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Welches Motoröl?

Themenstarteram 25. Januar 2004 um 18:12

Hallo,

würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?

Gruß Gorge

Beste Antwort im Thema
am 1. März 2004 um 23:20

Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.

Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.

Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.

Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:

Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!

Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.

Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.

Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.

Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(

Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.

Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.

Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.

Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.

Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.

Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:

"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:

http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf

Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:

"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:

http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html

Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)

Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.

Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.

Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.

Jetzt kommts:

Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.

Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"

Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!

Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.

Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.

Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!

Nochwas:

Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.

Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.

Übrigens:

Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.

Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.

Merke:

Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!

Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.

Und wenn jetzt der Einwand kommt:

„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.

Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)

Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“

Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.

Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!

Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)

Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.

Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)

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Zitat:

@LupoR schrieb am 16. Februar 2018 um 13:34:57 Uhr:

bei mir hat das ASL 0540 im Audi S3 mit dem 228kw EA888 Gen.3 eie TOP Analyseergebnis abgeliefert.

habe keine Analyse vom VST gefunden, die besser aussah.

muss aber auch dazu sagen, dass mein Fahrprofil scheinbar optimal ist -> keine Kurzstrecke, viel BAB und Landstraße, "pendeln", aber auch mal Vollgas

als nächstes kommt jedoch bei mir das Fuchs Titan Supersyn Longlife 5w40 rein.

rein vom Vergleich des Frischöls ist es dem ASL ebenbürtig, hat zusätzlich sogar noch einen Schuss "Bor".

ich kann bei den VAG TSI nur empfehlen, auf Festintervall umzustellen....

das Öl ist fast zweitrangig, das wichtige ist das Intervall -> möglichst "kurz"!

Der flexible Intervall bezieht sich ja nur auf den Ölwechsel, die Inspektionen müssen ja so viel ich weiß auch jährlich gemacht werden wie beim Festintervall.

So jetzt zur Frage und ich hoffe sie verständlich auszudrücken.

Flexibler Intervall heißt unter besten Voraussetzungen 30.000 Km oder 2 Jahre. Es kommt auch vor das

z.B. der Ölwechsel schon nach 22.500 Km und 1.5 Jahre angezeigt wird, weil der Ölsensor das so berechnet hat.

Wäre es jetzt nicht ratsam, wenn ich das Öl nach Festintervall mit 50400 wechsel will, den Flexintervall aktiviert zu lassen, da er mir dann evtl. nach ca. 10.000 Km und 10 Monaten den Ölwechsel wegen viel Kurzstrecke anzeigt? Oder wird man bei VW auch im Festinterval vor Ablauf des Jahres bzw. 15.000 Km zum Ölwechsel aufgefordert?

Valvoline bezeichnet das Maxlife 5W40 als vollsynthetisch:

Maxlife

Der Wahrheit dürfte dies eher nicht entsprechen. Ich werde dieses Öl beim 316i verwenden - vielleicht auch beim 325i. Wobei mich bei beim 325er auch das 5W50 von Addi reizen würde.

Oder einfach mal das ultrabillige Deltiparts 5W40. Bei diesem Auto bin experimentierfreudig, weil es nicht mehr darauf ankommt.

P.S.

Ravenol ist nun Schmierstoffpartner vom Force India F1-Team :D:eek:

Hallo zusammen,

mein alter PC hat den Geist aufgegeben und alle Lesezeichen sind weg...

Kann mir jemand mit dem Link zu einer Tabelle aushelfen, in der die konkreten Anforderungen der einzelnen Herstellernormen aufgeführt sind?

Wo man praktisch die Qualitästunterschiede von zb. MB229.1 zu 229.3 oder 229.5 oder zu BMW xyz vergleichen kann. Es gibt die Liste i-wo hier in den unendlichen Weiten dieses Threads.

Ich meine aber nicht das Lubrizol-Tool, wäre aber auch für diesen Link dankbar.

Zitat:

@UTrulez schrieb am 16. Februar 2018 um 19:32:39 Uhr:

P.S.

