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Welches Motoröl?
Hallo,
würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?
Gruß Gorge
Beste Antwort im Thema
Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.
Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.
Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!
Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.
Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.
Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(
Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.
Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.
Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.
Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.
Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:
"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:
http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf
Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:
"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:
http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html
Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)
Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.
Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.
Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.
Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!
Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.
Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.
Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!
Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.
Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.
Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)
Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)
Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)
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106410 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von Johnes
Nimm dir ein Lineal, ein Blatt, einen Stift, Male dir das auf und verbinde die Punkte miteinander! Mach die Linienen noch ein wenig länger...
Man erkennt, die Öle mit 10/15Wxx, fallen deutlich stärker ab...
Sieht dann so aus
Siehe Anhang
Zitat:
Original geschrieben von proHTHS
Mein Schwager in Hanau macht zweimal im Jahr OW der fährt in seinem Mexico Käfer das
Castrol Magnatec 10W-40 und im Winter das Mobil 1 Arctic 0W-40 läßt das nach dem Winter aber sofort wieder ab.
und wechselt somit immer von castrol zu mobil und umgekehrt? na lecker...
Ich hab ihm auch schon gepredigt nimm das gute Motul 10w40 mit 229.3 oder das PeakLife und laß das drin, alles andere wär völlig unnötig.
Zitat:
Original geschrieben von proHTHS
Ich hab ihm auch schon gepredigt nimm das gute Motul 10w40 mit 229.3 oder das PeakLife und laß das drin, alles andere wär völlig unnötig.
Unnötig ist teueres Geld für ein 10W40 von Motul aus zu geben . Warum nicht ein Highstar und 2 x im Jahr gewechselt ? Das 10W40 von Motul ist zwar nix verkehrtes aber doch recht teuer . Da bekommst du besseres für weniger .
Gruß
Zitat:
Original geschrieben von christians
Für meine Begriffe ausgemachter Unfug von Leuten, die keine Ahnung haben und sich irgendwas zusammenreimen.
z.B:"Das dünnflüssigere Leichtlauföl wird schneller durch das Lagerspiel gedrückt"
oder "daß sie Schmutzteile nach Möglichkeit im Öl einschließen und auf Dauer transportieren. Auch hier spielen die langkettigen Spezialmoleküle eine Rolle"
Unlegierte Öle braucht man nur bei Motoren, die empfindliche Buntmetalle verbaut haben.
Wenn der Motor soviel Abrieb produziert, daß das ein Problem wird, ist eh etwas im Argen. Umgekehrt wird er mit einem einfachen Öl sowohl mehr Abrieb als auch mehr Schlamm produzieren. Dann lieber weniger Abrieb mit einem vernünftigen Öl wie dem Praktiker und kurze Intervalle.
Genau :cool:
Zitat, aus Käfer63.de nur der regelmäßige Wechsel entfernt den Schwarzschlamm am Sieb.
Das ist unzutreffend. Schlamm fließt über Siebe durch. Erst wenn das Öl verkokt,
sich Feststoff-Bröckchen bilden und ablösen, werden diese wenn größer als die Maschenweite,
in der MW eingekeilt oder belegen das Sieb. Trotz Luft-Öl-Kühlung beim Käfermotor wurde das Öl nach 2.000 - 5000kM gewechselt weil es zu Beginn ein unlegiertes aus Gruppe 1 war.
Aus der Wälzlagertechnik ist bekannt, das mit mineralischen Schmierstoffen meist ein höheres Druckaufnahmevermögen als mit synthetische Schmierstoffen erreicht wird.
Jedoch werde hier im Fred zwei Dinge mit einander vermischt einmal das Fließen in einem Schmierspalt/Druckventil und die Viskosität im Druckpunkt.
In der PP-Folie Nr. 5/6 werden schematisch die Unterschiede im Molekülaufbau gezeigt.
Der oft hier beschriebene geringere Öldruck bei synthetischen Motorölen in älteren Motore basiert überwiegend auf die geringeren Strömungsverluste der synthetischen Motoröle, im Druckventil an der Pumpe. Denn diese Ventile sind im Querschnitt und Öffnungsweg für die Kaltstartviskosität mit mineralischen Motorölen wie 10W-40 / 15W-40 / 20W-50 bzw. HD 30 ausgelegt.
