Welches Motoröl?

Hallo,

würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?

Gruß Gorge

Beste Antwort im Thema

Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.

Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.

Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!

Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.

Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.

Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(

Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.

Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.

Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.

Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.

Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:

"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:

http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf

Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:

"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:

http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html

Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)

Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.

Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.

Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.

Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!

Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.

Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.

Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!

Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.

Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.

Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)

Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)

Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)

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Angebliche Visko-Lagen SAE 0W-50, 5W-60 oder gar -10W-70

Hallo an gewisse User hier!

Haltet Euch doch bitte an das, was in der SAE J300 definiert ist.

www.betriebstoffe.ch/spezifikationen/sae_klassen.htm

Was hier dazu immer wieder in diesem Fachthread gepostet wird, ist nicht richtig.

Kurt R. fällt mir hier neuerdings bezüglich seiner 'Fachbeiträge' zur Visko-Lage besonders auf. Von ihm hätte ich das gar nicht erwartet.

Gruß CVM.

Hallo, kennt jemand Mannol? Kostet 4L 15 € 5W-40: http://www.mannol.ru/pdf/char_31.pdf Habe leider keine Ahnung von den Daten.MfG

Zitat:

Original geschrieben von Stratusfahrer


Hallo, kennt jemand Mannol? Kostet 4L 15 € 5W-40: www.mannol.ru/pdf/char_31.pdf Habe leider keine Ahnung von den Daten.MfG

Hi Hi also ich sage jetzt mal klingt von den Freigaben und von den Techischen Daten her nicht schlecht .

VI und Purpoint finde ich für das öl auch recht gut . Ist aber ein HC Öl also nichts Vollsynt. muß aber dehalb nicht schlecht sein .

Allerdings kommt es nicht an den Preis vom Highsatr dran was in der 20% Aktion nur 10,99 kostet ist aber mit nem Preis von 15 € nicht schlecht würde ich mal behaupten .

Gruß Hunter

Mannol ist eine Handelsmarke von SCT- Vertrieb (Schmierstoffe, Filter, Additive, Pflegeprodukte) mit Sitz in Wedel bei Hamburg.
Der Öl- Hersteller Pentosin (50 %-ige Esso-Beteiligung) sitzt ebenfalls in Wedel bei Hamburg.
Könnte gut sein, daß "Mannol" von Pentosin abgemischt und abgefüllt wird.

Die Filter von SCT sind in diesem Test nicht überzeugend.
http://www.pflanzenoelauto.info/KS-Filter/ks-filter.html

Edit: nach genauerer Recherche scheint SCT an die belgische Wolf Oil Corp gebunden zu sein und diese Wolf Oil ist wohl der Abfüller von Mannol.
http://www.wolfoil.com/de/bedrijf.aspx

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Zitat:

Original geschrieben von Sir Donald



Zitat:

Original geschrieben von Sixgunner


@all - aber speziell@Kurt:

was hälst Du hiervon:

www.trabold.de/hp2.htm

Nix,findet sich aber alles bei MT,einfach mal die Suchfunktion testen.

Dear Sir !

hättest Du meinen Beitrag richtig gelesen und zitiert bräuchtest Du mich nicht als Blödmann darstellen der die Suchfunktion nicht zuerst bemüht !!!

Komplettes Zitat hieße, das ich ~60 Beiträge gesehen (und zu75% gelesen) habe.

Zudem glaube ich nicht das Du hier der Allwissende bist - denn ausser viel Zerreden ( typisch deutsche Errungenschaft ) von Neuerungen - steht

dort nichts fundiertes. Würden mehr Leute das Traboldsystem verstehen und benutzen - gäbe es sicher keine Preisexplosion -

und ich persönlich sehe den Nutzen eben auch in der Schonung der Rohstoffresourcen.

Und nun bitte ich um fundierte Kommentare und kein Wischi Waschi !

Ich verstehe es nicht.
Was kostet heutzutage eine Tankfüllung? 50..60..70€? Wieso wird denn krampfhaft versucht aberwitzige 15€! im JAHR zu sparen, in dem man die billigste Öl-plörre einfüllt? Kauft man dann auch die billigsten Reifen auf dem Markt? Billigste Möbel, Elektroartikel, Nahrung usw?
Warum ausgerechnet beim Motoröl ist bei manchen, das billigste, gerade gut genug, werde ich wohl nicht verstehen können.

