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Welches Motoröl?

Themenstarteram 25. Januar 2004 um 18:12

Hallo,

würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?

Gruß Gorge

Beste Antwort im Thema
am 1. März 2004 um 23:20

Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.

Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.

Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.

Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:

Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!

Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.

Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.

Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.

Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(

Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.

Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.

Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.

Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.

Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.

Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:

"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:

http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf

Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:

"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:

http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html

Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)

Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.

Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.

Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.

Jetzt kommts:

Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.

Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"

Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!

Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.

Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.

Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!

Nochwas:

Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.

Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.

Übrigens:

Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.

Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.

Merke:

Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!

Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.

Und wenn jetzt der Einwand kommt:

„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.

Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)

Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“

Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.

Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!

Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)

Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.

Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)

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am 20. Juni 2012 um 9:06

… danke für die wieder mal sehr qualifizierte Meldung. Es ist im übrigen ein L850 Grundmotor, also von Opel/GM, Saab hat den nur verbessert. Man merkt du hast Ahnung…

am 20. Juni 2012 um 9:13

Zitat:

Original geschrieben von Aygo Club

0W-40 ist dünn? :p

Mein Öl hat eine Viskosität von 8,2 (100°C) und 43 (40°C). ;)

… hat deiner Turbo? 175 PS? Höchstgeschwindigkeit 240km/h bei ca 1800kg Leergewicht? eventuell eine 2 liter Maschine? Nein? … vielleicht erklärt das dann was …

… ich würde gerne, eine ernsthafte Erklärung finden, die jetzt nicht zum Markenkrieg ausartet und die technischen Gegebenheiten berücksichtigt.

Das 0W-20 wird aber z.B. auch im neuen Toyota GT-86 verwendet. Der hat zwar keinen Turbo, leistet aber immerhin 200 PS aus 2 Litern Hubraum und dreht etwa 7.500 Touren. ;)

Hallo,

was halten die Experten vom "umölen" eines Ford Focus 1.6 Tdci nach 160.000km. Wagen ist Langstreckenfahrzeug, hat aber leider immer die 5w30 Plörre nach A1 von Ford bekommen.

Ich habe Bedenken hinsichtlich des Turboladers. Das ist noch der erste und soll es auch bleiben. Ich möchte nicht riskieren, dass irgendwo der Ölfluss durch gelöste Verunreinigungen gestoppt wird.

So war die Ansage der letzten Werkstattmeisters, der mir nachdrücklich davon abriet, jetzt noch umzuölen. wollte das edge turbodiesel nehmen, habe mich dann doch wieder vom magnatec bequatschen lassen.

Ist an dieser Dramatisierung, dass sich Ablagerungen so schlagartig lösen können, wirklich was dran? Oder lösen die sich nach und nach so dass nichts passieren wird?

Bitte um Rat.

Übrigens: Nein, am Magnatec hat die Werkstatt NICHT mehr verdient als am Edge.

Die Gefahr das Ablagerungen wichtige Leitungen verstopfen ist deutlich größer als das sich Ablagerungen lösen und was verstopfen wenn man ein gutes Öl nimmt.

Ablagerungen werden so gelöst wie sie entstanden sind, ganz langsam und nicht Brockenweise sondern das Zeig wird halt Teilchen für Teilchen abgelöst.

 

Letztlich stellt sich natürlich die Frage ob es überhaupt Ablagerungen gibt, nur weil das Öl nach Ford nicht die beste Schmierwirkung hat bedeutet es ja nicht das es sich überall wo es geht als Kruste festsetzt.

Aber es schadet sicher nicht wenn du von A1/B1 auf A3/B4 wechselst.

ok, danke. so dachte ich mir das eigentlich auch. fragt sich nur, warum ein kfz-meister dann son zeug erzählt.

Weil die oft noch weniger über Öl wissen als die Kunden, die füllen ein was der Hersteller vorgibt und alles Andere interessiert sie nicht.

Beliebter Spruch ist das 0W40 viel zu Dünn sei, da müsse 5W30 rein. Da sollte man den Meisterbrief abfackeln.

Die wollen halt ihr Schema F durchziehen.

So brauchen sie nur eine Sorte Öl vorhalten und feddich.

Das Theater hatte ich hier auch, als ich vom 5w/30 A1/B1 auf das 5w/40 A3/B4 umgestiegen bin.

Einschließlich der Frechheit, einen Euro pro Liter Altöl zu kassieren, wenn man eigenes Öl mitbringt.

Letztlich bekommt er für sein Altöl noch Geld wie mir bekannt ist, denn es geht in die Wiederaufbereitung.

Zitat:

Original geschrieben von Aygo Club

Das 0W-20 wird aber z.B. auch im neuen Toyota GT-86 verwendet. Der hat zwar keinen Turbo, leistet aber immerhin 200 PS aus 2 Litern Hubraum und dreht etwa 7.500 Touren. ;)

Wieso verwenden manche Toyota-Werkstätten dann z.b. ein Mobil ESP 5W-30 statt des "vorgeschrieben" 0W-20 wenn das 0W-20 so soll ist?