Ravenol ist nun Schmierstoffpartner vom Force India F1-Team :D:eek:

Wo hast Du denn da geluschert? :D :D :D

Zitat:

@jw61 schrieb am 17. Februar 2018 um 00:46:27 Uhr:

Wo man praktisch die Qualitästunterschiede von zb. MB229.1 zu 229.3 oder 229.5 oder zu BMW xyz vergleichen kann.

Sowas gibt es nicht.

Diese ganzen Freigaben können nur die Mindestanforderungen der von den Herstellern freiwillig zu prüfenden Öle bestätigen.

Schafft ein Öl z.B. nicht die vorgegebene Fuel-Economy-Spezifikation, so erhält es keine 229.5, obwohl es top Verschleißschutz bietet und hochwertige Basisöle vorzeigt.

Mit den Freigaben kann also keine Qualität der Öle differenziert werden.

Zumal es keine Freigabe-Pflicht gibt. Ein Hersteller ist also nicht gezwungen, sein Öl prüfen zu lassen.

Daher sind die Freigaben objektiv betrachtet am Ende sehr wenig Wert, sollten bei Garantie-Anspruch jedoch zwingend eingehalten werden.

@Tequila009

So ist es!

Schmierstoffe die extrem gut sind besitzen meistens keinerlei Freigaben, weil sie die Mindestanforderungen sowieso überschreiten. Es ist für den Hersteller also nicht notwendig Geld für etwas auszugeben, was sowieso keinerlei Maßstab darstellt. Pauschalisieren kann man diese Aussage dennoch nicht.

Ich habe mal eine Frage zu den Mindestanforderungen. Gibt es eine Zusammenstellung dieser Öl Anforderungen der Motorenhersteller irgendwo im Netz oder muss ich // müsste ich diese bei jedem Hersteller von Motoren (Fahrzeugen) anfragen und dann mit meinem Öl - Eigenschaften vergleichen.

Ich meine hier nicht die Freigabenummern, sondern die Spezifikation zur Erreichung des Freigabeniveau im Details. Es muss ja irgendwo stehen, wenn Freigabe für XYZ erfolgt dann muss das Produkt a,b,c,d,e,f,g erfüllen oder beinhalten.

Im übrigen ist, wenn der Ölhersteller (Additivmixer) nichts unabhängig prüfen muss, dem Betrug oder schöner gesagt, der individuellen Interpretation der Mixturen Tür und Tor geöffnet. Interessant, denn von dieser Seite habe ich es noch nicht betrachtet.

am 17. Februar 2018 um 8:04

Zitat:

@jw61 schrieb am 17. Februar 2018 um 00:46:27 Uhr:

 

Wo man praktisch die Qualitästunterschiede von zb. MB229.1 zu 229.3 oder 229.5 oder zu BMW xyz vergleichen kann. Es gibt die Liste i-wo hier in den unendlichen Weiten dieses Threads.

Ich meine aber nicht das Lubrizol-Tool, wäre aber auch für diesen Link dankbar.

.

@Hunter & @Genie21

https://www.motor-talk.de/.../Attachment.html?attachmentId=725429

Für die Lizenzierung muß der Schmierstoffhersteller vorab die erweiterte Dokumentation schriftlich einreichen. Grundölmischung, Additivpaket, usw. bei davon abweichenden Daten wie neuere OEM-Spezification, neueres selbst formuliertes Additivpaket wird eine Ölprobe fürs Labor angefordert und ausgewertet.

