- Startseite
- Forum
- Wissen
- Fahrzeugtechnik
- Welches Motoröl?
Welches Motoröl?
Hallo,
würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?
Gruß Gorge
Beste Antwort im Thema
Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.
Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.
Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!
Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.
Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.
Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(
Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.
Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.
Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.
Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.
Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:
"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:
http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf
Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:
"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:
http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html
Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)
Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.
Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.
Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.
Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!
Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.
Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.
Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!
Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.
Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.
Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)
Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)
Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)
Ähnliche Themen
106410 Antworten
Also wenn man sich die Ölparameter betrachtet, wird Motul eindeutig durch das Pennertritt übertroffen..
Das Addinol würde ich allenfalls auf das Level von Mobil setzen, ohne natürlich das Additivpaket zu kennen und zu berücksichtigen..
Zitat:
Original geschrieben von quakex
Also wenn man sich die Ölparameter betrachtet, wird Motul eindeutig durch das Pennertritt übertroffen..
Das Addinol würde ich allenfalls auf das Level von Mobil setzen, ohne natürlich das Additivpaket zu kennen und zu berücksichtigen..
Parameter hin oder her, was fährt man für Temperaturen, Drehzahlen, Wechselintervalle und vor allem: welcher Motor?. Dann relativiert sich das alles. Scheiß auf die Marken und PDF's..., der Anwendungsfall, der Öldruck und die Temperatur entscheidet, was man einfüllt. Bei Serienautos wechselt man lieber früher und macht sich besser keinen Kopf über ungelegte Eier. Aber früher wechseln ist ja zu einfach. ;)
Was ist eigentlich so besonders am Addionol 0540 ? Außer Preis / Leistung ?
Zitat:
Original geschrieben von UTrulez
Es wundert mich, daß keiner von den Großen Addinol zu Wendezeiten plattgemacht hat ;)
Genau das ist passiert. Kann man unter "Leuna-Affäre" recherchieren und hat u.a. Helmut Kohl ein auskömmliches Dasein als Rentner beschert.
Zitat:
Original geschrieben von Sachte
Zitat:
Original geschrieben von meistermeier
:Dweiche satan weiche.bin froh die soße aus meinem rausgesaugt zu haben.
Du mußt den Gag auch mal checken ;) Das ist ein ANGEBOT. Da kann man pro 5L 65.19€ sparen! :D
Das Öl selbst ist für VAG Rotze. Das steht nicht zur Diskussion :)
@Uschrub
Gute Ölfilter mit dem Addinol benutzt... Für mich ist NewLife aber erstmal tot. Da liegen was die Laufkultur eines 2.0tfsi angeht gegenüber dem 0540 Universen dazwischen...
Du schreibst mal wieder Quatsch(wie meistens) Erkläre doch mal den Satz auf Deutsch:Das Öl selbst ist für VAG Rotze???? und ich habe nicht gewusst daß man anhand von Motoröl die Laufkultur eines Motors verbessern kann.Und komm blos nicht mit dem Satz der Motor läuft ruhiger oder so was,das gehört zu Grimms Märchen.
Zitat:
Original geschrieben von salieridai
Habe seit heute den heiligen Gral im Motor (Insert Altar Bild here). Beim Losfahren direkt gemerkt: Der Motor klingt anders. Ein Blick in den Motorraum zeigte dann auch warum: Die Airbox war nicht richtig geschlossen :D
Das höre ich aber auch das erste Mal, daß jemand durch diese Öl einfüllt :)
@Punzelrunzel
Meine Schuld. Ich hab das Memo noch garnicht verschickt. Also: Auch ohne Post vom Mod ist für dich bei mir game over. Deine Fragen, Beurteilungen und sonstige Meinungen laufen bei mir ins Leere. du bist zwar nicht im Filter, weil das weiterhin einen speziellen Unterhaltungswert besitzt, aber die Idee mich nochmal in ein Gespräch verwickeln zu können kannst du einäschern.
Sonst erzähle ich nicht mehr Quatsch als z.B. meistermeier. Versuch vielleicht dem mal zu beschäftigen. Bei mir funzt das nicht mehr.
@HL66
Wenn du das 0540 fahren darfst und Selbstwechsler bist der den Ölfilter nicht beim Ratlosen kauft (ehem. Freundlicher), beudeutet das Kosten bei welchen ich schlicht nur empfehlen würde es mit dem Öl einfach mal selbst zu versuchen.
Zitat:
Original geschrieben von quakex
Das Addinol würde ich allenfalls auf das Level von Mobil setzen, ohne natürlich das Additivpaket zu kennen und zu berücksichtigen..
Laut den Daten sogar noch besser als Mobil.
Laut den Daten sogar ohne das Additivpaket zu kennen, da das Addinol viel weniger Verschleiß aufweist, da muß das Additivpaket besser sein.
