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Welches Motoröl?

Themenstarteram 25. Januar 2004 um 18:12

Hallo,

würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?

Gruß Gorge

Beste Antwort im Thema
am 1. März 2004 um 23:20

Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.

Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.

Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.

Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:

Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!

Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.

Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.

Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.

Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(

Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.

Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.

Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.

Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.

Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.

Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:

"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:

http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf

Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:

"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:

http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html

Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)

Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.

Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.

Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.

Jetzt kommts:

Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.

Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"

Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!

Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.

Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.

Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!

Nochwas:

Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.

Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.

Übrigens:

Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.

Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.

Merke:

Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!

Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.

Und wenn jetzt der Einwand kommt:

„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.

Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)

Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“

Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.

Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!

Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)

Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.

Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)

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am 9. Juli 2015 um 8:59

Da ja jetzt mal sehr anständig geantwortet wird, frage ich nochmal in die Runde hier...

 

Brauche ein Öl nach BMW LL01 also nicht Asche Arm oder so. Habe momentan Addinol SL0540 drin und er läuft auch tadellos.

 

Meine eigentliche Frage ist allerdings welches Öl ist das beste in der Visco Klasse 5-40?? Auf welche Daten ist besonders zu achten?

 

Vielen Dank und bitte keinen dummen Kommentare. Davon hat dieser Thread hier schon viel zu viele...

 

Gruß Klaus

Zitat:

@G3-Pink-Floyd schrieb am 9. Juli 2015 um 10:59:49 Uhr:

Brauche ein Öl nach BMW LL01 also nicht Asche Arm oder so. Habe momentan Addinol SL0540 drin und er läuft auch tadellos.

Meine eigentliche Frage ist allerdings welches Öl ist das beste in der Visco Klasse 5-40?? Auf welche Daten ist besonders zu achten?

BMW LL01 ist meiner Meinung nach nicht so anspruchsvoll wie MB 229.5. Suche daher ein 0/5W-40 mit zusätzlich 229.5.

Mein Kandidat wäre das Motul X-Cess 5W-40.

https://www.motul.com/de/de/products/oils-lubricants/8100-x-cess-5w40

am 9. Juli 2015 um 9:17

Zitat:

@reis1337 schrieb am 9. Juli 2015 um 08:45:05 Uhr:

Vergleiche ich stumpf die Datenblätter ist das Mobil1 im Flammpunkt COC besser (Höchstwert) und bei der Dichte bei 15° minimal schlechter.

Daher meine Entscheidung das Mobil 1 auszuprobieren.

Frage: wie kann man der Dichte eines Motoröls ein Attribut wie "gut", "schlecht", "besser als...", "schlechter als..." umhängen?

am 9. Juli 2015 um 9:28

Zitat:

@G3-Pink-Floyd schrieb am 9. Juli 2015 um 10:59:49 Uhr:

… welches Öl ist das beste in der Visco Klasse 5-40?? Auf welche Daten ist besonders zu achten? …

Das "beste" ist sicherlich dasjenige, das die Freigaben hat, die der Auto-Hersteller für dein Auto vorschreibt. Die Freigabe sind die einzigen Daten, auf die du achten musst.

am 9. Juli 2015 um 9:31

Zitat:

@AE01a schrieb am 9. Juli 2015 um 11:13:47 Uhr:

BMW LL01 ist meiner Meinung nach nicht so anspruchsvoll wie MB 229.5. Suche daher ein 0/5W-40 mit zusätzlich 229.5. Mein Kandidat wäre das Motul X-Cess 5W-40.

Herstellerfreigaben haben nichts mit "anspruchsvoll" zu tun, sondern sind technische Beschreibungen des Öls und seiner Zusätze. Wenn du BMW LL01 brauchst, nimm BMW LL01. Wenn du 229.5 brauchst, nimm 229.5, und wenn du ein Öl hast, das beide Freigaben hat, nimm das. Es ist nicht "besser" oder "schlechter" oder "anspruchsvoller" oder sonstwas, sondern schlicht und einfach für deinen Motor geeignet oder eben nicht.

am 9. Juli 2015 um 9:44

Ja ich glaub der M1 gefällt mir erstmal auch besser. Das soll für einen 507er TDI sein.

Sollten die XTL nicht immer einen >170 VI haben?

@G3-Pink-Floyd

Das was wirklich reale Entscheidungskriterien sein könnte, das steht natürlich nirgendwo bei :) Und Ölanalysen analysieren zu 90% das Additivpaket (und den Abrieb).

 

Abrieb sagt nichts aus. Es sei denn der gleiche Proband lässt beim gleichen Auto mehrere Analysen machen und kann dabei den gleichen Fahrzyklus beibehalten. Zur gleichen Jahresziet...

Das ist also schon sehr selten.

Additivpaket analysieren ist zwar ok, aber das die Analysen geben es nicht her, zu bestimmen, im Öl welcher Güte das Additivpaket aufgelöst wurden.