Bei älteren Motore kann die Erneuerung der Pumpe mit Druckventil, durch die neue Druckfeder und die neue Ventil-Dichtkontur den Öldruck mit synthetischen Ölen deutlich verbessern.
Die besseren Motoröle SAE 10W-40 und SAE 15-40 erreichen mit der Spezifikation ACEA A3/b4-2008 PSA B 71 2294 fast das Verschleißschutz-Niveau der MB 229.5
Siehe megol Motorenoel HD-C3 SAE 15W-40 in
http://www.auswuchtwelt.de/megol-Motorenoel-Fuel-Economy-5W-30_4
oder das Total Quarz 7000 10W-40 Diesel auch mit ACEA A3/B4-2008 deren Spec`s mit A3 auch für Otto-Motore ausgelegt ist. http://www.lubadmin.com/Restitution.aspx?...
Nachteilig ist, das durch die gesetzliche Regelung, ein überwiegend mineralisch basierendes Motoröl über die Formulierung mit Stell/Trägeröl als teilsynthetisch ausgelobt werden kann.
Also 80% Grundöl Gruppe 1 plus 20% Stellöl mit Additive. Manch dreiste können sogar nur über den Anteil der Additive das Öl als teilsynthetisch bezeichnen.
Auch ob das Motoröl mit Grundöl pur aus Gruppe 1 oder pur aus Gruppe 2 und/oder mit HC geblendet wurde, in nicht angabepflichtig. Die Besten unter den Besseren teilsyntetischen erkennt man über den Pourpoint.
Da ist das Total Quartz 7000 Diesel mit minus 39 °C unübertroffen. :cool:
gruß
Zitat:
Original geschrieben von Laurin-2008
Das ist unzutreffend. Schlamm fließt über Siebe durch. Erst wenn das Öl verkokt,
sich Feststoff-Bröckchen bilden und ablösen, werden diese wenn größer als die Maschenweite,
Was gar nicht erst passieren würde wenn man ein gutes Öl verwendet. Schlamm und Brocken sind ein Zeichen dafür das das Öl nicht tauglich ist. Wenn diese "Spezialisten" mal kapieren würden das der Verschleiß sich schon drastisch erhöht bevor das Öl mit Schlamm und Brockenbildung auf seine Überforderung hinweist würde das so manchen Schaden vermeiden. Aber da sind wir ja wieder beim Problem Weiterdenken.
Zitat:
Der oft hier beschriebene geringere Öldruck bei synthetischen Motorölen in älteren Motore basiert überwiegend auf die geringeren Strömungsverluste der synthetischen Motoröle, im Druckventil an der Pumpe. Denn diese Ventile sind im Querschnitt und Öffnungsweg für die Kaltstartviskosität mit mineralischen Motorölen wie 10W-40 / 15W-40 / 20W-50 bzw. HD 30 ausgelegt.
Bei älteren Motore kann die Erneuerung der Pumpe mit Druckventil, durch die neue Druckfeder und die neue Ventil-Dichtkontur den Öldruck mit synthetischen Ölen deutlich verbessern.
Vermutlich sind die bei den Meisten auch so verkrustet das das Ventil etwas länger braucht um auf Druckänderungen zu reagieren.
Ich habe auf jeden Fall noch nie irgendwo gelesen das jemand bei flackernder Öldrucklampe das Druckregelventil zerlegt,gereinigt und instandgesetzt hat. Aber fast immer findet man den Hinweis das das Problem mit einer höheren Viskosität gelöst wurde.
Da zerlegen die Typen Motoren und Getriebe,aber auf die Idee ein Ventil auf korrekte Arbeit zu prüfen kommen sie nicht.
@reinhard e. bender Ich hoffe du arbeitest nicht wirklich bei Opel in der Motorenkonstruktion, das macht mich sonst leicht nachdenklich.
