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Welches Motoröl?

Themenstarteram 25. Januar 2004 um 18:12

Hallo,

würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?

Gruß Gorge

Beste Antwort im Thema
am 1. März 2004 um 23:20

Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.

Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.

Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.

Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:

Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!

Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.

Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.

Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.

Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(

Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.

Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.

Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.

Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.

Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.

Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:

"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:

http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf

Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:

"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:

http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html

Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)

Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.

Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.

Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.

Jetzt kommts:

Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.

Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"

Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!

Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.

Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.

Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!

Nochwas:

Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.

Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.

Übrigens:

Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.

Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.

Merke:

Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!

Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.

Und wenn jetzt der Einwand kommt:

„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.

Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)

Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“

Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.

Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!

Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)

Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.

Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)

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am 29. Oktober 2018 um 22:07

Soweit ich das richtig verstanden habe sind mit dem Strukturwandel im Verbrennungsmotorenbau , weg von den kultiviert laufenden und wohlklingenden aber durstigen hubraumstarken Aggregaten mit Saugrohreinspritzung, hin zu den hubraumschwachen, turbogeladenen , wie ein Sack Nüsse klingenden Direkteonspritzer aber dafür weniger durstigen zylinderarmen Motörchen, neue Anforderungen an die Motoröle , insbersondere auch mit dem Aufkommen der Partikelfilter , entstanden. Man brauchte eine größere Menge an Additiven, die sich in PAO-Ölen nicht so gut lösen ließen. Daher erfand man, dem Gebot der Zeit entgegenkommend, die HC-Öle, in denen sich die Additive besser lösen ließen . Vergleicht man die Qualität der Grundöle für sich allein, so ist das POA dem HC in einigen Eigenschaften überlegen. Diese Unterlegenheit relativiert sich allerdings wenn die Additive dazukommen.Dann kann ein HC-Öl für manche neuzeitlichen Motoren von Vorteil sein.

Für einen hochdrehenden Saugmotor ala Ferrari würde ich ein PAO-Öl nehmen, für einen modernen Dieselmotor mit DPF ein HC-Öl.

Es kommt also immer auf den Motor und das Fahrprofil an , ob ein PAO oder HC Öl besser geeignet ist.

Nicht ohne Grund haben renommierte Motorölhersteller auf das immer noch bei vielen Verbrauchern als non-plus-ultra geltendes und somit verkaufsträchtiges Prädikat „vollsynthetisch“ verzichtet.

PAOs und HCs sind somit gleichwertig wenn es um eine Differenzierung zwischen den verschiedenen Motoren und Anwendungen geht.

Habe ich das jetzt richtig erklärt und verstanden ? Wenn mir bei meiner Darstellung Fehler unterlaufen sind, so bitte ich um sachliche Richtigstellung.

 

Gruß Ole

Zitat:

@Aygo Club schrieb am 29. Oktober 2018 um 22:32:31 Uhr:

Die Additivpakete machen heute gut 1/3 des Gesamtöls aus und sind günstiger herzustellen als PAO oder Ester. Deswegen nimmt man die vergleichsweise billigen HC-Öle und mischt große Mengen der ebenfalls billigen Additve hinzu. Das ist lukrativer als die Verwendung hochwertiger Grundöle.

Quelle?

am 30. Oktober 2018 um 9:37

Zitat:

@Wolfgang Wegner schrieb am 30. Oktober 2018 um 07:32:24 Uhr:

Zitat:

@Aygo Club schrieb am 29. Oktober 2018 um 22:32:31 Uhr:

Die Additivpakete machen heute gut 1/3 des Gesamtöls aus und sind günstiger herzustellen als PAO oder Ester. Deswegen nimmt man die vergleichsweise billigen HC-Öle und mischt große Mengen der ebenfalls billigen Additve hinzu. Das ist lukrativer als die Verwendung hochwertiger Grundöle.

Quelle?

.

Die billigsten Additive werden in Länder mit den geringsten Umweltauflagen hergestellt. Additive und deren Produktionsabfälle sind hochgiftig.

