Welches Motoröl?

Hallo,

würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?

Gruß Gorge

Beste Antwort im Thema

Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.

Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.

Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!

Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.

Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.

Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(

Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.

Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.

Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.

Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.

Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:

"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:

http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf

Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:

"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:

http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html

Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)

Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.

Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.

Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.

Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!

Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.

Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.

Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!

Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.

Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.

Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)

Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)

Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)

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A propos Mobil1:

Man stelle sich darauf ein, daß es demnächst eine neue Version des 0w-40 geben wird. Die deutschssprachige Webseite ist noch unverändert, aber die amerikanische kennt das "european formula", das wohl mit unserem "new life" identisch war, nicht mehr und bietet als Nachfolgeprodukt das 0w-40 FS an: https://mobiloil.com/en/motor-oils/mobil-1/mobil-1#0W-40

Deutlich niedrigviskoser (12,91cSt @ 100°C, HTHS 3,6), aber laut der bei Bob verfügbaren VOA weiterhin mit ordentlichen Dosis ZDDP und einem guten Schuß Bor. Grundöl jetzt anscheinend nur noch ~20%PAO, dafür viel GTL.

Diskussion:
http://www.bobistheoilguy.com/forums/ubbthreads.php/topics/4015787/1
http://www.bobistheoilguy.com/forums/ubbthreads.php/topics/4015494/1

VOA:
http://www.bobistheoilguy.com/.../Mobil_1_M1_0W-40_%22FS%22?...

Zitat:

@vanguardboy schrieb am 20. März 2016 um 11:38:37 Uhr:


Fahr fast nur kurzstrecke. Dann sollte das ja optimal sein wenn der Motor bisschen schneller durcholt ist

Dann nimm doch 0W-30. Welche Freigabe brauchst du?

Zitat:

@AE01a schrieb am 20. März 2016 um 12:02:56 Uhr:



Zitat:

@vanguardboy schrieb am 20. März 2016 um 11:38:37 Uhr:


Fahr fast nur kurzstrecke. Dann sollte das ja optimal sein wenn der Motor bisschen schneller durcholt ist

Dann nimm doch 0W-30. Welche Freigabe brauchst du?

5w30 eig nach A1/A5 ford freigabe , davon halte ich nichts. deswegen hab ich das SHell helix ultra 5w30 nach A3 , MB 229.5 geordert.
Die letzten jahre bin ich mit total quartz 9000 energy 5w40 gefahren.

empfholen wird halt 5w30 nach A1/A5 , wenn nichts anderes da ist, auch 5w40 oder 10w40 laut handbuch

Das von dir gewählte 5W-30 ist nach meiner Meinung das beste 5W-30.

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Zitat:

@AcJoker schrieb am 20. März 2016 um 11:30:58 Uhr:


Dir ist bekannt das es eine Auswertung der Analyse gibt die Stellung zu den Werten nimmt?
Wie soll das gut funktionieren ohne das Öl zu kennen?

Kennt man mit der Frischölprobe.

Davon ab kann man ja auch mal von deren eigenem Beurteilungstext absehen. Wir sind ja nicht gänzlich ahnungslos hier...

@aero84
Dann fällt es komplett weg, weil es nichts mehr besonderes ist. Dünn quasi wie das FST, 3.6 HTHS, Noack >9.5%. Dann kann es auch genauso gut Titan Supersyn 0W-40 Longlife werden. Oder FST halt.

Zitat:

@gobang schrieb am 19. März 2016 um 23:36:29 Uhr:


Wieviel Geld fehlt jetzt noch zum Loslegen?

Keine Ahnung. Dazu brauche ich erstmal wieder ein Angebot von Ölcheck....

Zitat:

@Sachte schrieb am 20. März 2016 um 11:18:14 Uhr:



Zitat:

@Tequila009 schrieb am 19. März 2016 um 16:01:44 Uhr:


Unten mal was für's Auge...die Petronas Towers...

Sowas zeigt ja nur, daß man ordentlich zuviel für ein Petronas-Öl bezahlt...

Ich komm da grad aber eh noch nicht so ganz mit. Was nochmal war an den von dir geposteten 3 Selbstbeschreibungen von Petronas, an dem 7000 0W-40 so ok?
Die vom 10W-60, die hat mir richtig gefallen 🙂 Aber die vom 0W-40?

Quatsch.....das zeigt, dass Petronas sich ein Einkommen über Immobilien gesichert hat.

Oder denkst Du, die haben die beiden Türme hochgejagt um diese dann leer stehen zu lassen?

Das Gebäude beinhaltet zum größten Teil Geschäftsräume, aber auch Restaurant's und so sind in den Türmen zu finden.

