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Welches Motoröl?

Themenstarteram 25. Januar 2004 um 18:12

Hallo,

würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?

Gruß Gorge

Beste Antwort im Thema
am 1. März 2004 um 23:20

Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.

Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.

Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.

Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:

Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!

Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.

Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.

Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.

Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(

Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.

Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.

Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.

Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.

Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.

Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:

"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:

http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf

Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:

"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:

http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html

Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)

Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.

Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.

Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.

Jetzt kommts:

Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.

Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"

Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!

Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.

Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.

Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!

Nochwas:

Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.

Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.

Übrigens:

Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.

Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.

Merke:

Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!

Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.

Und wenn jetzt der Einwand kommt:

„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.

Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)

Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“

Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.

Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!

Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)

Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.

Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)

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Zitat:

@Aygo Club schrieb am 12. Dezember 2014 um 10:37:52 Uhr:

 

@FloOdw

Ein 0W-40 wird im Sommer bei Betriebstemperatur nicht dünner als 5W-40. ;)

Nicht zwangsläufig, aber es kann.

Das kommt aufs Öl an, da die Definition der Viskositätsklassen in betimmten Rahmen definiert sind und auf keinen exakten Wert.

Das Mobil 1 0w-40 ist bei 100° dünner als das Addinol 5w-40. Das sieht man aber nur im Datenblatt.

am 12. Dezember 2014 um 10:22

Zitat:

@teddy.774 schrieb am 12. Dezember 2014 um 10:45:18 Uhr:

Zitat:

Von stärkerer Kettenkürzung der VIVs bei 0W-40 wollen wir noch nicht mal reden, dadurch wird es noch dünner mit der Gebrauchszeit,

Ich fände es super wenn wir doch mal über den Punkt reden.

Der interessiert mich nämlich brennend!

Viskositätsindexverbesserer gibt es in verschiedenen Qualitäten.

http://www.infineum.com/en/products/viscosity-modifiers/

Nur mit Zusatzinstrumente, Öltemperatur, Öldruck und Drehzahlmesser kann man sehen nach wieviel Km der Öldruck bei gleicher Öltemperatur und Drehzahl abfällt.

Je größer die Viskositätsspreizung um so mehr VI-V werden dem Frischöl zugegeben.

Von ~ 8% beim XW30 bis ~15% beim XW50.

Da auch die Robustheit der VI-V merklich zur Langzeit-Stabilität beiträgt,

ist es schwer etwas darüber zu sagen.

Hier veröffentliche Ölanalysen zeigten auf, daß das gebrauchte Motoröl immer noch in dem Viskositätsbereich der SAE-Viskositätsklasse lag.

Den Stay-in-grade bedeutet nur,

daß das Öl auch nach Scherung über den 100h Bosch Düsentest in der Viskositätsklasse bleibt.

Beispiel: Viskositätslagenstabilität off-road

gemäß Datenblatt von 14,1cSt bei 100°C

nach Shear I. Bosch at 100 ºC mindestens 12cSt

http://www.repsol.com/.../RP_MOTO_OFF_ROAD_4T_10W40_EN_tcm11-18797.pdf

Qualitäts-Informationen

zur Scherstabilität, zum Verdampfungsverlust, zum HTHS

werden nicht mehr in den üblichen Datenblättern geführt.

Zitat:

@Aygo Club schrieb am 12. Dezember 2014 um 10:37:52 Uhr:

@FloOdw

Ein 0W-40 wird im Sommer bei Betriebstemperatur nicht dünner als 5W-40.

In der Praxis sehr wohl. Gute 5W-40 haben bei höheren Temperaturen tendenziell größere Reserven als 0W-40, da die 100° Viskosität bereits im Neuzustand höher ist (Das Shell 5W-40 als Ausreißer wäre besser ein gutes 5W-30 geworden). Dazu kommt die Kürzung der VI-V, was diesen Effekt verstärkt.

Der größte Feind eines Motors ist der Kaltstart. Bis zu 75% des Gesamtverschleißes entsteht während der Warmlaufphasen. Daher ist es wichtig, dass man Öle mit möglichst guter Kaltviskosität verwendet.

Generell denken die meisten völlig falsch. Ich lese hier fast ausschließlich, dass man über HTHS-Werte und Heißviskositäten diskutiert. Beides ist aber für den durchschnittlichen PKW-Motor gar nicht sonderlich relevant.