Neuere Additive wie organische Molybdänverbindung werden u-a. in China und Indien hergestellt. Organische Molybdänverbindunden findet man oft in Sicherheitsdatenblätter von Ölzusätzen.

( ERC Nano 10-9 ) Organische Molybdänverbindung, bewirken als Gleitmitteln bessere EP-Verschleißschutz-, Reibungsverminderungs- und Antioxidationseigenschaften.

Ein führender Anbieter von erstklassigen chemischen Additiven ist die Pacific Ocean United (Beijing) Petrochemical Co., Ltd. Nach eigenen Aussagen bieten die ihren Kunden die beste Qualität (Molybdän Di (2-ethylhexyl) Phosphorodithioat, MoDDP) zu den besten Preisen in der Branche.

Man sollte nicht vergessen das bei den Asiaten mehr hochbegabte Menschen denken, als wir an Bevölkerung haben. Der chinesische Staatsapparat kauft in Deutschland Firmen mit Schlüsseltechnologien auf, um die Fertigungsprozesse/Produkte in China zu analysieren und nochmals zu verbessern.

 

 

 

Zitat:

@Laurin-2008 schrieb am 30. Oktober 2018 um 10:37:37 Uhr:

Neuere Additive wie organische Molybdänverbindung werden u-a. in China und Indien hergestellt. Organische Molybdänverbindunden findet man oft in Sicherheitsdatenblätter von Ölzusätzen.

( ERC Nano 10-9 ) Organische Molybdänverbindung, bewirken als Gleitmitteln bessere EP-Verschleißschutz-, Reibungsverminderungs- und Antioxidationseigenschaften.

Ein führender Anbieter von erstklassigen chemischen Additiven ist die Pacific Ocean United (Beijing) Petrochemical Co., Ltd. Nach eigenen Aussagen bieten die ihren Kunden die beste Qualität (Molybdän Di (2-ethylhexyl) Phosphorodithioat, MoDDP) zu den besten Preisen in der Branche.

Die Auflistung von Additiven in Milligramm bei Ölanalysen und daraus gefolgerte Qualitätsbeurteilungen halte ich für unsinnig. Wie ich hier schon öfter vermutete, gibt es von ein und demselben Additiv unterschiedliche Qualitäten. In der Ölanalyse wird meiner Meinung nach nicht unterschieden.

Wird ja immer lustiger hier. Das Stellöl (mineralisch zur besseren Lösung der Additive) wird mit dem Grundöl (PAO, HC, GTL, Ester…) verwechselt > zurück auf Los (S. 1 ff.)

Nicht die Anforderungen an das Öl haben sich in den letzten 10 Jahren erhöht, sondern die Leistungsfähigkeit von HC/GTL hat sich sehr deutlich verbessert.

So war noch vor 10 Jahren ein Motoröl der Viscosität 0W-40 IMMER ein PAO, diese Visco ließ sich mit HC chemisch nicht darstellen, GTL gab es damals noch nicht im Handel. Heute gibt es in 0W-40 nahezu nur noch HC/GTL Öle, diese stehen PAO in der Performance in nix nach.

Vorteil des PAO gegenüber HC/GTL ist heute deren bessere Hochtemperatureigenschaft, ein Vorteil, der im modernen Motorenbau mit ausgeklügelten Temperaturmanagement praktisch keine Bedeutung mehr hat.

Klar kann man auch heute noch ein PAO nehmen, wenn man denn noch eins findet, aber auch mit einem guten (!) HC/GTL (Gruppe 3+) macht man nix falsch.

Vor 10 Jahren war ich auch noch Mobil1-PAO-Fetischist, mittlerweile fahre ich Shell GTL.

da kann man nicht oft genug DANKE drücken!!!

Zitat:

@jw61 schrieb am 30. Oktober 2018 um 12:05:23 Uhr:

Vor 10 Jahren war ich auch noch Mobil1-PAO-Fetischist, mittlerweile fahre ich Shell GTL.

Ein interessanter Gedanke, der ein "Danke" bekommen hat und den ich sofort aufgegriffen und recherchiert habe.

