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Welches Motoröl?
Hallo,
würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?
Gruß Gorge
Beste Antwort im Thema
Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.
Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.
Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!
Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.
Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.
Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(
Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.
Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.
Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.
Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.
Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:
"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:
http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf
Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:
"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:
http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html
Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)
Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.
Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.
Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.
Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!
Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.
Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.
Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!
Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.
Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.
Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)
Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)
Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)
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106410 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von wolplu234
Wenn ich das richtig verstehe, müssen sich in DE nur diejenigen ggf. Sorgen um zu hohe Öltemperatur machen, die mit hoher Last bei warmen Wetter auf der AB, im Gebirge oder bei Gespannfahrt unterwegs sind.
In allen anderen Situationen gibt es damit wohl kein Problem, selbst langer Motorlauf im Stand bei hohen Außentemperaturen gehen bestenfalls zu Lasten des Kühlwasserkreislaufes, tangiert aber das Motoröl nicht?.
Gruß
Leider nicht,
im Stand würde sich im Hochsommer das Kühlwasser solange aufheizen,
bis bei ca. 110 bis 120°C der elektrische Kühlventilator zuschaltet.
Da das Motoröl im kleinem Wärmetauscher mit dem Kühlwasser temperiert wird,
steigt die Öltemperatur auf das Niveau vom Kühlwasser an.
Mit steigender Öltemperatur fällt der Öldruck im Leerlauf ab.
Hilfreich ist in dem Fall eine eingeschaltete Klimaanlage mit Klimaautomatik.
Gruß
Hallo ihr.
Habe mir das bestellt.
http://www.amazon.de/.../ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1344505282&sr=8-2
Zitat:
QUARTZ ENERGY 9000 wurde auf Basis der TOTAL Synthese-Technologie entwickelt, u.a. für sportliche Fahrweise unter allen Betriebsbedingungen (Kurzstrecke, Überland, Autobahn). * QUARTZ ENERGY 9000 ist für den ganzjährigen Einsatz auch bei tiefsten Temperaturen geeignet. Exzellente Fließfähigkeit bei tiefsten Temperaturen sorgen für einen sicheren Kaltstart mit geringstem Verschleiß bewegter Bauteile. * Äußerst stabiler Schmierfilm auch bei hohen Betriebstemperaturen. * Bester Verschleißschutz der mechanischen Einheiten sorgen für eine lange Lebensdauer der Motoren. * Die guten Reinigungseigenschaften ermöglichen lange Wartungsintervalle.
Auf dem 5l Kanister steht aber 100% Synthetik. Aber nicht Full Synthetik...
Also doch ein voll synthetisches Öl? Hat mit Versand 30 Euro gekostet. Es ist ein 0-W30 für meinen Erdgas Turbo Motor.
"Vollsynthetisch" ist ein so werbewirksames Wort, dass Du darauf wetten kannst, dass jedes Öl, das es zu Recht tragen darf (und darüber hinaus vielleicht noch ein paar andere Öle), es auch tragen wird. Jegliche andere Formulierung deutet auf Hydrocrack hin. "Synthese-Technologie" ist sogar zum allgemeinen Schlagwort für HC geworden.
Mein Gott habt ihr Sorgen... jetzt droht schon Motorschaden im Leerlauf...Öldruck im Leerlauf fällt ab... als ob 110° irgendein problem für ein modernes Motoröl ist und es wird da bestimmt nicht so ausdünnen das der Druck in kritische Bereiche abfällt.. und wie schon x fach erwähnt ist der Druck eher nebensächlich, da muß Öl im Lager sein und kein Druck..
