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Welches Motoröl?

Themenstarteram 25. Januar 2004 um 18:12

Hallo,

würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?

Gruß Gorge

Beste Antwort im Thema
am 1. März 2004 um 23:20

Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.

Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.

Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.

Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:

Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!

Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.

Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.

Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.

Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(

Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.

Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.

Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.

Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.

Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.

Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:

"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:

http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf

Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:

"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:

http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html

Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)

Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.

Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.

Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.

Jetzt kommts:

Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.

Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"

Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!

Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.

Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.

Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!

Nochwas:

Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.

Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.

Übrigens:

Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.

Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.

Merke:

Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!

Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.

Und wenn jetzt der Einwand kommt:

„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.

Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)

Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“

Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.

Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!

Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)

Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.

Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)

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am 2. Juli 2011 um 12:31

Zitat:

Original geschrieben von Johnes

Personen wie du, fördern die Qualität eines Threads nicht, wenn sie nur die Beiträge anderer runter putzen, ohne diese zu berichtigen oder vervollständigen.

Wollt ich grad sagen. Das ist "sich mit Schaumschlagen aufspielen" auf hohem Niveau.

Entscheidet hier jemand ob er sich was im Kino anschaut alleine anhand von Beurteilungen profesioneller Filmkritiker? Ich bin für jede INFORMATION offen, aber so ein halblautes Blechtrommeln bringt mich jetzt nicht wirklich durcheinander.

Mich würde jetzt mal interessieren warum der EDGE 5W-30 trotz der Werte schlechter sein soll als ein ESP Formula.

Wobei mich dann natürlich eher wenig interessiert wie ein alter 1.8T oder Subaru-Motor mit irgendeinem anderen Castrol-Öl aussah.

@Volvos

Nö sorry. Ich hab nur paar PDF-Prospekte von Finke und da sind beide Normen nur beim Unique BM dabei. Ihr hält aber bestimmt einen Link parat oder?

am 2. Juli 2011 um 13:18

Zitat:

Original geschrieben von Sachte

Mich würde jetzt mal interessieren warum der EDGE 5W-30 trotz der Werte schlechter sein soll als ein ESP Formula.

Die Frage kann Dir niemand hinreichend beantworten. Castrol-Öle (bzw. ARAL/BP - ist ja ein Unternehmen) genießen nunmal keinen besonders guten Ruf, was wohl an einigen weniger guten Produkten der Vergangenheit liegt.

Für mich steht fest, daß aufgrund der enggesteckten Anforderungen an die Freigaben (sowohl 50400/5077 als auch 229.51) keine wesentlichen Qualitätsunterschiede zwischen den Ölen bestehen (können). Die Ölhersteller kochen allesamt nur mit Wasser und beziehen einen Großteil der wichtigen Additive teilweise sogar von identischen Drittherstellern.

Aus diesem Grund kaufe ich z.B. regelmäßig das Meguin Compatible 5W30 für unter 5€/Liter ...

Edit: Typo

am 2. Juli 2011 um 14:12

Naja, was Additive angeht kochen die wohl alle nur... mit Grundöl ;)

Das mit Castrol kommt von der damals billigen England-Sose und dem, daß viele TWS usw. in Karen kippten, weil sie meinten sie hätten einen gezüchteten Supra-Motor und können das auch so fahren.

Aktuelle Erfahrungen mit dem 504/229.51 EDGE wären mal gefragt.

Was kippen die VAG-Werkstätte aktuell in (T)FSIs? Nur EDGE, nur ESPFormula oder was grad da ist?

am 2. Juli 2011 um 14:17

Zitat:

Original geschrieben von Sachte

@Volvos

Nö sorry. Ich hab nur paar PDF-Prospekte von Finke und da sind beide Normen nur beim Unique BM dabei. Ihr hält aber bestimmt einen Link parat oder?

Sogar zwei Links: VW 50400/50700 und MB 229.51.

Ich vertraue bei den Freigaben ausschliesslich den offiziellen Listen der Hersteller, die diese Freigaben erteilen.

Um die Freigabelisten richtig zu lesen zitiere ich gerne nochmal Mercedes-Benz:

"Die geprüften und zur Verwendung freigegebenen Betriebsstoffe sind mit ihren Markennamen aufgeführt. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass die Markennamen auf den Gebinden und in den Verkaufsunterlagen der Firmen mit den in den Betriebsstoff-Vorschriften angegebenen Markennamen eindeutig und vollständig übereinstimmen. Ein bereits geringfügig anderer Namen, sei es auch nur ein Buchstabe, kann eine vollständig andere Qualität bedeuten."

