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Welches Motoröl?
Hallo,
würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?
Gruß Gorge
Beste Antwort im Thema
Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.
Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.
Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!
Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.
Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.
Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(
Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.
Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.
Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.
Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.
Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:
"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:
http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf
Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:
"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:
http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html
Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)
Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.
Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.
Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.
Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!
Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.
Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.
Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!
Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.
Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.
Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)
Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)
Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)
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106410 Antworten
Zitat:
@muelltonne7777 schrieb am 1. November 2018 um 12:27:55 Uhr:
Zitat:
@moonwalk schrieb am 1. November 2018 um 12:20:26 Uhr:
Was ist eingentlich Longlife-Plörre?
Wie wird aus einem"normalen" Motoröl ein Longlife-Motoröl?
Muss es dazu aus besonders billigem HC-Grundöl bestehen oder was macht den Unterschied? ;)
In meiner Welt gibt es nur "Motoröle" mit Herstellerfreigaben und Wechselintervalle, die der Hersteller vorgibt. Somit kann es nur Longlife-Intervalle geben und Öle, die dafür bestimmt sind. Die sind aber meiner Meinung nach nicht schlechter oder besser als andere Öle, sie erfüllen nur eine bestimmte Norm.
So könnte dasselbe Öl einerseit für VW-Longlife erlaubt sein und es hat aber gleichzeitig noch eine andere Herstellerfreigabe für ein Fahrzeug, was ein jährliches Wechselintervall hat. Für den VW ist es somit "Longlife-Plörre" und für das andere Auto ein gutes Motoröl?
.
für mich ist es ein Öl, das mir unnötigerweise meinen Motor verdreckt/verkokt :D
Longlife Intervalle mögen ihre Daseinsberechtigung haben, aber wenn Du meine ursprüngliche Frage aufmerksam gelesen hast (Fahrleistung/Wechselintervall)
... für mich nicht ;)
.
Ist dein 1,4 TFSI einer der Motoren bei denen VAG an der Steuerkette gescheitert ist oder hat der Zahnriemen? Mein Bruder`s 1,4 TFSI im 2009er Touran hatte 2 x Steuerkettenschäden, wobei der 2. Schaden bei 70.-75.000km dann ein wirtschaftlicher Totalschaden. Fahrzeug war Scheckheftgepflegt und bekam LL-III 5W-30 Öl im LL-Intervall.
Die Idee, deine Intervalle auch bei geringer Fahrleistung (wie auch mein Bruder 8000km/Jahr) zu reduzieren, ist eine ausgezeichnet gute Idee. Besser wäre es noch, du nimmst dafür kein LL-III 5W-30 sondern ein 0/5W-40 nach VW 50200 (Festintervall), aber von denen dann eins mit MB 229.5.
Wenn der ne Steuerkette hat, könnte man auch mal über nen rechtzeitigen Verkauf nachdenken...
Sein Addinol 5W-40 hat das alles, wird genau für seinen Motor von vielen empfohlen und ist zudem noch günstig. Jetzt muss er nur noch machen... ;)
Zitat:
@jotenes schrieb am 1. November 2018 um 12:47:52 Uhr:
Ich halte die modernen LL-Öle auch für gut genug, um in einem normalen Motor auch mal für 15-20000 km verweilen zu dürfen. Ich gehe sogar noch weiter, indem ich behaupte, dass diese aschearmen Öle für Direkteinspritzer die bessere Wahl sind und bei entsprechender Nutzung, wie hauptsächlich Autobahnbetrieb bei Richtgeschwindigkeit, auch 30000 km durchhalten. Was die flexiblen Wechselintervalle angeht, möchte ich hier meine selbst gemachten Erfahrungen schildern. Schließlich sind Foren wie dieses hier ja auch dazu da, aus den Fehlern Anderer zu lernen... Meine Frau fährt einen Turbo-DI aus dem Volkswagen-Konzern. Natürlich Ultra-Kurzstrecke. In bester Absicht empfahl ich ihr, den Flex-Intervall nach einem knappen Jahr durch einen vorgezogenen Ölwechsel zu unterlaufen. Das neue Öl war ca. 1000 km drin, als die Serviceintervallanzeige ansprang... Wegen der Garantie dann auch brav in die Werkstatt... Was will ich damit sagen? Das Geld hätten wir uns sparen können, die Software funktioniert hinreichend genug, um sich auf diese verlassen zu können. Wir werden uns jetzt auch, zumindest solange noch Garantie besteht, nach dieser richten, und kein weiteres Geld zum Fenster hinaus schmeißen.
