Welches Motoröl?
Hallo,
würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?
Gruß Gorge
Beste Antwort im Thema
Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.
Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.
Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.
Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:
Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!
Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.
Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.
Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.
Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(
Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.
Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.
Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.
Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.
Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.
Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:
"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:
http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf
Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:
"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:
http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html
Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)
Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.
Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.
Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.
Jetzt kommts:
Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.
Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"
Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!
Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.
Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.
Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!
Nochwas:
Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.
Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.
Übrigens:
Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.
Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.
Merke:
Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!
Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.
Und wenn jetzt der Einwand kommt:
„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.
Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)
Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“
Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.
Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!
Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)
Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.
Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)
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Zitat:
Original geschrieben von Hunter123
Hi hi in wie fern die jetzt anspruchsvoll ist weis ich nicht genau aber in unseren H Astras in der Firma bzw nur in einem ist das LL3 5W30 von M1 drinne und das ist laut BA kein problem . Dieser hat bei uns auch kaum Ölverbrauch.Die anderen beiden H Astras bei uns in der Firma 125 Ps und 101 Ps sind auch BJ 06 und die habe ich vor ca 2 Jahren umgeölt auf Meguin 5W40 dann aufs M1 und mittlerweile aufs Total 5W40 . Ich sage mal so entweder ein LL3 5W30 oder ein 5W40 oder 0W40 nach MB 229.5 und du macht rein gar nix falsch vorbei ich ein 0W40 oder 5W40 nach MB 229.5 vorziehen würde und alle 15000 wechseln würde
Danke Hunter, also das Öl wird bei ihr jedes Jahr gewechselt, ich glaub ich werd das Supertronic 0w-40 nehmen😉 mit 229.51 kann nicht viel schief gehen, außerdem ist das Originale GM Öl auch ein mid Saps mit 229.51!
Danke, daniel
Hi Daniel , richtig vorgegeben ist Laut BA auch ein LS Öl .
Du kannst aber generell nichts falsch machen egal ob du ein Öl nach 229.51 oder 229.5 . Das passt beides sehr gut zudem wechselst du ja einmal jährlich . In dem brauchst du dir keine Gedanken zu machen .
Unsere Astras die weit über 35000 KM im Jahr laufen befinden sich motortechnisch in bestem zustzand und af grund der hohen KM leistung habe ich auch das Meguin 5W40 rund 25000 Km drinne gelassen ohne Probleme blitzeblanker Motor .
Gruß Hunter
Kann man einen 5 Liter Ölbehälter ein Jahr (8.760 Stunden) lang lagern, ohne dass er an Qualität verliert?
Allgemeines
Die Frage wurde hier schon öfter gestellt und diskutiert. Man kann es berechnen, wenn man von der von vielen akzeptierten Festlegung ausgeht, dass man einen Ölwechsel nach 15.000 km oder einem Jahr machen kann, ohne dem Motor zu schaden.
Der schwedische Chemiker Svante Arrhenius hat herausgefunden, dass eine chemische Reaktion oder Alterungsreaktion in konstanten Temperaturschritten von Schritt zu Schritt jeweils doppelt so schnell abläuft. Dafür hat er 1903 den Nobelpreis bekommen.
Man muss natürlich einige Werte annehmen. Ich gehe von einem älteren VW-Motor aus, der einen Wasser-Öl-Wärmetauscher hat. Das Kühlwasser hat eine Temperatur von 95 °C und das Öl ist mit 100 °C etwas wärmer, damit es seine Wärme an das Kühlwasser abgeben kann. Diese Öltemperatur ist noch moderat. Ein luftgekühlter Käfermotor hat eine Öltemperatur, die seiner Fahrgeschwindigkeit entspricht. Mehr als 120 °C sind daher leicht möglich.
Noch einige Werte
- Lagerungstemperatur des Öls 15 °C.
- Die 15.000 km werden nach genau einem Jahr erreicht.
- Mittlere Fahrgeschwindigkeit ist 75 km/h. Das ergibt einer Motorlaufzeit von 200 h (das Öl wärmt sich nach einem Kaltstart ebenso schnell an wie es sich später abkühlt).
