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Welches Motoröl?

Themenstarteram 25. Januar 2004 um 18:12

Hallo,

würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?

Gruß Gorge

Beste Antwort im Thema
am 1. März 2004 um 23:20

Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.

Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.

Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.

Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:

Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!

Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.

Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.

Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.

Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(

Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.

Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.

Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.

Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.

Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.

Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:

"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:

http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf

Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:

"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:

http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html

Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)

Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.

Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.

Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.

Jetzt kommts:

Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.

Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"

Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!

Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.

Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.

Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!

Nochwas:

Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.

Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.

Übrigens:

Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.

Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.

Merke:

Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!

Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.

Und wenn jetzt der Einwand kommt:

„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.

Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)

Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“

Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.

Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!

Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)

Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.

Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)

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am 17. Oktober 2010 um 10:29

Zitat:

Original geschrieben von Aygo Club

Ich will mich auch mal wieder zu Wort melden. ;)

Mittlerweile ist 0W-20 bei Toyota für alle neuen Benzinmotoren vorgeschrieben.

Gruß ;)

Hallo Aygo Club

vielen Dank für Deinen schönen Bericht, kann mich gut erinnern.

Leider ist auch der, für unsere VW`s nicht repräsentativ.

Wir wissen nicht, mit welchen konstruktiven Maßnahmen zur Euro 4/5/6,

das 0W-20 Motoröl in Deinem Toyota Yaris 1.8 vorgewärmt und gekühlt wird.

Wird das Motoröl über Platten-Wärmetauscher vorgewärmt und gekühlt,

so das es schnell warm wird und stetig, höchstens 90°C im Vorlauf hat ?

Mit großen Plattenwärmetauschern kann man so, in viele Motore ein SAE 0W-20 fahren. :)

Siehe dazu auch die Auslobung zum Fuchs GT 1 0W-20, vergleiche die Datenblätter.

Denn Viskosität ist ein physikalischer Verschleißschutz. :cool:

Beachte, das die in der HTHS abgesengten Motoröle

alle eine starke Ausprägung im chemischen Verschleißschutz aufweisen. :rolleyes:

So ist es auch erklärlich das der Kraftstoff- und der Motorölverbrauch

über bessere Kolbenringabdichtung mit XW-40/50

bei älteren Motoren LL3 Motore mit hoher kM-Leistung zurückgeht. :)

Höhere Viskosität,

kompensiert etwas die nachlassende Kolbenringvorspannung über den Kolbenringverschleiß.

Somit konterkariert die Viskosität die konstruktive mechanische Leichtlaufausführung.

IMO wird’s auch Du mit höhere kM-Leistung auf ein XW-40 umsteigen.

Gerne hätten ich von Dir gewußt,

welche konstruktive Maßnahmen sind in dem Yaris im Ölkreislauf vorgesehen,

welche Öltemperatur erreichst Du nach Kaltstart,

nach 10 bis 15kM, bzw. auf der AB bei Vollgas.

Gruß

@Laurin-2008

Hallo!

Es ist schon richtig, dass mein Bericht nicht in Bezug auf VW passt. Aber ich denke man kann hier auch ruhig Erfahrungen mit anderen Autos mitteilen, da es ja hier vornehmlich um Motoröl geht. ;) Und als ich hier damals das erste Mal das 0W-20 ins Spiel gebracht hab, wurde ich sofort von allen bombardiert, wie gefährlich dieses Öl sei und das mein Motor kein Jahr halten würde. Nur wie man sieht läuft die Maschine jetzt schon 3 Jahre völlig problemlos mit dem Öl.

Was der Yaris für einen Ölkreislauf hat, kann ich nicht sagen. Jedenfalls bin ich schon öfters im Sommer bei 35 Grad und mehr auf der AB unterwegs gewesen und es ist nie was passiert. Einige hier im Forum hatten damals prophezeit, dass mir der Motor auseinanderfliegen würde, sobald ich mal bis zum Begrenzer drehe. Ist aber nicht so. Sehr schön auch, dass die Maschine innen noch so sauber ist, als wär sie gerade aus dem Werk gekommen. Ich bin mit dem 0W-20 sehr zufrieden und wie man sieht, ist dieses Öl ohne Weiteres für PKW in unseren Breiten geeignet. Vorausgesetzt natürlich, der Autohersteller hat die Viskosität freigegeben. ;)

Und ich denke mein Beitrag zeigt auch, dass eventuelle Motorschäden nicht immer was mit einem Öl mit geringem HTHS-Wert zu tun haben, sondern wahrscheinlich doch eher auf Konstruktions- oder Materialfehler zurückzuführen sind.