Deine Meinung sei dir gegönnt, da wir uns ja insbesondere mit MB 229.5 vs. 229.51 beschäftigen, schauen wir uns mal die Meinung von MB dazu an.
229.51 ist nur in den Diesel-Motoren mit längeren Startlaufstrecken (SLS) bis 25.000km freigegeben, in den Benzinern ist es offiziell entweder gar nicht freigegeben (also man muss schon genau aufpassen, in welchen Benziner man das reinkippt, Laurin) oder nur mit einer SLS von 15.000km.
229.5 ist für Diesel mit DPF nicht freigegeben, für Diesel ohne DPF und Benziner einschließlich der Benzin-DI sind sie nahezu (sehr wenige Ausnahmen) immer für verlängerte SLS freigegeben.
Nochmals die Frage, warum sollte man in einen MB-Benziner/DI nun ein kastriertes 229.51 mit offensichtlich schlechterer Leistungsfähigkeit statt einem besseren 229.5 einfüllen? Mal unabhängig davon, ob ich die längere SLS nun tatsächlich nutze oder nicht, bevorzuge ich bei gleichen oder sogar noch geringeren Kosten das bessere Produkt.
Übersicht SLS und Abhängigkeit von MB ÖL-Freigaben
https://www.motor-talk.de/.../Attachment.html?attachmentId=748861
VAG hat dazu bekanntermaßen eine andere Sichtweise, das die falsch ist, erkennt man ja an den vielen Ölproblemen die die mit ihren Motoren haben (Steuerketten, verkokte Ölsiebe oder Ölabstreifringe usw.).
Bei VAG ist man deshalb gut beraten auf LL-Intervall zu verzichten, in Benzinern möglichst kein kastriertes Low-Saps-Öl verwenden und sich ein Öl nach VW-Norm aber zusätzl. bester MB-Norm zu wählen.
Wenn ich als erklärter Freund niederviskoser Öle schon zu einem Dicköl anrate, sollte das schon Anstoß genug sein, weg von seinem LL-Öl vom Freundlichen zu kommen... ;)
Zitat:
@klausram schrieb am 1. November 2018 um 11:28:29 Uhr:
Zitat:
@andi.36 schrieb am 31. Oktober 2018 um 22:47:23 Uhr:
Ich lach mich kaputt, erst Foxi und jetzt Klausi.
Ist auch vollkommen unauffällig.
Ist der Vergleich mit “ Foxi “ eine Beleidigung, oder wie soll man das verstehen? @andi.36
das weisst du genau!
Zitat:
@jw61 schrieb am 1. November 2018 um 13:31:36 Uhr:
Deine Meinung sei dir gegönnt, da wir uns ja insbesondere mit MB 229.5 vs. 229.51 beschäftigen, schauen wir uns mal die Meinung von MB dazu an.
229.51 ist nur in den Diesel-Motoren mit längeren Startlaufstrecken (SLS) bis 25.000km freigegeben, in den Benzinern ist es offiziell entweder gar nicht freigegeben (also man muss schon genau aufpassen, in welchen Benziner man das reinkippt, Laurin) oder nur mit einer SLS von 15.000km.
229.5 ist für Diesel mit DPF nicht freigegeben, für Diesel ohne DPF und Benziner einschließlich der Benzin-DI sind sie nahezu (sehr wenige Ausnahmen) immer für verlängerte SLS freigegeben.
