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Welches Motoröl?
Hallo,
würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?
Gruß Gorge
Beste Antwort im Thema
Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.
Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.
Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!
Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.
Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.
Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(
Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.
Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.
Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.
Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.
Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:
"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:
http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf
Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:
"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:
http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html
Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)
Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.
Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.
Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.
Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!
Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.
Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.
Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!
Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.
Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.
Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)
Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)
Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)
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106410 Antworten
Zitat:
@Aygo Club schrieb am 22. Oktober 2014 um 23:40:39 Uhr:
Wenn man eine Spritze mit Vaseline füllt und die andere mit 0W-20, ist zum rausdrücken der Vaseline erheblich mehr Kraft nötig. Trotzdem kommt nicht soviel raus wie aus der 0W-20 Spritze. :D
was immer du nimmst,nimm weniger davon :cool:
Zitat:
@Wolv O. schrieb am 22. Oktober 2014 um 23:03:55 Uhr:
Zitat:
@Jan0815 schrieb am 22. Oktober 2014 um 20:48:39 Uhr:
Zur Definition eines Bereiches benötigt man ein Maximum und auch ein Minimum. Fällt Dir etwas auf?
Die SAE-Definition von 0W hat auch ein Minimum: kinematische Viskosität bei 100° min. 3,8 mm²/s (Low-Shear-Rate, ASTM D 445).
… dieser Wert betrifft das Minimum der kinematischen Heißviskosität (100°) und sagt nichts über das Minimum der (dynamischen) Kaltviskosität aus…man könnte zwar eine Visikositätskurve ableiten (über den VI), da man aber kein Minimum bei der Kaltviskosität kennt, dies ist alles was das Minimum der 5W unterschreitet und da die 0er eben nach unten offen sind (einen Maximalwert gibt es zwar, wie schon von Oldie65 festgestellt, aber keinen Minimalwert wie von Jan richtig argumentiert), ist das wohl auch nur theoretisches Unterfangen. Wo es geht wäre bei 5ern, da man hier das Minimum der Kaltviskosität kennt.
Man beachte auch, dass es so etwas wie PP Verbesserer (oder andere Inhabitatoren) gibt (die auch Einfluss auf die Kaltvisko haben) und das die modernen Öle (HC und ähnliche Syntheseprodukte) die 5er Werte bei weitem unterschreiten können, vor allem die Öle nach API SM, die speziell für Kaltklimazonen konstruiert sind. Da dies aber bei Nullern nicht an ein Minimum gebunden ist, ist auch die Viskositätskurve von 0ern sehr variabel und meist nur den Ölherstellern und vielleicht den Motorkonstrukteuren bekannt.
… und deswegen schafft ein 0W20 auch keine vernünftige Heißviskosität, nach heutigem Stand der Technik.
…noch überlegenswert bei der 20er Diskussion ist die Druckstabilität solcher Öle, ich empfehle einlesen in die Hydrostatik (besonders AYGO). Vielleicht ist dann auch klar warum man solche Öle nicht überall reinschütten sollte (nach gegebenem techn. Stand).
… und noch der Unterschied von dynamischer und kinematischer Viskosität:
Wird die dynamische Viskosität mit der Dichte dividiert, ergibt sich die kinematische Viskosität. Aus der Multiplikation der kinematischen Viskosität mit der Dichte errechnet sich die dynamische Viskosität.
Zitat:
@HL66 schrieb am 22. Oktober 2014 um 22:19:39 Uhr:
Der Öldruck der irgendwo gemessen wird bedeutet noch nicht daß auch jeder Schmierstelle im Motor bereits mit Öl versorgt wird....
na, wenn ein schalter am ende der kw sitzt und der andere als 'letztes glied' oben an der nocke, und die ölfunzel erst erlischt, wenn beide ihr ok geben, schon.
dann sollte überall da öl sein, wo welches hinsoll :D
btw.: wenn ein schalter alarm gibt, leuchtets, wenn beide nach ?sec (weiß ich nicht mehr) und drehzahl >2000 1/min auf alarm stehen, erklingt ein gar erschröcklich melodei als warnsignal :rolleyes:
Zitat:
@Aygo Club schrieb am 22. Oktober 2014 um 23:40:39 Uhr:
Wenn man eine Spritze mit Vaseline füllt und die andere mit 0W-20, ist zum rausdrücken der Vaseline erheblich mehr Kraft nötig. Trotzdem kommt nicht soviel raus wie aus der 0W-20 Spritze. :D
mit vaseline und 'spritzen' scheinst du dich ja richtig gut auszukennen:D
Zitat:
na, wenn ein schalter am ende der kw sitzt und der andere als 'letztes glied' oben an der nocke, und die ölfunzel erst erlischt, wenn beide ihr ok geben, schon.