D.h. deine Frage ist leider schon recht nah an den Kommentaren, die du gerne vermeiden würdest ;)

Wenn du mit 0540 so zufrieden bist, bleibe dabei. Ich würde das immer zwischen 12 und 13Tkm wechseln und gut ist.

Ich schaue hier:

http://origin-qps.onstreammedia.com/.../index.html

Da lege ich LL01 und 229.5 übereinander. Siehe auch LL04 und 229.51.

am 9. Juli 2015 um 11:39

Zitat:

@birscherl schrieb am 9. Juli 2015 um 11:28:54 Uhr:

Zitat:

@G3-Pink-Floyd schrieb am 9. Juli 2015 um 10:59:49 Uhr:

… welches Öl ist das beste in der Visco Klasse 5-40?? Auf welche Daten ist besonders zu achten? …

Das "beste" ist sicherlich dasjenige, das die Freigaben hat, die der Auto-Hersteller für dein Auto vorschreibt. Die Freigabe sind die einzigen Daten, auf die du achten musst.

Deine ewigen an Banalität kaum zu übertreffenden Binsenweisheiten muss man wohl auch erst mal mögen lernen, hm? Ich werde also meinem ehemaligen Nachbarn mit seinem 96er 523i empfehlen, beim nächsten Mal ein Öl mit BMW Spezialöl Freigabe zu wählen.

am 9. Juli 2015 um 11:50

Wenn du eine Herstellervorgabe als banal und Binsenweisheit bezeichnest, kannst du das gern tun. Muss ja nicht jeder den Voodoo und Hokuspokus mitmachen, der hier von manchen ums Öl gemacht wird, als ob das eigene Leben davon abhinge.

Zitat:

@birscherl schrieb am 9. Juli 2015 um 13:50:12 Uhr:

Wenn du eine Herstellervorgabe als banal und Binsenweisheit bezeichnest, kannst du das gern tun. Muss ja nicht jeder den Voodoo und Hokuspokus mitmachen, der hier von manchen ums Öl gemacht wird, als ob das eigene Leben davon abhinge.

Er bezeichnet nicht die Herstellervorgaben als banal, sondern deine Aussage, und da hat er recht.

Du hast es einfach viel zu allgemein formuliert mit deiner Aussage:

Zitat:

@birscherl schrieb am 9. Juli 2015 um 11:28:54 Uhr:

Das "beste" ist sicherlich dasjenige, das die Freigaben hat, die der Auto-Hersteller für dein Auto vorschreibt. Die Freigabe sind die einzigen Daten, auf die du achten musst.

So wie du es formuliert hast, ist das einfach Quatsch. Der Smart einer Freundin will laut Werksangabe auch MB 229.1. Und? Gibt schon 2 Nachfolgerfreigaben, die MB 229.3 und die MB 229.5, welche zunehmend besser und zudem abwärtskompatibel sind.

Somit ist deine erste Aussage, dass "das beste Öl das mit der vom Hersteller vorgeschriebenen Freigabe ist" wie auch deine zweite Aussage, dass die "Freigabe das einzige zu beachtende Kriterium ist", schlicht und ergreifend Unsinn.

Und das hier:

Zitat:

@birscherl schrieb am 9. Juli 2015 um 11:31:37 Uhr:

Herstellerfreigaben haben nichts mit "anspruchsvoll" zu tun, sondern sind technische Beschreibungen des Öls und seiner Zusätze. Wenn du BMW LL01 brauchst, nimm BMW LL01. Wenn du 229.5 brauchst, nimm 229.5, und wenn du ein Öl hast, das beide Freigaben hat, nimm das. Es ist nicht "besser" oder "schlechter" oder "anspruchsvoller" oder sonstwas, sondern schlicht und einfach für deinen Motor geeignet oder eben nicht.

ist ebenso Unsinn. Selbstverständlich sind die Öle je nach Freigabe besser oder schlechter, da schließlich die Kriterien an die Freigaben anspruchsvoller oder weniger anspruchsvoll sind. Genau dafür sind die Freigaben ja da, um Ansprüche und Kriterien an die Qualität eines Öls zu stellen.

Dass du schreibst, dass das Öl je nach Freigabe für den Motor geeignet ist oder nicht, ist schon richtig, ABER: Dass es keinen Zusammenhang zwischen Freigabe und Anspruch/Qualität gäbe, das ist Quatsch, denn genau das ist wie gesagt der Sinn der Freigaben und Normen.

Gleiche Beispiel wie oben:

MB 229.5 > 229.3 > 229.1 (vorgeschrieben)

Es ist Quatsch, ein minderwertigeres Öl zu fahren, wenn es um Klassen bessere gibt, die abwärtskompatibel zur Herstellervorgabe sind. Und dass dem so ist, kannst du hier nachprüfen.

am 9. Juli 2015 um 12:54

Zitat:

@casey1234 schrieb am 9. Juli 2015 um 14:15:45 Uhr:

So wie du es formuliert hast, ist das einfach Quatsch. Der Smart einer Freundin will laut Werksangabe auch MB 229.1. Und? Gibt schon 2 Nachfolgerfreigaben, die MB 229.3 und die MB 229.5, welche zunehmend besser sind und zudem abwärtskompatibel.