Und das Argument mit 30Jahre Erfahrung und "das habe ich schon immer so gemacht" , lasse ich nicht gelten.
Die Technik entwickelt sich so rasant,der Fortschritt in allen Bereichen schreitet so schnell voran, daß Innovatonen von heute bereits morgen schon veraltet sind.
Daß man ausgerechnet beim Motoröl bei dem Stand von vorgestern klammert...naja.. wahrscheinlich hat man auch noch ein Röhrenvolksempfänger und nen schwarz-weiß Fernseher in der Wohnung stehen. 😉

Sorry fürs OT und weiter so, ich lese hier sehr gerne...
und don't feed the trolls 🙂

Vielleicht kann Trabold auch mal einen Kraftstoffilter erfinden so daß die Autos nicht mehr zum Tanken müssen.. den würd ich dann auch kaufen.. *g*

Bis dahin leben wir ja zum Glück ( noch) in einem freien Land in dem (noch) jeder so viele oder wenige Ölwechsel machen kann wie er will... ich bleibe vorerst bei vielen 🙂

Zitat:

Original geschrieben von Morone


Ich verstehe es nicht.
Was kostet heutzutage eine Tankfüllung? 50..60..70€? Wieso wird denn krampfhaft versucht aberwitzige 15€! im JAHR zu sparen, in dem man die billigste Öl-plörre einfüllt? Kauft man dann auch die billigsten Reifen auf dem Markt? Billigste Möbel, Elektroartikel, Nahrung usw?
Warum ausgerechnet beim Motoröl ist bei manchen, das billigste, gerade gut genug, werde ich wohl nicht verstehen können.

Und das Argument mit 30Jahre Erfahrung und "das habe ich schon immer so gemacht" , lasse ich nicht gelten.
Die Technik entwickelt sich so rasant,der Fortschritt in allen Bereichen schreitet so schnell voran, daß Innovatonen von heute bereits morgen schon veraltet sind.
Daß man ausgerechnet beim Motoröl bei dem Stand von vorgestern klammert...naja.. wahrscheinlich hat man auch noch ein Röhrenvolksempfänger und nen schwarz-weiß Fernseher in der Wohnung stehen. 😉

Sorry fürs OT und weiter so, ich lese hier sehr gerne...
und don't feed the trolls 🙂

Vielleicht weil andere mehr Ahnung von Öl haben ...

Schonmal überlegt das Leute die der hohe Ölpreis interessiert, auch Autos fahren die 15 Jahre alt sind und genau deshalb die preiswerte Ölsorte wählen ? Verstehst Du das ? Meine Tankfüllung kostet 90€ (!) 😰 ...

W A R U M fährst DU einen BILLIGEN M A Z D A ??? Ich werde jedenfalls keine JAPANISCHEN AUTOS fahren !

Das Thema Traboldfilter wurde doch jetzt schon wirklich oft genug durchgekaut und auch der Mythos, dass gute Öle sau teuer seien, wurde schon 1000 Fach wiederlegt. Teilweise sind die Drecksöle teurer als qualitativ hochwertige, wenn man weiß welche und wo man kauft.

Mit einem Traboldfilter spart man nichts, man kann zwar sehr feine Partikel herausfiltern, aber um einen Ölwechsel kommt man deswegen trotzdem nicht herum. Wir hatte hier schon ein paar Bilder von Motoren die mit Traboldfiltern gefahren wurden und die deshalb auf Ölwechsel verzichtet haben. Zu sehen bekam man total versiffte Motoren die teilweise Öldruckprobleme hatten.

Zitat:

Original geschrieben von Sixgunner


... Zudem glaube ich nicht das Du hier der Allwissende bist - denn ausser viel Zerreden ( typisch deutsche Errungenschaft ) von Neuerungen - steht

dort nichts fundiertes. Würden mehr Leute das Traboldsystem verstehen und benutzen - gäbe es sicher keine Preisexplosion -

und ich persönlich sehe den Nutzen eben auch in der Schonung der Rohstoffresourcen. ...

Glaubst du wirklich, alle kritischen Stimmen zum Trabold-System (auch die von echten Profis, die also von Berufs wegen mit der Tribologie zu tuen haben) gehören zu Leuten, die nur zu dumm sind, das Trabold-System zu verstehen?

Ich weiß ja, dass Verschwörungstheoretiker (die ganzen Automobil- und Mineralölproduzenten wollen ja nur, dass wir für das Motoröl möglichst viel Geld ausgeben und beharren deswegen auf (mehr oder weniger lange) Ölwechsel-Intervalle) deshalb einen missionarischen Eifer an den Tag legen, weil sie per se überzeugt davon sind, für die "gerechte" (= richtige) Sache zu streiten. Trotzdem kann man sich den Gegenargumenten doch nicht einfach verschließen. Ich hoffe, du gehörst nicht zu denen. 😉

Diese Diskussion gibt es hier im Forum ja schon zu Hauf (siehe hier) und es ist auf Dauer für "ältere" Foristen doch schon ganz schön ermüdend, immer wieder auf neue Hinweise darauf einzugehen.