Vllt solltes du dir mal einen Artikel über den Viskositätsindex durchlesen und dann in so ein doppel logarithmischen Viskositäts Temperatur Diagramm ein paar Daten aus den Datenblätter übertragen. Sehr gerne mit 15W40 und 5W40, dann wirst du erkennen das bei Ölen mit geringen Viskositätsindex(VI) das Öl viel schneller, also eine größere Steigung im Doppel Logarithmus besitzt und d.h. schneller ausdünnt bei steigenden Temperatur.
http://www.oelcheck.de/.../vi-der-viskositaetsindex.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Viskosit%C3%A4tsindex
http://www.motorlexikon.de/?I=4958
Es gab hier mal nen user der hatte sowas mal ausgerechnet, mit Werten. Vergleich mal bitte das 5W40 genen das 15W40.
http://www.motor-talk.de/.../welches-motoroel-t230315.html?...
Zitat:
Original geschrieben von Sir Donald
Zitat:
Der oft hier beschriebene geringere Öldruck bei synthetischen Motorölen in älteren Motore basiert überwiegend auf die geringeren Strömungsverluste der synthetischen Motoröle, im Druckventil an der Pumpe. Denn diese Ventile sind im Querschnitt und Öffnungsweg für die Kaltstartviskosität mit mineralischen Motorölen wie 10W-40 / 15W-40 / 20W-50 bzw. HD 30 ausgelegt.
Bei älteren Motore kann die Erneuerung der Pumpe mit Druckventil, durch die neue Druckfeder und die neue Ventil-Dichtkontur den Öldruck mit synthetischen Ölen deutlich verbessern.
Vermutlich sind die bei den Meisten auch so verkrustet das das Ventil etwas länger braucht um auf Druckänderungen zu reagieren.
Ich habe auf jeden Fall noch nie irgendwo gelesen das jemand bei flackernder Öldrucklampe das Druckregelventil zerlegt,gereinigt und instandgesetzt hat. Aber fast immer findet man den Hinweis das das Problem mit einer höheren Viskosität gelöst wurde.
Da zerlegen die Typen Motoren und Getriebe,aber auf die Idee ein Ventil auf korrekte Arbeit zu prüfen kommen sie nicht.
Druckregelventil, ein ganz wichtiges Bauteil dem viel zu wenig Beachtung geschenkt wird. Bei zu geringem Druck wird da dann oftmals die Ölpumpe gewechselt, dann gehts wieder, kein Wunder weil das Druckgegelventil meist in der Pumpe integriert ist. Allso immer erst das Regelventil checken.
@Hunter123 von 23:08:35 Uhr
Ich hab schon Druckregelventile repariert da hast du noch in die Windeln geschi..en !
Zitat:
Original geschrieben von proHTHS
Druckregelventil, ein ganz wichtiges Bauteil dem viel zu wenig Beachtung geschenkt wird.
Warscheinlich eben erst erfahren das es dieses Ventil gibt und dafür nen riesen text zitiert und einen auf schlau gemacht . Du bist Mamas Heller . :rolleyes:
Zitat:
Original geschrieben von Laurin-2008
Zitat:
Original geschrieben von christians
Für meine Begriffe ausgemachter Unfug von Leuten, die keine Ahnung haben und sich irgendwas zusammenreimen.
z.B:"Das dünnflüssigere Leichtlauföl wird schneller durch das Lagerspiel gedrückt"
oder "daß sie Schmutzteile nach Möglichkeit im Öl einschließen und auf Dauer transportieren. Auch hier spielen die langkettigen Spezialmoleküle eine Rolle"
Unlegierte Öle braucht man nur bei Motoren, die empfindliche Buntmetalle verbaut haben.
Wenn der Motor soviel Abrieb produziert, daß das ein Problem wird, ist eh etwas im Argen. Umgekehrt wird er mit einem einfachen Öl sowohl mehr Abrieb als auch mehr Schlamm produzieren. Dann lieber weniger Abrieb mit einem vernünftigen Öl wie dem Praktiker und kurze Intervalle.
Genau :cool:
Zitat, aus Käfer63.de nur der regelmäßige Wechsel entfernt den Schwarzschlamm am Sieb.