Aber ob die Daten stimmen? Würde mich echt sehr interessieren ob das stimmt. Nur, wie will man sowas jetzt beweisen!
Zitat:
Original geschrieben von Uschrub
Zitat:
Original geschrieben von quakex
Das Addinol würde ich allenfalls auf das Level von Mobil setzen, ohne natürlich das Additivpaket zu kennen und zu berücksichtigen..
Aber ob die Daten stimmen? Würde mich echt sehr interessieren ob das stimmt. Nur, wie will man sowas jetzt beweisen!
Zumindest hat man bei Addinol die Chance, echte Addinol-Mitarbeiter ans Telefon zu bekommen (aus dem Bereich Anwendungstechnik) und nicht irgendwelche unbedarfte Callcenter-Werbeprospektvorleser...
Man kann beweisen, mit einer Ölanalyse vom Frischöl, daß z.B. ein 300V Power einen Flammpunkt von ~188°C hat. Und nicht 230°C... Daß den Datenblättern wohl im Allgemeinen nur bedingt zu trauen ist, das schrieb ich schon vor paar Tagen hier.
Trotzdem stelle ich aktuell das Addinol 0540 ÜBER NewLife.
Ja, Telefon oder Email. Das stimmt schon. Aber auf die Güte des Öls hat das wohl keinen Einfluss ;)
Kann mir jemand mal den Unterschied zwischen dem Addinol 0540 und dem Motul X-Cess 5W40 erklären.
Motul ist vollsynthetisch? Von den Werten her? Welches ist besser?
So, nach all der Theorie hier im Forum kommt zur Abwechslung mal was praktisches.
Ich habe am vergangenem Wochenende bei meinen beiden Fahrzeugen den Ölwechsel gemacht und möchte euch meine Erfahrungen nicht vorenthalten.
Der eine Wagen ist ein Golf V 1.9 TDI mit Pumpe/Düse, der andere ein Audi A3 1,6 8P.
Bei beiden Fahrzeugen wurde das Öl abgesaugt mittels Pela 6000.
Golf V
Zur Vorgeschichte: Den Wagen habe ich mit 103Tkm gekauft. Der Händler hat bei Übergabe noch einen frischen Ölwechsel mit Motul 5W-30 gemacht. Seitdem wurden durch mich zwei Ölwechsel mit HighStar 5W-40 durchgeführt. Übrigens, Ich kann die hier oft diskutierte gute Reinigungsleistung des HighStar bestätigen. Der Ölfiltereinsatz zeigte bei jedem Wechsel Schmootbröckchen zwischen den Papierlamellen.
Der 1.9 TDI Motor hat einen stehenden Ölfiltereinsatz und eignet sich von daher prima zum absaugen. Wagen warmgefahren und Ölpeilstab raus, dann die Saugsonde der Pumpe bis auf den Grund schieben. Nach ca. 10 Pumpenstößen läuft das Öl dann in den Auffangbehälter. Nach ca 10 min kann man durch deutliches Gurgeln hören, das die Ölwanne soweit leer ist. Ich habe zur Sicherheit mehrmals nachgepumpt und die Sonde dabei per Hand über dem Boden der Ölwanne hin- und hergeführt. Irgendwann kam dann aber nichts mehr. Genauso habe ich das stehende Restöl aus dem Filtergehäuse gesaugt. Dann neuen Filtereinsatz rein und Deckel wieder mit 25 Nm festgeschraubt.
Ich habe nicht die abgesaugte Ölmenge gemessen. Ich habe aber ca. 4,1 l Frischöl (Addinol Light MV 0546 PD) eingefüllt. Das sind ca. 0,2 l weniger, wie laut VW-Datenblatt angegeben sind.
Audi A3
Den Wagen hat mein Sohn gerade mit rund 120 Tkm gekauft. Laut Verkäufer bekam der Wagen vor einem halben Jahr frisches Öl, laut Datenblatt ein 5W-30.
Auch hier kam die Pela 6000 zum Einsatz. Der 1.6 l Motor hat allerdings einen tieferliegenden Ölfilter. Man kommt aber ganz gut von oben ran und zur Sicherheit hatte ich mir von Hazet den passenden Abdreher besorgt.
Also Öl wieder über die Peilstaböffnung abgesaugt (hier ca. 15 min) und dann den Filter rausgedreht. Hier hatte ich vorher eine kleine Plasteschale als Wanne für das Restöl unter den Ölfilter gestellt. Nachdem der Filter draußen war, liefen noch ca. 0,2 l nach.
Auch hier habe ich nicht die abgesaugte Ölmenge gemessen. Eingefüllt wurden aber 4 l Addinol Super Light 0540 und das sind dann gemäß VW-Datenblatt 0,5 l zu wenig.
