Welches Motoröl?

Hallo,

würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?

Gruß Gorge

Beste Antwort im Thema

Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.

Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.

Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!

Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.

Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.

Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(

Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.

Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.

Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.

Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.

Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:

"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:

http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf

Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:

"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:

http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html

Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)

Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.

Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.

Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.

Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!

Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.

Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.

Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!

Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.

Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.

Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)

Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)

Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)

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Es wäre aber schon nicht verkehrt, wenn man sich dann weltweit auf 70% einigen würde und gut. Oder 75%. Damit würden alle die grad noch so bei 72% liegen noch nen Taken hochziehen 😉

Kann es sein das es auf die additvierung ankommt? Weil longlife 3 öle haben ja auch ein sehr hochwertiges Grundöl aber einen schlechteren verdampfungsverlust?

Zitat:

Original geschrieben von Golf6 gti


Kann es sein das es auf die additvierung ankommt? Weil longlife 3 öle haben ja auch ein sehr hochwertiges Grundöl aber einen schlechteren verdampfungsverlust?

LL 3 Ölen haben ein shhr gutes grundöl sowie ein sehr gutes Additvpaket . Das problem ist nur das hier in der Theorie nicht alles so läuft wie in der Praxis .

Grade dann wenn man viel Kurzstrecke fährt und der Computer doch der meinung ist dem Öl die Lange leine zu geben spricht den intervall doch noch ein wenig auszureitzen kann es eben schnell sein das das Öl von der TBN an seine grenzen kommen . Tanke man dann einmal irgendwo im Ausland minderwertigen Sprit reicht das schon das ganze kippen zu lassen . Das mit den LL ölen ist eben immer so ne geschichte an der grenze ohne viel reserven . Schlecht sind die Öle meiner Meinung nach nicht wenn man sie alle 10000 Km wechselt aber das sollte ja grade bei den LL3 Ölen nicht sind und zweck des ganzen sein . Aber es geht eben nicht immer so aus wie das gerne gewünscht wird .

Ich weiß die Quelle nicht mehr , daher ohne Gewähr , aber bei dem Mobil1 5w-50 ( Peak Life) wurden Verdampfungsverlustwerte von ca. 7% und bei dem M1 0w-40(New Life?) von ca. 9% genannt .

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Vllt war es das?

Seh ich das richtig das alte Supersyn ist das curent und das neue new life ist das future???

Zitat:

Original geschrieben von Golf6 gti


Seh ich das richtig das alte Supersyn ist das curent und das neue new life ist das future???

richtig, der Kandidat hat 100 Punkte

PS Es war das Protection Formular, SuperSyn war nur das Additivepaket.

Speziell bei VAG ist es nicht nur alleine das LL3 ÖL. Da kommt einiges zusammen:
1. Einige Motoren haben höhere Literleistungen als Porsche oder Ferrari
2. Geringere Öleinfüllmengen. VAG ist da sehr knauserig.
3. lange Wartungsintervalle. Bei vielen Herstellern muß man nach 1 Jahr wieder zur Insp. trotz LL.
4. konstruktionsbedingte Mängel. z.B. Steuerketten

Das LL3 Öl ist besser als sein Ruf.

Hat jemand erfahrung mit dem Castrol EDGE FST Turbo Diesel 5W40?

Muss bei meinem Vater an seinem Kia Sorento 2.2 CRDI einen Ölwechsel machen und weiß nicht welches Öl ich nehmen soll.

Schwanke zwischen:

- Castrol EDGE FST Turbo Diesel 5W40
- Aral Super Tronic 0W40
- Oder zu dem teureren Mobil 1 ESP 0W40.

Zur Zeit ist das Selenia K Pure Energy 5W40 drin. Aber das ist ja mit fast 11€ der Liter unverschämt teuer.

Ein Bekannter hat das Castrol seit kurzen drin. Der Motor läuft deutlich leiser. Er hat bis jetzt aber nur ein LL2 Öl 0-30 bekommen. Das Castrol ist für Gasbetrieb geeignet. Ich denke schon das da ein gutes Grundöl drin ist. Für 2 Kanister hat er ca. 65 € bezahlt. @Laurin nimmt das eni i sint MS 5-40. Das ist ebenfalls für Gasbetrieb geeignet. eni (AGIP) bewerben das Öl mit einer guten Verträglichkeit mit dem Bioanteil im Diesel.

Zitat:

Original geschrieben von Digicam2003


Muss bei meinem Vater an seinem Kia Sorento 2.2 CRDI einen Ölwechsel machen und weiß nicht welches Öl ich nehmen soll.
- Castrol EDGE FST Turbo Diesel 5W40
- Aral Super Tronic 0W40
- Oder zu dem teureren Mobil 1 ESP 0W40.

