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Welches Motoröl?

Themenstarteram 25. Januar 2004 um 18:12

Hallo,

würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?

Gruß Gorge

Beste Antwort im Thema
am 1. März 2004 um 23:20

Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.

Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.

Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.

Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:

Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!

Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.

Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.

Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.

Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(

Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.

Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.

Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.

Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.

Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.

Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:

"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:

http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf

Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:

"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:

http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html

Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)

Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.

Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.

Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.

Jetzt kommts:

Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.

Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"

Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!

Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.

Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.

Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!

Nochwas:

Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.

Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.

Übrigens:

Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.

Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.

Merke:

Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!

Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.

Und wenn jetzt der Einwand kommt:

„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.

Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)

Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“

Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.

Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!

Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)

Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.

Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)

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Zitat:

@frank_rav schrieb am 11. November 2017 um 12:50:49 Uhr:

15W40/50 Öle werden aber von Tunern/ Chiptunern sehr gerne in den leistungsgesteigerten Motoren eingesetzt, warum wohl ?

Das wüssste ich auch gerne . Denn die wissen nicht was sie tun . Ich kenne auch 2 sehr gute Tuner und das einzige was verwendet wird sind 10w60 / 5w50 / 5w40 und 0w40 . Je nach dem was am motor alles gemacht wird.

am 11. November 2017 um 12:57

Zitat:

@Hunter123 schrieb am 11. November 2017 um 13:15:36 Uhr:

Zitat:

@frank_rav schrieb am 11. November 2017 um 12:50:49 Uhr:

15W40/50 Öle werden aber von Tunern/ Chiptunern sehr gerne in den leistungsgesteigerten Motoren eingesetzt, warum wohl ?

Das wüssste ich auch gerne .

Denn die wissen nicht was sie tun .

Ich kenne auch 2 sehr gute Tuner und das einzige was verwendet wird sind 10w60 / 5w50 / 5w40 und 0w40 . Je nach dem was am motor alles gemacht wird.

Ein Tuner mit Kompetenz weiß wohl was er tut.

Umsonst schreiben er nicht auf seiner Webseite,

das bei Motore über 100000km Laufleistung keine Garantie gewährt wird.

Grund ist die, bei der Leistungssteigerung,

höhere Flächenpressung in den oberen Pleuel- und unteren KW-Lagerschalen.

Über Sputter-Lager haben wir doch einiges dazu sehr informatives eingestellt,

das bei Hochdrehmoment-Motore Sputterlager unabdingbar sind.

Mit der Motor-Laufzeit werden die tragenden Sputter-Beschichtungen abgerieben,

sodas der tragenden Grundölviskosität ein höherer Stellenwert zu kommt.

So kann es durch aus sein, das bei einigen Motoren, mangelst Öldruck bei geringer Drehzahl, oder schmalen Lagerschalen, das Lasttragevermögen über viskosere Grundöle angehoben werden muß.

Nicht vergessen,

Verschleißschutzadditive wirken erst bei Mischreibung = Metallkontakt.

Motoröle lösen bis zu 10% Blow-by Gas, emulgieren Kondensat aus Wasser und Kraftstoff.

Gruß

Zitat:

@Hunter123 schrieb am 11. November 2017 um 13:15:36 Uhr:

Zitat:

@frank_rav schrieb am 11. November 2017 um 12:50:49 Uhr:

15W40/50 Öle werden aber von Tunern/ Chiptunern sehr gerne in den leistungsgesteigerten Motoren eingesetzt, warum wohl ?

Das wüssste ich auch gerne . Denn die wissen nicht was sie tun . Ich kenne auch 2 sehr gute Tuner und das einzige was verwendet wird sind 10w60 / 5w50 / 5w40 und 0w40 . Je nach dem was am motor alles gemacht wird.

Die Sache mit Basisöldicke und Polymeren solltest Du nochmal nachlesen.

10W-60, 5W-50 und 0W-40 sind nämlich die Viskositätsbereiche mit dem größten Anteil an VI-Verbesserern (Kunststoff/Plastik).

Und wenn ein Tuner auf 20W-60, 15W-50, 10W-40 sowie 10W-30 geht, dann liegt es einfach an dem vorhandenen Hintergrundwissen um die Basisöldicke (Nutzungsprofil sollte natürlich beachtet werden).

Deine aufgezählten SAE-Klassen sind einfach nur Standard, weil jeder sie kennt und halbwegs damit vertraut ist.

Unter hohen Belastungen muss es einen möglichst stabilen Ölfilm geben.

Und was ist belastbarer? Basisöl oder Polymer-Kunststoffe?