Ein mit 5W-50 oder 10W-60 befüllter Motor wird im Winter geradezu durch die schlechten Kaltviskositäten gequält. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ein mit 5W-50 betriebener Motor (unter normalen Betriebsbedingungen) einem deutlich höheren Verschleiß ausgesetzt ist, als meiner mit dem 0W-20.

Zitat:

@Aygo Club schrieb am 12. Dezember 2014 um 11:45:23 Uhr:

Der größte Feind eines Motors ist der Kaltstart. Bis zu 75% des Gesamtverschleißes entsteht während der Warmlaufphasen. Daher ist es wichtig, dass man Öle mit möglichst guter Kaltviskosität verwendet.

Generell denken die meisten völlig falsch. Ich lese hier fast ausschließlich, dass man über HTHS-Werte und Heißviskositäten diskutiert. Beides ist aber für den durchschnittlichen PKW-Motor gar nicht sonderlich relevant.

Ein mit 5W-50 oder 10W-60 befüllter Motor wird im Winter geradezu durch die schlechten Kaltviskositäten gequält. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ein mit 5W-50 betriebener Motor (unter normalen Betriebsbedingungen) einem deutlich höheren Verschleiß ausgesetzt ist, als meiner mit dem 0W-20.

...das kommt doch immer auf den Motor an. Warum laufen 827er VW Motoren ewig mit 10W 40? Sicher nicht, weil sie "gequält" werden mit höheren Viskositäten. Nicht immer Äpfel mit Birnen vergleichen und auch das Fahrprofil berücksichtigen.

Zitat:

@Aygo Club schrieb am 12. Dezember 2014 um 10:37:52 Uhr:

@FloOdw

Ein 0W-40 wird im Sommer bei Betriebstemperatur nicht dünner als 5W-40. ;)

Was bedeutet denn, wenn im Datenblatt eines -40 Öls 14.6/100°C steht und des anderen -40 13.2?

Zitat:

Der größte Feind eines Motors ist der Kaltstart. Bis zu 75% des Gesamtverschleißes entsteht während der Warmlaufphasen.

Also wenn auch noch ZAHLEN aufgeführt werden, dann wäre es angebracht den quellennachweis mit zu erbringen.

Die Zahlen solcher Tests im Feld (!) ergaben sich für mich bis jetzt aus der Versuchsanordnung. Die bestand aus Probanden die "wie immer" fuhren.

Das ist nicht unbedingt für uns hier von der größten Relevanz. Wir fahren die Kisten meist erst brauchbar warm und wenn Turbos dann auch kalt.

Daher würde ich hier niemandem 0W-20 empfehlen. Die neuen ilf-5 (oder so?) 0W-30 sind anscheinend spürbar stärker und richtiges hightech (wobei noch ziemlich teuer, meine ich). Die 5W-30 für Japsen&Co. gehen sowieso bei jeglicher Belastung.

Ein 0W-20 ist kein Fleisch, kein Fisch. Macht vielleicht Sinn bei den Kleinstwagen mit welchen Pizzas ausgeliefert werden. Ewig Kaltstarts, nur Kurzstrecke, Motor wird kaum warm durchgefahren, nur 1 Person samt ~3kg Gepäck. Alle 10Tkm Ölwechsel und gut. Falls es kein Fiesta von 2001 ist...

@FloOdw

Kann man zwar nicht pauschal sagen, aber bei den "Premiumherstellern" es meist so aussieht, daß die 0W-40 bessere Grundöle haben als die 5W-40. Da ist es daher auch weniger schlimm mit der Zerscherung, da Ölmoleküle meist langkettiger sind als die der Additive.

Schönes Beispiel da sind meine Erfahrungen mit den Shell 10-40 ggü 0w40 nach 229.5 (sowohl New life als auch Shell). Beide 0w-40 krebsen mit der Heißviskosität um 13.5 rum, während das Shell 10w-40 mit stolzen 14.4 aufwarten konnte.

Dummerweise sackten nach 5000km mit dem 10w-40 reproduzierbar der Öldruck warmgefahren in den Keller (Öldruckanzeige w126) bzw. die Hydrostößel fingen an zu lärmen (Saab).

Mit 0w-40gab es das Problem nicht mehr. In meinem Fall, mit diesen beiden Motorren (M 117 und b202) war also nach der Hälfte des Intervalls von der höheren Heißviskosität des 10w-40 offensichtlich nichts mehr übriggeblieben.