Qualitätsmäßig halte ich die drei für weitgehend gleichwertig. Siehe deren Freigabeliste. Das Aral dürfte das billigste sein. Und das Mobil 1, das "edelste", hat auch noch dexos2. Irgendwo muss der Preis ja herkommen. Das Castrol hat auch dexos2. Beim Aral fehlt dexos2, dafür 6,5 Euro der Liter. Rein vernünftig gesehen müsste die Wahl auf das Aral fallen. Habe ich auch gemacht, bei meinem N47s.

Letztendlich dürften Unterschiede da sein. Dazu müssten die drei Öle nach 10-15000 KM gleichem Fahrbetrieb untersucht werden. In der Praxis halte ich die drei ellenlangen und höchstwertigen Freigabelisten für ausreichend und entscheide nach dem Preis. Aber ich glaube, das Mobil1 ist das beste.

Im Anhang die Laborprobe vom Oelcheck.
Leider habe ich das Set 1 gekauft und nicht das Set 2. Dadurch wurde nicht die TBN bzw. BN getestet.
Beim nächsten mal weiß ich Bescheid.

Profil:
Fahrzeug: BMW 330D E90 231PS mit DPF
KM: 186tkm
Ölsorte: Mobil 1 ESP 0W40
Ölmenge: 7.5 Liter

Laut ''Bordcomputer'' könnte ich noch 17.000 mit dem Öl fahren.

Fahrerprofil: Sehr oft Bleifuß. Kurzstrecken auch viele dabei.
Alles andere entnehmt ihr der Probe 😉

Daten vom Öl im frischen Zustand:
http://www.mobiloil.de/.../...eoils_products_mobil-1-esp-0w40.aspx#

Probe

Zitat:

Original geschrieben von Digicam2003



Laut ''Bordcomputer'' könnte ich noch 17.000 mit dem Öl fahren.

Fahrerprofil: Sehr oft Bleifuß. Kurzstrecken auch viele dabei.
Alles andere entnehmt ihr der Probe 😉

Für was ein nächstes mal.

Für das Geld kannst Du alle 15.000 km, 3mal das Öl wechseln.

Lass Dich vom Dexos2 nicht verunsichern.
Die Kombi-Spec, MB 229.51 mit BMW-04 ist leistungsstärker.
Hat auch eine Ausprägung in der Gasabscheidung.

Das Öl Eni i-Sint MS 5W-40 reicht IMHO für`n Kia Sorento 2.2 CRDI gut aus.
Dessen Grundöle wurden für`n Otto-Motor,
mit hohe Kolben- und Turbotemperaturen ausgewählt. 😎
Somit optimiert für niedrige Verdampfungsverluste.
Auch für Pumpe-Düse, hat es die Spec VW 50501 mit namendlicher Freigabe
http://www.ebay.de/sch/i.html?...

Preiswert ist es auch.
Gruß

Zitat:

Original geschrieben von AE01a



Qualitätsmäßig halte ich die drei für weitgehend gleichwertig. ein vernünftig gesehen müsste die Wahl auf das Aral fallen.

Ich würde mich nicht fürs Aral entscheiden . Ist ein Lowsaps Öl und das braucht man beim Benziner nicht da die TBN niedriger íst als bei den anderen beiden Ölen . TBN ist für mich zumindest schon ein wichtiges Kriterium .

Ich würde mich hier für Mobil 1 eintscheiden ist 1 € teuerer pro Liter und die 5 € machen dann wohl den Bock nicht mehr fett wohl aber die TBN 😁

Zitat:

Original geschrieben von andi_sco


ich steh zwar öfters an der tanke, als manch anderer hier, kaufe aber extremst selten was 😉 ersatzöl vom hersteller liegt im kofferraum und schlagsahne gibts dann einfach nicht 😁

Was ist mit dem Brötchen für meine kleine plärrende Tochter? 😁

Zitat:

Original geschrieben von Golf6 gti


Und warum ist das castrol Öl so teuer viel Werbung und Sponsoring, das edge 0w40 ist mit Sicherheit ein top öl ist auch vollsynthetisch. Aber bei anderen firmen siehe menguin geht's auch billiger und die verkaufen auch keinen mist.

Natürlich zahlt man die Werbung mit. Aber die Betriebswirtschaftslehre

(die ich im Nebenfach studiert habe)

, ist da ein bisschen komplexer. Wer viel Werbung für eine Marke und ein Produkt macht, der steckt viel Geld rein. Das kann sich nur lohnen, wenn man damit ein Markenimage aufbaut, durch das man einen entsprechend höheren Verkaufspreis am Markt durchsetzen kann. Nun wäre es aber ruinös für dieses Markenimage, wenn das Produkt selber nichts taugen würde. Dann würde der Kunde es einmal kaufen, wäre enttäuscht und würde danach etwas billigeres kaufen. Damit hätte man das ganze Geld für die Werbung in den Sand gesetzt, weil das hohe Markenimage dennoch nicht dauerhaft erreicht wird!

