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Welches Motoröl?

Themenstarteram 25. Januar 2004 um 18:12

Hallo,

würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?

Gruß Gorge

Beste Antwort im Thema
am 1. März 2004 um 23:20

Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.

Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.

Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.

Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:

Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!

Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.

Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.

Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.

Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(

Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.

Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.

Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.

Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.

Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.

Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:

"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:

http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf

Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:

"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:

http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html

Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)

Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.

Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.

Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.

Jetzt kommts:

Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.

Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"

Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!

Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.

Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.

Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!

Nochwas:

Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.

Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.

Übrigens:

Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.

Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.

Merke:

Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!

Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.

Und wenn jetzt der Einwand kommt:

„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.

Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)

Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“

Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.

Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!

Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)

Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.

Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)

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Hallo zusammen,

ich habe folgendes Motoröl ggf. versehentlich gekauft...

Fahre ein Touran 1.4 TSI mit 140 PS BJ 2014

Die ASIN Nummer von dem gekauften ÖL ist: B00O4361UW (Spec Freigabe VW50400 & 50700 & Porsche C3)

Ich weis das ich ein 5W-30 Öl brauche und das sollte auch passen mein ich. MIch verwirrt gerade nur das auf der Pakung groß das AUDI Logo drauf ist und das ÖL für Benzin & Diesel geeignet sein soll.

Kann ich das ÖL problemlos nutzen ?

Viele Grüße

Sebastian

Zitat:

@Leon596 schrieb am 5. November 2017 um 01:03:26 Uhr:

Diesel und Kurzstrecke...

Naja, wobei, ich fahre ja auch 2x Kurzstrecke im Monat.

Ca 50 Kilometer pro Fahrt dann

Nenne mir einen leistungsfähigen haltbaren Benziner im INSIGNA A bis einschließlich MJ 2012 der mit nem Wandler gekoppelt ist.

Das wäre dann ein Lösungsansatz im Jahre 2013 für einen Jahreswagen gewesen, mir war seiner Zeit keiner bekannt und zum jetzigen Zeitpunkt wüsste ich nicht was ich hätte besseres auswählen können. Andere Motoren sind schlicht von zu teuren defekten "gesegnet" um für mich als private langfristige Investition durchzugehen um mir das Leben zu erleichtern.

Und ja, es musste der INSIGNIA ST sein.

Der noch in Frage kommende VOLVO V70 wäre mir gefühlt zu groß, mit geringer Laufleistung in der Anschaffung und im Unterhalt zu teuer, auch ohne Defekte. Ebenso ist der Öl-Weg VOLVOs nicht meiner.

Zitat:

@Paykowseb1984 schrieb am 5. November 2017 um 13:26:12 Uhr:

Hallo zusammen,

ich habe folgendes Motoröl ggf. versehentlich gekauft...

Fahre ein Touran 1.4 TSI mit 140 PS BJ 2014

Die ASIN Nummer von dem gekauften ÖL ist: B00O4361UW (Spec Freigabe VW50400 & 50700 & Porsche C3)

Ich weis das ich ein 5W-30 Öl brauche und das sollte auch passen mein ich. MIch verwirrt gerade nur das auf der Pakung groß das AUDI Logo drauf ist und das ÖL für Benzin & Diesel geeignet sein soll.

Kann ich das ÖL problemlos nutzen ?

Viele Grüße

Sebastian

Ja darfst du!

Du hast ja deine Freigabe drauf

Lg

Zitat:

Ventilspiel kontrollieren war nicht vorgesehen. War auch völlig unauffällig, wie lange letztendlich weiß ich wegen Verkaufes nicht.

massives Spiel im Ventiltrieb kann eigentlich nur durch Verschleiß von Nocken oder Kipphebeln kommen... die heute häufig verwendeten Rollenschlepphebel haben nahezu keinen Verschleiß mehr wenn sie einigermaßen Öl bekommen... ich habe bisher auch nach 300.000km mit Rollenschlepphebeln noch das Schleifmuster auf den Nocken gesehen... neben enstprechender Fahrweise oder schlechter Pflege kommen im Ventiltrieb auch immer wieder Materialschwächen vor..falsche Härtung der Nockenwellen z.b... dann verschleißt alles im Zeitraffer oder die Nocken haben Materialausbrüche.