Natürlich muss das erstmal finanziert werden, doch am Ende wirft so eine Immobilie Gewinne ab.

Wenn Du so willst, zahlen wir ja bei allen hochwertigen Markenölen einen zu hohen Preis. Wieviel kostet Dein Motul (5L) noch gleich? Kannst Du da bei 36,39€ inkl. Versand mithalten?

Vom 7000 0W-40 habe ich kein Dokument wie die anderen 3 gefunden und somit auch nicht hier vorzeigen können. Keine Ahnung worauf Du Dich da beziehst.
Egal ob Du versuchst dieses Öl runter zu reden, vom Datenblatt her gehört es zweifelsfrei zu den Top-Ölen und ist einen Test Wert.
Weder Du noch ich wissen, wie sich das Syntium 7000 in der Praxis schlägt...von daher bitte keine voreilige sowie unbegründete Schlechtrederei.
Ich sage ja auch nicht, dass Dein Motul nicht überzeugt, nur weil da 1 oder 2 Werte nicht das Höchstmaß erreichen.

Von daher, sei offen für neues.... 😉 .....Du wirst ja nicht gezwungen, dieses Öl zu nutzen.

Zitat:

@Sachte schrieb am 20. März 2016 um 12:24:29 Uhr:



@aero84
Dann fällt es komplett weg, weil es nichts mehr besonderes ist. Dünn quasi wie das FST, 3.6 HTHS, Noack >9.5%. Dann kann es auch genauso gut Titan Supersyn 0W-40 Longlife werden. Oder FST halt.

Wo hast Du den Verdampfungsverlust für das FS her? Dazu habe ich noch nix belastbares gefunden...

Zitat:

@aero84 schrieb am 20. März 2016 um 11:49:24 Uhr:


A propos Mobil1:

Man stelle sich darauf ein, daß es demnächst eine neue Version des 0w-40 geben wird.
...
VOA:
http://www.bobistheoilguy.com/.../Mobil_1_M1_0W-40_%22FS%22?...

Das sieht ja erstmal soweit interessant aus.
Die Werte 71mm²/s @ 40°C, 12,9mm²/s @ 100°C und der VI von 186 erinnern mich ja direkt an das Midland... 😁

Schade, dass wieder der Pourpoint ausgelassen wurde.... 🙄

Zitat:

@aero84 schrieb am 20. März 2016 um 12:47:09 Uhr:



Zitat:

@Sachte schrieb am 20. März 2016 um 12:24:29 Uhr:



@aero84
Dann fällt es komplett weg, weil es nichts mehr besonderes ist. Dünn quasi wie das FST, 3.6 HTHS, Noack >9.5%. Dann kann es auch genauso gut Titan Supersyn 0W-40 Longlife werden. Oder FST halt.

Wo hast Du den Verdampfungsverlust für das FS her? Dazu habe ich noch nix belastbares gefunden...

Verdampfungsverlust würde mir aber fürs Castrol 0w-40 ein anderer genannt... 8.5 waren es bei meiner Anfrage.

Zitat:

@Tequila009 schrieb am 20. März 2016 um 12:41:16 Uhr:


Wenn Du so willst, zahlen wir ja bei allen hochwertigen Markenölen einen zu hohen Preis. Wieviel kostet Dein Motul (5L) noch gleich? Kannst Du da bei 36,39€ inkl. Versand mithalten?

Seit GPoil geht es zwar halbwegs, aber unter diesen Aspekten vergleicht man auch nicht die Preise von Silber und Gold 😎

Zitat:

Vom 7000 0W-40 habe ich kein Dokument wie die anderen 3 gefunden und somit auch nicht hier vorzeigen können. Keine Ahnung worauf Du Dich da beziehst.

War da nicht ein 0W-40 unter den 3

Stellungsnahmen

die du gepostet hast?

Zitat:

Egal ob Du versuchst dieses Öl runter zu reden, vom Datenblatt her gehört es zweifelsfrei zu den Top-Ölen und ist einen Test Wert.

Der eine redet es hoch, der andere runter, so findet man immer die Wahrheit, die bekanntlich immer irgendwo dazwischen liegt, wenn ein Jubelperser auf einen Miesmacher trifft 😉

Zitat:

Weder Du noch ich wissen, wie sich das Syntium 7000 in der Praxis schlägt...von daher bitte keine voreilige sowie unbegründete Schlechtrederei.

Wenn man ehrlich bleibt, wissen wir das vom kaum einen Öl, wenn nicht jemand seine praktischen Eigenschaften wissenschaftlich angeht. Wer hat denn schon festgestellt, daß FST halt nicht 20% besser als NewLife ist? 😉

Es gibt auffällige und nicht auffällige Motoröle. Es gibt eine Handvoll Öle die auffällig sind und eine kaum überschaubare Zahl an nicht auffälligen Ölen.