Nochmals die Frage, warum sollte man in einen MB-Benziner/DI nun ein kastriertes 229.51 mit offensichtlich schlechterer Leistungsfähigkeit statt einem besseren 229.5 einfüllen? Mal unabhängig davon, ob ich die längere SLS nun tatsächlich nutze oder nicht, bevorzuge ich bei gleichen oder sogar noch geringeren Kosten das bessere Produkt.
Übersicht SLS und Abhängigkeit von MB ÖL-Freigaben
https://www.motor-talk.de/.../Attachment.html?attachmentId=748861
VAG hat dazu bekanntermaßen eine andere Sichtweise, das die falsch ist, erkennt man ja an den vielen Ölproblemen die die mit ihren Motoren haben (Steuerketten, verkokte Ölsiebe oder Ölabstreifringe usw.).
Bei VAG ist man deshalb gut beraten auf LL-Intervall zu verzichten, in Benzinern möglichst kein kastriertes Low-Saps-Öl verwenden und sich ein Öl nach VW-Norm aber zusätzl. bester MB-Norm zu wählen.
Gutes Beispiel! Mercedes scheint der einzige Hersteller zu sein, dessen Benzin-Direkteinspritzer auch bei verlängerten Serviceintervallen nicht mit Verkokungen zu kämpfen haben. Ich frage mich da eher: Wie machen die das? Hat das nur mit dem Motoröl zu tun? Ich bin da skeptisch, lasse mich aber gerne eines besseren belehren.
Zitat:
@jotenes schrieb am 1. November 2018 um 13:33:01 Uhr:
Wenn ich als erklärter Freund niederviskoser Öle schon zu einem Dicköl anrate, sollte das schon Anstoß genug sein, weg von seinem LL-Öl vom Freundlichen zu kommen... ;)
Kann mir bitte mal jemand meine Frage nach dem "LL-Öl" beantworten, was soll das bitte genau sein?
Mein neuer BMW hat ein Ölwechselintervall von 2 J / 30 tkm (das nennt Ihr doch "Longlife") und darf die BMW-Freigaben LL-01 und LL-04.
Mit dieser Freigabe gibt es gefühlt 100te Öle. Welche Öle davon sind nun die "bösen" LL-Öle?
:D
Welche, welche auch die VW Normen für LongLife tragen. BMW ist, was LongLife angeht, ziemlich lasch...
Was sich aber offensichtlich am Siff innerhalb der Motoren im LongLife Zyklus zeigt...
Zitat:
@the_WarLord schrieb am 1. November 2018 um 13:53:38 Uhr:
Welche, welche auch die VW Normen für LongLife tragen. BMW ist, was LongLife angeht, ziemlich lasch...
Was sich aber offensichtlich am Siff innerhalb der Motoren im LongLife Zyklus zeigt...
eine erste heiße Spur...
Dann bitte kurz für VW-Nichtkenner wie mich:
hinter welcher VW-Norm verbirgt sich Longschleif?
edit VW 50400 wird immer als Longlife (-Öl) bezeichnet, auch im Festintervall. Also ist der Begriff "LL-Öl" eigentlich etwas VW-spezifisches und ansonsten gibt es sowas nicht...?
seltsam: das von mir für den ersten Ölwechsel nun favorisierte GTL-Öl Shell Helix Ultra 5w-40 hat
BMW LL-01 (fullSAPS, nur für Benziner, darf 2J/30.000 km)
MB 229.5 (fullSAPS)
VW 502.00 (fordert HTHS ab 3,5 ist ein Ganzjahres-Motoröl für Benzinmotoren mit Standard-Wechselintervall alle 15.000 km oder 1 Jahr (ohne Wartungsintervallverlängerung))
VW 505.00 (Ganzjahres-Motoröl für Dieselmotoren mit und ohne Turboaufladung)
Was BMW erlaubt ist bei VW verboten, mit demselben Öl? :eek:
Da wäre die böse LL-Norm 504.00 doch sogar hochwertiger, oder?