Das ist unzutreffend. Schlamm fließt über Siebe durch. Erst wenn das Öl verkokt,
sich Feststoff-Bröckchen bilden und ablösen, werden diese wenn größer als die Maschenweite,
in der MW eingekeilt oder belegen das Sieb. Trotz Luft-Öl-Kühlung beim Käfermotor wurde das Öl nach 2.000 - 5000kM gewechselt weil es zu Beginn ein unlegiertes aus Gruppe 1 war.
Aus der Wälzlagertechnik ist bekannt, das mit mineralischen Schmierstoffen meist ein höheres Druckaufnahmevermögen als mit synthetische Schmierstoffen erreicht wird.
Jedoch werde hier im Fred zwei Dinge mit einander vermischt einmal das Fließen in einem Schmierspalt/Druckventil und die Viskosität im Druckpunkt.
In der PP-Folie Nr. 5/6 werden schematisch die Unterschiede im Molekülaufbau gezeigt.
Der oft hier beschriebene geringere Öldruck bei synthetischen Motorölen in älteren Motore basiert überwiegend auf die geringeren Strömungsverluste der synthetischen Motoröle, im Druckventil an der Pumpe. Denn diese Ventile sind im Querschnitt und Öffnungsweg für die Kaltstartviskosität mit mineralischen Motorölen wie 10W-40 / 15W-40 / 20W-50 bzw. HD 30 ausgelegt.
Bei älteren Motore kann die Erneuerung der Pumpe mit Druckventil, durch die neue Druckfeder und die neue Ventil-Dichtkontur den Öldruck mit synthetischen Ölen deutlich verbessern.
Die besseren Motoröle SAE 10W-40 und SAE 15-40 erreichen mit der Spezifikation ACEA A3/b4-2008 PSA B 71 2294 fast das Verschleißschutz-Niveau der MB 229.5
Siehe megol Motorenoel HD-C3 SAE 15W-40 in
http://www.auswuchtwelt.de/megol-Motorenoel-Fuel-Economy-5W-30_4
oder das Total Quarz 7000 10W-40 Diesel auch mit ACEA A3/B4-2008 deren Spec`s mit A3 auch für Otto-Motore ausgelegt ist. http://www.lubadmin.com/Restitution.aspx?...
Nachteilig ist, das durch die gesetzliche Regelung, ein überwiegend mineralisch basierendes Motoröl über die Formulierung mit Stell/Trägeröl als teilsynthetisch ausgelobt werden kann.
Also 80% Grundöl Gruppe 1 plus 20% Stellöl mit Additive. Manch dreiste können sogar nur über den Anteil der Additive das Öl als teilsynthetisch bezeichnen.
Auch ob das Motoröl mit Grundöl pur aus Gruppe 1 oder pur aus Gruppe 2 und/oder mit HC geblendet wurde, in nicht angabepflichtig. Die Besten unter den Besseren teilsyntetischen erkennt man über den Pourpoint.
Da ist das Total Quartz 7000 Diesel mit minus 39 °C unübertroffen. :cool:
gruß
Bitte entschuldigt den "Full Quote". Aber ich finde diesen Beitrag sehr interessant und aufschlussreich, im Bezug auf ältere Motoren. Es werden Aspekte beleuchtet, die ich noch nicht wahrgenommen hatte. Gerne lese ich mehr davon :) Insbesondere der Hinweis
Zitat:
Der oft hier beschriebene geringere Öldruck bei synthetischen Motorölen in älteren Motore basiert überwiegend auf die geringeren Strömungsverluste der synthetischen Motoröle, im Druckventil an der Pumpe. Denn diese Ventile sind im Querschnitt und Öffnungsweg für die Kaltstartviskosität mit mineralischen Motorölen wie 10W-40 / 15W-40 / 20W-50 bzw. HD 30 ausgelegt.
ist interessant und bestätigt mich in meinem Bauchgefühl. Mehr davon! :)
Welchen Vorteil brachte der Hohe Öldruck aufgrund von Strömungswiderständen oder hohen Viskositäten eigentlich nochmal?
Das ist der Punkt an dem ich immer hänge, verstehe das nicht so ganz.
Mir ist nen ordentlicher Volumenstrom lieber als nen gekünstelt hoher Öl-Druck.