- Die Ölalterung erfolgt in Schritten von 10 °C. Dabei verdoppelt sich jeweils die Alterungsgeschwindigkeit. Zu der Alterung im warmen Motor kommt natürlich noch die Alterung von 8.560 h bei 15 °C in der Ölwanne dazu.
Ergebnisse
Die Ölalterung im Motor entspricht einer Lagerungsdauer von 144.815 h + 8.560 h (bei 15 °C). Macht zusammen 153.375 h = 17,5 Jahre. Das gelagerte Öl ist also nach dieser Zeit genauso gealtert wie im Motor.
Fazit
Die Alterung während der Lagerung kann man mit Zeiten oder km im Motor vergleichen. Wie viel km entspricht eine Öllagerung von einem Jahr? Es sind 857 km. Das ist so wenig, dass man es beim Ölwechsel nicht berücksichtigen muss.
Schöne Rechnung wenn auch wie immer die Ingenieurtenischen Annahmen drin sind.
Die großen unbekannten bei der Alterung sind ja Verbrennungsrückstände + Betriebsstoffe. Die wirken gegen die Oxidationsreserven im Öl.
Die Hersteller geben bei kühler, trocken und dunkler Lagerung 3 bis 5 Jahre an. Von d.h. ist das alles kein Problem solange das Öl orginal verschloßen ist.
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Richtig, nette Rechnung nur mit Fußangeln bei Additiven. Wenn z.B. die Oxidationsinhibitoren eine höhere Aktivierungsenergie haben wie der thermische Zerfall des Öls, so ist die Lagerzeit für diese Bestandteile sogar höher. Allerdings auch niedriger falls geringer.
Zudem geht die Rechnung bei vielschrittigen Reaktionen nicht auf. Ein Schritt mit einer hohen Aktivierungsenergie am Anfang wird bei niedrigen Temperaturen geschwindigkeitsbestimmend sein, bei hohen jedoch nicht mehr.
Liest sich gut, ist überschlägig eine allererste Näherung, aber technisch _sehr_ gewagt. Vor allem bei den Additiven. Pflegemittel für Dichtungen werden z.B. auf diese Dauer sicherlich mit dem Plastik der Verpackung wechselwirken und zum Teil verloren gehen.
Zitat:
Original geschrieben von GaryK
Richtig, nette Rechnung nur mit Fußangeln bei Additiven. ...
Ich denke mir, dass sich bei den Motoröladditiven seit 1903 auch ein paar kleine Änderungen ergeben haben. 😁 😉
Schönen Gruß
Mit meiner Berechnung wollte ich überprüfen, ob zwei unterschiedliche Aussagen, die hier allgemein anerkannt werden, übereinstimmen können.
Es ist ein Vergleich von 2 Kanistern mit dem gleichen Herstellungsdatum, von denen man einen zum Ölwechsel verwendet und den anderen ein Jahr lang aufbewahrt. Das in den beiden Kanistern abgefüllte Öl ist meistens schon einige Monate vor der Verwendung hergestellt und abgefüllt worden.
Wenn man davon ausgeht, dass 1 Jahr Lagerung eines Kanisters einer Fahrstrecke von 857 km entspricht, dann wirken sich 3 Jahre Lagerung (1 Jahr vor dem Ölwechsel) nach der Herstellung nur minimal auf die Ölqualität aus.
An unbrakeable
Die Grundlagen der Naturwissenschaften gelten immer noch. Ein Beispiel dafür. Mit den Navier-Stokes-Gleichungen (entwickelt ab 1822 von den Mathematikern Navier und Stokes) wird nach wie vor die Aerodynamik von Flugzeugen im Unter- und Überschallbereich berechnet.
Was Svante Arrhenius gefunden und beschrieben hat, ist unabhängig von den bei einer chemischen Reaktion beteiligten Chemikalien anwendbar. Welche neuen Additive in Motorölen auch in der Zukunft eingesetzt werden, ihre Reaktionen unterliegen trotzdem diesem Gesetz.
