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Welches Motoröl?
Hallo,
würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?
Gruß Gorge
Beste Antwort im Thema
Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.
Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.
Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!
Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.
Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.
Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(
Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.
Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.
Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.
Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.
Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:
"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:
http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf
Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:
"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:
http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html
Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)
Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.
Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.
Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.
Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!
Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.
Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.
Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!
Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.
Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.
Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)
Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)
Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)
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106410 Antworten
Eine AU ist nicht relevant für die Steuer sonder ein NEFZ Lauf und der wird bei Raumtemperatur gestartet und sofort gemessen! Die AU ist nur eine grobe Prüfung ob das System überhaupt noch arbeitet. D.h. wenn dein Auto einen NEFZ lauf nicht mehr besteht, wäre es trotzdem Steuerhinterziehung auch wenn die AU erfolgreich absolviert wurde.
Die Finanzämter haben aber anderes zu tun ;)
PS Im Motoröl ist auch immer Sprit gelöst und das Dampf leichter als Öl. Bei einem Diesel ist weniger kritisch.
Und bei einer Verkehrskontrolle kann das nicht geprüft werden ob da jetzt ein Vorkat drin ist oder nicht?
Bei Raumteperatur von was? Muß das Öl 21°C haben oder das Wasser oder wie? :) Auch da kann alles gut gehen, wenn die Karre nicht eisklat ist. aber ich meine NEFZ macht man nur bei der Kategorisierung eines Neumodells beim Hersteller ;)
Das ganze Auto hat die gleiche Temperatur, das steht da über Nacht drin um sich zu Temperieren. D.h. gibt es auch nur einen Lauf, weil man sonst wieder warten muss bis alles abgekühlt.
NEFZ ist immer dann nötig wenn du überprüfen willst ob die Abgaswerte eingehalten werden. D.h. auch ein Kat vom Fremdhersteller muss nachweisen das er die Werte einhalten kann und das über 160tkm.
Steuerhinterziehung und erhöhte Umweltbelastung: Ja
Wahrscheinlichkeit dass das irgendjemandem auffällt: gering
Entwarnung...Werde den Staubsaugerversuche wohl doch lassen, nachdem ich das zum Thema gelesen habe:
"Öl an sich hat keinen Flammpunkt, es ist unbrennbar.
Aber: ein großer Anteil der Ölinhaltsstoffe verdunstet in der Luft. Dabei bilden sich brennbare Gasgemische. Wenn diese Gasgemische (Rohöle z. B. gehören zur sogen. Gefahrenklasse AI mit einem Flammpunkt kleiner 21 °C) in der Luft sind, besteht akute Explosionsgefahr. Im Ereignisfall kann mit der Hilfe eines "Explosimeters" gemessen werden, wie viel Prozent der unteren (bzw. oberen) Explosionsgrenze durch die jeweilige Gas-Luft-Gemisch-Konzentration erreicht ist (Quelle..nicht angeführt)" :-(
Auf den letzten Seiten ging es in dieser Woche also um so weltbewegende Dinge wie die Wiederverwendung von centteuren, gebrauchten Dichtungsringen an der Ölablaßschraube oder auch um die allseits beliebte- und stets wiederkehrende Diskussion über die Gründlichkeit von der Methode der Ölabsaugung gegenüber dem klassischen Ölablassen.
Zum ersten Punkt schweige ich mich besser aus und denke mir meinen Teil, zum Thema Ölabsaugung kann ich aber durchaus etwas konstruktives beitragen.
Ich selbst nutze zum Öl wechseln in Eigenleistung beide Methoden, fallabhängig, jedoch mit einer gewissen Präferenz zur Ölabsaugung. Der Grund dafür ist denkbar einfach: alle Motoren des Familien- und Bekanntenfuhrparks begünstigen die Ölabsaugung. Damit ist gemeint, dass die Absaugsonde bis zum tiefsten Punkt der Ölwanne vordringen kann und der tiefste Punkt erreicht werden kann. Des Weiteren sitzen die Ölfiltergehäuse - bis auf eine Ausnahme - allesamt im oberen Bereich des Motorraums, wodurch die Ölfilter und Dichtungsringe des Gehäusedeckels bequem von oben aus gewechselt werden können. Die Ölabsaugpumpe ist zudem auch ganz nützlich, um etwaige Restaltölmengen während des Filterwechsels aus dem Gehäuse zu entfernen, falls man das möchte.