Für meinen BMW gäbe es mit LL-01 (und 229.5) das Shell Helix Ultra 5W-40 mit pureplus-Technologie (=GTL), dass war halt wegen Produktionsproblemen im letzten Jahr durch eine (schlechtere) HC-Variante ersetzt worden (hieß dann Shell Helix Ultra I 5W-40).

Aber wo gibt es dazu

a) aktuelle Datenblättern mit ein paar mehr Werten

b) solide Bezugsquellen (marken-öl.de bietet das für unglaubliche 5,79 an, da kann man sich dann den Wechsel nach 9 Monaten auch mal gönnen)...

Was sagt der Rest zu Shell Helix Ultra 5W-40 statt Ravenol VST?

am 30. Oktober 2018 um 12:37

Zitat:

@AE01a schrieb am 30. Oktober 2018 um 12:02:57 Uhr:

 

Die Auflistung von Additiven in Milligramm bei Ölanalysen und daraus gefolgerte Qualitätsbeurteilungen halte ich für unsinnig. Wie ich hier schon öfter vermutete, gibt es von ein und demselben Additiv unterschiedliche Qualitäten. In der Ölanalyse wird meiner Meinung nach nicht unterschieden.

.

 

Genau eine Ölanalyse,

ohne vergleichenden Messung der realen Traglast beim Neu- zum Gebrauchtöl

ist besonders für Motore mit Steuerketten witzlos.

Hersteller von Schmierstoffen für Fahrradketten werben mit Brugger Meßwerten.

http://www.mtc-oil.com/PDF/Bruggertest.pdf

Von Mannol gibt es ja das Öl mit Nano Technologie(10W40)

sind die besser als normale 10W40 Öle?

Zitat:

@Laurin-2008 schrieb am 30. Oktober 2018 um 10:37:37 Uhr:

 

Die billigsten Additive werden in Länder mit den geringsten Umweltauflagen hergestellt. Additive und deren Produktionsabfälle sind hochgiftig.

Neuere Additive wie organische Molybdänverbindung werden u-a. in China und Indien hergestellt. Organische Molybdänverbindunden findet man oft in Sicherheitsdatenblätter von Ölzusätzen.

( ERC Nano 10-9 ) Organische Molybdänverbindung, bewirken als Gleitmitteln bessere EP-Verschleißschutz-, Reibungsverminderungs- und Antioxidationseigenschaften.

Ein führender Anbieter von erstklassigen chemischen Additiven ist die Pacific Ocean United (Beijing) Petrochemical Co., Ltd. Nach eigenen Aussagen bieten die ihren Kunden die beste Qualität (Molybdän Di (2-ethylhexyl) Phosphorodithioat, MoDDP) zu den besten Preisen in der Branche.

Man sollte nicht vergessen das bei den Asiaten mehr hochbegabte Menschen denken, als wir an Bevölkerung haben. Der chinesische Staatsapparat kauft in Deutschland Firmen mit Schlüsseltechnologien auf, um die Fertigungsprozesse/Produkte in China zu analysieren und nochmals zu verbessern.

Der Vorteil den China hat ist das sie geringe Produktionskosten haben, nicht nur wegen der geringen Löhne sondern wegen der real kaum existierenden Umweltauflagen. Kann ich praktisch ohne Auflagen arbeiten spart das massiv Kohle und damit kann man die Konkurrenz ausbooten. Dazu muss man dann nicht mal das beste Produkt bieten sondern nur das Produkt das die Anforderungen der Kunden erfüllt. Bessere Produkte würden sich wegen der höheren Kosten gar nicht erst durchsetzen.

Nicht umsonst werden auch gewisse Arbeitsgänge für Batterien ausschliesslich in China durchgeführt, denn nur dort ist der Umweltstandart so niedrig das sich die Produktion lohnt.

So wurden in den letzten Jahrzehnten viele umweltschädliche Verfahren nach Asien verlagert, nicht weil man Hier nicht produzieren könnte sondern weil man dort praktisch ohne Auflagen arbeiten kann, bzw die Auflagen noch niedriger sind als bei Uns in den 50ern.