Kein
Zitat:
@salieridai schrieb am 31. Oktober 2018 um 22:19:44 Uhr:
Zitat:
PAO oder vollsynthetisch ist für mich einfach besser einschätzbar, da die Bezeichnung geschützt ist.
Klausram: Wo kein Kläger, da kein Richter :rolleyes:
Kein deutscher Motorölhersteller würde es wagen, sein Öl als „vollsynthetisch“ zu bezeichnen, wenn es nicht ein solches ist. Er hätte sofort von der Konkurrenz ein teures Abmahnverfahren am Hals.
In Frankreich scheint die Gesetzeslage wohl (?) anders zu sein, da ist der Begriff „vollsynthetisch“ vermutlich (?) nicht geschützt ist. Deshalb kann Motul sein Öl auch als „ vollsynthetisch“ bezeichnen. Mit Synthese hat das Öl auf jeden Fall was zu tun. Ebenso vermute ich, daß die „Ölbezeichnungsfrage“ noch nicht eu-rechtlich geregelt ist.
Zitat:
@moonwalk schrieb am 1. November 2018 um 13:49:44 Uhr:
Zitat:
@jotenes schrieb am 1. November 2018 um 13:33:01 Uhr:
Wenn ich als erklärter Freund niederviskoser Öle schon zu einem Dicköl anrate, sollte das schon Anstoß genug sein, weg von seinem LL-Öl vom Freundlichen zu kommen... ;)
Kann mir bitte mal jemand meine Frage nach dem "LL-Öl" beantworten, was soll das bitte genau sein?
Mein neuer BMW hat ein Ölwechselintervall von 2 J / 30 tkm (das nennt Ihr doch "Longlife") und darf die BMW-Freigaben LL-01 und LL-04.
Mit dieser Freigabe gibt es gefühlt 100te Öle. Welche Öle davon sind nun die "bösen" LL-Öle?
:D
Die Frage ist, ist es ein Leasing / Geschäfts Fahrzeug oder dein Privater?
Wenn letzteres dann würde ich alle 12 Monate oder 15 TKM noch ein Ölwechsel + Filter einlegen, eventuell auch bei MC Oil oder sonstigen Discountern und weder Serviceintervall noch Stempel machen lassen.
So hat es mir ein Motorenentwickler des Sterns empfohlen ...
Bei meinem Teilehändler kann man auch das Ölabsaugen lassen und es kurz auf dem Hinterhof machen.
Zitat:
@Domte schrieb am 1. November 2018 um 14:59:15 Uhr:
Wenn letzteres dann würde ich alle 12 Monate oder 15 TKM noch ein Ölwechsel + Filter einlegen,
Danke - that's the plan!
Alle 9 Monate (=15.000 km) werde ich zukünftig (nach dem ersten 30.000er Service, da mache ich jetzt mit 23.000 nichts mehr vorher) zwischendurch wechseln...
Zitat:
@Ole-Boy schrieb am 1. November 2018 um 14:25:32 Uhr:
Kein
Zitat:
@Ole-Boy schrieb am 1. November 2018 um 14:25:32 Uhr:
Zitat:
@salieridai schrieb am 31. Oktober 2018 um 22:19:44 Uhr:
Klausram: Wo kein Kläger, da kein Richter :rolleyes:
Kein deutscher Motorölhersteller würde es wagen, sein Öl als „vollsynthetisch“ zu bezeichnen, wenn es nicht ein solches ist. Er hätte sofort von der Konkurrenz ein teures Abmahnverfahren am Hals.
In Frankreich scheint die Gesetzeslage wohl (?) anders zu sein, da ist der Begriff „vollsynthetisch“ vermutlich (?) nicht geschützt ist. Deshalb kann Motul sein Öl auch als „ vollsynthetisch“ bezeichnen. Mit Synthese hat das Öl auf jeden Fall was zu tun. Ebenso vermute ich, daß die „Ölbezeichnungsfrage“ noch nicht eu-rechtlich geregelt ist.
Ehrlich gesagt Zweifel ich etwas daran, dass ein multinationales Unternehmen mit Sitz in Europa die länderspezifischen Auflagen innerhalb von Europa nicht kennen soll.