Mal in die Anleitung schauen, da steht ja nicht umsonst daß bei viel Stop&Go Anteil von erschwerten Bedingungen gesprochen wird
und ev zus Wechsel erfordelich sind... von Renault weiß ich daß deren flexibles ÖW system unterhalb von 30km/h "schneller zählt" als
darüber, das also als erschwerte Bedingungen wertet
Heute verkaufen meine Eltern ihr Auto nach nur 8 Jahren und 220.000km weil viel reinzustecken ist ... 1/2 Kabelbaum defekt und vieles mehr... wir verkaufen einmal mehr einen Motor in fast Neuzustand... einfach nur häufig alle 10.000km Öl gewechselt und Öle aus der obersten Leistungsklasse genommen.. alles mögliche. vom M1 über Ravenol, auch mal ein LL3 bis hin zum Baumarkt Öl...
dabei lediglich darauf geachtet eine der besten Freigaben zu haben.... 229.5x oder LL3
Ergebnis: Motor top, Rest Schrott .... ob der VI oder die Visko um 2 Punkte besser ist hat dabei nie interessiert...
Der Motor würde mind. 2 dieser Autos überleben....
Was soll ich da noch anders machen?
Zitat:
"Vollsynthetisch" ist ein so werbewirksames Wort, dass Du darauf wetten kannst, dass jedes Öl, das es zu Recht tragen
Ich lach mich da manchmal tot wenn ich lese wie die Hersteller bzw die entsprechenden Mitarbeiter die das Formulieren sich über das Produkt auslassen...
Etwas übertrieben dargestellt: Zwei Öle zwei Hersteller, identische Freigabe
Hersteller A:
HC Synthese Öl 5W40 mit ausreichenden Eigenschaften, schmiert ok, schützt mittelprächtig vor Verschleiß und hält den Motor einigermaßen sauber. Ölverbrauch bei hohen Temp noch akzeptabel
Hersteller B:
Unsere Tripple Turbo Deluxe Mega Power Safe Synthese 5W40, schmiert abartig galaxie geil, extrem übertriebener Verschleißschutz,
macht bestehenden Verschleiß rückgängig... Leistungsteigerung 40%, Motor absolut sauber, schmiert auch bei extremsten Temperaturen bis weit über 1000°C, kein Ölnachfüllen durch patentiertes Rückwärtsölverfahren, Tripple Power Racing Fluid Technology- Professional Racing Power for Your... Lubrication for Winners
Downsizing und Spriteinsparung
Besonders den französischen Autoherstellern wurde vorgeworfen, dass sie ihre Autos so entwickeln, dass sie eine möglichst hohe Punktzahl bei Euro NCAP-Chrashtest erreichen. Nicht die wirkliche Sicherheit war ihnen wichtig, sondern die Zahl der Sterne.
So scheint es auch mit der von der EU-Kommission geforderten CO2-Reduzierung zu sein. Ohnehin ist es ein Witz, dass durch die Berücksichtigung des Fahrzeuggewichts der Energiepass sich nicht allein am Verbrauch orientiert (Pkw-EnVKV). Hinzu kommt noch der Fahrzyklus (NEFZ) für die Verbrauchswerte. Die Fahrzeughersteller müssen dadurch keine Autos bauen, die im täglichen Gebrauch wenig Sprit verbrauchen, sondern solche, die im Fahrzyklus wenig Sprit verbrauchen. Für die Simulation des Stadtverkehrs bedeutet dies, dass eine Start-Stopp-Automatik den Verbrauch verringert. Bei 120 km/h muss der Verbrauch ebenfalls niedrig sein. In dem von mir vor ein paar Tagen verlinkten Buch (Downsizing usw.) steht, dass man dann wegen der dafür notwendigen Auslegung bei höheren Geschwindigkeiten (und einer höheren Leistung) zu einem unverhältnismäßig höheren Verbrauch kommt.
Wegen dem Energiepass kann ein höheres Fahrzeuggewicht günstiger sein. Das Auto springt dann in die nächst höhere Klasse. Als Konsequenz baut man zusätzliche oder schwerere Aggregate ein, die den Verbrauch im Fahrzyklus verringern. Eine höhere Fahrzeugmasse führt aber im realen Stadtverkehr zu einem deutlich höheren Verbrauch, weil die kinetische Energie des Autos beim Bremsen zum Erwärmen der Bremsscheiben verwendet wird.