Ja dann schon ..es gibt aber auch sehr viele Motoren die den Druckschalter irgendwo direkt nach der Ölpumpe haben oder mitten am Motorblock...das sagt dann über die Ölversorgung im Ventiltrieb noch nicht viel aus.. ist eh die Frage ob man im Zeitalter elektronisch gefakter Anzeigen noch so danach gehen kann.. ob z.b. die Leuchte im Rahmen eines Instrumenten Tests bei Anlassen immer gleich lang leuchtet
Zitat:
@B207L schrieb am 22. Oktober 2014 um 23:50:20 Uhr:
Zitat:
@Wolv O. schrieb am 22. Oktober 2014 um 23:03:55 Uhr:
Die SAE-Definition von 0W hat auch ein Minimum: kinematische Viskosität bei 100° min. 3,8 mm²/s (Low-Shear-Rate, ASTM D 445).
… dieser Wert betrifft das Minimum der kinematischen Heißviskosität (100°) und sagt nichts über das Minimum der (dynamischen) Kaltviskosität aus…man könnte zwar eine Visikositätskurve ableiten (über den VI), da man aber kein Minimum bei der Kaltviskosität kennt, dies ist alles was das Minimum der 5W unterschreitet und da die 0er eben nach unten offen sind (einen Maximalwert gibt es zwar, wie schon von Oldie65 festgestellt, aber keinen Minimalwert wie von Jan richtig argumentiert), ist das wohl auch nur theoretisches Unterfangen. Wo es geht wäre bei 5ern, da man hier das Minimum der Kaltviskosität kennt.
Eigentlich wollte ich damit ausdrücken, dass ein 0W-Öl eben nicht beliebig niederviskos sein darf, da die Viskosität grundsätzlich mit steigenden Temperaturen sinkt. Wasser zB hat schon bei +5° eine kin. Visko von gerade mal 1,5 mm²/s, bei +95° dann nur noch 0,3 mm²/s (OK, Wasser lässt sich auch unter 0° schlecht pumpen ;)).
Definitionsgemäß gibt es allerdings bei keinem xW-Öl ein Minimum der Kaltviskosität. Jeder Anbieter könnte demnach sein 0W auch 5W nennen. Ein 10W hingegen muss bei 100° dann schon wieder eine kin. Viskosität von mind. 4,1 mm²/s aufweisen.
Zitat:
@Wolv O. schrieb am 23. Oktober 2014 um 08:33:38 Uhr:
Zitat:
@B207L schrieb am 22. Oktober 2014 um 23:50:20 Uhr:
… dieser Wert betrifft das Minimum der kinematischen Heißviskosität (100°) und sagt nichts über das Minimum der (dynamischen) Kaltviskosität aus…man könnte zwar eine Visikositätskurve ableiten (über den VI), da man aber kein Minimum bei der Kaltviskosität kennt, dies ist alles was das Minimum der 5W unterschreitet und da die 0er eben nach unten offen sind (einen Maximalwert gibt es zwar, wie schon von Oldie65 festgestellt, aber keinen Minimalwert wie von Jan richtig argumentiert), ist das wohl auch nur theoretisches Unterfangen. Wo es geht wäre bei 5ern, da man hier das Minimum der Kaltviskosität kennt.
Eigentlich wollte ich damit ausdrücken, dass ein 0W-Öl eben nicht beliebig niederviskos sein darf, da die Viskosität grundsätzlich mit steigenden Temperaturen sinkt. Wasser zB hat schon bei +5° eine kin. Visko von gerade mal 1,5 mm²/s, bei +95° dann nur noch 0,3 mm²/s (OK, Wasser lässt sich auch unter 0° schlecht pumpen ;)).
Definitionsgemäß gibt es allerdings bei keinem xW-Öl ein Minimum der Kaltviskosität. Jeder Anbieter könnte demnach sein 0W auch 5W nennen. Ein 10W hingegen muss bei 100° dann schon wieder eine kin. Viskosität von mind. 4,1 mm²/s aufweisen.
Also ich hätte gegen ein 0w50 nichts einzuwenden :D Alles eine Frage des Grundöls.. PAG-Öle haben einen sehr hohen "natürlichen" VI.. Vielleicht klappts da, den VI noch weiter zu heben ohne viele VI-Verbesserer, die in einem niedrigen HTHS münden :D
Zitat:
@HL66 schrieb am 23. Oktober 2014 um 08:16:05 Uhr:
es gibt aber auch sehr viele Motoren die den Druckschalter irgendwo direkt nach der Ölpumpe haben oder mitten am Motorblock...das sagt dann über die Ölversorgung im Ventiltrieb noch nicht viel aus.. ist eh die Frage ob man im Zeitalter elektronisch gefakter Anzeigen noch so danach gehen kann.. ob z.b. die Leuchte im Rahmen eines Instrumenten Tests bei Anlassen immer gleich lang leuchtet
.