 

Zitat:

@jw61 schrieb am 17. Februar 2018 um 00:46:27 Uhr:

 

Ich meine aber nicht das Lubrizol-Tool, wäre aber auch für diesen Link dankbar.

https://online.lubrizol.com/relperftool/pc.html

Mal was anderes: Was ist eigentlich dran an der Sache, dass für Direkteinspritzer-Benziner LowSAPS Öle empfohlen werden? Helfen die wirklich dabei, das Verkoken der Ventile zu verhindern (weniger Asche) oder fährt man mit einem FullSAPS, welches eine gerine Verdampfungsneigung hat (wie das Ravenol VST 5W-40) besser?

am 17. Februar 2018 um 8:50

http://www.lubritecinc.com/PDF/MB_Spec_EO_Service_Oils_2012.1.pdf

http://www.lubritecinc.com/index.html

Zitat:

@Genie21 schrieb am 17. Februar 2018 um 07:56:53 Uhr:

Gibt es eine Zusammenstellung dieser Öl Anforderungen der Motorenhersteller irgendwo im Netz oder muss ich // müsste ich diese bei jedem Hersteller von Motoren (Fahrzeugen) anfragen und dann mit meinem Öl - Eigenschaften vergleichen.

Ich meine hier nicht die Freigabenummern, sondern die Spezifikation zur Erreichung des Freigabeniveau im Details. Es muss ja irgendwo stehen, wenn Freigabe für XYZ erfolgt dann muss das Produkt a,b,c,d,e,f,g erfüllen oder beinhalten.

Deine Hinterfragung ist definitiv berechtigt und dem gilt es auf den Grund zu gehen.

Was die genauen Prüf-Parameter der Anforderungen sind, wird wohl nicht öffentlich zur Schau gestellt.

Laurin-2008 hat da zwar etwas mit gewissen Inhalten verlinkt, jedoch glaube ich kaum, dass dies alle Faktoren sind.

So gesehen muss den Öl-Herstellern bekannt sein, was es zu erfüllen gilt.

Soweit ich weiß, ist die Nennung "entspricht 229.5" nicht wirklich rechtswirksam.

MB schreibt in der BeVo ja selbst, dass nur namentlich freigegebene Öle auch wirklich eine Freigabe haben, und dass ein Öl mit z.B. "MB-Freigabe 229.5" ausgeschrieben werden muss.

Darauf liegt der Rechtschutz.

Ab jetzt meine Theorie

Nun liegt es an den Öl-Herstellern fair und entsprechend die Öle einzustufen.

Alles darunter obliegt wohl einer Vertrauensbasis.

Rowe z.B. stuft ihr Synth RS 5W-40 mit der 229.3 ein.

Kommen wir zu dem Punkt der nicht geschützten "Empfehlung nach...", kann sich ein Öl-Hersteller wohl schnell eine Klageschrift der Vortäuschung nicht erbrachter Leistung einhandeln.

Ich schließe aus dem Ganzen, dass jeder Öl-Hersteller auf Anfrage einen Bewertungskatalog bekommt. Also welche Kriterien die Öle für Freigabe XY erfüllen müssen.

Und ab da an sind die Öl-Hersteller selbst für ihre Ausschreibung "entspricht..." verantwortlich.

Natürlich wäre es hierbei möglich, ein Öl nach 229.3 auch mal eben nach 229.5 höher zu stufen.

Doch sollte bei Stichproben heraus kommen (z.B. MB überprüft die Öle), dass die 229.5 Einstufung völlig aus der Norm fällt, gibt es (sollte es) gewaltig Ärger.

Es geht dann nämlich nicht um die geschützte Freigaben-Nennung (MB-Freigabe xxx.xx), sonder um eine arglistige Täuschung.

Ich weiß es natürlich nicht, doch so stelle ich mir das System vor.

Meine Theorie hat hier das Ende erreicht

EDIT

Bei den Abgaswerten läuft/lief es ja in dieser Form.

Die Hersteller müssen/mussten sich selbst überprüfen, ob das auch stimmt was nach Katalog vorgegeben ist/war.

