Welches Motoröl?

Hallo,

würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?

Gruß Gorge

Beste Antwort im Thema

Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.

Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.

Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!

Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.

Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.

Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(

Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.

Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.

Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.

Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.

Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:

"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:

http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf

Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:

"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:

http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html

Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)

Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.

Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.

Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.

Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!

Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.

Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.

Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!

Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.

Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.

Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)

Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)

Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)

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Zitat:

Original geschrieben von Uschrub


Schreib den das du die Zusammensetzung nicht wissen möchtest. Die sollen einfach eine klare Antwort geben.
Ist das MOTUL 100% Vollsynthetisch:
Ja oder Nein. Mehr sollen sie nicht schreiben.

Das hätten sie auch schon vorher machen können, haben sie aber nicht. Er hat nie nach der Rezeptur gefragt, gibt also kein Grund Debile zu hofieren und weiter mit ihnen zu reden (oder was von ihnen zu kaufen).

Ja das ist das Problem, das Urteil sagt eben nur: Mit 30% Nicht-PAO ist das Öl nicht mehr vollsynthetisch. Aber bei wie viel % Nicht-PAO höchstens es evtl. noch gerade als vollsynthetisch gelten darf, dazu gibt es eben keine Aussage, da hält sich das Gericht vornehm zurück. Gerichte entscheiden eben nur genau die Frage, die vor Gericht strittig ist, und die war hier konkret, ob bei einem Anteil von 30% HC noch von vollsynthetisch gesprochen werden darf.
Was bei 25, 20, 10 oder 5% Nicht-PAO gilt, tja, dazu Schweigen im Walde. Um das zu klären, müsste man eben ein als vollsynthetisch beworbenes Öl finden und analysieren, was z.B. 10% HC enthält und dann den Hersteller verklagen. Dann müsste das Gericht entscheiden, ob bei 10% HC im Öl noch von vollsynthetisch die Rede sein darf. C'est la vie, zu viel Eindeutigkeit und Klarheit wäre ja auch viel zu einfach 😉
Also die 80%-Annahme ist leider nicht aus dem Urteil zu entnehmen.

Zitat:

Original geschrieben von Minzestrauch


Ja das ist das Problem, das Urteil sagt eben nur: Mit 30% Nicht-PAO ist das Öl nicht mehr vollsynthetisch. Aber bei wie viel % Nicht-PAO höchstens es evtl. noch gerade als vollsynthetisch gelten darf, dazu gibt es eben keine Aussage, da hält sich das Gericht vornehm zurück. Gerichte entscheiden eben nur genau die Frage, die vor Gericht strittig ist, und die war hier konkret, ob bei einem Anteil von 30% HC noch von vollsynthetisch gesprochen werden darf.
Was bei 25, 20, 10 oder 5% Nicht-PAO gilt, tja, dazu Schweigen im Walde. Um das zu klären, müsste man eben ein als vollsynthetisch beworbenes Öl finden und analysieren, was z.B. 10% HC enthält und dann den Hersteller verklagen. Dann müsste das Gericht entscheiden, ob bei 10% HC im Öl noch von vollsynthetisch die Rede sein darf. C'est la vie, zu viel Eindeutigkeit und Klarheit wäre ja auch viel zu einfach 😉
Also die 80%-Annahme ist leider nicht aus dem Urteil zu entnehmen.
Moin an Alle,einen guten Rutsch,ein erfolgreiches 2012

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Ich vermute mal, dass gar kein vollsynthetisches Öl 80 % PAO enthält. Alleine schon weil moderne Öle zu etwa 30 % aus Additiven bestehen. 😉

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Zitat:

Original geschrieben von Hunter123


Aber jetzt mal nur zum Verständniss , 80% PAO müssen es dann doch aber min. sein vom Rest der Zusammensetztung mal abgesehen , oder mache ich hier einen Denkfehler ??

Ich denke, mindestens 80%

des Grundöls

müssen aus Ölen der SAE-Gruppe IV (PAO) oder V (Ester u.ä.) bestehen. Die restlichen 20% dürfen dann auch Dreck aus der Gruppe I sein.

Das Motoröl selbst besteht ja zu ca. 70% aus Grundöl und zu 30% aus Additiven.

Zitat:

Original geschrieben von Minzestrauch


Um das zu klären, müsste man eben ein als vollsynthetisch beworbenes Öl finden und analysieren, was z.B. 10% HC enthält und dann den Hersteller verklagen.

Das wird schwierig ...

Denn Grundöle der Gruppe III (also HC) enthalten teilweise chemisch identische Kohlenwasserstoffe zu denen, die man durch Polymerisation von Alpha-Olefinen erhält. Diese sind in der Analytik nicht voneinander differenzierbar.