Sind Dir Einbereichs-Rennöle bekannt? SAE30, SAE40 usw. ...ganz ohne VI-Kunststoff?

Hast Du Dir mal angesehen, was die VI-Verbesserer überhaupt sind?

So ein "Hartgummi"-Block, dieser im Öl gelöst wird mal angesehen?

Diese ganzen Infos sind locker zu finden. Man sollte sich damit nur mal beschäftigen und verstehen, was da genau Phase ist.

Ich finde das interessant, dass man hier und anderen deutschen Foren immer wieder in Richtung dickes Öl driftet.

Wenn man auf ausländischen Seite guckt, dann werden 0w Öle weit über 5w Öle gestellt und 10w und gar 15w Öle sind gar nicht mehr existent.

Auf Seiten wie https://bobistheoilguy.com/motor-oil-101/ wird z.B. auch beschrieben, das hoher oilflow wichtiger für die Lagerschalen ist als hoher Öldruck und ein zu dickes Öl eher thermische Probleme macht, weil der oilflow zu gering ist bei hohen Drehzahlen und so weniger Wärme aus den Lagern abtransportieren kann.

Dann gibt es noch solche Blogs wie diesen hier:

https://540ratblog.wordpress.com/.../

Angeblich ein Ingenieur und ist auch eher für 0w-20er Öle als für dickere, wobei er auch klarstellt, dass die Viskosität eher zweitrangig ist.

Irgendwo wurde sogar ein Beispiel gebracht, dass ein bestimmter BMW M Motor ein sehr geringes Lagerspiel hat und mit 0w30 am längsten halten würde. Aber BMW füllt 10w60 ab Werk ein und sorgt für viele Lagerschäden bei diesen Motoren.

Ich muss sagen, dass die die Erklärungen für dünneres Öl erst Mal für mich logischer anhören, aber man muss mehr aufpassen, dass es eben nicht zu dünn wird und genau das ist ja die Entwicklung moderner Öle.

Die Kaltvisko wird immer dünner, während die Heißvisko möglichst stabil bleibt.

Bei guten 0w-20er ist die Visko bei 150°C ja immer noch zwischen 2.5-3 während einige 10w-40 oder gar 15w-40 auch kaum über 3.5 kommen, aber kalt einfach viel zu dick für alle Motoren sind.

Man tut sich mit einem billigen 15w40, um "auf Nummer sicher" zu gehen teilweise wirklich keinen Gefallen.

Ich kann mir nur in Ausnahmefällen vorstellen, dass ein 15w50 oder so noch sinnvoll ist, aber auch nur wenn die Viskosität bei 150°C irgendwo bei 5 oder mehr liegt und das benötigen vielleicht nur sehr stark getunte Motoren.

Was meint ihr?

Diese Aussagen auf BitOG mit dem 0W-20 sind hierzulande mit Vorsicht zu genießen.

In den Staaten gibt es keine BAB mit open End.

Öldurchsatz ist in der tat wichtig, aber ebenso auch der Öldruck.

Beide Parameter müssen ausgewogen sein, um für gute Kühlung sowie gleichzeitig ein Mindestmaß an Druck zu sorgen.

Wenn es so sehr auf den Durchsatz ankäme, würde die Motoren nicht mit 0W-20 fahren, sondern mit SAE0, quasi 0W-Basisöl pur.

0W-8 z.B. wird aktuell vorerst nur bei Hybriden eingesetzt.

Die Viskosität ist beim Öl der wichtigste Parameter! Alles andere kommt danach.

Und wenn Ölbohrungen samt Lagermaße sehr verjüngt sind, darf eben nur bis z.B. SAE30 gefahren werden.

Die Sache mit Schmierfilmdicke und Verschleißschutz-Additiven ist etwas schwieriger.

Einerseits gibt es den physikalischen Verschleißschutz durch Viskosität (Widerstand), und andererseits gibt es die Möglichkeiten die Mischreibung sehr gut zu händeln, sodass es nur zu extrem geringen Verschleiß kommt.

Aber da kommt es auch sehr auf den Motor an...

Wenn man bedenkt das technologisch gesehen ein 20 Jahre alter Motor eigentlich nicht Alt ist, so viele hat sich da nicht mehr verändert wenn man sich die Schmierung anschaut. In den 90ern waren 15W genau so modern wie Heute, passend für eine Fahrradkette oder eine Gartentür aber nichts für den Motor. Dazu wieder mal die guten alten Ford Zetec, ein Motor der ab 1993 im Mondeo verbaut wurde und konstruktiv auf 0/5W ausgelegt war. 10/15W hat der Motor spätestens ab Spätherbst mit Arbeitsverweigerung belohnt, oder verbrannten Ventilen.