 

 

Zitat:

Original geschrieben von Sachte

Zitat:

Original geschrieben von VolV40

 

Nach diesen Parametern: c)

aber nur wenns kein CASTROLBPARAL ist

Das ist es aber. Der EDGE 5W-30. TBN sogar 7.0 und nicht 6.0, wie paar andere LL3. Und nu...?

Zitat:

Original geschrieben von Sachte

Zitat:

Sonst ist preislich wohl folgendes kaum zu unterbieten:

Aviaticon Unique LongLife WIV 5W/30 von Finke mit den o.g. Freigaben

Ich schätze den meisten hier ist es egal. Finke bringt imho nicht ein Öl unter 229.51 und 504.00 zusammen. Und nur sowas ist, bis auf die Vermutungen zu einigen 0W-40, ein Spitzenöl.

Ha, dass c) ein solches ist hatte ich schon im Urin :D. Aber es gibt leider auch Kriterien die nicht auf dem Datenblatt stehen u. dann für uns erst nach der Benutzung sichtbar werden.

Produkte mit sehr hoher Marktpräsenz sind mir von je her suspekt.

Dein Misstrauen gegenüber dem Aviaticon Unique LongLife WIV 5W/30 von Finke ist berechtigt, gibt nix großartiges im Net zu finden ....

außer man guckt in die BEVO von MB oder eben auf die Produktflasche selbst. Beides habe ich getan.

Zitat:

Original geschrieben von JeanLuc69

Zitat:

Original geschrieben von Jan0815

Der HTHS wird bei 150 °C gemessen,

nicht bei 100 °C.

Danke ... soeben korrigiert!

Ja, das steht für das HT aber das HS (High Shear) ist m.M. genauso wichtig bei diesem Test. Sonst wärs nix.

Und das wird alles auf Motorenprüfständen gemessen?

am 2. Juli 2011 um 14:56

Zitat:

Original geschrieben von Sachte

Was kippen die VAG-Werkstätte aktuell in (T)FSIs? Nur EDGE, nur ESPFormula oder was grad da ist?

Ich habe bislang in 2 verschiedenen Vertragswerkstätten immer nur ARAL SuperTronic LL3 bekommen ... also Castrol ... stand jedenfalls auf der Rechnung drauf ^^

Mischreibung und HTHS

JeanLuc69 hat das gut verständliche Beispiel der Abwicklung des Zylinders in die Ebene gezeigt.

Es ist aber so, dass ein Kolben im oberen und unteren Totpunkt im Bezug auf den Zylinder still steht. An diesen Punkten kann der Schmierfilm nur geringe Kräfte aufnehmen, bevor er durchgedrückt wird und es zur Mischreibung kommt.

Er kann aber noch Kräfte aufnehmen, die von seiner Viskosität abhängen. Man sieht es an dem Beispiel von 2 Glasplatten zwischen denen Wasser ist. Die kann man viel leichter verschieben als im trockenen Zustand. Wenn der HTHS hoch genug ist, kommt es nie zu einer Mischreibung an diesen Stellen.

Konstruktiv versuchen die Motorenhersteller einen Verschleiß durch Mischreibung z.B. durch Beschichtung des Kolbens zu verhindern.

Ein Motoreninstandsetzer hat das zu mir gesagt:

„Bei den 1,4 l 16 V VW-Motoren (AHW, AKQ, APE) reibt sich die Beschichtung der Kolben ab. Dann verschleißen die Kolben ziemlich schnell und es kommt zum Kolbenkippen. Er baut Kolben in verbesserter Ausführung ein.“

am 2. Juli 2011 um 17:57

Zitat:

Ha, dass c) ein solches ist hatte ich schon im Urin :D. Aber es gibt leider auch Kriterien die nicht auf dem Datenblatt stehen u. dann für uns erst nach der Benutzung sichtbar werden.