Und wieviele Kilometer hat deine Kiste schon runter.

am 17. Oktober 2010 um 13:36

ist das mobil 1 5w50 noch das alte, oder auch new life ?

Zitat:

Original geschrieben von Aygo Club

 

Es ist schon richtig, dass mein Bericht nicht in Bezug auf VW passt. Aber ich denke man kann hier auch ruhig Erfahrungen mit anderen Autos mitteilen, da es ja hier vornehmlich um Motoröl geht. ;) Und als ich hier damals das erste Mal das 0W-20 ins Spiel gebracht hab, wurde ich sofort von allen bombardiert, wie gefährlich dieses Öl sei und das mein Motor kein Jahr halten würde. Nur wie man sieht läuft die Maschine jetzt schon 3 Jahre völlig problemlos mit dem Öl.

Ok, halten wir mal fest. Wider erwarten ist das Öl doch nicht gefährlich und der Motor sieht so sauber aus wie unsere Motoren auch.

Gutes, normales Öl, das das auch kann kostet 2 bis 4 Euro pro Liter.

Wieviel kostet Dein "Super"öl noch mal pro Liter? 14 Euro?

 

Zitat:

Original geschrieben von Aygo Club

Mittlerweile ist 0W-20 bei Toyota für alle neuen Benzinmotoren vorgeschrieben.

Danke für die Warnung

 

Dann brauch ich wenigstens nicht mehr bei Toyota vorbeisehen, wenn ich mir mal ein Neufahrzeug zulegen möchte. Ist ja auch ein Vorteil.

@ Sky

Warum nicht ? Einfach auf ein anderes bestehen :D Die erzählen dir dann das ein 5W40 oder ein 0W40 zu Dünn ist und überall rauslläuft :D:D

@ Aygo

Schön zu höhren das es deinem Motor noch gut geht . Hattest du nicht vor ca einem Jahr mal geschrieben du hast den Wagen nicht mehr ? Kann mich recht gut daran errinern das da was war weil du jetzt schreibst das du schn 3 Jahre mit dem Öl unterwegs bist .

Zum 0W20

So haben wie das auch nie gesagt das dein Motor gleich auseinander fliegt . 3 Jahre ist ja jetzt auch noch nicht relevant . Wie sieht es aber in 8 - 10 Jahren mit viel Kurzstreckenbetrieb und Spriteintag aus ? Auch wenn Toyota da konstkutiv einen Motor entwickelt hat der das 0W20 abkann . Man müste sehen wies es in 8 Jahren mit dem Motor ausschaut . Sauber alleine reicht natürlich nicht die Verschleißwerte müssen auch passen .

Ich wünsche dir aber trotzdem weiterhin gute fahrt und einen gesunden Motor .

Ich bin überzeugt davon wenn ich das 0W20 in meinen alten Passat kippen würde und verhalten fahren würde dann würde ihm das auch nix ausmachen aber auf dauer schon . Selbst wenn ich einen Toyota fahren würde währe es bei mir ein No Go ein 0W20 rein zu kippen egal wie leise der Motor läuft .

Gruß Hunter

am 17. Oktober 2010 um 16:27

Zitat:

Original geschrieben von Aygo Club

 

Es ist schon richtig, dass mein Bericht nicht in Bezug auf VW passt.

Aber ich denke man kann hier auch ruhig Erfahrungen mit anderen Autos mitteilen, da es ja hier vornehmlich um Motoröl geht. ;)

Und als ich hier damals das erste Mal das 0W-20 ins Spiel gebracht hab, wurde ich sofort von allen bombardiert, wie gefährlich dieses Öl sei und das mein Motor kein Jahr halten würde. Nur wie man sieht läuft die Maschine jetzt schon 3 Jahre völlig problemlos mit dem Öl.

Erfahrungsaustausch ist IMO der Sinn dieser Foren.

Jedoch beherrsche ich nicht wie Sterndockter so ausgeprägt,

die Fähigkeit zur positiven Menschenbehandlung.

Kann nicht auf jedermann wohlwollend eingehen.

So habe ich mir im Leben viele Feinde gemacht,

für war da bin ich ohne gleichen.

Um Dich hier vor Anfeindungen zu schützen,

hatte ich geschrieben,

das fast jeder Motor mit großen Öl-Wasserwärmetauscher

der die Öl-Vorlauftemperatur auf 90°C regelt,

mit den neuen 0W-20 gefahren werden kann.

So ist das auch,

man muß nur daran denken, das bei Euro 5/6 die Vorlauf-Öltemperatur

die Ölviskosität im Vorlauf fast konstant bleibt.