Es will hier doch nicht wirklich einer erzählen, dass der Kaltstart-Verschleiß mit 0W-40 bei +15°C geringer ist als mit 5W-40. Bei -15°C lass ich mir da einen Unterschied gefallen. Aber dass das Öl im Sommer auch möglichst dünn sein sollte wegen der Kaltstarts, ist einfach Quatsch. Das würde ja im Umkehrschluss heißen, wir müssten alle 0W-20 fahren, da das in allen Lagen am schnellsten durchölt und der Verschleiß bei Betriebstemperatur ja zu vernachlässigen wäre, Kaltstart ist wichtiger, auch im Sommer. Käse!

@aero84

Mit den beiden Ölen vergleichst du die kleinsten Äpfel mit den größten Birnen. Das 0W-40 ist vollsynthetisch und das 10W-40 wahrscheinlich mineralisch. Das Grundöl hat da nicht die Stabilität.

Zitat:

@FloOdw schrieb am 12. Dezember 2014 um 12:48:08 Uhr:

Es will hier doch nicht wirklich einer erzählen, dass der Kaltstart-Verschleiß mit 0W-40 bei +15°C geringer ist als mit 5W-40. Bei -15°C lass ich mir da einen Unterschied gefallen. Aber dass das Öl im Sommer auch möglichst dünn sein sollte wegen der Kaltstarts, ist einfach Quatsch. Das würde ja im Umkehrschluss heißen, wir müssten alle 0W-20 fahren, da das in allen Lagen am schnellsten durchölt und der Verschleiß bei Betriebstemperatur ja zu vernachlässigen wäre, Kaltstart ist wichtiger, auch im Sommer. Käse!

0w-20 ist beim Kaltstart in der Tat großartig - aber was hilft uns das, wenn es auf der Autobahn versagt? Genau: nüscht. Ist halt alles ein Kompromiß.

Zitat:

@aero84

Mit den beiden Ölen vergleichst du die kleinsten Äpfel mit den größten Birnen. Das 0W-40 ist vollsynthetisch und das 10W-40 wahrscheinlich mineralisch. Das Grundöl hat da nicht die Stabilität.

Natürlich. Aber es zeigt halt schön, daß hohe Heißviskosität alleine betrachtet gar nichts aussagt.

 

Zum Thema 5w40 gegen 0w-40:

Man vergleiche mal die Viskositäten von Shells 5w-40 (was hier ja schon angesprochen wurde) und seinem 0w-40: 100° 13.1 beim 5w-40 gegen 13,5 beim 0w-40...

Wir reden wieder über 0W-20. Merkt ihr was?

Wenn man ein gutes 0W-40 wegen besserer Grundölen auch im Sommer rechtfertigt, ist das doch auch vollkommen einleuchten. Ein 0W-40 aufgrund seiner Viskositätsklasse aber für den Sommer zu empfehlen, da es auch im Sommer-Kaltstart weniger Verschleiß erzeugt als ein 5W-40, ist an den Haaren herbeigezogen.

 

Zitat:

@Aygo Club schrieb am 12. Dezember 2014 um 11:45:23 Uhr:

Der größte Feind eines Motors ist der Kaltstart. Bis zu 75% des Gesamtverschleißes entsteht während der Warmlaufphasen. Daher ist es wichtig, dass man Öle mit möglichst guter Kaltviskosität verwendet.

Generell denken die meisten völlig falsch. Ich lese hier fast ausschließlich, dass man über HTHS-Werte und Heißviskositäten diskutiert. Beides ist aber für den durchschnittlichen PKW-Motor gar nicht sonderlich relevant.

Ein mit 5W-50 oder 10W-60 befüllter Motor wird im Winter geradezu durch die schlechten Kaltviskositäten gequält. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ein mit 5W-50 betriebener Motor (unter normalen Betriebsbedingungen) einem deutlich höheren Verschleiß ausgesetzt ist, als meiner mit dem 0W-20.

Hi

Mein erster Opel war ein Ascona C EZ. 1987 1.6i mit 75PS (C16LZ), der Motor wurde viel Kurzstrecke bewegt (Arbeitsweg 3KM) oder Autobahn und dann volle Kanne wenn möglich. Öl wurde immer nur 10W40 verwendet, meist das billigste aus dem Baumarkt und so alle 12 - 15 Monate gewechselt. Als ich dieses Auto dann 1995 verkauft habe, hatte er ca. 300.000Km auf der Uhr und der Motor war immer noch top fit, kein Klappern kein Leistungsverlust und Ölverbrauch ca.1 Liter auf 15.000Km, davon ist aber auch was aus der Ventildeckeldichtung raus gelaufen.