Der Luftwiderstand spielt im Stadtverkehr keine Rolle. Mein Golf braucht zur Überwindung des Luft- und Rollwiderstandes in der Stadt (50 km/h) gerade mal eine Leistung von 2 kW.
Als Anmerkung: Beim Fahrzyklus wird das Auto bis zu 6 Stunden bei 30 °C vorgewärmt. Das heißt dass das Motor- und Getriebeöl auf dieser Temperatur sind, bevor der Test beginnt. Bei der Simulation des Stadtverkehrs wird das Auto von 0 auf 50 km/h in 26 Sekunden beschleunigt. Alles wirklichkeitsfremd.
Zitat:
Original geschrieben von HL66
Mein Gott habt ihr Sorgen... jetzt droht schon Motorschaden im Leerlauf...Öldruck im Leerlauf fällt ab... als ob 110° irgendein problem für ein modernes Motoröl ist und es wird da bestimmt nicht so ausdünnen das der Druck in kritische Bereiche abfällt.. und wie schon x fach erwähnt ist der Druck eher nebensächlich, da muß Öl im Lager sein und kein Druck..
Mal in die Anleitung schauen, da steht ja nicht umsonst daß bei viel Stop&Go Anteil von erschwerten Bedingungen gesprochen wird
und ev zus Wechsel erfordelich sind... von Renault weiß ich daß deren flexibles ÖW system unterhalb von 30km/h "schneller zählt" als
darüber, das also als erschwerte Bedingungen wertet
Heute verkaufen meine Eltern ihr Auto nach nur 8 Jahren und 220.000km weil viel reinzustecken ist ... 1/2 Kabelbaum defekt und vieles mehr... wir verkaufen einmal mehr einen Motor in fast Neuzustand... einfach nur häufig alle 10.000km Öl gewechselt und Öle aus der obersten Leistungsklasse genommen.. alles mögliche. vom M1 über Ravenol, auch mal ein LL3 bis hin
zum Baumarkt Öl...
dabei lediglich darauf geachtet eine der besten Freigaben zu haben.... 229.5x oder LL3
Ergebnis: Motor top, Rest Schrott .... ob der VI oder die Visko um 2 Punkte besser ist hat dabei nie interessiert...
Der Motor würde mind. 2 dieser Autos überleben....
Was soll ich da noch anders machen?
Um welches Fahrzeug handelt es sich denn?
Zitat:
Original geschrieben von HL66
und wie schon x fach erwähnt ist der Druck eher nebensächlich,
da muß Öl im Lager sein und kein Druck..
Nur weil etwas gebetsmühlenartig widerholt wird heist das noch lange nicht, dass es auch stimmt
Zitat:
Original geschrieben von Oldie65
...
Als Anmerkung: Beim Fahrzyklus wird das Auto bis zu 6 Stunden bei 30 °C vorgewärmt. Das heißt dass das Motor- und Getriebeöl auf dieser Temperatur sind, bevor der Test beginnt. Bei der Simulation des Stadtverkehrs wird das Auto von 0 auf 50 km/h in 26 Sekunden beschleunigt. Alles wirklichkeitsfremd.
Na, das ist doch klasse.
Schafft jede downgesizte Mühle. :D
In Hamburg in der Rushhour hätteste damit aber ganz großes Hallo hinter Dir. :D
Downsizing ist die größte Vera** seit Jahrzehnten... und niemand der das abstellt, allen voran unsere gekauften Automobilclubs
Die Downsizing haben nur bei gleichmäßger Fahrt auf ebener Straße einen Vorteil und auch nur im unteren Drezahl u Lastbereich... sobald man etwas Gas gibt oder geben muss schiesst der verbrauch überproportional nach oben....