Weiterhin sind die neuen SAE 0W-20 Motoröle

thermisch im Grundöl und im Additivpaket den HC-Ölen deutlich überlegen.

Deshalb auch mein Hinweis auf das Titan GT 1

Auslobung

TITAN GT1 SAE 0W-20 basiert

auf estersynthetischen Hochleistungsgrundölen,

gewonnen aus neuartigen Rohstoffen.

Also Grundöl der Gruppe 5

Ravenol ist IMO eine Vertriebsgesellschaft,

wo Fuchs und Pentosin die Mehrheitsanteile halten.

Deshalb auch mein Hinweis vergleiche die Datenblätter.

Denke, wir kommen mit den viel schlechteren Ölen

die mit der namentlichen OEM Freigabe

MB 229.5 mit VW 50301 oder

die VW 50400/700 mit MB 229.51

geführt werden, sehr gut zurecht.

Für viele von uns ist auch Longlife gleich Longschleif.

Auch der Betrag in Euro, für einen Ölwechsel mit 0W-20 zu unseren Favoriten

auch zum M1 New Life ist hoch, unsere haben IMO mehr Mehrwert.

Kann ich mir doch von der Differenz mehrere Flaschen Putinoff Vodka beim Lidl kaufen.

Der ist dreifach destilliert, zurzeit im Angebot 0,5 Liter 3,99Euro.

Darin eine geschlitzte Bourbon-Vanilleschote etwas länger ziehen lassen schmeckt wunderbar.

Auch die Bourbon-Vanilleschote werden bei Ebay preiswert angeboten.

Zu Ester, hatte mal geschrieben das ich 0,5 Liter Ester aus dem 4T-Bereich meinem Diesel

zugegeben hatte. Das als kostet als 20W-50 ca. 8 Euro der Liter.

Nur so als Vergleich zu den Preisen fürs 0W-20

Ich würde mich freuen,

wenn Du etwas über die Öltemperaturen bei Voll-Last berichten könntest.

Denn nur das hat für uns Aussagekraft. :rolleyes: :cool: :)

Gruß

So teuer ist das Öl nicht. Der Liter kostet nur 8,99 €. :p Natürlich kann auch ein preiswerteres Öl den Motor schützen und sauberhalten. Aber das dünne Öl wird ja eingesetzt, damit der Verbrauch möglichst gering ist. Es wäre mal interessant zu wissen, wieviele Liter Benzin man auf 50 tkm durch das 0W-20 im Vergleich zum 0W-40 spart. Wahrscheinlich ist das nicht unerheblich. Wie der Motor nun nach 10 Jahren zurecht ist, werde ich nicht erfahren, weil ich das Auto ende nächsten Jahres zurückgebe. ;) Aber ich gehe nicht davon aus, dass er schon nach 150 tkm das Zeitliche segnen wird. Dafür läuft die Maschine einfach viel zu gut und schnurrt wie ein Kätzchen. :D Bei Toyota werden 5W-30 Öle mit abgesenktem HTHS schon seit etwa 12 Jahren verwendet und es ist nie zu auffälligen Motorschäden gekommen. Ich glaube auch nicht, dass die zahlreichen Motorschäden bei einigen Herstellern ausgerechnet dem Öl zuzuschreiben sind. Das hat sicherlich -wie ich schon gerschrieben hatte- andere Gründe. Die Ölhersteller bestätigen nämlich, dass ein 20er Öl genauso gut vor Verschleiß schützt, wie ein 40er Öl. Also wird die Ursache für zahlreiche Motorschäden an neueren Fahrzeugen sicherlich woanders zu suchen sein. Meist kommen unausgereifte Technologien zum Einsatz, bei denen sich dann aufeinmal herausstellt, dass diese noch gar nicht Praxistauglich sind. Ich will euch ja jetzt nicht ärgern.. aber ich sage z.B. Stichwort TSI.

Ich wünsche jedem störungsfreie Fahrt mit seinem Öl. ;)

@Laurin-2008

Über die Öltemperatur unter Vollast kann ich nichts sagen. Ich hab kein Ölthermometer. :p Ravenol gibt an, dass bis mindestens 160 Grad eine sichere Schmierung gewährleistet ist. Heißer wird das Öl im Yaris sicherlich nicht. ;)

Zitat:

Hierzu jetzt noch eine Frage: wie sieht es denn mit der Reinigungswirkung bei den kürzlich hier empfohlenen Ölen aus? Ist die Reinigungswirkung bei allen hier empfohlenen Ölen gleich gut, oder gibt es welche, die besonders gut reinigen? Ist die Reinigungswirkung z. B. bei Mobil 1 New Life immer noch herausragend (wie früher beim "alten" Mobil 1), oder gibt es mittlerweile bessere (Total?/Fuchs?/Megol?/andere?)? Ich meine, Hunter und Schmudi hätten in der Hinsicht auch mal geschrieben, dass Shell Helix Ultra-Öle in dieser Hinsicht ziemlich gut wären.