Das entscheidende Argument ist aber das folgende und darauf habe (zumindest) ich noch keine stichhaltige Entgegnung gelesen (Zitat, ->Quelle ):

"... Weil Motorenöl nicht nur deshalb gewechselt werden muß, weil irgendwann das Schmutztragevermögen erschöpft ist.

Wie sollte lediglich das Filtern von kleinsten Feststoff-Teilchen die oxidative (Reaktion mit Sauerstoff) und thermische (Zerfall der Verbindung durch Hitze) Alterung verlangsamen? Oder den Abfall der Hochtemp.-Visko durch mechanischen Verschleiß des VI-Verbessers verhindern? Und den Eintrag von flüssigen Verunreinigungen und sauren Reaktionsprodukten aus der Verbrennung verhindern? Eben. Überhaupt nicht!

Und das mit dem "Lasttragevermögen"? Hierfür müßte sich die Molekularstruktur des Öls entsprechend verändern. Oder plötzlich Hochdruck-Additive aus dem Nichts auftauchen, die vorher noch nicht enthalten waren. Und dass das mit dem lediglich filtern von kleinen Feststoffteilchen nicht möglich ist, braucht man, denke ich, nicht näher erklären. ..."

@Sixgunner:
Gerade die Leute, die einen z. B. 15-jährigen Wagen fahren, können sich normalerweise nicht "mal eben" einen neuen zulegen und sind oft ebenso sehr drauf angewiesen, dass ihr fahrbarer Untersatz lange und zuverlässig funktioniert, wie (Fast-)Neuwagenfahrer. Und dann am Öl zu sparen, koste es was es wolle, zeugt nicht von Weitsicht, denn oftmals wird "preiswert" mit "billig" verwechselt. Und das kann dann doch auf Dauer deutlich teurer kommen.

Vor Kurzem erst hat hier wieder so ein "Sparfuchs" gepostet, der seinen Spar-Gedanken doch noch nicht ganz zu Ende gedacht hatte (siehe hier).

Schönen Gruß

15 Eur im Jahr sparen is ja auch ne wirkliche Summe... da verrauchen manche mehr Kohle am Tag... kein wirkliches Argument

Zitat:

Original geschrieben von Sixgunner



Zitat:

Dear Sir !

hättest Du meinen Beitrag richtig gelesen und zitiert bräuchtest Du mich nicht als Blödmann darstellen der die Suchfunktion nicht zuerst bemüht !!!

Komplettes Zitat hieße, das ich ~60 Beiträge gesehen (und zu75% gelesen) habe.

Vielleicht hättest du besser nur die 25% der Beiträge lesen sollen die nicht deiner Meinung entsprechen sondern Fakten liefern.Ausserdem sind deine ca 60 Beiträge nur ein winziger Ausschnitt der Berichte über den Traboltfilter und ähnlich aufgebaute Systeme.

Zitat:

Zudem glaube ich nicht das Du hier der Allwissende bist

Glaube ich auch nicht.😁 Aber ich lese auch Texte mit dessen Inhalt ich nicht konform gehe.Das ist vermutlich der Unterschied zwischen uns.

Zitat:

Würden mehr Leute das Traboldsystem verstehen

Würden sie es wohl eher nicht benützen.

Wer schon in der Werbung für den Filter mit Testvorrichtungen mit denen Schneidöle getestet werden versucht die Leute zu überzeugen das sein System was taugt ist in meinen Augen ein Bauernfänger.

Solche Filtersysteme machen Sinn wenn das Öl laufend überprüft wird um festzustellen wann es getauscht werden muß.Ein solcher Test kostet allerdings mehr als ein Ölwechsel mit gutem Öl und macht deswegen keinen Sinn.Wenn es um mehrere 100L Öl geht die man wechseln müßte sieht das wieder anderst aus,da kann sich ein solches System durchaus rechnen.
Ich kann mich nicht erinnern das das Traboltsystem hier jemals pauschal verteufelt wurde,nur muß die Kosten - Nutzenrechnung aufgehen und da passt es eben im PKW-Bereich nicht.Noch nicht mal im LKW-Bereich wo es mehr Sinn machen würde sind solche Systeme sehr verbreitet,dürfte wohl seinen Grund haben.Die Ölmenge an einen angemessenen Wechselintervall anzupassen dürfte unterm Strich immer noch die preiswertere Lösung gegenüber solchen Filtersystemen sein.