Diesen Kostenvorteil kann kein Hersteller im Westen auffangen, und da es nur um die Kohle geht...

am 30. Oktober 2018 um 15:38

Zitat:

@Sir Donald schrieb am 30. Oktober 2018 um 16:06:45 Uhr:

So wurden in den letzten Jahrzehnten viele umweltschädliche Verfahren nach Asien verlagert, nicht weil man Hier nicht produzieren könnte sondern weil man dort praktisch ohne Auflagen arbeiten kann,

bzw die Auflagen noch niedriger sind als bei Uns in den 50ern.

Diesen Kostenvorteil kann kein Hersteller im Westen auffangen, da es nur um die Kohle geht...

gleiches gilt für Indien und den anliegenden Staaten.

Das Grundwasser ist in vielen Gegenden so vergiftet das Nestle mit seinen Plastikflaschen, gefüllt mit Gletscherwasser aus dem Himalayagebirge, exorbitante Gewinne macht.

Habe in Mumbai selbst gesehen das in einer Lücke zwischen zwei Mehrfamilienhäusern eine Müllkippe war auf der Schweine lebten, an der Straße der Müllkippe vorgelagert, ein Schuppen zur Reparatur von Verbrennungsmotore lag. Die Motoren wurden auf Holzbänken abgewaschen und zerlegt. Die Flüssigkeiten versicherten in das ungeschützte Erdreich.

 

 

Wobei gerade die Inder mit Umweltschutz so ihre eigenen Probleme haben. Die denken sich gar nichts dabei wenn sie in einem Fluß baden wo Leichenreste, Müll und Abwässer nur wenige Meter weit weg in den Fluß geleitet werden.

Im Netz war kürzlich auch ein Video wo gezeigt wurde wie Abfallentsorgung ala Asien funktioniert, der LKW mit dem Müll fährt rückwärts an eine Rampe und kippt die Ladung in den Fluß.

Und bei Uns verbietet man Ohrenstäbchen und Trinkhalme aus Plastik...

Wobei die zumindest bei Uns eh überwiegend in Verbrennungsanlagen landen und nicht in der Landschaft.

Manchmal ist unser Umweltschutzwahn so überzogen das man das Gegenteil erreicht. Anstatt das die Firmen nachrüsten werden Sie in Länder verlagert wo gar keine Vorschriften gelten. Letztlich schaden damit überzogene Anforderungen mehr als sie nützen.

Aber die unterschiedlichen Mentalitäten beim Thema Müll kann man ja mittlerweile nicht nur in Großstädten Live und in Farbe sehen sondern auch auf dem Land, man braucht nur genügend Nationalitäten die Zuwandern.

Ich sag das ja auch immer wieder.

 

Ich will nicht wissen ein wie vielfaches man in z.b Indien verglichen mit Deutschland einsparen könnte wenn man zu Gunsten des Weltklimas einfach mal dort das Geld investieren würde das man hier bei uns für die letzten paar Prozentpunkte verpulvert

Aber solange das in die Köpfe nicht reingeht... hoffnungslos

am 30. Oktober 2018 um 18:51

Solange in Asien soviel Schindluder mit dem Umweltschutz getrieben wird. können wir ,global betrachtet, als Mini-Nation mit oft übertriebenen Umweltschtutzauflagen die Welt auch nicht mehr retten. Für die Erde ist das Aussterben der menschlichen Rasse doch gar kein Problem. Wenn es den Homo sapiens irgenwann nicht meht gibt, entsteht eine neue Evolution und der Platikmüll ist nach spätenstens 2000 Jahren auch weg, wie der Mensch.

Sagt der eine Planet zu dem anderen, „Du, ich habe Mensch“ . Sagt der andere „hatte ich auch mal, das vergeht“

Das war jetzt aber voll „off topic“ .

 

munter bleiben

Ok. Und Hersteller in der EU? Denn da ja ein drittel des Öls Additiv sein soll, wird das wohl nicht Schiffeweise aus Peking hergekarrt, sondern auch hier hergestellt, oder?

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