Zitat:

Ich sage ja auch nicht, dass Dein Motul nicht überzeugt, nur weil da 1 oder 2 Werte nicht das Höchstmaß erreichen.

Dieser rhetorische Einsatz stimmt mich grad bedenklich... Ich schrieb ja letztendlich nicht, daß es schlecht ist. Die Frage war, was es so besonders erwähnenswert machen soll.

Das Datenblatt (Stück PDF mit vielen ASCII-Zeichen...) hat bemerkenswerten Pourpoint. Das wars erstmal. Heißvisko von 13 ist für mich grenzwertig. HTHS sehe ich nicht.
Sowas wie "Withstanding high temperature lubricant evaporation loss" hätte es eigentlich mehr als verdient, daß man hier mit Noack angibt. Finde ich auch nicht. Unter 10% kann ja jeder der 229.5 bekam.
Besonders gute 0W-40 sollten für mich außer den eher obligatorischen Freigaben auch in den 5Zyl FocusRS dürfen. Sehe ich da auch nicht.

edit:
Das M1 FS 0W-40 sieht überhaupt nicht interessant aus. Das ist für mich 1:1 das ESP 5W-30 das nur bisschen mehr Verdicker abbekommt.

Der lange Weg all die herausragenden Eigenschaften des ProtectFormula einzeln nach und nach zu Grabe zu tragen scheint mit der dritten Umformulierung des 0W-40 nun abgeschlossen, mit FS anscheinend Funeral Selfcontained gemeint.

Ich habe nirgends geschrieben, dass das Petronas besser als alle anderen ist sowie es keinesfalls hochgejubelt.
Es gehört laut Datenblatt einfach mit zu den oberen ebenfalls sehr guten 0W-40-Kontrahenten....nicht mehr und nicht weniger.

Das eine Öl kann hier etwas besser, das andere dort....
Es ist in meinen Augen einfach interessant, weil es aus der Praxis völlig unbekannt ist und gefühlt kein Mensch hier DE darum rumfährt.

Die 3 Dokumente waren das Syntium 7000 DM 0W-30, Syntium 5000 AV 5W-30 und das Syntium Racer X1 10W-60...

Zitat:

@Tequila009 schrieb am 20. März 2016 um 13:31:02 Uhr:


Ich habe nirgend's geschrieben, dass das Petronas besser als alle anderen ist

Auch das hab ich nicht behauptet. Bzw. nicht mehr als du, ich würde es runtermachen...

Ich weiß aber immernoch nicht was außer Pourpoint da jetzt "oben" sein sollte. Alle anderen Werte sind für mich einfach im Rahmen. Außer Heißvisko halt. 13.0 ist für ein 40er schlapp für mich. Kaltvisko übrigens auch nicht im Datenblatt dabei, obwohl auch hier "instant start-up lubrication" beschrieben wird.

Gibt das Datenblatt überhaupt genug her, um es wenigstens theoretisch schon im oberen Feld zu sehen?
HTHS 3.7, Noack 8.7%. Da würde ich sagen, samt dem Pourpoint, das sieht interessant aus. So sehe ich nichts außer einer schlappen Heißvisko und einem bemerkenswerten Pourpoint.

Ah 0W-30 war das... Ok. Sorry.

Das neue M1 FS 0W40 hat aber eine besonders hohe TBN, von über 12mg/KOH. Dieser Wert übertrifft denen von allen anderen mir bekannten 0W40.

wie geht's jetzt weiter mit unserem Projekt High Performer???

Zitat:

@aero84 schrieb am 20. März 2016 um 11:49:24 Uhr:



Neue Version des 0W-40.
Die deutschssprachige Webseite ist noch unverändert,
aber die amerikanische kennt das "european formula", das wohl mit unserem "new life" identisch war, nicht mehr und bietet als Nachfolgeprodukt das 0w-40 FS an:
https://mobiloil.com/en/motor-oils/mobil-1/mobil-1#0W-40

Deutlich niedrigviskoser (12,91cSt @ 100°C, HTHS 3,6), aber laut der bei Bob verfügbaren VOA weiterhin mit ordentlichen Dosis ZDDP und einem guten Schuß Bor. Grundöl jetzt anscheinend nur noch ~20%PAO, dafür viel GTL.

.

.

Das ist wohl dem Co2 Wahn zur Kraftstoffeinsparung geschuldet.

Das Produkt wurde IMHO in den Herstellkosten weiter verbilligt.

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