Aber wie immer,es wird im Kleinen gespart damit man das Geld im großen Stil zum Fenster rausschmeissen kann.
Mal hochgerechnet auf einen Wechselintervall kostet mich das Öl für mein Auto selbst wenn ich es nicht preiswert einkaufe auf 20000km nur 90€, 6L x 15€(da kann ich in der Tankstelle zuschlagen und selbst die Werkstatt hält da mit). In derselben Zeit verfeuere ich 1340L Diesel was bei einem Spritpreis von 1,35€/L  1809€ wären.Ich gehe mal davon aus das jedem klar sein dürfte wo hier das Sparpotential liegt.
Die Kosten fürs Öl gehen bei den Autokosten komplett ins Belanglose.Ob ich jetzt 20 oder 30€ mehr oder weniger im Jahr in mein Auto investiere kratzt mich kein Stück,nur sind die Chancen das es keine teuren Folgekosten gibt erheblich höher wenn ich 30€ mehr im Jahr ins Öl investiere.

Zitat:

Original geschrieben von Morone


Ich verstehe es nicht.
Was kostet heutzutage eine Tankfüllung? 50..60..70€? Wieso wird denn krampfhaft versucht aberwitzige 15€! im JAHR zu sparen, in dem man die billigste Öl-plörre einfüllt? Kauft man dann auch die billigsten Reifen auf dem Markt? Billigste Möbel, Elektroartikel, Nahrung usw?
Warum ausgerechnet beim Motoröl ist bei manchen, das billigste, gerade gut genug, werde ich wohl nicht verstehen können.

Und das Argument mit 30Jahre Erfahrung und "das habe ich schon immer so gemacht" , lasse ich nicht gelten.
Die Technik entwickelt sich so rasant,der Fortschritt in allen Bereichen schreitet so schnell voran, daß Innovatonen von heute bereits morgen schon veraltet sind.
Daß man ausgerechnet beim Motoröl bei dem Stand von vorgestern klammert...naja.. wahrscheinlich hat man auch noch ein Röhrenvolksempfänger und nen schwarz-weiß Fernseher in der Wohnung stehen. 😉

Sorry fürs OT und weiter so, ich lese hier sehr gerne...
und don't feed the trolls 🙂

Ich kann deinen Einwand voll verstehen und denke in der Richtung genau so allerdings das Highstar als Billigste Ölplörre zu bezeichnen ist auch nicht korret . ! währe das jetzt ich ein billiges 15W40 oder 10W40 würde ich dir absolut recht geben aber ein Highstar zu verwenden ist keine schande , ich verstehe aber vorauf du hinaus willst .

Gruß Hunter

Zitat:

Solche Filtersysteme machen Sinn wenn das Öl laufend überprüft wird um festzustellen wann es getauscht werden muß.Ein solcher Test kostet allerdings mehr als ein Ölwechsel mit gutem Öl und macht deswegen keinen Sinn.Wenn es um mehrere 100L Öl geht die man wechseln müßte sieht das wieder anderst aus,da kann sich ein solches System durchaus rechnen.

Damit ist alles gesagt... solche Tests und irgendwelche Filter werden schon ewig benutzt und sind keine keine Erfindung von Trabold.... in großen Maschinenn, Kraftwerken, Turbinen sprich wo ein Ölwechsel richtig Kohle kostet da wird das schon lange so gemacht...um den genauen, wirtschaftlichen Zeitpunkt eines Ölwechsels festzulegen, ohne ihn zu früh zu machen aber auch ohne daß erhöhter Verschleiß auftritt..

Da ein Trabold fürs Auto so teuer ist wie zig Ölwechsel, ist das einfach die falsche Anwendung und fehl am Platz...was kostet denn so ein Ding ? Auf 100.000kim hat für ein 0815 Auto bei 4-5l Füllmenge und 20.000er Intervall ca. 150-200 Eur Ölkosten...selbst mit M1 wenn man günstig kauft... glaube kaum, daß der Filter weniger kostet

Die Ölkosten sind doch nur ein winziger Bruchteil der Gesamtkosten eines Autos... vielleicht sollten die Besitzer und Hersteller eher beim Spritverbrauch ansetzen anstatt nen fufi beim Öl zu sparen... ihr gebt ein 1000end faches pro Jahr für Sprit aus als für Schmieröl

Zitat:

Original geschrieben von Hunter123


allerdings das Highstar als Billigste Ölplörre zu bezeichnen ist auch nicht korret . !
Gruß Hunter

Hab ich auch nirgends getan. Mit billig meine ich nicht preiswert, sondern eben Plörre.. 😉

Also, meine ich das so, wie du schon denks^^

Schönen Abend noch.

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