Tuner und das Öl, wie bei Motoreninstandsetzern ein Thema für sich. Bekannter hatte Ende der 90er/ Anfang der 2000er einen Kunden der neben seinem Tuning noch die Motoren einer Nachwuchsrennserie betreute, Er verwendete ausschließlich 0W40. Da er die Motoren in der Regel erst nach der Saison wieder in die Finger bekam konnte er schön sehen wie die Ölphilosophie der einzelnen Teams aussah. Die Einen wechselten öfter, andere Selten. Einige Wenige verwendeten gegen seinen Rat 10/15W40 usw. Bei der Revision nach Saisonende sah er dann die Auswirkungen. Gab dann auch immer Vorwürfe das er sich für seine Fahrer die besten Motoren aussuchen würde. Was Blödsinn ist da die Motoren vor Saisonbeginn ausgelost wurden, rein deswegen schaute er schon das alle Motoren Gleichwertig waren.

Und was BMW und deren M-Motoren angeht, da war das Problem das Castrol ausser dem 10W60 nichts im Programm hatte was halbwegs für diese Motoren taugte. Sollen damals Einige auf M1 5W50 umgestiegen sein. Was für einen AMG taugt sollte auch bei einem M reichen.

Zitat:

@Tequila009 schrieb am 11. November 2017 um 15:01:39 Uhr:

Diese Aussagen auf BitOG mit dem 0W-20 sind hierzulande mit Vorsicht zu genießen.

In den Staaten gibt es keine BAB mit open End.

Wobei dieser Spruch mir nur noch auf den Sack geht. Die Leute im Ausland fahren auf den Rennstrecken mit 0w-20 und die Motoren gehen nicht hoch. Selbst Ölanalysen sind unauffällig.

Beim Rest gebe ich dir Recht. Es muss halt beides stimmen und das ist bei den guten dünnen Ölen scheinbar der Fall. Dennoch 15w50 zu benutzen erschließt sich dann einfach irgendwie nicht.

Zitat:

@Sir Donald schrieb am 11. November 2017 um 15:07:46 Uhr:

 

Und was BMW und deren M-Motoren angeht, da war das Problem das Castrol ausser dem 10W60 nichts im Programm hatte was halbwegs für diese Motoren taugte. Sollen damals Einige auf M1 5W50 umgestiegen sein. Was für einen AMG taugt sollte auch bei einem M reichen.

Da haben die Entwickler aber mächtig Mist gebaut, wenn das wirklich stimmt. Wenn der Stellenweise so heiß wird, dass der ein W60er Öl braucht, läuft doch etwas schief.

https://www.oilmonster.de/shop/

Dieser Firma ist es scheinbar wichtig den Verschleißschutz mit der Eigenmarke "JustOil" in den Vordergrund zu stellen. Wissen die vielleicht mehr als das was uns die großen Motorölhersteller so anbieten ?

Dass BMW in M Motoren ab Werk etwas anderes einfüllt als 5W-30 ist mir neu.

Vor Jahren war beim M5 und M3 10W60 vorgeschrieben.

Und wenn es Techniker nicht hinbekommen das der Ventiltrieb mit einem 0/5W40 klarkommt ist das Traurig. Denn die meisten Ferrari kommen mit 5W40 aus, zumindest seinerzeit als BMW 10W60 benötigte.

Kann natürlich auch schlicht daran liegen das nicht der Motor das Problem war sondern der Öllieferant, seinerzeit war BMW vertraglich an Castrol gebunden.

Da dieses Vertragsverhältnis nicht mehr besteht sind natürlich als andere Öle möglich.

Hallo Jungs! Habe paar Seiten gelesen,aber für alle 5000 und mehr kein Lust:) Habe Zafira B,1,7cdti A17DTR Motor,und

im Moment Habe ich Von GM 5w30 Öl drin. Auto hat viel Kilometern,aber läuft sehr gut,wollte wissen,sind diese 5w30 Ölen wirklich gut oder nur Hersteller Trick dem zu verkaufen?

Weil gibts so viel verschieden Sorten von 5w30 Öl,aber eine für VW,andere Opel,dritte Ford etc..Kann ich ohne Sorgen auch 0w40 fahren von Mobil? Danke Euch!