Zitat:
Original geschrieben von Oldie65
...
Wenn man davon ausgeht, dass 1 Jahr Lagerung eines Kanisters einer Fahrstrecke von 857 km entspricht, dann wirken sich 3 Jahre Lagerung (1 Jahr vor dem Ölwechsel) nach der Herstellung nur minimal auf die Ölqualität aus.An unbrakeable
Die Grundlagen der Naturwissenschaften gelten immer noch. Ein Beispiel dafür. Mit den Navier-Stokes-Gleichungen (entwickelt ab 1822 von den Mathematikern Navier und Stokes) wird nach wie vor die Aerodynamik von Flugzeugen im Unter- und Überschallbereich berechnet.
Was Svante Arrhenius gefunden und beschrieben hat, ist unabhängig von den bei einer chemischen Reaktion beteiligten Chemikalien anwendbar. Welche neuen Additive in Motorölen auch in der Zukunft eingesetzt werden, ihre Reaktionen unterliegen trotzdem diesem Gesetz.
Wenn die von dir behaupteten Zusammenhänge wirklich uneingeschränkt gelten, dann dürfte man sein Öl auch locker 10 Jahre lagern und dann immer noch gut 6.000 km im Motor benutzen. Der Hersteller sind da aber etwas vorsichtiger und halten die besagten 3 - 5 Jahre für maximal zulässig. 😕
Alle mathematischen Beschreibungen physikalischer oder chemischer Gesetzmäßigkeiten gelten natürlich zeitlich unbeschränkt . Worauf ich hinaus wollte: Die Beimischung von (vorgelösten) Additiven in ein Grundöl halte ich für keine chemische Reaktion. Das, so meine ich mich an meine Chemie-Stunden zu erinnern, zeigt ja auch die Tatsache, dass diese Additive bei langer Lagerung wieder ausfallen können (siehe auch -> hier).
Insofern, und weil die Öl-Additivierung von 1903 verglichen mit der heutigen wie ein Vergleich von Telegraph und DSL ist, nahm ich an, dass die von Svante Arrhenius festgestellte Gesetzmäßigkeit eher nur auf den Alterungsprozess des Grundöls zutrifft.
Ich kann da aber auch ganz falsch liegen und habe ein offenes Ohr für Korrekturen. 😉
Schönen Gruß
Ich mußte mal vor einigen Jahren eine Flasche DDR-Getriebeöl entsorgen, weil es sich zersetzt hatte (war in der Glasflasche gut zu erkennen). Ein paar andere Flaschen sind noch gut, und ich werde das Öl irgendwann aufbrauchen.
Ich habe auch noch eine ungeöffnete Blechbüchse Castrol-Öl aus den 50er Jahren (stand im Keller von unserem Institut und sollte nach der Wende entsorgt werden). Damals hatten wir bei Castrol mal nachgefragt: Es hieß, daß Öl durchaus über Jahrzehnte gelagert werden kann, sich dann aber die Spezifikationen weiterentwickelt haben und das Öl "veraltet" ist, auch wenn es der ursprünglichen Spec noch entspricht.
Zitat:
Original geschrieben von kat2
Ich mußte mal vor einigen Jahren eine Flasche DDR-Getriebeöl entsorgen, weil es sich zersetzt hatte (war in der Glasflasche gut zu erkennen). Ein paar andere Flaschen sind noch gut, und ich werde das Öl irgendwann aufbrauchen.
Ich habe auch noch eine ungeöffnete Blechbüchse Castrol-Öl aus den 50er Jahren (stand im Keller von unserem Institut und sollte nach der Wende entsorgt werden). Damals hatten wir bei Castrol mal nachgefragt: Es hieß, daß Öl durchaus über Jahrzehnte gelagert werden kann, sich dann aber die Spezifikationen weiterentwickelt haben und das Öl "veraltet" ist, auch wenn es der ursprünglichen Spec noch entspricht.