Zitat:

Original geschrieben von Minzestrauch


Also die 80%-Annahme ist leider nicht aus dem Urteil zu entnehmen.

Dieser Wert stammt meines Wissens aus einem älteren Gerichtsurteil, welches ExxonMobil für sich in D und J erstritten hat.

Zitat:

Original geschrieben von daniel_T23


Hat schon jemand erfahrungen mit Direkteinspritzern bez. Normalem Öl mit hohem Aschengehalt bzw. Low-Mid saps Ölen?

Es hängt letztlich davon ab, wieviel Öl sich der Motor speziell über die Ventilschaftdichtungen wegzieht. Zieht er signifikant (z.B mehr als 0,5l auf 1000 km), ist ein aschearmes Öl zur Verringerung der Ablagerungen auf den Einlaßventilen sicherlich eine ausreichende Wahl ... da würde ich beim Öl auf BMW LL04, MB 229.51 und eventuell VW 50400/50700 achten. Besser als diese Kombination wird es freigabeseitig nicht. MB229.51 und BMWLL04 zusammen sind aber auch absolut OK ... Du könntest so z.B. das M1 ESP 0W40 fahren und in einem vernünftigen Intervall (15000 km) wechseln.

Braucht Dein Motor kaum Öl, ist der Aschegehalt weniger wichtig und Du kannst bedenkenlos ein Mid-SAPS fahren, z.B. in der Kombination BMWLL01 und MB229.5.

Zitat:

Original geschrieben von JeanLuc69



Zitat:

Original geschrieben von Hunter123


Aber jetzt mal nur zum Verständniss , 80% PAO müssen es dann doch aber min. sein vom Rest der Zusammensetztung mal abgesehen , oder mache ich hier einen Denkfehler ??
Ich denke, mindestens 80% des Grundöls müssen aus Ölen der SAE-Gruppe IV (PAO) oder V (Ester u.ä.) bestehen. Die restlichen 20% dürfen dann auch Dreck aus der Gruppe I sein.
Das Motoröl selbst besteht ja zu ca. 70% aus Grundöl und zu 30% aus Additiven.

Moinsen,

Nur zur Klarheit: Im zitierten Urteil sind Prozentangaben immer als Anteil am Gesamtöl (also dem Fertigprodukt einschließlich Additivanteil) gemeint, also konkret waren es 30% HC und 45,3 % PAO im Gesamtöl (der Rest sind eben die Additive). Auf das Grundöl umgerechnet sind das ca. 40% HC und 60% PAO.
JeanLuc, wenn Du näheres zu dem älteren Exxon-Urteil wüsstest, wäre das sehr schön, dann könnte man diese 80%-Legende vielleicht mal verifizieren.

LG - Minzestrauch

Meine Freundin fährt den Compact und ihr Vater versorgt uns mit 10w40

war positiv überrascht, als er mich nach der BMW Freigabe 229.1 fragte.

} > Andererseits fahren wir das BA-BY jetzt auch schon 3 3/4 Jahre. < {

Zitat:

Original geschrieben von Minzestrauch


Nur zur Klarheit: Im zitierten Urteil sind Prozentangaben immer als Anteil am Gesamtöl (also dem Fertigprodukt einschließlich Additivanteil) gemeint, also konkret waren es 30% HC und 45,3 % PAO im Gesamtöl (der Rest sind eben die Additive). Auf das Grundöl umgerechnet sind das ca. 40% HC und 60% PAO.

Das macht aber nun für die Definition "vollsynthetisch" gar keinen Sinn. Dann könnte ein schlechteres Öl (durch weniger Additivgehalt und somit höheren Grundölanteil) ja gegenüber einem modernen und besseren Öl den verkaufsfördernden Titel "vollsynthetisch" führen. Damit wäre der Sinn und Zweck des Urteils völlig ad absurdum geführt.

Und wer behauptet denn, daß die Additive nicht synthetisiert werden und letztlich zum vollsynthetischen Gesamtprodukt beitragen?

Zitat:

Original geschrieben von chris230379


war positiv überrascht, als er mich nach der BMW Freigabe 229.1 fragte.

Bin sehr überrascht das es ne BMW 229.1 gibt 😁 .

Es ist wenn denn die MB 229.1 welche übrigens schon stark veraltet ist und recht leistungsschwach ist .

Finde das immer wieder verwunderlich gen guten BMW Mittlelklasse fährt aber kein Geld für ein vernünftiges Öl ausgeben will oder man noch im Gegenteil mehr Geld für ein 10W40 ausgibt und denkt man spart was .