Das ist ja genau der Trugschluss: Die Freigaben sind nicht besser, sie sind nur anders! Wenn die nächste Freigabe 228.7 hieße, wäre sie dann schlechter, weil sie zufällig eine niedrigere Nummer hat? Die .3 und .5 sind auch keine Nachfolgerfreigaben der .1, sondern schlicht und einfach neue Freigaben für neue Anforderungen, die halt auch die .1 erfüllen.

Zitat:

@hwd63 schrieb am 8. Juli 2015 um 22:44:23 Uhr:

 

Festgestellt haben wir das jetzt bei ca. 130.000 km, weil die ZKD am zweiten Zylinder undicht war.

Ebenso so, keine Verkrustungen oder Ölablagerungen oben im NW- Kasten.

Und aus diesem Grunde werde ich auch weiterhin Öle verwenden und fahren mit dem Vermerk vollsynthetisch, wie bei Motul die 8100 Serie oder das Ravenol demnächst.

Welches Ravenol denn?

VSI 5W40?

Zu dem megol Motorenoel Super Leichtlauf SAE 5W-40 (vollsynth.):

Spezifikationen und Freigaben:

API CF API SM ACEA B4 ACEA A3

Meguin empfiehlt dieses Produkt auch für Fahrzeuge, für

die folgende Spezifikationen gefordert sind:

BMW Longlife-98 Fiat 9.55535-H2 Fiat 9.55535-M2 MB

229.3 Opel GM-LL-B-025 Porsche A40 VW 502 00/50500

Das ist auch noch vollsynt.

Hier steht, wenn man es genau liest, dass das sich mit der Umstellung auf HC auf die Top-Tec Serie bezieht, die damals neu ins Programm kam.

https://www.liqui-moly.de/.../kfz_betrieb_34_2013.pdf

 

Zitat:

@birscherl schrieb am 9. Juli 2015 um 14:54:46 Uhr:

Die .3 und .5 sind auch keine Nachfolgerfreigaben der .1, sondern schlicht und einfach neue Freigaben für neue Anforderungen, die halt auch die .1 erfüllen.

Hat auch keiner so behauptet! Nur, sind die NEUEREN Freigaben mit besseren Eigenschaften, die eben auch die Anforderungen der .1 erfüllen und dementsprechend besser sind.

PS: Ich halte die freigegebenen Öle für meinen Wagen NICHT für die geeignetste Öle für meinen Wagen! Ich ignoriere die empfohlene Freigabe für meinen Wagen komplett.

MfG

Man sieht immer wieder Bilder von Turboladern die Schäden durch Ölkohle haben... auch im normalen Betrieb verlieren die ja prinzipbedingt etwas Öl das auf Grund der Hitzer direkt nach der Welle verkoken und verbrennen kann... uU sammeln sich so viele Ablagerungen an daß diese irgendwo reiben können und Schäden verursachen.

Sind hier aschearme Öle im Vorteil ? Ich weiß daß Sulfatasche u Verkoken verschiedene Dinge sind aber hinterlässt ein Aschearmes Öl hier weniger Rückstände ?

am 9. Juli 2015 um 13:54

Zitat:

@Johnes schrieb am 9. Juli 2015 um 15:39:54 Uhr:

Zitat:

@birscherl schrieb am 9. Juli 2015 um 14:54:46 Uhr:

Die .3 und .5 sind auch keine Nachfolgerfreigaben der .1, sondern schlicht und einfach neue Freigaben für neue Anforderungen, die halt auch die .1 erfüllen.

Hat auch keiner so behauptet! Nur, sind die NEUEREN Freigaben mit besseren Eigenschaften, die eben auch die Anforderungen der .1 erfüllen und dementsprechend besser sind.

Doch, hat casey1234 so behauptet: "Gibt schon 2 Nachfolgerfreigaben …"

Die Eigenschaften der .3 und .5 sind nicht besser, sie sind nur anders, da sie andere Voraussetzungen erfüllen müssen. Nur weil neue Anforderungen andere Öle verlangen, heißt das nicht, dass sie besser sind. Ein Öl ist immer so gut wie seine Freigaben, da es genau den Vorschriften entsprechend zusammengepanscht wurde.

Zitat:

@Johnes schrieb am 9. Juli 2015 um 15:39:54 Uhr:

PS: Ich halte die freigegebenen Öle für meinen Wagen NICHT für die geeignetste Öle für meinen Wagen! Ich ignoriere die empfohlene Freigabe für meinen Wagen komplett.

Das kannst du ja gern tun und das ist ja genau das, was mich bei vielen Aussagen hier zum Lachen bringt: Ein einzelner User will mehr Erfahrung haben als die gesamte Auto- und Ölindustrie zusammen und verwendet deswegen Dinge für sein Auto, die dafür nicht geeignet sind.

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