Wäre super, wenn ich hierzu von Euch noch Feedback bekommen würde.

.....hochschieb..... ;)

@ Little Jo

Ich sage mal alle hochwertigen Öle reinigen schon sehr gut . Je hochwertig das Öl ist des do weniger neigt es selbst ablagerungen zu bilden die wieder gereinigt werden müssen .

Also das M1 denke wird von der Reinigungskraft her genau so gut sein viel vorher vielleicht laut der eingestellten Presentation einen ticken schlechter das war aber so minimal das man das meiner Meinung nach vernachlässigen kann .

Ich bin im Toledo sehr lange das Shell helix 5W40 gefahren und hatte nen blitz sauberen Motor .

Gute Öle wie damals vom Doc empfohlen :

Meguin , Mobil , Fuchs , Motul sind alles Top Öle die den Motor auch sauber halten .

Auch das Highstar ist ein wahrer Putzteufel wie schon viele hier bestätigt haben . Es kommt natürlich auch immer auch den Motor an was der für anforderungen an ein Öl stellt . Ein Brot und Butter Motor wir bei weitem sehr viel länger sauber bleiben als ein Motor der Anspruchsvoller mit dem Öl um geht . Dann kommt noch dazu wie oft du das Öl wechselst . Je gründlicher du da bist des do sauberer beibt dein Motor .

Ich sage es mal so . Öle ab MB 229.3 ACEA A3/B3 welche unter die guten HC Öle fallen halten den Motor schon recht sauber . Geht man noch höher und nimmt eines nach MB 229,5 braucht man da nicht mehr viel nachzudenken da handelt es sich schon um Top Öle und die halten den Motor sauber .

Gruß Hunter

@Laurin-20008

Es hat lange gedauert bis das Misstrauen gegenüber synthetischen Ölen weg war und genau so scheint es zu dauern bis der Kunde akzeptiert daß der Trend in Richtung niedrigviskose Öle geht die auch nicht schlechter oder unsicherer sind als die alten... die Technik geht eben weiter und die neuen Öle stellen beim Additivpacket eine neue Welt dar....das gilt auch in Bezug auf die niedrigen TBN

Ich fahre mittlerweile in 3 NIcht-VW Autos die "dünne" LL3 Öle mit der hochgefährlich niedrigen TBN..

das schon über ein Jahr, insgesamt >60.000km..Ölverbrauch ist absolut unverändert nahe Null...die Motoren laufen damit subjektiv sogar etwas besser als mit "dickeren" Ölen, besonders bei sehr schwachen und kleinen Motoren spürt man die niedrige Viskosität doch in etwas spritzigerem Ansprechen...der Notorlauf ist gefühlt etwas weicher als bei anderen Ölen.. ich kann nichts negatives entdecken....natürlich fahre ich keine LL INtervalle, darüber diskutieren wir auch nicht mehr

Wenn die VW Motoren mit den Ölen zum Ölfresser werden oder mehr Motorschäden haben als andere Hersteller dann liegt das meiner Meinung nach nicht am Öl sondern an völlig übertriebenen Longlife Intervallen fürs Marketing und an unausgereifter / übertriebener Technik und allegemeinem Spar/Gewinnwahn... wenn die neuen Downsize MOtoren aus dem Hause VW noch 2-3 Turboloader und KOmpressoren mehr bekommen mag das für Leistung und Verbrauch gut sein, erhöht aber sich nicht die Zuverlässigkeit...wenn die Steuerketten aus Esspapier gefertigt werden halten sie eben auch nicht so lange... wenn ich mir die Problematik der Steuerketten der VR6 Motoren anschaue dann haben mir die Dinger einfach kapitale KOnstruktions- und Materialfehler die aus Kostengründen nicht behoben wurden

Es wird auch dringend Zeit daß man ein 50.000 Eur Auto baut daß aus Kosten- und Umweltgründen gar keinen Ölwechsel mehr braucht sondern die Ölfüllung vom Vorgänger-Wagen übernehmen kann

Und béi den Kunden sollte vielleicht ein Umdenken einsetzen daß auch ein Auto im Jahre 2011 noch gewartet werden muss und daß es keinesfalls gesellschaftlich verwerflich ist, einen Ölwechsel zu machen

@Hallo Hunter,

super, vielen Dank für Deine ausführliche Info!