Ja klar kann man anhand der ~6 Werte das gesamte Öl vs. anderes Öl nicht beurteilen. Aber ich dachte für den Rest baut man auf der Norm auf ;)

504/229.51 + das offentliche Datenblatt und der EDGE 5W-30 wäre Nummer 1 :D ou ou ou :p

Ja ok, wenns auf der Flasche steht... Bisschen unglücklich von Finke das im Netz nicht ebenfalls anzugeben.

Zitat:

Original geschrieben von JeanLuc69

Zitat:

Original geschrieben von Sachte

Was kippen die VAG-Werkstätte aktuell in (T)FSIs? Nur EDGE, nur ESPFormula oder was grad da ist?

Ich habe bislang in 2 verschiedenen Vertragswerkstätten immer nur ARAL SuperTronic LL3 bekommen ... also Castrol ... stand jedenfalls auf der Rechnung drauf ^^

Ich habe, als ich bei vier Werkstätten wegen umstellen auf Festintervall angefragt habe auch gefragt welches Öl sie als LL3-Öl verwenden.

Einmal Castrol SLX, einmal Aral SuperTronic LL3 und zwei verwenden ein LL3-Öl von Fuchs.

am 3. Juli 2011 um 8:09

Laut einem Chemieali :p hier im Forum ist im SLX und SuperTronic das EDGE 5W-30 drin. Alles nur mit anderem Aufkleber und es werden die Fässer gekauft die beim Großhändler grad am billigsten sind.

Vergleich 10W40 gegen 5W40 und warum ein 10W40 nicht wirklich das beste ist selbst bei anspruchslosen Bauernmotoren

Aber der Reihe nach , am Ende des Beitrags gibts Fotos ( siehe unten ) Bilder sind komentiert so das man Zeiten und Fahrzeuge auseinander halten kann

Wie ihr wisst haben meine Schwiegereltern 2 baugleiche Passats . Beide 90 PS , beide den RP Motor und bis vor einem Jahr exakt das gleiche Fahrprofiel . 2 x 7 KM am Tag + hier du da mal 2 KM um mit dem Hund gassi zu gehen . Beide BJ 91 , beide seid dem ersten Tag in Besitz der Familie .

Der Passat meines Schwiegervaters bekam vom ersten Tag an vollsynt Öl von VW laut Scheckheft 5W40 da mein Schwiegervater drauf bestand . Aktueller KM Stand ca 289000 KM . Als ich dann vor 11 Jahren in die Familie kam kümmerte ich mich um die Autos und den ÖWs . Ich nahm dann immer was mein Autodealer so da hat mal das 5W40 von Total ( damals noch nicht Energy ) mal das Castrol , Shell oder AD aber immer ein 5W40 . Wechselintervalle allerdings sehr unregelmäßig und auch überzogen da mein Schwiegervater der Meinung ist / war ein synt. Öl muss man nicht so oft wechseln und so kam es das manchmal das Öl auch nur alle 1 - 1/2 bis 2 Jahre gewechselt wurde trotz des extremen Kurzstreckenbetriebs . Das es scheinbar nicht geschadet hat habt ihr ja an den Bildern gesehen die ich einstellte und auch der Hohnschliff ist wie neu . Bemerkenswert auch wie sauber der Kopf von innen ist nämlich so wie es sein soll . Auch die Simmerringe ( außer von der NW da diese raus mußte wegen den Schafftis die wir gleich mit neu machten ) sind alle noch die alten und dicht .

Kommen wir nun zum Passat meiner Schwiegemutter . KM Stand 265400 : Sie ist der Meinung das ein 10W40 ausreicht ( sagt ihre AB Kollegin deren Mann KFZ Mechaniker bei VW ist ) . Des weiteren ist dieser Herr der Meinung das ein Vollsynt dem alten Motor schaden könne . So umgeölt habe ich das Auto dann aber trotzdem vor ca 3 Jahren da das Highstar dann letzen Endes billiger war als das 10W40 was Schwiegermutter lieber fährt , außerdem wusste sie da auch nix von ihrem Glück denn sie war ja nicht dabei . Der Passat bekommt allerdings schon immer regelmässig sein ÖW alle 15000 Km . Laut Scheckheft war anfangs auch von VW ein 10W40 eingefüllt und wurde bis vor 3 Jahren auch so eingehalten mit dem Unterschied das ich dieses ÖWs die letzten 11 Jahre machte und zähneknirschend immer das 10W40 eingefüllt habe was sie von dem Mann ihrer Arbeitskollegin mitgebracht hatte für 25 € dem Kanister . Seid einem Jahr hat sich das Fahrprofiel aber geändert . Das Auto von der Schwiegermutter hat nun den Luxus 2x am Tag 25 KM AB zu fahren und 10 Km Landstr. Was dem Motor natürlich sehr zu gute kommt . Aktuell war jetzt 2 x das Highstar drinne einmal das Meguin 5W40 und jetzt aktuell vor 4 Wochen gewechselt das Total Energy . 5W40

