Welches Motoröl?

Hallo,

würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?

Gruß Gorge

Beste Antwort im Thema

Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.

Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.

Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!

Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.

Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.

Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(

Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.

Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.

Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.

Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.

Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:

"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:

http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf

Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:

"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:

http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html

Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)

Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.

Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.

Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.

Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!

Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.

Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.

Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!

Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.

Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.

Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)

Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)

Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)

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Zitat:

@chrisdash schrieb am 9. Mai 2018 um 13:43:48 Uhr:


Der Volumenstrom des Öls ist da echt vernachlässigbar, solange ein paar Liter pro Minute durchgehen.

Unterschätze das mal nicht.
Du kannst Kühlmittel nun auch nicht mit Motorenöl vergleichen.
Bei den Ölen gibt es schon sehr große Unterschiede der Viskositäten, und in den Lagerspalten ist es je nach Maß/Auslegung nicht unbedeutend, ob da 10-16 mm²/s oder 16-22 mm²/s durch gehen.

Zitat:

@foxstream schrieb am 9. Mai 2018 um 07:00:17 Uhr:


Nur gut das wir dich hier haben

Endlich hören wir wieder mal was von Dir, lieber Foxi. Wir hatten schon gedacht, Dich gäbe es gar nicht mehr hier in diesem schönen Forum. Da sind wir aber alle wieder froh.

Gruß Ole

Hi Jungs,

ihr werdet jetzt aber sehr technisch wissenschaftlich. Das ist alles sehr anspruchsvoll was ihr hier diskutiert.

Zitat:

@Tequila009 schrieb am 9. Mai 2018 um 15:53:15 Uhr:


Unterschätze das mal nicht.
Du kannst Kühlmittel nun auch nicht mit Motorenöl vergleichen.
Bei den Ölen gibt es schon sehr große Unterschiede der Viskositäten, und in den Lagerspalten ist es je nach Maß/Auslegung nicht unbedeutend, ob da 10-16 mm²/s oder 16-22 mm²/s durch gehen.

OK, das ist mir so nicht bekannt/nicht bewusst, Düsenkühler sind gezielt darauf ausgelegt, einen gleichmäßigen Durchfluss dort zu haben wo es drauf ankommt.

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Zitat:

@Ole-Boy schrieb am 9. Mai 2018 um 16:23:00 Uhr:



Zitat:

@foxstream schrieb am 9. Mai 2018 um 07:00:17 Uhr:


Nur gut das wir dich hier haben

Endlich hören wir wieder mal was von Dir, lieber Foxi. Wir hatten schon gedacht, Dich gäbe es gar nicht mehr hier in diesem schönen Forum. Da sind wir aber alle wieder froh.

Gruß Ole

er hat mehrere Accounts und kann wechseln 😉 er ist immer unter uns!

Zitat:

@Ford290 schrieb am 9. Mai 2018 um 17:33:23 Uhr:



Zitat:

@Ole-Boy schrieb am 9. Mai 2018 um 16:23:00 Uhr:


Endlich hören wir wieder mal was von Dir, lieber Foxi. Wir hatten schon gedacht, Dich gäbe es gar nicht mehr hier in diesem schönen Forum. Da sind wir aber alle wieder froh.

Gruß Ole

er hat mehrere Accounts und kann wechseln 😉 er ist immer unter uns!

@Ford290

Du bist seit 19.04.2018 hier registriert. Du behauptest das @foxstream hier mehrere Accounts hat. Also nenne jetzt alle Nicknamen die er hat und woher Du sie kennst. Oder bist Du etwa @rotzback ? Deinem Schreibstil nach kommt das gut hin.

das foxstream mehrere Accounts hat wurde doch hier zig mal behandelt,von mir nicht aber von mehreren anderen Usern!! und was ist ein rotzback?

Zitat:

@Ole-Boy schrieb am 9. Mai 2018 um 16:23:00 Uhr:



Zitat:

@foxstream schrieb am 9. Mai 2018 um 07:00:17 Uhr:


Nur gut das wir dich hier haben

Endlich hören wir wieder mal was von Dir, lieber Foxi. Wir hatten schon gedacht, Dich gäbe es gar nicht mehr hier in diesem schönen Forum. Da sind wir aber alle wieder froh.

Gruß Ole

Ich freue mich auch!

Zitat:

@chrisdash schrieb am 9. Mai 2018 um 17:02:32 Uhr:


...Düsenkühler sind gezielt darauf ausgelegt, einen gleichmäßigen Durchfluss dort zu haben wo es drauf ankommt.

Das Ding ist halt, dass es im Motor zu sehr unterschiedlichen Temperaturen und somit Viskositäten kommt.
Da liegen zwischen verschiedenen Orten mal locker >100°C Differenz.
Ob ich nun in der Ölwanne, in einem Lager, an evtl. Spritzdüsen oder im Bereich der Kolbenringe messe, sind gewaltige Unterschiede.