Nicht öffnen sondern ans Technik Museum abgeben bitte
Zitat:
Was Svante Arrhenius gefunden und beschrieben hat, ist unabhängig von den bei einer chemischen Reaktion beteiligten Chemikalien anwendbar. Welche neuen Additive in Motorölen auch in der Zukunft eingesetzt werden, ihre Reaktionen unterliegen trotzdem diesem Gesetz.
Ja. Und du liegst mit dieser Pauschalaussage trotzdem GROTTENFALSCH! Reaktionskinetik ist nichts, was man zwischen Tür und Angel nebenbei macht. Genau wie Navier Stokes in der Wikipedia zu lesen einen nicht zum Aerodynamik-Experten macht.
Zerfallsreaktionen sind komplexe Reaktionsnetzwerke mit einem Haufen Differenzialgleichungen. Wenn du die Mechanismen des Abbau nicht kennst und Aktivierungsenergien nur schätzen kannst, dann vergiss jegliche Annahmen dieser Art.
Der erste massive Fehler ist z.B., dass Öl in Nähe des Kolbens durchaus mal 150°C sehen kann und stark geschert wird. Abgesehen von dem Temperaturunterschied fällt beim Lagern jegliche Scherung weg. Und nun? Es hält noch länger. Es sei denn du hast die Aktivierungsenergie falsch eingeschätzt.
Verdopplung alle 10°C entspricht einer Aktivierungsenergie von etwa 50 kJ/mol. Viele SN2 Reaktionen liegen bei 90 kJ/mol, Zerfallsreaktionen oft oberhalb von 120 kJ/mol, sind katalyseeffekte im Spiel können auch mal 30 kJ/mol drin sein. Wer den Wert nicht leidlich gut kennt kann genausogut raten.
Meine Überlegungen bezogen sich auf die heute üblichen Behälter aus Polyethylen (PE). Durch diesen Kunststoff kann Sauerstoff hindurchdiffundieren. Vor 30 Jahren hat man das leider übersehen, als man Fußbodenheizungsrohre daraus gemacht hat (vernetztes PE). Durch den Sauerstoff kam es zu schnellen Korrosionsschäden an den Stahl- und Gussflächen in den Ölheizungsanlagen (Beschreibung kann man im Internet finden).
In einem geschlossenen, vollständig gefüllten Stahlblechbehälter kann das Öl bestimmt Jahrzehnte überdauern. In einer hellen Glasflasche ist das Öl ganz schlecht aufgehoben, weil der UV-Anteil des Lichts die Alterung stark beschleunigt (auch von Leuchtstoffröhren). Daher sind die Speiseölflaschen meistens dunkelgrün, damit das Öl nicht oxidiert (ranzig wird).
Um die Alterung während der Lagerung und während der Beanspruchung im Motor zu verlangsamen, enthält ein Motoröl Antioxidations-Additive. Wie *GaryK* geschrieben hat, werden es für die einzelnen Temperaturbereiche bei hochwertigen Ölen unterschiedliche sein. Billige Öle werden vielleicht nur ein einziges haben. Einen ganz kurzen Überblick dazu gibt das „Handbuch Verbrennungsmotor“ auf Seite 913 (Das Buch kann man im Internet ausschnittsweise lesen).
Hier ein kleines Schmankerl zur Wochenende:
http://auto.t-online.de/.../index
Was halten unsere Experten davon. Ich bitte um eine rege Diskussion.
Eine Dialyse ist das nicht, sondern einfach nur eine noch bessere Filterung als es der Ölfilter kann...
Entscheidend ist der Preis...
Wenn diese Ölfilterung teurer ist als ein Ölwechsel (in der Werkstatt), dann frage ich mich, warum ich das jemand machen sollte...lieber leg ich mich dann unters Auto und welchsle mein Öl selbst (mach ich ja sowieso schon)...gübstiges Öl aus dem Internet und günstigen Filter, dann hab ich 15.000km Ruhe...
Umweltgedanke hin oder her...es muss sich wirtschaftlich lohnen das Öl mehrmals zu filtern, erst dann ists interessant...
Irritiert bin ich aber von der Methode das Öl aus dem Motor zu treiben...