So kommen wir nun zum Hintergrund dieses Beitrages . Gestern habe ich mich ans Auto gemacht weil der Motor seid einer Woche Öl verliert ( Flecken auf der Straße )

Diagnose war schnell klar : Nockenwellensimmerring total am Ende , Simmerimg für die Zwischenwelle platt und der an der Kurbelwelle auch wo die Riehmenscheibe sitzt . Der ZR und Spannrolle natürlich total im Öl ertrunken also diesen auch gleich mit neu gemacht .

Als ich dann den Ventildeckel unten hatte .... Den Rest erklären die Bilder denke ich . Sauber ist anders aber hier kann man dann schön sehen wie das 10W40 die ganzen Jahre sein Arbeit gemacht hat und das nicht grade toll

3 Jahre ist es seid der Umölung her und wo ich mit den Fingern über die schwarzen Ablagerungen drüber bin lösen diese sich auch leicht ab . Aber es dauert wirklich lange bis so ein Motor auch mit guten Ölen wieder sauber ist ich denke nicht das der Motor solange er noch lebt wieder so sauber wir wie der des anderes Passats .

Natürlich wusste ich wie es unterm Ventieldeckel aussah den ich hatte ja vor 3 Jahren die Kopfdichtung gemacht Und da sah er genau so aus . Bilder davon existieren auch nicht hier im Therad . Was ich nur verdeutlichen wollte das sich nach 3 Jahren und rund 30000 Km noch nicht viel geändert hat außer das der Ventieldeckel den ich vor 3 Jahren von innen schön sauber gemacht hatte immer noch sehr sauber war und keinen neuen Ablagerungen dazu gekommen sind . Die Ablagerungen die man im Deckel noch sieht werden aber auch langsam weich .

Geht man jetzt davon aus das ein 10w40 für so einen Bauernmotor reicht sieht man leider das Motoren auch in einem besseren Zustand sein können wenn sie mit nem Synt. Öl gefahren werden das zu dem noch nicht mal so oft gewechselt worden ist wie das 10W40 . Wenn der Motor aber wirklich so anspruchslos ist wie es heist sollte ein 10W40 nicht solche Ablagerungen hinterlassen . Allerdings können diese alten Motoren bis zu 140 Grad Öltemp. erreichen , gemessen am Filter was bei weitem höhere Öltemps an den Kolben bedeutet und da komme ich dann doch ins Grübeln und stell mir die Frage ob dieser so genannte Bauernmotor mit seinen 4 Litern Ölfüllmege und dem großen Filter wirklich so anspruchslos ist ?

Habe auch zum Vergleich mal die Bilder beim Kopfdichtungsschaden vor 3 Jahren mal dran gehängt . Das der Ventieldeckel vor 3 Jahren so aussah hat aber weniger mit dem Öl zu tun als mehr mir dem KD schaden .

Bilder sind komentiert so das man Zeiten und Fahrzeug auseinander halten kann

Gruß Hunter

Kopf sauber immer 5W40
5W40
Nochmal der Hohnschliff Passat1
+7
am 3. Juli 2011 um 12:39

so nun mal meine 3 ct Dazu.

ein Motor mit oben-liegender Nockenwelle ist schon was modernes.

Ich könnte hier von einen Marbella Motor berichten.

903 ccm unterliegende Nockenwelle Kipphebel u.s.w.

der ist nach ca 30 000 km nach Umstellung ab vollsynthetisch kaputt gegangen.

Hier läuft aber noch einer wird nur getreten und der Tachometer hat sich schon das dritte mal überschlagen.

der läuft mit 15w 40

Regelmäßig gewechselt und null Ablagerungen.