Auch ist es ein Unterschied, ob ich bei Betriebstemperatur gemütlich auf der Landstraße, im stop & go oder mit Vollgas auf der BAB fahre.
Denn während die Kühlwassertemperatur bei allen 3 genannten Bedingungen sehr konstant um die z.B 90-95°C pendelt, sehen die entsprechenden Öltemperaturen ganz anders aus.

Mal als Beispiel, kann es je nach Forderung so aussehen:
Kw = 90°C --- Öl = 85°C
Kw = 90°C --- Öl = 100°C
Kw = 90°C --- Öl = 120°C

Es gilt also auch je nach Nutzungsanforderungen das Öl zu wählen.
Da kommen dann Faktoren der grundsätzlich geeigneten Viskositäten (Motor), Öl-Kühler, HTHS, Track-Fahrten, usw. zusammen.

Zitat:

@Laurin-2008 schrieb am 9. Mai 2018 um 14:54:15 Uhr:



Estermoleküle die sich auf metallischen Flächen aufrichten, übertragen über die Molekül-Schwänze die Wärme besser als nur mit Öl benetzte Flächen.

Den hab ich mir ausgedruckt, eingerahmt und in der Garage an die Wand gehängt.

Danke.

Zitat:

@Tequila009 schrieb am 9. Mai 2018 um 19:39:35 Uhr:



Zitat:

@chrisdash schrieb am 9. Mai 2018 um 17:02:32 Uhr:


...Düsenkühler sind gezielt darauf ausgelegt, einen gleichmäßigen Durchfluss dort zu haben wo es drauf ankommt.

Das Ding ist halt, dass es im Motor zu sehr unterschiedlichen Temperaturen und somit Viskositäten kommt.
Da liegen zwischen verschiedenen Orten mal locker >100°C Differenz.
Ob ich nun in der Ölwanne, in einem Lager, an evtl. Spritzdüsen oder im Bereich der Kolbenringe messe, sind gewaltige Unterschiede.

Auch ist es ein Unterschied, ob ich bei Betriebstemperatur gemütlich auf der Landstraße, im stop & go oder mit Vollgas auf der BAB fahre.
Denn während die Kühlwassertemperatur bei allen 3 genannten Bedingungen sehr konstant um die z.B 90-95°C pendelt, sehen die entsprechenden Öltemperaturen ganz anders aus.

Mal als Beispiel, kann es je nach Forderung so aussehen:
Kw = 90°C --- Öl = 85°C
Kw = 90°C --- Öl = 100°C
Kw = 90°C --- Öl = 120°C

Es gilt also auch je nach Nutzungsanforderungen das Öl zu wählen.
Da kommen dann Faktoren der grundsätzlich geeigneten Viskositäten (Motor), Öl-Kühler, HTHS, Track-Fahrten, usw. zusammen.

die Aussagen aber nicht pauschalisieren, denn im Stadtverkehr / Stop&Go sind bei mir Öl- und (!) Kühlmitteltemperatur defintiv um bis zu 10 Grad C höher, als bei Vollgas auf der Autobahn!
Thermomanagement, inkl. diverser Wärmetauscher des Motors/Getriebes sei Dank ;-)

und deine Aussage zum Kühlmittel stimmt mal gar nicht für die modernen Motoren, weil sobald Wärmetauscher im Thermomanagement eingebunden sind, sind die Kühlmitteltemepraturen deutlich über 100 Grad C und auf ähnlichem Level wie das Öl.....bei den VAG T(F)SI geht mal die eine Temp höher, mal die andere, je nachdem, wie das Motormanagement regelt!
die Kühlmittelanzeihe zeigt eigentlich nie was anderes, als 90 Grad C, so interpoliert das STG die Werte zur beruhigung der Fahrer!

Zitat:

@LupoR schrieb am 9. Mai 2018 um 20:31:20 Uhr:


Thermomanagement, inkl. diverser Wärmetauscher des Motors/Getriebes sei Dank ;-)

Je nach Lüfter-Steuerung können die Temperaturen in der Stadt auch mal etwas höher gehen, klare Sache.

Ein heutiges Thermomanagement besteht ja aus vielen Variablen, diese verrechnet werden um eine für den Motor optimale Temperatur zu halten.

So kann natürlich je nach Außentemperatur das Kühlwasser etwas heißer gehalten werden, damit die Öltemperatur nicht zu weit absinkt.

Zitat:

@LupoR schrieb am 9. Mai 2018 um 20:31:20 Uhr:


und deine Aussage zum Kühlmittel stimmt mal gar nicht für die modernen Motoren, weil sobald Wärmetauscher im Thermomanagement eingebunden sind, sind die Kühlmitteltemepraturen deutlich über 100 Grad C und auf ähnlichem Level wie das Öl...

