Welches Motoröl?
Hallo,
würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?
Gruß Gorge
Beste Antwort im Thema
Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.
Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.
Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!
Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.
Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.
Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(
Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.
Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.
Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.
Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.
Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:
"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:
http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf
Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:
"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:
http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html
Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)
Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.
Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.
Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.
Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!
Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.
Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.
Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!
Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.
Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.
Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)
Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)
Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)
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>Hey, das ist natürlich was... bis wann denkst Du, hast Du die Ergebnisse ? Am Polo meiner Frau steht nen Ölwechsel an...>
Kommt drauf an wann die Ebay Bestellung geliefert wird.
Ich schätze mal 10 Tage oder so.
Grüße
azoiso
Hi,
mein Mobil 1 Öl kommt auch von der Ebay-Verkäuferin. Wenn man sich die Bewertungen ansieht, dann wird oft reklamiert, dass keine Rechnung beigelegt wurde und aufE-Mails nicht reagiert wird.
Ich habe erst eine Rechnung erhalten, nachdem ich eine Frist gesetzt habe, nach deren Ablauf ich das zuständige Finanzamt informiert hätte.
Somit ist mir klar, wie die Gewinnspanne vergrößert wird.....
Ich hab' damals auch an Mobil geschrieben, da mir das Verhalten des Händlers fragwürdig vorkommt. MObil hat leider nicht darauf reagiert.
Falls Sterndocktor sich das Öl ansehen will, lasse ich ihm gerne etwas davon zukommen.
Gibt es eigentlich eine Empfehlung für ein vollsynthetisches Öl, das auch eine Freigabe für VWs Pumpe-Düse-Motoren hat? Weder das oft empfohlene Megol, noch das 0W-40 oder 5W-50 von Mobil 1 sind für Pumpe-Düse freigegeben.
Die einzige Empfehlung von Sterndocktor bezog sich auf ein HC-Öl von LM.
Gruß
Micha
So wie wir hier aufs Öl achten und ob unser Motor mit dem Öl x nicht doch ein hüsterchen mehr mach als mit y .. müßte es uns als Anwender von extrem hochwertigen Ölen nicht auffallen wenn wir plötzlich irgendeine getürkte Billigpampe im Motor hätten ? Vielleicht ist das Öl ja ok aber die Verkäuferin macht so einiges was finanztechnisch nicht ok ist... was mir aber egal ist.
Der Polo meiner Frau ist seit 6.000km mit diesem Öl unterwegs... er läuft ganz normal, rennt für die 50Ps wie der Teufel und hat null Ölverbrauch...Öl wird auch schön schnell dunkel... dunkelbraun, nicht schwarz wie bei billisuppe.
Daß er grade etwas rau läuft schiebe ich auf den kürzlichen Wechsel von Super Plus-->Super ( Kosten) und daß ein Ölwechsel ansteht weil er zu 80% nur Kurzstrecke läuft.
Am Wochenende nehm ich ihn gelegentlich auf die AB und da dreht er dann 5.000 ... ein Popelöl müßte hier doch merkliche Verdampfungsverluste haben...
Am besten wärs natürlich wenn wir eine handfeste Aussage anhand einer Analyse haben... so macht mich das irre und die ist für mich erst mal gestorben
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Hallo zusammen,
ich finde diese Diskussion sehr interessant obwohl ich mir nicht alle 176 Seiten angeschaut habe.
Ich finde die Empfehlungen hier aber ziemlich einseitig. Nur LM und Meguin und Mobil ? Eine kleine Welt.
Was ich nicht verstehe ist wie man solche Empfehlungen Aussprechen kann. Kennt jemand die Additive die diese Öle enthalten ? Es wurde mal gesagt dass die Additive die Zertfizierungen bekommen. Ebenfalls sollte man auf die Autoherstellerfreigaben achten (VW, Porsche, MB). Wie kann man dann sagen dass einige Öle besser sind als andere wenn sie dieselben Normen erfüllen ? Es gibt auch andere Öle die diese Normen erfüllen und die können auch nicht schlechter sein.
Ich habe die Empfehlung z.B. Pentosynth (vollsynthetisch 5w40 etliche Freigaben von Porsche, MB und VW, ACEA A3/B3/B4). Kostenpunkt ca. 20€ bei WalMart. Gibts auch andere im Baumarkt. Sind sie deshalb schlechter weils von WalMart oder Baumarkt kommen?
Gruss
Avensianer
HI avensianer,
dass Du nicht alle 167 Seiten des Threads liesst, kann ich verstehen. Du solltest aber wenigstens die Zusammenfassung und die Beiträge von Sterndocktor auf den ersten Seiten lesen. Dann beantwortet sich Deine Frage von alleine.