Das ist ein Einfachmotor.

oder was denkst du warum die sogar ein 20W50 vorschreiben.( bekommt man aber kaum)

Simpel gesagt die Ölpumpe bei den Autos ( Motoren) ist so plump das die bei dünneren Oel keinen Druck aufbaut.

Mann muss sowas eben ab und an mal pflegen

(Reinigen auf brutalo art)

Mit Diesel durchspülen :)

 

Mfg

 

 

Hi,

Zitat:

Original geschrieben von Johnes

Zitat:

Original geschrieben von Bee

Was auch immer Du da beschreibst: Es ist keine Vorrichtung, mit der man den HTHS-Wert misst.

Wo habe ich behauptet, es wäre ein Rotationsviskosimeter? Nirgends! Ich habe nur eine Apparatur beschrieben, die unser Labor für Verschleiß- & Widerstandsmessungen nutzt.

Du hast von Deiner Apparatur (Scheibe mit Walze) im Zusammenhang mit den HTHS-Werten gesprochen und mit der Messung des HTHS-Werts hat die von Dir beschriebene Apparatur ungefähr so viel zu tun, wie ein Elektroniker mit einem Zoo: Man findet manchmal Elektroniker in einem Zoo, aber typischer Weise sucht man in einem Zoo etwas anderes.

Ergänzend habe ich geschrieben, mit was man einen HTHS-Wert u. A. messen kann.

Zitat:

Original geschrieben von Johnes

 

Und andere Meinungen nieder machen, ohne diese zu korrigieren, ist jetzt dafür förderlich?? Glänze mit Wissen und nicht mit kontra produktiven Sprüchen (Oder wenn nur vorhanden: Halbwissen!) Man muss nicht alles wissen, aber kann sich trotzdem beteiligen. Andere, die täglich mit der Materie arbeiten, können diese dann vervollständigen oder auch berichtigen. (Wenn sie sich dazu herablassen könnten! Aber, niedermachen ist einfacher!)

Personen wie du, fördern die Qualität eines Threads nicht, wenn sie nur die Beiträge anderer runter putzen, ohne diese zu berichtigen oder vervollständigen.

Die Frage ist: Warum schreibt hier überhaupt jemand etwas rein, das er nicht sicher weiß? Das Vorgehen, irgendwelche falschen Behauptungen in den Raum zu stellen und von anderen zu erwarten, sie würden diese Behauptungen dann richtigstellen, ist ganz schön frech - wenn auch leider üblich. Ist wie beim Finanzamt: Die stellen eine Behauptung auf, und Du darfst dann das Gegenteil beweisen, egal wie absurd, haltlos und realitätsfremd diese Behauptung ist. Übrigens: Das Finanzamt kann auch keiner leiden ;-)

Zitat:

Original geschrieben von Johnes

Das ist sogar lustiger Weise bei Wiki dokumentiert: (Aber, sicher ist dies falsch!)

Oh mein Gott! Noch einer, der sein Wissen aus Wikipedia bezieht! :-) Das, was bei Wikipedia steht, hilft nichts, wenn man es nicht einordnen kann.

Zitat:

Original geschrieben von Johnes

Wie kommst du darauf, dass ich die Bindungsstärken innerhalb eines Festkörpers beschrieben habe?

Ganz einfach: Stelle Dir zwei Platten vor, die sich mit konstanter Geschwindigkeit gegeneinander bewegen. Zwischen diesen Platte ist eine Flüssigkeit. Die Bewegung der Platten gegeneinander ist nur deswegen so "geschmeidig", weil die Moleküle innerhalb der Flüssigkeit z.B. durch Van-der-Waals WW gebunden sind. Diese Bindungen werden (während der Bewegung der Platten) innerhalb der Flüssigkeit ständig aufgebrochen und neu zusammengefügt. Wenn jetzt aus irgend einem Grund Mischreibung auftritt, dann berühren sich die Oberflächen der Platten kurzzeitig. Das führt dazu, dass Material aus der Metalloberfläche herausgelöst wird. Oder anders ausgedrückt: Hier werden metallische Bindungen aufgetrennt (also eben die Bindungen in einem Festkörper). Diese Bindungsstärken sind um ein vielfaches größer, als die Bindungskräfte in der Flüssigkeit. Das ist der Grund, warum beim Übergang zu Mischreibung (bei konstanten Randbedingungen) die Reibung stets erhöht ist und nicht verringert, wie Du (und Wikipedia) das schreibst.