Beim Thema Öl-Freigaben kann ich mir sowas auch sehr gut vorstellen..... :D

Ich bezweifle, dass ein Kfz-Hersteller derart am Wohle seiner Kunden interessiert ist, dass er sich die Mühe macht div. am Markt befindliche Öle mit der Larifari Bezeichnung "entspricht xxx" zu testen und im Falle einer negativen Auffälligkeit auch noch kostenintensiv juristisch dagegen vorzugehen.

Ich würde sogar annehmen, dass in einem konkreten Verdachtsfall, wenn ein Kunde dem Hersteller mitteilt: "Liebe DB AG, ich habe das Öl XY engefüllt und das ist gar nicht gut weil ...., es hat aber die Bezeichnung entspricht DB 229.xx", die Antwort kommt: Lieber Kunde, was füllst Du so einen Mist ein, s. Bevo-Ölfreigaben"

Zitat:

@salieridai schrieb am 17. Februar 2018 um 09:07:17 Uhr:

Zitat:

@jw61 schrieb am 17. Februar 2018 um 00:46:27 Uhr:

 

Ich meine aber nicht das Lubrizol-Tool, wäre aber auch für diesen Link dankbar.

https://online.lubrizol.com/relperftool/pc.html

Mal was anderes: Was ist eigentlich dran an der Sache, dass für Direkteinspritzer-Benziner LowSAPS Öle empfohlen werden? Helfen die wirklich dabei, das Verkoken der Ventile zu verhindern (weniger Asche) oder fährt man mit einem FullSAPS, welches eine gerine Verdampfungsneigung hat (wie das Ravenol VST 5W-40) besser?

Danke für den Link.

VW gibt für deren Bedi LowSaps vor, FullSaps sind dort IMHO mittlerweile gar nicht mehr freigegeben (bin mir da aber nicht 100% sicher).

MB lässt dir bei den Bedi die Wahl zwischen MidSaps und FullSaps (hier sogar mit verlängerter Startlaufstrecke bis 25.000km)

VW verkoken trotzdem, MB eher nicht.

Frag mich nicht, woran das liegt, am Saps-Level aber eher nicht.

Ergo bleibe ich bei meinem MB-Bedi bei einem FullSaps nach 229.5 , wird wohl im Juni das SHU 0W-40

Zitat:

@Laurin-2008 schrieb am 17. Februar 2018 um 09:50:43 Uhr:

http://www.lubritecinc.com/PDF/MB_Spec_EO_Service_Oils_2012.1.pdf

http://www.lubritecinc.com/index.html

Danke dir für die Links, alte Hasen wissen eben was gemeint ist.

Hatte hier nicht mal jemand die MB-Normen um die BMW und VW-Normen ergänzt?

Zitat:

@Genie21 schrieb am 17. Februar 2018 um 07:56:53 Uhr:

 

Im übrigen ist, wenn der Ölhersteller (Additivmixer) nichts unabhängig prüfen muss, dem Betrug oder schöner gesagt, der individuellen Interpretation der Mixturen Tür und Tor geöffnet. Interessant, denn von dieser Seite habe ich es noch nicht betrachtet.

.

Und weil darüber keiner was weiß, wird eben seit 6.000 Seiten vermutet und philosophiert, ob sich der Heilige Gral nicht doch noch finden liese. :cool:

Hallo,

ich suche für meinen BMW 520d Bj2015 ein geeignetes Motorenöl. Da mein Fahrprofil etwas „spezieller“ ist, bräuchte ich vielleicht etwas Input.

Insgesamt ca.15Tkm/Jahr, im Winter häufig Kurzstrecke (ca.12km), im Sommer dann viele Gespannfahrten mit dem Wohnwagen (ca. 5-6Tkm). Vorgaben wären LL04. Ins Auge habe ich nun das Addinol Premium 0540 C3 gefasst, zwecks der besseren Heißvisko.

Habt ihr vielleicht noch weitere Ideen?

 

Edit: Das Öl wird auch immer zum Frühjahr gewechselt, also zum „Saisonbeginn“

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