Wer den ersten Stein in Richtung Motul geschleudert hat, werden wir hier nicht erfahren.
Es steht aber fest, dass Motul die neuzeichnung auf den Gebinden auch Geld gekostet hat neben dem Verlust der Bezeichnung vollsynthetisch.
Ob es mehr war als das, wird vielleicht irgendwann mit einem Aktenzeichen veröffentlicht?
Zitat:
@jotenes schrieb am 1. November 2018 um 13:44:26 Uhr:
Gutes Beispiel! Mercedes scheint der einzige Hersteller zu sein, dessen Benzin-Direkteinspritzer auch bei verlängerten Serviceintervallen nicht mit Verkokungen zu kämpfen haben. Ich frage mich da eher: Wie machen die das? Hat das nur mit dem Motoröl zu tun? Ich bin da skeptisch, lasse mich aber gerne eines besseren belehren.
Vielleicht weniger mit dem ÖL an sich als mit der Ölmenge, und vermutlich dem Thermomanagement.
Je mehr Ölvolumen im Umlauf ist desto höher sind die Reserven des Öls bei ungünstigen Bedingungen. Dürfte klar sein wenn zb statt 4L Öl über 25000km/Jahr bei der gleichen Laufleistung zb 8L genutzt werden. Dazu kommt dann auch noch darauf an in welchem Temperaturbereich das Öl gehalten wird, was bei größerer Menge auch einfacher ist. Ebenso kommt es natürlich auch auf die Ölführung an. Wenn es in einem Motor Hotspots gibt wo das Öl überhitzt werden kann und bei einem anderen Motor werden solche Hotspots vermieden hält das Öl natürlich auch länger.
Aber sagen wird mal so, mit der Motorschmierung hatte VW sein Anbeginn der Firma ihre Probleme.
Zitat:
@Sir Donald schrieb am 1. November 2018 um 15:52:53 Uhr:
Zitat:
@jotenes schrieb am 1. November 2018 um 13:44:26 Uhr:
Gutes Beispiel! Mercedes scheint der einzige Hersteller zu sein, dessen Benzin-Direkteinspritzer auch bei verlängerten Serviceintervallen nicht mit Verkokungen zu kämpfen haben. Ich frage mich da eher: Wie machen die das? Hat das nur mit dem Motoröl zu tun? Ich bin da skeptisch, lasse mich aber gerne eines besseren belehren.
Vielleicht weniger mit dem ÖL an sich als mit der Ölmenge, und vermutlich dem Thermomanagement.
Je mehr Ölvolumen im Umlauf ist desto höher sind die Reserven des Öls bei ungünstigen Bedingungen. Dürfte klar sein wenn zb statt 4L Öl über 25000km/Jahr bei der gleichen Laufleistung zb 8L genutzt werden. Dazu kommt dann auch noch darauf an in welchem Temperaturbereich das Öl gehalten wird, was bei größerer Menge auch einfacher ist. Ebenso kommt es natürlich auch auf die Ölführung an. Wenn es in einem Motor Hotspots gibt wo das Öl überhitzt werden kann und bei einem anderen Motor werden solche Hotspots vermieden hält das Öl natürlich auch länger.
Aber sagen wird mal so, mit der Motorschmierung hatte VW sein Anbeginn der Firma ihre Probleme.
MB 229.5 erlaubt 20t km, in manchen Motoren 25t km (FullSaps). Wie Sir Donald richtig vermutet wird das aber auch in Motoren mit weniger Ölvolumen, schlechterem Temperaturmanagement und/oder Fahrprofil oder anderen konstruktiven Besonderheiten, eben auch nicht zu erreichen sein. Damit sollte klar sein, dass LL keine Option in technischer Hinsicht darstellt, sondern lediglich einen Kostenfaktor senken soll, was es aber letztlich nicht tut, da die Haltbarkeit damit herabgesetzt wird. Ist ganz einfach, LL ist ein Marketinggag.