Aus diesem Grunde wird Werbung normalerweise nur für Produkte gemacht, die hochwertig sind. Im Einzelfall mag es vielleicht mal vorkommen, dass ein günstigerer Hersteller gleichwertig ist. Dies ist jedoch nicht die Regel. Du wirst es nicht erleben, dass ein Schrotthersteller wie Bomann oder Clatronic viel Werbung macht. Das lohnt sich nur für hochwertige Produkte.

Dementsprechend ist Castrol zwar teuer, aber die Produkte markieren in der Tat auch das obere Ende der Qualitätsskala. Wie jener oben zitierte Test einmal mehr veranschaulicht, wo Castrol als einziger Hersteller in der Additivierung die Note 1 erreicht (die Note für die Viskosität halte ich, wie gesagt, für bedeutungslos, da die Viskosität durch 5W-30 ziemlich eng definiert ist und keinen Raum für nennenswerte Qualitätsunterschiede lässt).

Eine Ausnahme stellen allenfalls Volksverarschungsprodukte wie Activia dar. Activia ist der größte Blödsinn auf dem Erdenrund und wird mit viel Werbung für viel Geld verkauft. Aber auch hier ist es so, dass das Produkt an sich schon qualitativ hochwertig ist. Du wirst keinen Skandal der Form erleben, dass in Activia Pferdemilch reingemischt ist. Nur ist die ganze Produktkategorie halt Volksverdummung, daher muss auch der Platzhirsch Activia Quatsch sein.

Zitat:

Original geschrieben von cc307


Ich würde nicht so viel auf die Additivierung geben. Auch das Grundöl ist wohl mitentscheidend.

Gebe ich Dir recht, aber in jenem Test wurde nur die Additivierung untersucht. Die ist aber durchaus auch von zentraler Bedeutung.

Zitat:

Original geschrieben von cc307


Außerdem können sich Additive sehr schnell verbrauchen.

Dann taugen sie nicht viel.

Zitat:

Original geschrieben von cc307


Ein ehemaliger Kollege hatte vor einigen Jahren mal das Castrol LL3-Öl seines Golf 5 TSI analysieren lassen.
Der Ölwechsel war noch 14000KM und knapp 12 Monaten dringend angeraten.

LL3-Öl besteht aus hochwertigem Grundöl mit eher zurückhaltender Additivierung. In diesem Fall anscheinend zu zurückhaltend. Ein Grund mehr, die Bedeutung guter Additivierung hervorzuheben.

Zitat:

Original geschrieben von cc307


Als ich meinen Golf TSI zum ersten Ölservice gebracht habe und mein Mobil1 ESP LL3 im Kofferraum hatte meinte der Meister das teure Öl von Castrol und Mobil können sie sich zukünftig sparen.
Die LL3-Norm ist so eng gefasst, da gibt es unter den verschiedenen Herstellern kaum Spielraum.

Bei der Norm kann ich mir das vorstellen. Andererseits ist das aber auch nur die Privatmeinung Deines Meisters. Hat er dafür irgendwelche Belege vorgebracht?

Tatsächlich hat jener Test das Gegenteil ja sogar nachgewiesen. Einige Billigöle erzeugten bedenklich viel Asche für moderne Dieselfahrzeuge.

Ein Vergleichstest von 0W-40-Ölen wäre aus meiner Sicht bedeutend interessanter. Da dürfte man wesentlich mehr Raum für Unterschiede bei der Additivierung haben. Unter anderem muss man dabei auch eine bedeutend größere Viskositätsspreizung hinkriegen.

Zitat:

Original geschrieben von andi_sco


ps. warum im test die visko bewertet wurde? weil es schon vorkam, das öl als 5w-40 ausgeschrieben wurde und 10w-40 eingefüllt wurde!

Da sind wir dann aber nicht mehr beim Test auf Qualität, sondern beim Test auf Betrug. Es mag schon Sinn machen, die Additivierung zu überprüfen, aber ich würde dafür keine Qualitätsnote vergeben, sondern prüfen auf innerhalb oder außerhalb der Spezifikation. In diesem Test wurde aber die Viskosität in der Endnote

gleich hoch gewertet wie die Additivierung

, was ich abstrus finde, wenn 5W-30 fest vorgegeben ist. Bei einem LL3-Test würde ich die Viskosität wie folgt bewerten:

  • Innerhalb der 5W-30-Spezifikation: Kein Einfluss auf die Endnote
  • Außerhalb der 5W-30-Spezifikation: Endnote "mangelhaft", egal was die anderen Tests ergeben
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