Was sagt Dir das Wort "Beispiel"?
Definiere es mir bitte, damit ich zukünftig weiß, wie Du solche Zahlen aufgreifst.

Dass das Kühlwasser auf ähnlichem Level des Öles liegen soll, kommt auf die Messstelle an.
Wenn wir z.B. die Öltemperatur am Feuersteg oder Kolbenhemd messen, dann liegen da locker die zuvor schon genannten >100°C Differenz an.

Was die Temperaturen zwischen Kühlwasser und Öl angeht, sollte man weniger gleich setzen.
Der Kühlwasserkreislauf ist wesentlich homogener im Temperaturverhalten, als der Ölkreislauf.
Das Öl durchläuft nämlich zig Punkte an Ort & Stelle im Motor, diese alle sehr unterschiedliche Wärmeentwicklungen haben.

Zitat:

@Tequila009 schrieb am 9. Mai 2018 um 21:25:41 Uhr:



Zitat:

@LupoR schrieb am 9. Mai 2018 um 20:31:20 Uhr:


und deine Aussage zum Kühlmittel stimmt mal gar nicht für die modernen Motoren, weil sobald Wärmetauscher im Thermomanagement eingebunden sind, sind die Kühlmitteltemepraturen deutlich über 100 Grad C und auf ähnlichem Level wie das Öl...

……

Dass das Kühlwasser auf ähnlichem Level des Öles liegen soll, kommt auf die Messstelle an.
Wenn wir z.B. die Öltemperatur am Feuersteg oder Kolbenhemd messen, dann liegen da locker die zuvor schon genannten >100°C Differenz an.

Was die Temperaturen zwischen Kühlwasser und Öl angeht, sollte man weniger gleich setzen.
Der Kühlwasserkreislauf ist wesentlich homogener im Temperaturverhalten, als der Ölkreislauf.
Das Öl durchläuft nämlich zig Punkte an Ort & Stelle im Motor, diese alle sehr unterschiedliche Wärmeentwicklungen haben.

… soweit schon richtig, nur hat das Öl im Kreislauf wenig Zeit zum kühl werden, das passiert zumeist erst im Ölkühler, falls vorhanden und in der Ölwanne. Die Öltemperatur (je nach Temperaturmanagement) bleibt im Kreislauf meist relativ konstant, hat also wenig Temperaturschwankung, da es nur kurze Zeit an sehr heißen bzw. kühlen Stellen verbleibt, da es ja fließt, je nach Viskosität eben schneller oder langsamer und dadurch Wärme der Motorkomponenten ableitet.

Die Erfahrung hat gezeigt, das dünnere Öle (z.B 5W30) im Betrieb um ein paar Grad (5°-10°) kühler bleiben, als dickere (z.B 5W50), letztere aber auch meist hitzebeständiger und druckstabiler ausgelegt sind, was älteren Motoren, die noch auf höhere Viskositäten ausgelegt sind und ein noch nicht so ausgereiftes Temperaturmanagement besitzen oder konstruktionsbedingt heisser laufen, zugute kommt.

Zitat:

@Ford290 schrieb am 9. Mai 2018 um 17:56:21 Uhr:


das foxstream mehrere Accounts hat wurde doch hier zig mal behandelt,von mir nicht aber von mehreren anderen Usern!! und was ist ein rotzback?

Wenn man so was behauptet, dann muß man das auch belegen können. Dafür bist Du noch gar nicht lange genug dabei.

Ein rotzback ist das Selbe wie ein Ford290.

Zitat:

@B207L schrieb am 9. Mai 2018 um 22:57:30 Uhr:


Die Erfahrung hat gezeigt, das dünnere Öle (z.B 5W30) im Betrieb um ein paar Grad (5°-10°) kühler bleiben, als dickere (z.B 5W50), letztere aber auch meist hitzebeständiger und druckstabiler ausgelegt sind,...

Wir können uns also grundlegend darauf einigen, dass dünnere Öle gegenüber dickeren Ölen einen physikalisch höheren Durchsatz haben. 🙂

Deine angesprochene Hitzebeständigkeit dickerer Öle ist zu pauschal, gerade wenn Du ein 5W-50 anführst.

Dazu gilt es die 1. die Basisöl-Gruppe, und 2. die Basisöldicke zu definieren.
5W-50 sagt so erstmal nichts aus, außer die SAE-Klassifizierung.
Woraus das 5W besteht und wie SAE50 erreicht wurde, steht auf einem ganz anderen Blatt, und somit ebenfalls die Temperaturstabilität.

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