Generell finde ich daß Ventiltriebe ohne Hydroelemente sehr rauh und laut laufen und das ist ebenso wenig zeitgemäß wie das aufwendige prüfen oder Einstellen... häufig muß bei heutigen Motoren ja erst mal 2h zerlegt werden ehe man an den Ventilen ist ... die Begründung der Hersteller weniger Reibung etc halte ich eher für Ausreden.. Einsparung bei der Herstellung ist das Thema.

Hydroelemente sind eigentlich problemlos wenn man Ölwechsel in sinnvollen Intervallen macht.

Nach meiner Erfahrung kann auch zu dickes Öl zu Problemen mit Hydros führen... neben dem Druck muß auch ein gewisser Durchfluß vorhanden sein und die Ölpumpen sind heute eh im Leerlauf sehr knapp ausgelegt bzw werden runtergeregelt... ich tendiere deshalb bei Serienmotoren dazu, das zu verwenden was der HErsteller sagt und lieber öfters zu wechseln.

Bei mir tickern mit einem W40 Öl auch die Hydros im Leerlauf, war von Anfang an so .. mit einem Dexos 1 bzw einer Visko in dem Bereich, ist alles ruhig

am 6. November 2017 um 8:48

Zitat:

@HL66 schrieb am 6. November 2017 um 09:28:33 Uhr:

Zitat:

Ventilspiel kontrollieren war nicht vorgesehen. War auch völlig unauffällig, wie lange letztendlich weiß ich wegen Verkaufes nicht.

massives Spiel im Ventiltrieb kann eigentlich nur durch Verschleiß von Nocken oder Kipphebeln kommen... die heute häufig verwendeten Rollenschlepphebel haben nahezu keinen Verschleiß mehr wenn sie einigermaßen Öl bekommen... ich habe bisher auch nach 300.000km mit Rollenschlepphebeln noch das Schleifmuster auf den Nocken gesehen... neben enstprechender Fahrweise oder schlechter Pflege kommen im Ventiltrieb auch immer wieder Materialschwächen vor..falsche Härtung der Nockenwellen z.b... dann verschleißt alles im Zeitraffer oder die Nocken haben Materialausbrüche.

Generell finde ich daß Ventiltriebe ohne Hydroelemente sehr rauh und laut laufen und das ist ebenso wenig zeitgemäß wie das aufwendige prüfen oder Einstellen... häufig muß bei heutigen Motoren ja erst mal 2h zerlegt werden ehe man an den Ventilen ist ... die Begründung der Hersteller weniger Reibung etc halte ich eher für Ausreden.. Einsparung bei der Herstellung ist das Thema.

Hydroelemente sind eigentlich problemlos wenn man Ölwechsel in sinnvollen Intervallen macht.

Nach meiner Erfahrung kann auch zu dickes Öl zu Problemen mit Hydros führen... neben dem Druck muß auch ein gewisser Durchfluß vorhanden sein und die Ölpumpen sind heute eh im Leerlauf sehr knapp ausgelegt bzw werden runtergeregelt... ich tendiere deshalb bei Serienmotoren dazu, das zu verwenden was der HErsteller sagt und lieber öfters zu wechseln.

Bei mir tickern mit einem W40 Öl auch die Hydros im Leerlauf, war von Anfang an so .. mit einem Dexos 1 bzw einer Visko in dem Bereich, ist alles ruhig

Laut und rau?

Ich kann von 3 Honda's mit Rollenkipphebeln ohne Hydros berichten, die man im Stand quasi nicht hört.

Selbst mit offener Motorhaube hört man nur das Ticken der Einspritzventile. Mehr nicht.

Übrigens ab Neuzustand.

Mein Civic mit 0km war flüsterleise und ist es jetzt nach 6 Jahren genau so. Der Jazz oder CR-V Motor waren es nach 130tkm immer noch genau so leise, ohne dass das Ventilspiel nachgestellt werden musste.

Zudem ist es auch noch völlig wurst welches Öl man reinkippt. Ändert nichts an der Lautstärke.

Es klappert nie beim Kaltstart, selbst wenn dar Motor einen Monat lang nicht lief.