Das Auto ist dann noch ca. 3 Jahre bei meinen Kollegen gelaufen, bis er durch einen Unfall zerstört wurde und der letzte Km Stand waren 350.000Km und das alles mit einem einfachen 10W40 ob Sommer bei 40°C oder Winter bei -20°C.

Zitat:

0w-20 ist beim Kaltstart in der Tat großartig - aber was hilft uns das, wenn es auf der Autobahn versagt? Genau: nüscht. Ist halt alles ein Kompromiß.

Das kann man so nicht stehen lassen. 0W-20 hat bei Autobahnfahrten nur dann Nachteile, wenn häufig Vollast gefordert wird. In dem Fall wäre eine Umstellung auf 0W-30/5W-30 ratsam. Wer dagegen selten auf der Autobahn unterwegs ist, oder nur mit moderaten Geschwindigkeiten, fährt mit 0W-20 generell besser. Natürlich immer unter der Voraussetzung, dass der Motor hierfür freigegeben wurde.

5W-50 oder 10W-60 bieten im Motorsport unter hoher Last sehr guten Verschleißschutz. Das steht außer Frage. Aber im Serien-PKW, der zum Einkaufen, zum Pendeln oder für die Kaffeefahrt am Wochenende genutzt wird, sind diese Öle völlig fehl am Platz. Hier kommt es primär auf eine Reduzierung des Kaltstartverschleißes an.

Zitat:

Ein 0W-40 aufgrund seiner Viskositätsklasse aber für den Sommer zu empfehlen, da es auch im Sommer-Kaltstart weniger Verschleiß erzeugt als ein 5W-40, ist an den Haaren herbeigezogen.

Nein, ist es nicht. Das ist die bittere Wahrheit. :p

Zitat:

@FloOdw schrieb am 12. Dezember 2014 um 13:06:21 Uhr:

Wenn man ein gutes 0W-40 wegen besserer Grundölen auch im Sommer rechtfertigt, ist das doch auch vollkommen einleuchten. Ein 0W-40 aufgrund seiner Viskositätsklasse aber für den Sommer zu empfehlen, da es auch im Sommer-Kaltstart weniger Verschleiß erzeugt als ein 5W-40, ist an den Haaren herbeigezogen.

Es gehört halt zum Grundwissen des Threads, daß die Viskosität auf Wintertauglichkeit bezogen zwischen halbwegs aktuellen 0W-40 und ebensolchen 5W-40 bis -10°C eine marginale Rolle spielt und daher auch jene bei Kaltstarts.

Leider adelt dich das jetzt nicht besonders, daß du das bereits geschnallt hast, gegenüber Leuten die hier schon jahrelang regelmäßig unterwegs sind. Jedenfalls nicht mehr, als daß du besser im Kopf rechnen kannst als ein Erstklässler :p

Es macht dann auch genausoviel Sinn mit denen über Motoröle zu quatschen wie mit dem Erstklässler eine Kurvendiskussion zu führen.

Kumpel macht seine Wochenend-Kaffefahrten mit einem R8 GT. Fährt damit aber nicht auf Rundkursen rum. Vorgeschrieben ist ein 10W-60 ;)

Die Pauschalität beim Phrasendreschen des Probanden ist nachwievor sachlich grauenvoll. Da kommt so gut wie nie was gescheites bei raus.

Auch beim Pendeln gelten für gewöhnlich keine 10km in eine Richtung als Pendeln. Warum also ausgerechnet bei denen die Kaltstarts so wichtig sind wird wieder keiner erklären können. Am wenigsten der Behaupter selbst.

Fragen bleiben eh meist unbeantwortet. Das Täglichbrot besteht halt zum Löwenanteil aus im Raum hängenden Behauptungen :p

Zitat:

Es gehört halt zum Grundwissen des Threads, daß die Viskosität auf Wintertauglichkeit bezogen zwischen halbwegs aktuellen 0W-40 und ebensolchen 5W-40 bis -10°C eine marginale Rolle spielt und daher auch jene bei Kaltstarts

Entschuldigt bitte wenn ich jetzt vielleicht etwas blöd Frage aber wie verhält es sich denn zw. 5W-40 und 0W-30 mit der Durchölung beim Kaltstart?

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