Zum Aspekt der Gründlichkeit habe ich die Erfahrung gemacht, dass es mehrere Faktoren gibt, wovon abhängt, wie gründlich eine Ölabsaugung von statten geht:
a) Zunächst muss die Konstruktion/Formgebung der Ölwanne sowie das Führungsrohr des Ölmeßstabs eine Ölabsaugung begünstigen, als Grundvoraussetzung. Der tiefste Punkt der Ölwanne muss erreicht werden können, sonst macht es keinen Sinn.
b) Man benötigt eine leistungsfähige (!) Absaugpumpe, z. B. die bereits vorhergehend genannte Pela 650 (6,5 Ltr.), welche mittels mechnisch erzeugtem Unterdruck absaugt und überaus robust konstruiert ist. Meine nutze ich in diesem Jahr nun schon 10 Jahre, ohne Einbußen.
Ich erwähne den Aspekt Gerätschaft, hier Absaugpumpe, deshalb, weil viele Leute durch den Einsatz dieser eher billigen und wenig empfehlenswerten Elekropumpen a la Mannesmann, Proxxon und Konsorten einen falschen Eindruck bekommen haben, was das für diesen Zweck besser geeignete Gerät darstellt. Der Nachteil dieser Elektropumpen ist die oftmals sehr schwache Saugleistung und das Fehlen einer brauchbaren Absaugsonde. Beiliegende Schläuche sind zum Absaugen eher nicht zu empfehlen, denn sie neigen dazu sich zu verwinden und machen damit eine gründliche Ölabsaugung zum Lotteriespiel.
c) Man benötigt eine vernünftig konstruierte Absaugsonde. Diese sollte begrenzt biegsam sein, um sich dem Führungsrohr des Ölmeßstabs anpassen zu können, gleichwohl aber hinreichend starr, um sich nicht wie ein Schlauch zu verwinden. Im Falle meiner Pela gibt es zwei unterschiedlich dicke Kunstoffsonden, welche biegsam sind, aber auch hinreichend starr, damit die Sonde den Boden der Ölwanne im richtigen Winkel erreichen kann. Innerhalb der Sonde ist ein Draht implementiert, welcher die Sonde stabilisiert und stützt.
Eine solche Sonde ist unverzichtbar, wenn man gründliche Resultate erzielen möchte. Wer hingegen labberige Schläuche bei einer Ölabsaugung verwendet, sollte sich nicht über verbleibende Restaltölmengen in der Ölwanne wundern.
d) Die Ölwechselintervalle nicht überziehen und leistungsfähige Motorenöle verwenden.
(Unter leistungsfähig verstehe ich z. B. bei 15.000 km Intervallen oder jährlichem Ölwechsel Öle welche mindestens die MB 229.3 Freigabe aufweisen und bei 20.000-25.000 km Intervallen oder zweijährigen Ölwechseln mindestens die MB 229.5 Freigabe aufweisen.)
Wer sich daran hält, dem fällt es dann auch nicht ein hirnrissige Thesen zum Thema 'Ölschlamm' und 'Ablagerungen' aufzustellen, welche angeblich im Motor verbleiben, weil sie ja nicht über die Ölablaßschraube 'hinausgespült' werden können. Dieser Schwachsinn ist in nahezu allen Foren stets wiederkehrend zu finden und hält sich weiterhin hartnäckig - und daran wird sich vermutlich auch nicht viel ändern.
e) Faktor Mensch und die Durchführung. Vor der Ölabsaugung sollte der Motor warmgefahren werden, damit die Ölabsaugung begünstigt wird. Das warme Öl lässt sich zum Einen leichter absaugen und zum Anderen steigert es die Gründlichkeit, da im Öl bekanntlich Rückstände und dergleichen gebunden sind, welche zusammen mit dem Altöl aus der Ölwanne entfernt werden sollen. Ist das gewährleistet, wird zunächst das Ölfiltergehäuse geöffnet, damit das darin enthaltene Altöl in die Ölwanne ablaufen kann. Drauf folgt dann die eigentliche Ölabsaugung, welche mit 'brauchbarem' Gerät (s. o.) durchgeführt werden sollte.