Zitat:
Original geschrieben von Destructor
Welchen Vorteil brachte der Hohe Öldruck aufgrund von Strömungswiderständen oder hohen Viskositäten eigentlich nochmal?
Das ist der Punkt an dem ich immer hänge, verstehe das nicht so ganz.
Mir ist nen ordentlicher Volumenstrom lieber als nen gekünstelt hoher Öl-Druck.
...das ist genau der Punkt. Es geht nicht um künstlich erzeugten (zu hohen) Öldruck, sondern darum, den vom Werk vorgeschriebenen überhaupt zu erreichen und dauerhaft unter allen Betriebsbedingungen zu erhalten. Nicht mehr, und nicht weniger :)
Zitat:
Original geschrieben von Jan0815
Das denk ich auch. Ich glaube nicht, dass Du es überhaupt bis zum Auto schaffst. :D
Kann sein. Kommt natürlich auch darauf an, wie weit das weg ist :D
Zitat:
Zitat:
Original geschrieben von dodo32
Was mich u.a. nachdenklich stimmte war
Zitat:
Ältere Käfermotoren verfügen jedoch nur über einen simplen Siebfilter am Ölablaß. Dieser Filter soll den Ölstrom beruhigen und es den Schwebteilen ermöglichen sich abzusetzen. ... Außerdem hält er tote Mäuse und Schrauben von der Ölpumpe fern. ...
..was haltet Ihr davon?
ähm .... tote Mäuse und Schrauben im Öl? Kommt das denn beim Käfer so oft vor? und wenn ja, wie(so)? :D
Zitat:
Original geschrieben von Sir Donald
:D Hab jetzt mal die Akkus der Tatstatur über Nacht geladen und hoffe das sie jetzt etwas weniger eigenwillig ist.
Ich weiß schon, warum ich dieses kabellose Zeug ablehne. :D
Zitat:
Original geschrieben von dodo32
Zitat:
Original geschrieben von Destructor
Welchen Vorteil brachte der Hohe Öldruck aufgrund von Strömungswiderständen oder hohen Viskositäten eigentlich nochmal?
Das ist der Punkt an dem ich immer hänge, verstehe das nicht so ganz.
Mir ist nen ordentlicher Volumenstrom lieber als nen gekünstelt hoher Öl-Druck.
...das ist genau der Punkt. Es geht nicht um künstlich erzeugten (zu hohen) Öldruck, sondern darum, den vom Werk vorgeschriebenen überhaupt zu erreichen und dauerhaft unter allen Betriebsbedingungen zu erhalten. Nicht mehr, und nicht weniger :)
Danke :D
Ich dachts mir doch irgendwie wollte nur nochmal ne Bestätigung ;)
Zitat:
Original geschrieben von dodo32
Zitat:
Der oft hier beschriebene geringere Öldruck bei synthetischen Motorölen in älteren Motore basiert überwiegend auf die geringeren Strömungsverluste der synthetischen Motoröle, im Druckventil an der Pumpe. Denn diese Ventile sind im Querschnitt und Öffnungsweg für die Kaltstartviskosität mit mineralischen Motorölen wie 10W-40 / 15W-40 / 20W-50 bzw. HD 30 ausgelegt.
ist interessant und bestätigt mich in meinem Bauchgefühl. Mehr davon! :)
Sollte Dich lieber nicht bestätigen, hast Du nämlich falsch verstanden ;).
Strömungsverluste sind nichts Positives, und die Regelventile kommen zwar mit den sehr hohen Kaltviskositäten zurecht, benötigen sie aber sie nicht. Schließlich müssen die auch heiß funktionieren und mit einem bei 120°C ausgedünnten (wie Reinhard e. Bender jetzt hoffentlich gelernt hat) 15w-40 zurecht kommen. Eine Öldruckwarnleuchte geht ja auch nicht bei kaltem Öl an, sondern allenfalls, wenn das Öl sehr heiß ist (Startvorgang natürlich ausgenommen). Du liegst also falsch mit Deiner Ansicht, dass alte Motoren hohe Kaltviskositäten (bzw. "altes Öl") benötigen.