Das Nachstellen dauert übrigens keine halbe Stunde, weil die Motoren oben nicht mit Gedöns verbastelt sind.

am 6. November 2017 um 9:10

Zitat:

@HL66 schrieb am 6. November 2017 um 09:28:33 Uhr:

 

Generell finde ich daß Ventiltriebe ohne Hydroelemente sehr rauh und laut laufen und das ist ebenso wenig zeitgemäß wie das aufwendige prüfen oder Einstellen... häufig muß bei heutigen Motoren ja erst mal 2h zerlegt werden ehe man an den Ventilen ist ... die Begründung der Hersteller weniger Reibung etc halte ich eher für Ausreden.. Einsparung bei der Herstellung ist das Thema.

Hydroelemente sind eigentlich problemlos wenn man Ölwechsel in sinnvollen Intervallen macht.

Nach meiner Erfahrung kann auch zu dickes Öl zu Problemen mit Hydros führen... neben dem Druck muß auch ein gewisser Durchfluß vorhanden sein und die Ölpumpen sind heute eh im Leerlauf sehr knapp ausgelegt bzw werden runtergeregelt... ich tendiere deshalb bei Serienmotoren dazu, das zu verwenden was der HErsteller sagt und lieber öfters zu wechseln.

Ventilspiel,

Hydroelemente sind heute Stand der Technik. Andere Lösungen dienen oft nur als Arbeitsbeschaffung.

Lösungen mit Shims haben oft zur Folge das nach dem Messen des Ventilspiels,

zum Einstellen des Ventilspiels, die Nockenwelle zum Einlegen der neuen Shims ausgebaut werden muß.

Viele Motorradfahrer fallen dann aus allen Wolken wenn sie nach einer großen Inspektion für 4 bis 6 Arbeitsstunden, 320 bis >700€ auf der Rechnung nur für das Einstellen der Ventile finden.

Hydros sind mit Stichleitungen konzepiert,

diese klackern nur wenn die Stichleitung leerläuft, oder das Öl aus den Hydros über das Eigengewicht über den Ringspalt der Tassen bzw Kolben als Leckage ab fließt.

Motoröle mit weniger wirksamen Entschäumern begünstigen Windkessel-Effekte, Ölfilter ohne/schlechte Rücklaufsperre, undichte Rückflußverhinderer in der Stichleitung zu den Hydros, überlagerte Motoröle begünstige das Klackern.

Motoröle mit Ester neigen weniger zum Klackern. Bei Problemen kann man 0,5 Liter 4T-Motul 7100 oder Fuchs 4T-Silkolene Esteröl zugeben. Anderes PKW Motoröl ausgelobt mit Ester geht auch.

OEM-Freigabe hin, OEM-Freigabe her, alle Ölzusätze gegen Klappern haben auch keine Freigabe.

Somit ist man wieder in der Eigenverantwortung.

Meine Motorräder Honda CBX mit hyraulischen Ventilspielausgleich funktionierten vom Frühling bis Spätherbst, alle auch mit 20W50 einwandfrei.

Am teuersten (Arbeitszeitt*Stundensatz) ist das Einstellen der Ventile bei den Ducatis, VFR Hondas und BMWs. Da sollte man Riechsalz mitnehmen.

Hydrostössel Stand der Technik? Die hatte mein 1987 Ascona und mein Vectra C aus 2008 nicht.

Beim Z18XER wird das Ventilspiel aber erstmals nach 150.000 Km geprüft und nur wenn nötig eingestellt.

Dazu müsste ich das Auto aber noch 5 Jahre fahren, dann wäre er 14 Jahre alt und solange werde ich den sicher nicht mehr haben.

Also hydrostössel hatte zumindest vw schon sehr früh am Start . Mein Golf 2 Bj 87 1.6 75 Ps PN motor hatte auch schon hydros und ich meine die ganzen opel E kaddes damals ab BJ 90 hatten auch schon hydros. Da hatte ich bis jetzt noch nie Probleme oder Ausfälle gehabt.

Hydrostößel sind auf dem Rückzug. Sie sind teuer, anfälliger und vor allem ungenauer bezüglich der Steuerzeiten.