Der erste Öldruckschalter wirkt immer nach dem Motorölfilter, wo sich von der Hauptleitung zur Kurbelwelle, die Steigleitung, zur Nockenwelle und zu den Spritzdüsen zur Kolbenkühlung abzweigt. Je nach Motorkonstruktion wird in der Steigleitung zum Ventiltrieb ein weiterer Rückflußverhinderer vorgesehen.
Druckschalter nach dem Filterelement, dient somit auch zur Überwachung der Fördermenge im Leerlauf.
Ach ja es grenzt schon an Wunder, daß hier bis in die 70er überhaupt ein Motor mit 15W-40 oder 20W-50 einen Winter überlebt hat. Und die Winter in unseren Breiten waren noch härter.
Und hier streitet man sich darum ob ein 0W-20 Öl im Winter dünner ist als ein 0W-40
Ist ja schön wenn es keine anderen Probleme gibt
Zitat:
@dodo32 schrieb am 22. Oktober 2014 um 23:29:49 Uhr:
soso, bedeutet es das. Manoman, youtube Videos als Referenz
Vor allem nichtmal das, da die Links zu den angeblich irgendwo aufgeschnappten Theorien fehlen eh meistens
Zitat:
@Aygo Club schrieb am 22. Oktober 2014 um 23:40:39 Uhr:
Wenn man eine Spritze mit Vaseline füllt und die andere mit 0W-20, ist zum rausdrücken der Vaseline erheblich mehr Kraft nötig. Trotzdem kommt nicht soviel raus wie aus der 0W-20 Spritze. :D
Für den Vergleich nimmt man auch nicht Vaseline, sondern 5W-30 GF-5.
Zitat:
@sukkubus schrieb am 23. Oktober 2014 um 01:47:08 Uhr:
Zitat:
@Aygo Club schrieb am 22. Oktober 2014 um 23:40:39 Uhr:
Wenn man eine Spritze mit Vaseline füllt und die andere mit 0W-20, ist zum rausdrücken der Vaseline erheblich mehr Kraft nötig. Trotzdem kommt nicht soviel raus wie aus der 0W-20 Spritze. :D
mit vaseline und 'spritzen' scheinst du dich ja richtig gut auszukennen:D
.
Denke ich auch.
Zitat:
@Jan0815 schrieb am 22. Oktober 2014 um 20:48:39 Uhr:
Zur Definition eines Bereiches benötigt man ein Maximum und auch ein Minimum. Fällt Dir etwas auf?
An Jan0815
Die Viskositätsklassen xW verlangen jeweils, dass das Motoröl allein durch die Schwerkraft in genügendem Volumen zur Ölpumpe fließt.
Du kannst uns aber gerne 5 Motoröle nennen, die die beiden Grenzwerte für die Kälteviskosität der Gruppe 0W unterschreiten.
Wir sind hier in einem technischen Forum. Hypothetische Betrachtungen bringen uns nicht weiter.
Zitat:
@Oldie65 schrieb am 23. Oktober 2014 um 17:04:43 Uhr:
Du kannst uns aber gerne 5 Motoröle nennen, die die beiden Grenzwerte für die Kälteviskosität der Gruppe 0W unterschreiten.
Das tun alle 0w Öle, sonst wären es ja keine. :o
Schreibe 100 mal auf: 0w ist nach unten offen ist nach unten offen ist nach unten offen...
Und ein 0w-20 ist bei jeder Temperatur wesntlich dünner als ein 0w-40, auch wenn Du das nicht verstehst.
Du kannst das gern selbst interpolieren mit einem Viskositätsrechner, z.B. bei Meguin. Ich habe dazu keine Lust mehr, das habe ich schon getan.
Zitat:
@Jan0815 schrieb am 23. Oktober 2014 um 17:22:02 Uhr:
Zitat:
@Oldie65 schrieb am 23. Oktober 2014 um 17:04:43 Uhr:
Du kannst uns aber gerne 5 Motoröle nennen, die die beiden Grenzwerte für die Kälteviskosität der Gruppe 0W unterschreiten.
Das tun alle 0w Öle, sonst wären es ja keine. :o
Schreibe 100 mal auf: 0w ist nach unten offen ist nach unten offen ist nach unten offen...
Und ein 0w-20 ist bei jeder Temperatur wesntlich dünner als ein 0w-40, auch wenn Du das nicht verstehst.
Du kannst das gern selbst interpolieren mit einem Viskositätsrechner, z.B. bei Meguin. Ich habe dazu keine Lust mehr, das habe ich schon getan.
das stimmt ja schon.. Aber jetzt bitte nicht sagen, je dünner das Öl umso schneller werden die Schmierstellen erreicht... :D