Gruß
Micha
Die links zur Zusammenfassung sollte man mal auf die erste Seite des Threads legen... so muß man schon 2 Stunden lesen um erst mal den Hinweis darauf zu finden
Soweit ich es verstanden habe geht es um VI und HTHS. Wenn in der BA des Autos B1 empfohlen wird (im Forum wahrscheinlich grottenschlechtes Öl) und ich nehme das billigste B4 ist es interessant ob der HTHS bei 3,5 oder 4 liegt ? Ein User hat doch mal gesagt dass die ADAC behauptet 85% der Autos würden mit ganz normales nicht synthetisch und auch kein HC Öl fahren, weil er aureichend ist. Ist die Frage ob ich dann 350000km oder 400000 mit dem Motor fahren kann ?
Verstehe ich nicht worum es eigentlich bei der Diskussion geht. Welches ist das best billigste Öl ? Dass man nicht unbedingt 20€ pro Liter zahlen muss sagt doch der gesunde Menschenverstand ohne dass ich weiss was HTHS und VI bedeutet.
Gegenfrage: Welches ist das beste Auto ?
Ich weiss nicht ob ihr alle Rennfahrer seid aber im Normalverkehr selbst bei mehrstundiges Vollgasfahren (ist sowieso nie möglich) werden diese kritischen 150° C doch nie erreicht.
Oder habe ich was falsch verstanden ?
Hi avensianer,
ich möchte Dir nochmals nahelegen, etwas mehr zu lesen, bevor Du hier Fragen stellt, die schon mehrfach beantwortet wurden!
Dass die Empfehlungen der Autohersteller nicht immer das Gelbe vom Ei sind, hat Sterndocktor bereits beschrieben. So hatz.B. VW die Empfehlung von Ölen mit verringerten HTHS-Werten nach B1 überdacht, und empfiehlt nun Öle mit einem HTHS von mindestens 3,5.
Dass es nicht nur auf den VI und den HTHS ankommt, merkst Du, wenn Du entweder die Beiträge von Sterndocktor liest, oder die Datenblätter der von ihm verwendeten Öle anschaust.
Ironie an:
Nein, 150°C erreicht mein Motor auch bei Dauervollgas nicht. Meine Temperaturanzeige hört ja deswegen auch bei 120°C auf. 150°C Öltemperatur sind ebenfalls nicht zu erreichen. Selbst am Kolben und an der Zylinderwand kommt man nicht über 40°C (Daher auch die Bezeichnung "SAE 40°C"😉 Selbst wenn mineralisches Öl verkokt, dann ist das nicht so schlimm, da Ölkohle immer noch besser schmiert, als vollsynthetisches Öl. Das ist übrigens auch der Grund, warum Türschlösser mit Graphit (=Ölkohle) und nicht mit Öl geschmiert werden; schliesslich will man ja nicht jedes Jahr das Öl im Türschloß wechseln müssen.
Ironie aus.
Gruß
Micha
wow, dann sind die Autohersteller wirklich blöd wenn sie schlechte Öle empfehlen und dann 2 Jahre Garantie ohne KM Begrenzung geben. Dann krieg innerhalb der ersten 2 Jahre jedesmal einen Motor umsonst wenn er hops geht.
Selbst LM wenn du auf deren Seite die Ölwechseltabelle benutzt empfehlen Sie ein schlechtes Öl. Die müssen auch blöd sein.
Aber das Beste ist dass die Umsätze von LM ständig steigen und das in einem stagnierenden oder leicht fallenden Automarkt. In diesem Bereich sind sie wirklich schlau. Wer in diesem Fall der Blöde ?
Laßt doch die Diskussion nicht so aus dem Ruder laufen...schließlich sind wir doch alle auf die Infos vom Sterndocktor angewiesen, weil im Ölsektor niemand nichts Genaues weiß. Den HTHS-Wert und den VI kann man ja (manchmal) noch selbst herausfinden, aber wenn es z.B. um die Qualität der Grundöle und der Additivmischungen geht, vertraue ich einfach seinem Urteil.
Und wenn er z.B. die Empfehlung des Megol (resp. LM) damit begründet, daß dieses Öl keine VI-Verbesserer braucht, da der VI schon vom Grundöl erreicht wird, oder daß das M1 die derzeit hochwertigsten Additive enthält, nehme ich das mal so hin...
Macht es eigentlich Sinn, mit lernresistenten Vorurteilsträgern zu diskutieren?
Kipp doch in Dein Auto, was Du willst. Wenn Du nichts dazulernen möchtest, bist Du hier verkehrt. Deine Ansichten wurden hier schon auf der ersten Seiten ad absurdum geführt.
Die Diskussion ist mittlerweile (zum Glück) viel weiter fortgeschritten, und alle, die hier regelmäßig mitlesen, haben sich ein beachtliches Fachwissen aneignen können, hauptsächlich dank Sterndocktor. Und ja, er kennt die Additive, die in den Ölen sind, und kann sich deshalb eine Meinung bilden.