Heute kann man Ventiltriebe bauen die quasi nicht mehr verschleißen. d.h. wird bei 120tkm kontrolliert. sollte man es beim Öl nicht schleifen gelassen haben und nicht immer Drehzahlorgien gefahren haben wird da nichts nachgestellt.

Die ersten Kadett D ab 1979 mit 1.3 OHC Motor hatten schon Hydrostößel.

Nur die ersten Modelle hatten Probleme mit zu weichen Nockenwellen, die nicht ausreichend genug gehärtet waren.

Eventuell war auch hier das Öl nicht entsprechender Spezifikation mitschuldig.

Zitat:

@Provaider schrieb am 6. November 2017 um 10:39:46 Uhr:

Hydrostößel sind auf dem Rückzug. Sie sind teuer, anfälliger und vor allem ungenauer bezüglich der Steuerzeiten.

Was ja auch die Abgase beim Kaltstart beeinflusst.

Ford hat in den 90ern begonnen die Hydros bei den Benzinern wieder rauszuschmeißen. Liest man was davon das a) das Ventilspiel öfters nicht mehr stimmt und b) die Kunden über hohe Inspektionskosten jammern?

Abgesehen von untauglichen Umbauten auf Gas sind Fahrzeuge ohne Hydros unauffällig.

Also ich vermisse die Hydros nun wirklich nicht !

Bei mir muss jeder Kipphebel 2 Ventile drücken , ich muss einfach nur das Ventilspiel mal einstellen und dann läuft der Motor mit dem 60er Öl wieder seidenweich .

Ob sich die Arbeit noch lohnt bei 250tkm stell ich mal in Frage , da steck ich meine Energie lieber in den Tauschmotor !

Die Motoren ohne Hydros die ich bisher gehört habe hatten ein Laufgeräusch wie Katastrophe...im direkten Vergleich .. noch nie einen gesehen der vom Kaltstart an butterweich lief....

und wenn das Ventilspiel doch mal zu eng wird aus irgendeinem Grund, dann ist auch mal schnell ein Ventil weggebrannt.... Abgas hin oder her, für mich ist das ein Rückschritt in die 70er und 80er den ich persönlich nicht will..aber gut, ich such mein Auto vielleicht nach anderen Kriterien weil ich damit einfach fast 50.000km im Jahr fahre und das selber bezahlen muß...so werde ich mir auch nie wieder einen Motor mit Zahnriemen kaufen, aber das hatten wir schon mal

Zitat:

Ford hat in den 90ern begonnen die Hydros bei den Benzinern wieder rauszuschmeißen. Liest man was davon das a) das Ventilspiel öfters nicht mehr stimmt und b) die Kunden über hohe Inspektionskosten jammern?

Nee aber hör mal hin, was das für Rassel und Klappermotoren sind...

Zitat:

Ob sich die Arbeit noch lohnt bei 250tkm stell ich mal in Frage

Wie jetzt, super 60er Öl und verschleißfreier Ventiltrieb und dann lohnt es es sich nicht mal mehr, die Ventile einzustellen ?

Also ich finde hydros nach wie vor sinnvoll. Was HL66 schreibt ist da absolut richtig. Motorn mit hydros laufen nach dem Kaltstart sauber und leise also was es bei all meinen Autos. Selbst bei minus 17 Grad mit anständigem öl nicht mal ein klackern gehabt. Auch sonst nie Probleme mit hydros gehabt. Finde die nach wie vor sinnvoll . Ein Rückschritt ist das meiner Meinung nach nicht. Man sieht ja das ältere Fahrzeuge wohl weniger Wartungs intensiv sind wie die neueren. Zumindest bei den ein oder anderen deutschem Automobil Hersteller.

Im Kaltstart höre ich meist nur das Katheizen, und das klingt sehr scheppernd. Das machen aber auch Motoren mit Hydros ;)

Alte Autos hatten das nicht weil der Kat nicht so schnell laufen musste. Andere nutzen Sekundärluft. Das ist aber ein Bauteil mehr was kaputt gehen kann. Da ist ne später Zündzeitpunkt doch einfacher zu realisieren.

Manche Fahrzeuge deaktivieren Katheizen beim Wiederstart. Die klingen dann sofort ganz anders.

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