Die Erfahrung hat ein Bekannter bei zwei Werkstätten gemacht bei denen er mit dem Aygo seiner Frau zur Inspektion war.

Begründet wurde es damit, dass es einfach das bessere Öl mit dem stabileren Schmierfilm sei. Außerdem sei es auch uneingeschränkt freigegeben.

Angeblich sei der einzige Grund für den Einsatz des 0W-20 die Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs.

Der Kraftstoffverbrauch hat sich durch das 5W-30 nicht merklich verändert, allerdings ist der Ölverbrauch zurückgegangen und der Motor läuft angeblich ruhiger.

Zitat:

Original geschrieben von deville73

Einschließlich der Frechheit, einen Euro pro Liter Altöl zu kassieren, wenn man eigenes Öl mitbringt.

Letztlich bekommt er für sein Altöl noch Geld wie mir bekannt ist, denn es geht in die Wiederaufbereitung.

Kann ich aber aus Sicht der Werkstatt auch irgendwie verstehen, denn die Literpreise des verkauften Öles sind natürlich Mischkalkulation, u.a. um ordentlich Gewinn zu machen, weil man das mit vielen anderen Dingen aufgrund vorgeschriebener AWs nicht kann und am Neuwagen auch nicht mehr das verdient ...(wie Du ja selbst am besten weißt...), Umlagekosten der Infrastruktur, gerade wenn man eigene Ölkabinette und Tanks hat, also das Öl nicht nur in Fässern bezieht, Altöltanks etc. etc.

Ich habe hier in HH einen kleinen Freundlichen in Randlage, der noch sehr faire Literpreise aufruft (im Ggs. zu den Apothekenpreisen der 100% VW-Tochter Ex-Raffay...), deshalb hab ich nie Öl mitgebracht.

Unterdessen spare ich mir aber auch den Ölwechsel in dieser Werkstatt und mache ihn wieder selbst.

Aber: Bestelle ich im Internet, muss ich den Altöl-Kanister auf eigene Rg. zum Versender zurückschicken.

Um die Ecke bei REAL kann ich den zwar kostenfrei abgeben, aber dafür ist das Öl im Regal teurer und die Auswahl kleiner. Und beim Recyclinghof hier in HH bezahle ich für die Abgabe eines 5-Liter-Altölkanisters (nur zu 4,irgendwas gefüllt;) immerhin auch EUR 3,50, obwohl die das Altöl natürlich auch nicht in die Kanalisation kippen, sondern an Aufkäufer verkaufen werden. Und die müssen dann noch nicht mal einen Altöltank vorhalten...

Ergo: Wenn der Kd. sein eigenes Öl mitbringt, würde ich, sorry, dass ich das jetzt hier so sage, auch eine Entsorgungsgebühr erheben...:cool:

Letztlich dürfte man auch damit noch immer günstiger kommen, als mit EUR 30,-/l bei Direktabnahme vom Freundlichen (inkl. Altölentsorgung), oder? :eek:

Zitat:

Original geschrieben von cc307

Angeblich sei der einzige Grund für den Einsatz des 0W-20 die Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs.

Stimmt auch. Für den Kunden keinen spürbaren Nutzen aber für den Hersteller kann es ein paar Millonen mehr in der Bilanz bedeuten. Da mittlerweile in vielen Märkten der Normverbrauch Basis für allerlei Schikanen wie zB Flottenverbrauch darstellt kann es Millonenzahlungen vermeiden wenn man den Flottenverbrauch auch nur minimal absenken kann. Zb der Hersteller müßte pro Fahrzeug 300€ Strafe abdrücken wenn er den Flottenverbrauch von zB 6L überschreitet und verkauft im Jahr 100.000 Fahrzeuge, macht 30.000.000 € Strafe, schafft er es aber mittels 0W20 auf 5,999L bleibt die Kohle in der Firmenkasse oder man kann die Fahrzeuge etwas preiswerter verkaufen.

Leider bestimmt heute eher die Politik technische Entscheidungen als die Technik die schauen muß wie die mit den Vorgaben am Besten zurechtkommt. Was dann zu Lösungen führt die nicht immer im Sinne des Kunden sind.

 

Wo steht denn vorgeschrieben mit welchem Öl der Normverbrauch gemessen werden muss?! Ich kann mir nicht vorstellen, dass sowas genau kontrolliert wird. Da könnte der Hersteller wohl auch mit 0W-20 die Messungen durchführen und trotzdem 0W-40 in der Bedienungsanleitung vorschreiben. Es kommt mit Sicherheit niemand daher und zieht erst Ölproben aus den Motoren. :rolleyes: Der Sinn des 0W-20 kommt auch dem Kunden zugute, da das Öl bei Betriebstemperatur nur etwa halb so dickflüssig wie ein 0W-40 ist. Daher hat man schon eine gewisse Kraftstoffersparnis. Und die ganzen Geschichten mit hohem Verschleiß usw., stimmen auch nicht. Mein Vater hat mit seinem Dodge bald 150.000 km mit 5W-20 (hat auch nur einen HTHS von 2,6) runter. Der Motor läuft noch wie am ersten Tag. ;)

Laut Bedienungsanleitung ist bei den neueren Modellen von Toyota 0W-20 vorgeschrieben. Nur "falls kein 0W-20 verfügbar ist, kann bis zum nächsten Ölwechsel 5W-30 verwendet werden. Danach sollte das Öl wieder durch 0W-20 ersetzt werden". Aus dieser Formulierung schließe ich, dass 5W-30 offenbar nicht optimal für den Motor ist.

