern, d.h. mit welcher Wichtung sie z.B. Events bewertet. Das geht recht einfach. Ob sie das tun wird ...daran habe ich meine Zweifel.

Am Ende wird die HUK sich eben entscheiden müssen wieviel ihnen deren Investition wert ist, wenn viele wieder aus diesem Tarif aussteigen werden.

Wir werden sehen wie lange dieser Tarif angeboten wird.....

Daran hätte ich aber Zweifel ob das so einfach funktioniert.

Das System ist doch mit Sicherheit zugekauft inklusive Auswertung und bei der Versicherung ist bestimmt kein Experte für die Auslegung dafür vorhanden.

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