Der einzige Vorteil der Motoren ist die niedrige Steuer weil der CO2 Ausstoß in den schwachsinnigen Zyklen ermittelt wird und der Fahrspaß weil das große Turbo Zeitalter anbricht. Wobei das nach hinten losgehen wird, es gab bereits Artikel in der Presse daß Turboschäden extrem zunehmen weil viele verkauft werden... und wie sich ein 1.0l Downsizing Motor verhält wenn er im Hausfrauenbetrieb ist , wird sich zeigen.. die Haltbarkeit der Turbos hat sich verbessert aber es sind immer noch empfindliche Teile
Ich frage mich immer wieder, wie es ein 1.2l Motor schafft einen MOmentabverbrauch bei vMax von 20L durchzulassen und warum man zum Thema Abgastemperatur nicht endlich mal Maßnahmen wie Wassereinspritzung o.ä, verwendet anstatt Spritt reinzupumpen.... aus dem Tuningbereich gibts sowas, mann kann es ja auch zur Verbrauchsreduzierung einsetzen
Ich habe noch eine Ergänzung. Der Energiepass für die Autos wird nach folgender Formel berechnet:
Referenzwert (in g CO2/km) = 36,59079 + (0,08987 × Masse)
Da hat ein Beamter mit dem Taschenrechner im Schweiße seines Angesichtes gerechnet (Achtung: Beamtenschweiß ist die teuerste Flüssigkeit der Welt, weil sie so selten vorkommt) und so viele Nachkommastellen aufgeschrieben, wie der Taschenrechner angezeigt hat.
Zitat:
Original geschrieben von HL66
Ich frage mich immer wieder,
wie es ein 1.2l Motor schafft einen Momentabverbrauch bei vMax von 20L durch zulassen
Aber das ist doch sehr einfach zuverstehen.
Wenn der Brennraum mit vorverdichteter Luft befüllt wird,
muß analog zur Luftmasse Kraftstoff eingespritzt werden.
In Turbomotore mit kleinen Kolbendurchmesser,
entspannt sich das Brenngasvolumen beim Auspufftakt nicht so schnell.
Dadurch und durch die kleineren Kolbenhemdflächen sind die Kolbenböden heißer.
Es muß bei Vollast zur Kühlung mehr Kraftstoff ein gespritzt werden.
Gruß
Vielleicht sollte man es zur Pflicht machen, dass eine Warnlampe im Cockpit anzeigt, wenn Lambda über einen gewissen Zeitraum < 0,9 ist. Eine "Achtung, ich saufe jetzt!" Meldung. ;)
Ja aber wie gesagt, man könnte auch anders und billiger kühlen als mit Benzin..u nebenbei umweltfreundlicher...
Das zeigt doch nur daß die Hersteller für die getürkten Messzyklen entwickeln und nicht für die Praxis..
Die wenigsten Motoren, auch die Downsizing, verwenden ja eine Breitbandlambda oder Sensor für Abgastemperatur um auch im hohen Lastbereich genau zu regeln und nur soviel wie nötig einzuspritzen sondern schalten wie schon vor 20 Jahren bei hoher Last oder Drehzahl auf feste Kennfelder um ... und die sind so ausgelegt daß der Motor das auch in der hintersten MOngolei in 3000m Höhe mit der letzten Spritbrühe aushält
Zitat:
Original geschrieben von Laurin-2008
[Dadurch und durch die kleineren Kolbenhemdflächen sind die Kolbenböden heißer.
Es muß bei Vollast zur Kühlung mehr Kraftstoff ein gespritzt werden.
Gruß
Sollte dem genau so sein ( was ich jetzt mal nicht anzweifle ) ist das Downsizing eigentlich nur noch schwachsinniger als es meiner Meinung nach ohne hin schon ist .
Die frage ist aber wie viel schaffe ich es den den Kolben damit zu kühlen ?
Ventil geht auf Kolben nach unten zieht Luff Kraftstoffgemisch an , Ventil geht zu und der ganze Mist wird verdichtet . Babei entsteht ja schon bei dem kleinen Hubraum der masen viel Hitze das ich mich frage was kann dieses bisschen Kraftstoff mehr da noch an Hitze mindern ?