Zitat:

Original geschrieben von Johnes

Zitat:

Wer darauf beharrt, dass diese Aussage stimmt, möge bitte den genauen Fall darlegen, in welchem die Bindungsstärken in einem Festkörper (genau diese Bindungen werden bei der Mischreibung getrennt) kleiner sind, als die Wechselwirkung der Moleküle innerhalb einer Flüssigkeit.

Mischreibung hat nichts mit Bindungsstärken in einem Festkörper zu tun.

Wie Du siehst, hat Mischreibung zu mindestens 50% mit Bindunsstärken in einem Festkörper zu tun. Die anderen 50% der "Mischung" kommen aus der Flüssigkeitsreibung. Deswegen ja auch MISCH- Reibung. :-)

Zitat:

Original geschrieben von Johnes

Ich denke, ein Danke ist auch für verständliche Beiträge drin. Ob diese nun ... richtig sind oder nicht, spielt eine untergeordnete Rolle.

Genau so sieht es aus! Es ist nicht wichtig, ob ein Beitrag richtig oder falsch ist. Hauptsache er ist verständlich :-) Sorry für das entstellte Zitat. Aber diese Vorlage war einfach einmalig. :-)

Nochmal kurz zu Wikipedia zurück: Die Aussage dort stammt aus dem Fall, dass zwei Partner die Relativgeschwindigkeit v=0 haben und v nun kontinuierlich erhöht wird. In diesem Fall hat man nun die beiden Beiträge "Reibung zwischen den Partnern" und "Flüssigkeitsreibung". Während der eine Teil mit wachsender Geschwindigkeit abnimmt, nimmt der andere Teil mit wachsender Geschwindigkeit zu. Es resultiert eine Kurve (Stribeck-Kurve) mit einem globalen Minimum. Das Minimum resultiert aber nicht daraus, dass die Mischreibung besonders klein wäre, sondern daher, dass Mischreibung besser ist als Haftreibung und mit weiter ansteigender Geschwindigkeit die innere Reibung monoton anwächst.

In der von JeanLuc zitierten Formel F = n*((A*v)/x) setzt Du also noch v = v(t).

Nochmal zurück zur Aussage, die Start des ganzen war:

Zitat:

Original geschrieben von Johnes

In dem Gerät, läuft eine Scheibe über eine Walze und schiebt das Öl vor sich her. Die Bugwelle, erzeugt einen Bremseffekt. Bei einem Öl mit geringeren HTHS, fällt diese Welle geringer aus und gibt weniger Widerstand. Gleichzeitig, kann es aber zur Mischreibung kommen. (Reibung muss keinen höheren Widerstand haben als der Ölfilm!!)

Nun lass mal bei sonst konstanten Randbedingungen während dem Versuch plötzlich Mischreibung auftreten: Dann nimmt die Kraft, die Du benötigst, um Deine Scheibe auf Deiner Walze laufen zu lassen, zu - und auf keinen Fall ab!

Ich hoffe Du merkst, wie leicht man auf die falsche Fährte gelangt, wenn man einfach irgend etwas z.B. von Wikipedia übernimmt, ohne zu wissen, unter welchen Randbedingungen das gilt.

Somit war mal wieder mehr Zeit für die Korrektur von irgend welchem Müll nötig, als für das Schreiben desselben. Da das aber immer so ist (man kann einfach in beliebig kurzer Zeit beliebig viel Müll produzieren, muss aber recht viel Zeit investieren, um diesen Müll wieder gerade zu biegen) geht immer weniger voran.

Dass ich noch einmal so viel Zeit investiere, wird mir allerdings nicht so schnell wieder passieren :-) Kannst also nach Herzenslust weiterschreiben, ohne von mir weitere Korrekturen befürchten zu müssen.

am 3. Juli 2011 um 13:50

Bee du vermittlest auch nur mal mehr mal weniger gut begründete Thesen. Den Einwurf von Johnes, du kritisierst hier Leute - die zwar auf deine Art, aber halt nicht mit deiner Meinung einstimmen - ohne sich inhaltlich abzusetzen, halte ich für berechtigt.

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