Das Problem bei meinem Auto (immerhin 11 Jahre alt und TKM 221 gelaufen) ist, dass der Motor bis vor einem halben Jahr immer mit 10w40 "gequält" wurde (sorry, ich wußte es nicht besser!!! :rolleyes:) und dementsprechend auch richtig versifft war und sich auch viel Öl genehmigt (0,8l auf 1000km).

Eine Anwendung mit LM Motorclean hat hier schon ziemlich viel Siffe rausgeholt (+ anschließendes Fahren mit Mobil 1 5w50 u. Wynns Ölleck-Stop), aber der Motor sieht nach wie vor ziemlich verdreckt aus, weshalb ich jetzt vorm Winter nochmal Ölwechsel mit Motorclean machen und entsprechendes Motoröl einfüllen will, das "richtig gut durchputzt".

Werde mich dann mal hauptsächlich nach Ölen mit MB 229.5 umsehen oder beim Highstar zugreifen.

 

Vielen Dank nochmal, und viele Grüße!

little_joe

Zitat:

Original geschrieben von Laurin-2008

 

 

Denke, wir kommen mit den viel schlechteren Ölen

die mit der namentlichen OEM Freigabe

MB 229.5 mit VW 50301 oder

die VW 50400/700 mit MB 229.51

geführt werden, sehr gut zurecht.

Für viele von uns ist auch Longlife gleich Longschleif.

Welche 0W-40 oder 5W-40 Öle haben denn noch die namentlichen Freigaben

MB 229.5 mit VW 50301?

LG Kai

@HL66

Völlig richtig. Die modernen niedrigviskosen Öle unterscheiden sich schon in ihrer Zusammensetzung deutlich von herkömmlichen Ölen. Die TBN muss auch nicht immer unbedingt niedrig sein. Das Ravenol 0W-20 was ich fahre, hat z.B. eine TBN von 9. Viel besser ist das hochangepriesene M1 mit einer TBN von 11 auch nicht. Vor allem muss auch berücksichtigt werden, dass in der verschleißträchtigen Kaltstartphase ein niedrigviskoses Öl optimale und schnelle Schmierung gewährleistet. Hier ist ein 0W-20 sicherlich im Vorteil gegenüber einem 40er Öl.

Das es bei einigen Herstellern mit Longlife-Intervallen zu erhöhtem Ölverbrauch kommt, liegt wahrscheinlich daran, dass die Motoren bewusst so konstruiert wurden. Um bei Wechselintervallen von 30 tkm oder mehr noch ein brauchbares Öl im Motor zu haben, verbrauchen die Motoren soviel, dass die Ölfüllung durch das häufige Nachfüllen immer frischgehalten wird. Geld sparen kann man durch die Longlife-Geschichte sowieso nicht, weil das Öl meist mehr als das doppelte wie "normales" Öl kostet. Es ist halt ein reiner Marketing-Schachzug, um dem Kunden ein vermeintlich wartungsarmes Auto mit geringen Werkstattkosten zu verkaufen. Letztendlich stellt sich dann aber heraus, dass man keinen Cent spart, sondern eher noch draufzahlt.

Genauso ein Gag ist die Sache mit dem Downsizing. Die Motoren bieten zwar für ihre Hubraumklasse eine gute Performance, aber sparen kann auch hier niemand. Die Verbrauchsvorteile sind nur im Teillastbetrieb erkennbar. Sobald Leistung gefordert wird, steigt der Verbrauch sofort exorbitant an und liegt sogar über dem eines vergleichbaren Saugmotors. Wie man nun hört und liest, gibt es mit diesen Motoren schon jetzt massenhaft Probleme. Alleine in diesem Forum lese ich hunderte Beiträge, wo Motoren mit sehr geringen Laufleistungen von 10 oder 20 tkm kapitale Schäden haben. Man darf sich natürlich die Frage stellen, wie diese Motoren sich über 200 tkm schlagen. Heute feiert die Presse das Downsizing als Innovation und der Kunde muss morgen die Konsequenzen ausbaden, hat alle 20 tkm einen Motorschaden und zahlt Tausende für Reparaturen. Das ist wirklich eine phänomenale (Spar-)Technik... Und das schlimmste ist, dass die Leute auch noch darauf reinfallen. :rolleyes:

@Hunter

Doch, ich hab den Yaris noch. Den Aygo hab ich nicht mehr. ;)

Gruß

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