Resümee
Die Absaugung mit der Pela 6000 ist wirklich easy. Wenn man etwas Zeit mitbringt, dann sollten die 10-15 min Saugdauer auch kein Problem sein. Ich habe z.B. nebenbei schon den Luftfilter gewechselt.
Auch kann man durch das Gurgelgeräuch super hören, wann die Ölwanne leergesaugt ist. Wo genau im Motor jetzt die gemäß Datenblatt fehlende Restmenge verblieben ist, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.
Deshalb auch gleich mal eine Frage: Wie genau mögen diese Herstellerangaben sein?
@meistermeier
Ich habe gesehen, das Du auch die Pela 6000 benutzt.
Wie sind denn Deine Erfahrungen?
Zitat:
So, nach all der Theorie hier im Forum kommt zur Abwechslung mal was praktisches.
Ich sauge seit einiger Zeit bei unseren Autos ( alles Opel) nur noch ab ... ich bekomme genau die Füllmenge raus und sogar eher noch etwas mehr ... ein paar Mal habe ich nach dem Absaugen noch die Ablasschraube rausgedreht und es kam wirklich KEIN Tropfen mehr ...ohne absaugen habe ich meistens nach 10min warten wieder zugeschraubt und da hat es immer noch leicht getropft. Jetzt tropft es nach dem Absaugen gar nicht..ergo bekomme ich so sogar minimal mehr Öl aus der Wanne, vermutlich weil innen in der Wanne um das gewinde rum eine leichte Erhöhung ist ...
das Schnapsglass voll aus dem Filtergehäuse kann ich so auch noch absaugen.
Das Ganze geht super schnell und sauber ohne Aufbocken und in den Dreck liegen... man muß es von Motor zu Motor testen, bei einigen Motoren kommt man durch das Peilstabrohr nicht bis auf den Boden der Wanne, dann kann man es vergessen... dort wo es geht empfehle ich das und halte die Dikussion ob man alles rausbekommt und ob Klumpen drinbleiben für reichlich übertrieben, selbst in diesem Forum.. irgendwo muß man noch normal bleiben.
In meinen Ölanalysen zeigte sich keine Vermischung oder Verfälschung durch das Vorgängeröl, sonst hätten sie es erwähnt
Ich habe so eine hanbetriebene Pumpe mit nem runden 5l Tank, die elektrische macht so einen Lärm daß man es nicht abends oder mal Sonntags benutzen kann...
Nach 15min ist das Thema Ölwechsel erledigt und es gibt keine Sauerei mehr wie es mir früher immer wieder mal passiert ist, z.b. 5l Öl in Hof gekippt weil Schüssel übersehen oder sie stand nicht richtig etc
Ich weiß viele denken anders aber ich finde das einfach nur super praktisch
Und mehr als die Wanne leer machen kann man nicht, Brocken gibt's keine und den Rest halten die heutigen Öle in Schwebe. Ok bei nem V12 oder nem Porsche mit 12l ölinhalt pumpt man ne Weile aber da muß man auch erst mal ne Schüssel finden in die soviel Öl geht
Zitat:
Original geschrieben von oophilippxx
Kann mir jemand mal den Unterschied zwischen dem Addinol 0540 und dem Motul X-Cess 5W40 erklären.
Motul ist vollsynthetisch? Von den Werten her? Welches ist besser?
.
Hilfreich wäre es wenn zu den PKW Daten das Baujahr und der MKB mit angegeben werden.
Beide Motore sind überquadratisch ausgelegt.
API Gruppe 3, ADDINOL PREMIUM 0540, ACEA C3 mid-SAPS
API Gruppe 4, Motul 8100 X-Cess 5W40; ACEA A3/B4 high-SAPS
- Audi TT 8N 1.8T KD-81,0 x 86,4mm Hub
- Audi A4 B7 2.0T KD-82,5 x 92,8mm Hub
Würde in beide, besonders im A4 im Sommer ein 5w50 mit VW 50100 fahren.
Am A4 prüfen ob und wie die Ölleitung zum Turbo verlegt ist, ob Verkokungen bei dem Modell vorkommen.
http://www.audi.de/.../0399_ttc_18t_18tquattro.pdf
http://www.audi.de/.../2004_09_a4_b7_20tfsi.pdf
- smart 450 0.6T
Am besten Ölwechsel alle 10.000Km oder jährlich.
http://berlin-tuning.com/product_info.php?...
Alternativ den Einsatz/Zumischung von Valvoline VR1 5W50 prüfen.
Dank dir für deine Antwort.
Fahre auf beiden Autos das Motul X-Cess 5W40. Wechsel Jährlich.
Habe ein gutes Gefühl mit dem Motul... vollsynthetisch und Full Saps.
Das neue Addinol 0540 sieht vom Datenblatt her nicht schlecht aus aber ist kein vollsynthetisch ÖL oder irre ich mich?
Siehe Reinigung AGR mit Backofenspray