Für 19,50 € gibts schon ein recht vernünftiges 5W40 mit der aktuellen MB 229.5 und BMW LL01 , warum also ein 10W40 nach MB 229.1 welches Welten vom genanten 5W40 weg ist ? Bei der Politur wird dann aber wieder richtig geld ausgegeben damit der Wagen auch ja schön glänzt , scheiß egal wie der Motor läuft , aber guck mal wie der da steht 😁

Der Letzte Satz ist nix gegen Dich sondern eher allgemein gehalten .

Was zahlst du den für dein 10W40

Zitat:

Original geschrieben von JeanLuc69



Zitat:

Original geschrieben von Minzestrauch


Nur zur Klarheit: Im zitierten Urteil sind Prozentangaben immer als Anteil am Gesamtöl (also dem Fertigprodukt einschließlich Additivanteil) gemeint, also konkret waren es 30% HC und 45,3 % PAO im Gesamtöl (der Rest sind eben die Additive). Auf das Grundöl umgerechnet sind das ca. 40% HC und 60% PAO.
Das macht aber nun für die Definition "vollsynthetisch" gar keinen Sinn. Dann könnte ein schlechteres Öl (durch weniger Additivgehalt und somit höheren Grundölanteil) ja gegenüber einem modernen und besseren Öl den verkaufsfördernden Titel "vollsynthetisch" führen. Damit wäre der Sinn und Zweck des Urteils völlig ad absurdum geführt.

Und wer behauptet denn, daß die Additive nicht synthetisiert werden und letztlich zum vollsynthetischen Gesamtprodukt beitragen?

Stimmt, die Frage, was hier Sinn macht und was nicht, ist bestimmt berechtigt. Aber so sind juristische Auseinandersetzungen und Urteile nun mal 😉

Ich persönlich fände ja auch einen Wert von 80% PAO (oder auch Ester)

im Grundöl

eine akzeptable Grenze für die Bezeichnung vollsynthetisch, aber was ich oder irgendein anderer dazu meinen, ist eben total irrelevant.

Für eine juristische Bewertung der Frage ist manchmal die Praxis nicht das entscheidende Kriterium. Das Gegenteil gilt aber für die Qualität des Öls in Bezug auf die Frage, ob es tatsächlich rein vollsynthetisch ist oder HC-Anteile enthält. Die Anforderungen an die Öle steigen, und die modernen Öle erfüllen sie, trotz vermehrtem HC-Einsatz. Ich sehe die Entwicklung so, dass das Merkmal vollsynthetisch immer mehr an Bedeutung verliert. Man mag das bedauern, aber es ist so.

LG und Guten Rutsch - Minzestrauch

Zitat:

Original geschrieben von Hunter123


Was zahlst du den für dein 10W40

Kostenlos

denke meine Motoren vertragen es.

Zitat:

Original geschrieben von JeanLuc69



Zitat:

Original geschrieben von daniel_T23


Hat schon jemand erfahrungen mit Direkteinspritzern bez. Normalem Öl mit hohem Aschengehalt bzw. Low-Mid saps Ölen?
Es hängt letztlich davon ab, wieviel Öl sich der Motor speziell über die Ventilschaftdichtungen wegzieht. Zieht er signifikant (z.B mehr als 0,5l auf 1000 km), ist ein aschearmes Öl zur Verringerung der Ablagerungen auf den Einlaßventilen sicherlich eine ausreichende Wahl ... da würde ich beim Öl auf BMW LL04, MB 229.51 und eventuell VW 50400/50700 achten. Besser als diese Kombination wird es freigabeseitig nicht. MB229.51 und BMWLL04 zusammen sind aber auch absolut OK ... Du könntest so z.B. das M1 ESP 0W40 fahren und in einem vernünftigen Intervall (15000 km) wechseln.

Braucht Dein Motor kaum Öl, ist der Aschegehalt weniger wichtig und Du kannst bedenkenlos ein Mid-SAPS fahren, z.B. in der Kombination BMWLL01 und MB229.5.

@ JeanLuc69 : Danke für deine Meinung, erstmal werde ich ein paar tausend Kilometer mit dem von BMW eingefüllten 5w-30er LL04 fahren und sehen wie viel Öl er braucht, danach werde ich entscheinen LL01- oder LL04

Was mir aufgefallen ist dass die Öltemperatur bei normaler Fahrweise bei ca. 110-120C° liegt, wa aber anscheinend bei diesem Motor üblicht ist!, daher ist mir auch eins wichtig welches hohe Temperaturen die vor allem vom Turbo kommen ohne zu verkohlen abkönnen kann und auch sehr scherstabil ist!

guten rutsch! daniel

Zitat:

Original geschrieben von Hunter123


Bin sehr überrascht das es ne BMW 229.1 gibt 😁 .

Der zukünftige Schwiegervater fährt Mercedes.

Sorry 🙁

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