Die Erfolgskontrolle bei der Ölabsaugung ist bei der Pela-Pumpe ziemlich leicht festzustellen: zunächst endet die Absaugung mit einem deutlich vernehmbaren Gurgel-Geräusch, welches daraus resultiert, dass die Pumpe den Boden der Ölwanne leergesaugt hat und vornehmlich nur noch Luft ansaugt. Wenn man dann mit der Sonde auf den Boden der Ölwanne dezent aufschlägt ist akustisch wahrnehmbar, dass die Ölwanne leer ist. Das waren die subjektiven Anzeichen für eine erfolgreiche Ölabsaugung.
Die objektive Erfolgskontrolle erfolgt über die abgesaugte Altölmenge; die Pela-Pumpe hat einen transparenten Auffangbehälter (hier z. B. 6,5 Ltr.), welcher über Litermarkierungen verfügt. Somit lässt sich ziemlich exakt ermitteln wieviel Altöl aus dem Motor entfernt wurde, im Vergleich zur ursprünglichen Ölfüllmenge. Dabei bleibt natürlich unberücksichtigt, ob der jeweilige Motor während des Intervalls signifikant Öl verbraucht hat oder nicht.
Bei den Motoren die ich betreue liegt durchweg ein kaum messbarer Ölverbrauch vor, d. h. ich bekomme nahezu 1:1 die Ölmenge heraus die ich zuvor auch eingefüllt hatte. Vollgasetappen werden über das Intervall mit Ölschwund von 0,2-0,3 Ltr. quittiert.
Am Mittwoch hatte ich einen Fall, wo meine Pumpe ihr Potential nicht in Gänze entfalten konnte. Ein BMW 530dA der E60-Baureihe mit dem wunderbaren 218 PS-Reihensechszylinder-Common-Rail-Turbodiesel. Dieser Motor, also explizit die Ölwanne und das Führungsrohr, begünstigte die Ölabsaugung leider nicht. Von 8,25 Ltr. konnte ich nur ca. 5 Ltr. absaugen und habe danach den Rest über die Ablaßschraube abgelassen. Da ich das Ganze ja nicht dogmatisch sehe, habe ich mich der Situation angepasst und dem Erfordernis ganz pragmatisch Rechnung getragen.
Selbstredend hat es nebst einem neuen Ölfilter auch noch für einen neuwertigen Kupferdichtungsring für die Ölablaßschraube gereicht... .
Viel Erfolg beim Ölwechsel, wie auch immer ihr es umsetzt.
Gruß
Zitat:
Original geschrieben von DIMA 2.5 TD
Auf den letzten Seiten ging es in dieser Woche also um so weltbewegende Dinge wie die Wiederverwendung von centteuren, gebrauchten Dichtungsringen an der Ölablaßschraube o
Wo kriegt man die Peugeotdichtringe (oder gleichwertige) für ein paar Cent? Oder verwechselst Du Herstellungs- mit Verkaufspreis?
Zitat:
Original geschrieben von DIMA 2.5 TD
Wer sich daran hält, dem fällt es dann auch nicht ein hirnrissige Thesen zum Thema 'Ölschlamm' und 'Ablagerungen' aufzustellen, welche angeblich im Motor verbleiben, weil sie ja nicht über die Ölablaßschraube 'hinausgespült' werden können. Dieser Schwachsinn ist in nahezu allen Foren stets wiederkehrend zu finden und hält sich weiterhin hartnäckig - und daran wird sich vermutlich auch nicht viel ändern.