Das ist dieselbe Diskussion wie manche eben nur die runderneuerten Russlandreifen fahren und damit meinen sie machen es richtig und alle die bessere Reifen kaufen sind zu blöd für diese Welt.
´Heute werden die Autos nicht mehr für die Ewigkeit gebaut. Sondern so für um die 200.000km ausgelegt...je nach Pflege und Behandlung +/-... wer sich alle 2 Jahre ne neue Karre kaufen kann oder will für der soll die Herstellermindestangaben nehmen und dann das billigste. Nicht jeder kann oder will das..außerden stehen die Hersteller in den letzten Jahren unheimlich unter Druck was Wartungsintervalle und Spritverbrauch angeht...worin sollen sie sich auch noch unterscheiden, richtige Scheißkarren gibts doch kaum noch ... also wurden auch die Öle in den letzten Jahren in diese Richtung gepusht... möglichst lange Motorlebensdauer war nicht unbedingt Prio Nr. 1.....früher lebten die Motoren meist länger als die Karosserie, heute kann das durchaus andersrum sein. Die Motoren sind außerdem heute extrem in Richtung Verbrauch und Abgas gedrückt und das Öl ist viel höher belastet als in Motoren die vor 10 Jahren entwickelt wurden.
die meisten hier sind auf maximalen Motorschutz aus und das erreicht man nunmal eben nur mit den hochwertigsten und somit teuersten Ölen.
mit dem Standardöl wird ein motor vermutlich auch 200.000 laufen nur wird er es nicht annähernd verschleißfrei tun sondern schon weit vorher u.U. deutlichen Verschleiß haben.. man hat dann nicht unbedingt mehr dieselbe Freude daran wie am Anfang...höherer Öl/Benzinverbrauch, weniger Leistung, Laufgeräusche...Reparaturen.. auch heute noch gehen Motoren kapputt, sonst gäbe es keine Firmen die sich auf deren Instandsetzung spezialisiert haben und die boomen wie sau.
Man kann getrost sagen daß der Verschleiß durch Reibung bei einem High End Öl und guter Wartung, normaler schonender Fahrweise äußerst gering ist, an manchen Komponenten fast gegen Null geht.. an meinem letzten Auto waren die Nockenwellen nach 300.000km optisch wie neu, noch die Schleifspuren sichtbar, die Spitzen nur poliert, kein Verschleiß sichtbar... ich habe in der Familie einen Motor nach 200,000km mit synt. Öl aufgemacht wegen Kopfdichtung.. an den Zylindern waren noch überall die Hohnspuren zu sehen....
Wie gesagt, wen das alles nich interessiert der soll bei Edeka den 5l Kanister für 2.99 holen und gut.
Reifen und Bremsen sind ein Sicherheitsproblem. Sauber gehohnten Zylinden nach 300000 km ein anderes :-))
Nach 300000 km freut sich die Schrottpresse auf deine sichtbar frisch gehohnten Zylinder :-))
@avensianer: warum wagst du nicht einfach das experiment und kippst eines der empfohlenen LM oder M1 Öle rein (wenn du das von den Freigaben her darfst)?
Versuch macht kluch!
Die paar Euro einmalige Investition sollten es dir Wert sein. Wenn du dann wissen willst, warum der ein oder andere Effekt eintritt kannst du das dann hier immernoch nachlesen. Deine Motivation zum lesen wird dann auch größer sein.
Die erste Veränderung hab ich gleich beim rumdrehen des Zündschlüssels gemerkt: Leerlaufdrehzahl höher als vorher (wenn Motor kalt, sonst normal).
Auf den ersten Metern Fahrt: läuft ruhiger
Ein paar Kilometer später an nem Berg: muss nicht runterschalten. Hat irgendwie mehr Kraft untenrum
Später an nem Gefälle: Motorbremse wirkt nicht mehr so stark
Auf der Autobahn: Bei 160 ist die Kiste jetzt so laut, wie vorher bei 140.
Beim ersten Tanken: Verbrauch liegt ein weniger unter dem vorherigen
Und soviel ist das Lesen auch nicht. Jeden Tag 15 Seiten und du bist in einer Woche schon bei Seite 100, wo das meiste schon geschrieben wurde. Nach ner weiteren Woche bist du auf dem aktuellen Stand und dann brauchst du nur noch alle paar Tage mal reinschauen und das Neue lesen.
Den meisten geht es darum ihrem Auto was gutes zu tun und ein bisschen mehr über das Thema Öl zu erfahren. Aber ein paar posten auch: "Ich fahre 300.000km billig-öl ohne Probleme..." Ist auch okay. Man muss keinen bekehren. Was der Bauer nicht kennt frisst er halt nicht...