Mein Z17DTJ also noch Euro 4 Version von deinem klingt mit einem 30er Öl besser.

 

Was ich aber immer beobachten konnte war das er mit 0W40 oder 0W30 ein klappern im Kopf hatte bei Temperaturen unter -5 Grad. Mit einem 5W40 oder auch 5W30 ist das nicht. Was das Geräusch verursacht kann ich nicht sagen. Hydros hat er ja keine. Aktuell werkelt ein Total Ineo MC3 5W30 im Motor.

 

Wechsel alle 6 Monate bedingt durch viel Kurzstrecke, macht ca. 6000km. Hat ja auch über 200tkm auf der Uhr der Gute :)

 

Als Freigabe setzt Opel Dexos2 voraus. Wenn du keine Garantie hast geht auch eine alternative Freigabe eines C3 Öls ohne das Dexos2 auf dem Gebinde steht.

 

BMW LL04, MB-229.51/52, VW 50700

 

 

Hallo Nuth! Danke für Antwort. Meine hat schon Euro 5 Norm,ich habe bis jetzt gekauft von GM Öl,weil war gunstigste,

INEO kennt ich von Citroen klar,aber habe ihm nichts benutzt. Mein Gute hat jetzt 384tkm,und läuft sehr gut,sorge habe

ich mit Partikelfilter wegen Kurzstrecke,aber das ist jetzt auch im Plan zu lösen.

am 12. November 2017 um 9:31

Zitat:

@Sir Donald schrieb am 11. November 2017 um 16:32:13 Uhr:

 

Vor Jahren war beim M5 und M3 10W60 vorgeschrieben.

Und wenn es Techniker nicht hinbekommen das der Ventiltrieb mit einem 0/5W40 klarkommt ist das Traurig.

Denn die meisten Ferrari kommen mit 5W40 aus, zumindest seinerzeit als BMW 10W60 benötigte.

.

BMW hat ein exklusives 10W60 auf PAO basierendes Werkstattprodukt befüllt.

Schon Sterndokter hat seinerzeit die Unterschiede vom RS zum TWS aufgezeigt.

Zur Zeit wird das das Castrol EDGE 10W-60 mit TITANIUM FST™ angeboten.

Bei allen Überlegungen sollte man nicht vergessen, daß das Grundöl ein 10W ist.

Höherviskose Grundöle haben je nach Öl-Gruppe ein unterschiedliches Luftabscheidevermögen.

Beim Hydroklapper ist weiterhin zu unterscheiden, ob Tassenstößel oder Kugelkopf.

http://www.kfz-tech.de/.../HydraulischerVentilspielausgleich.htm.

Die Zugabe von 0,5 Liter 4T Motoröl zb. Motul 7100 oder Silkolene Pro 4 verbessert das Luftabscheidevermögen. Wie bei einer Sonnenblume, die gelben Blätter einen Kranz bilden, so bilden starkpolare Moleküle, antagonistisch einen Film auf den metallischen Oberflächen im Ringspalt der Hydros aus.

Ölzusätze gegen Hydroklapper sind teuer und haben auch keine Freigabe.

4T Motoröle mit Ester basieren auf PAO und haben wegen der Getriebeschmierung hochwirksame Entschäumer und sehr robuste VI-V.

Video zeigt Ablagerungen an den Stößeln

https://www.youtube.com/watch?v=ySf0r8GGMOY

Zitat:

@Laurin-2008 schrieb am 12. November 2017 um 10:31:59 Uhr:

BMW hat ein exklusives 10W60 auf PAO basierendes Werkstattprodukt befüllt.

Schon Sterndokter hat seinerzeit die Unterschiede vom RS zum TWS aufgezeigt.

Zur Zeit wird das das Castrol EDGE 10W-60 mit TITANIUM FST™ angeboten.

Aber auch das Castrol der Grund für 10W60 ist, weil BMW damals keinen anderen Lieferanten anheuern durfte.

Ebenso hat er ja auf andere Hochdehzahlmotoren verwiesen die mit handelsüblichem 5W40 zurechtkamen und das bei AMG das M1 5W50 verwendet wird, und das auch M-Fahrer teilweise einsetzten weil das Castrol auch in der Werkstattversion nicht das Beste war. Das aus dem freien Handel war ja wohl schlicht qualitativer Mist.

Die Frage ist ob ein 10W beim Kaltstart nicht mehr Verschleiß verursacht als das 60 Heiß vermeiden kann.

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