Ja, leider findet man tatsächlich deutlich mehr Stammtischparolen zum Thema Öl absaugen, als fundierte Beiträge. Danke für Deinen!
Zitat:
Original geschrieben von DIMA 2.5 TD
Wer sich daran hält, dem fällt es dann auch nicht ein hirnrissige Thesen zum Thema 'Ölschlamm' und 'Ablagerungen' aufzustellen, welche angeblich im Motor verbleiben, weil sie ja nicht über die Ölablaßschraube 'hinausgespült' werden können. Dieser Schwachsinn ist in nahezu allen Foren stets wiederkehrend zu finden und hält sich weiterhin hartnäckig - und daran wird sich vermutlich auch nicht viel ändern.
Gruß
Vielen Dank für deinen informativen Beitrag.
Wenn man ein Auto neu kauft und gutes Öl verwendet, gibt es keinen Ölschlamm.
Wenn man ein älteres Auto kauft, kann das ziemlich viel Ölschlamm in der Ölwanne haben. Über ein solches Auto, habe ich in Abständen hier berichtet und mit Fotos gezeigt, wie sich der Ölschlamm mit der Zeit entfernt hat. Der entfernt sich nicht mit einem einzigen Ölwechsel.
Auch von mir ein "thumbs up". Den Ausführungen ist mE nichts hinzuzufügen. Besonders wichtig: Konstruktive Eignung und wertige Gerätschaft.
Zitat:
...t, wie sich der Ölschlamm mit der Zeit entfernt hat. Der entfernt sich nicht mit einem einzigen Ölwechsel.
Öhöm. Mitunter, vielleicht, doch?
Habe gerade bei dem "neu" erstandenem Peugeot 205 BJ 92 ÖW gemacht - wie für Amateure üblich über die Schraube.
Das Öl war warm, ziemlich dick - Oleum war nix dagegen - und schwarz. Am Einfüllstutzen und im Rücklauffilter hing es in beige, verharzt. Kollege äüßerte, es sei wohl etwas älter, was auch ich annehme.
Was wir dann taten war sicher nicht ganz astrein, aber was bei mir in der Garage passiert, ist meine Sache. Wir spülten zweimal mit - ja, was wohl?
:-)
Das Neue Öl ist auch nach weiteren 1000 km wasserklar.
P.S.: Dass der angewandte Spülvorgang so nicht in der Werkstatt gemacht werden darf, ist mir klar.
Petroleum? Diesel? Budget 15W40 (das Gute) ? :D
Benzin? Whisky? Wasser?
Zitat:
Original geschrieben von AnTeeAs
Zitat:
...t, wie sich der Ölschlamm mit der Zeit entfernt hat. Der entfernt sich nicht mit einem einzigen Ölwechsel.
Öhöm. Mitunter, vielleicht, doch?
Habe gerade bei dem "neu" erstandenem Peugeot 205 BJ 92 ÖW gemacht - wie für Amateure üblich über die Schraube.
Das Öl war warm, ziemlich dick - Oleum war nix dagegen - und schwarz. Am Einfüllstutzen und im Rücklauffilter hing es in beige, verharzt. Kollege äüßerte, es sei wohl etwas älter, was auch ich annehme.
Was wir dann taten war sicher nicht ganz astrein, aber was bei mir in der Garage passiert, ist meine Sache. Wir spülten zweimal mit - ja, was wohl?
:-)
Das Neue Öl ist auch nach weiteren 1000 km wasserklar.
P.S.: Dass der angewandte Spülvorgang so nicht in der Werkstatt gemacht werden darf, ist mir klar.
Hallo AnTeeAs,
starker Beitrag. :rolleyes:
Erst schreibst Du, daß Du den ÖW selber gemacht hast. Und dann war da auf einmal ein Kollege im Spiel, der auch noch was meinte.
Und dann soll das Forum auch noch nach der Spülung raten? Ihr Knaller habt vielleicht Diesel oder Pisse verwendet.
Gruß CVM.