Vor einiger Zeit hab ich mal einen Bericht von der Mercedes-Motorenentwicklung gelesen. Darin stand auch etwas über die niedrigviskosen 0W-20/5W-20 Öle und das man Motoren speziell auf diese Öle auslegen könne. Bei Toyota wird das Öl mittlerweile seit 5 Jahren verwendet und schon ab Werk eingefüllt. Von Motorproblemen hab ich bis Heute nichts gehört. Im Gegensatz zu VW, wo sich der TSI trotz des "sicheren" VW 504.00/507.00 5W-30 Massenweise streckt.

Zitat:

Original geschrieben von Aygo Club

Der Sinn des 0W-20 kommt auch dem Kunden zugute, da das Öl bei Betriebstemperatur nur etwa halb so dickflüssig wie ein 0W-40 ist. Daher hat man schon eine gewisse Kraftstoffersparnis. Und die ganzen Geschichten mit hohem Verschleiß usw., stimmen auch nicht. Mein Vater hat mit seinem Dodge bald 150.000 km mit 5W-20 (hat auch nur einen HTHS von 2,6) runter. Der Motor läuft noch wie am ersten Tag. ;)

Laut Bedienungsanleitung ist bei den neueren Modellen von Toyota 0W-20 vorgeschrieben. Nur "falls kein 0W-20 verfügbar ist, kann bis zum nächsten Ölwechsel 5W-30 verwendet werden. Danach sollte das Öl wieder durch 0W-20 ersetzt werden". Aus dieser Formulierung schließe ich, dass 5W-30 offenbar nicht optimal für den Motor ist.

Welche Kraftstoffersparnis hast du den mit der 0W-20er Suppe in der Praxis gegenüber einem 5W-30 wirklich?

Mein Bekannter hat jedenfalls trotz Ölwechsel im Winter auf 5W-30 keinen Anstieg des Kraftstoffverbrauchs bemerkt.

Woher weisst du dass der Verschleiss mit dem 0W-20 nicht tatsächlich etwas höher ist?

Nur weil der Hersteller ein 0W-20 vorschreibt muss es nicht unbedingt auch das beste für die Lebensdauer des Motors sein.

Wie war das bei Ford mit den Ölen nach A1/B1?

Fiat schreibt z.b. auch bei den neueren Benzinern ein aschearmes Öl nach ACEA C3 vor.

Am besten noch das SELENIA.;)

Angeblich nur wegen der Euro 5 Norm um die Emissionen zu senken. Das kann man wohl auch getrost vergessen und ein Öl nach A3/B4 verwenden.

Ich weiss nicht ob man unbedingt alles glauben und machen muss was die Hersteller so "vorschreiben".

Zitat:

Original geschrieben von Aygo Club

Laut Bedienungsanleitung ist bei den neueren Modellen von Toyota 0W-20 vorgeschrieben. Nur "falls kein 0W-20 verfügbar ist, kann bis zum nächsten Ölwechsel 5W-30 verwendet werden. Danach sollte das Öl wieder durch 0W-20 ersetzt werden". Aus dieser Formulierung schließe ich, dass 5W-30 offenbar nicht optimal für den Motor ist.

Das 5W-30 ist nicht so optimal für die Kasse der Händler und sollte deshalb unbedingt gemieden werden. ;)

Das weiß ich nicht, wie hoch die Ersparnis tatsächlich ist. Das wird auch kein Privatmann exakt herausfinden können. ;) Aber man kann wohl schon davon ausgehen, dass im Vergleich zu einem 30er oder 40er Öl eine Ersparnis erzielt wird. Ob das nennenswerte Auswirkungen auf die Motorlebensdauer hat? Ich denke man kann einen Motor mit 0W-20 300.000 km fahren, während ein anderer vielleicht nach 200.000 km 0W-40 schon kaputt ist. Das liegt zum größten Teil auch daran, wie der Fahrer den Motor behandelt und gar nicht mal so sehr am Öl. ;)

Zitat:

Das 5W-30 ist nicht so optimal für die Kasse des Händlers und sollte deshalb unbedingt gemieden werden.

Naja.. Die Kasse des Händlers wird den Hersteller wohl nicht besonders interessieren. :D Außerdem bringe ich das Öl selber mit. Kostet mich überschaubare 9 € pro Liter.

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