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Welches Motoröl?

Themenstarteram 25. Januar 2004 um 18:12

Hallo,

würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?

Gruß Gorge

Beste Antwort im Thema
am 1. März 2004 um 23:20

Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.

Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.

Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.

Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:

Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!

Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.

Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.

Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.

Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(

Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.

Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.

Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.

Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.

Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.

Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:

"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:

http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf

Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:

"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:

http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html

Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)

Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.

Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.

Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.

Jetzt kommts:

Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.

Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"

Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!

Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.

Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.

Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!

Nochwas:

Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.

Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.

Übrigens:

Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.

Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.

Merke:

Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!

Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.

Und wenn jetzt der Einwand kommt:

„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.

Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)

Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“

Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.

Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!

Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)

Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.

Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)

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am 24. August 2010 um 12:34

Zitat:

Original geschrieben von Hunter123

Geiles Thema hier ! Da wird doch behauptet das das shell Helix um das es da geht vollsynt ist

http://www.motor-talk.de/.../shell-motoroell-t2852864.html?...

Aber man kann sie davon nicht abbringen schon witzig

ich habe mir dann mal die Mühe gemacht und mit Shelle telefoniert weil es der gegener auch machte aber ohne zu hinterfragen weil er es ja nicht wissen konnte aber geile Antworten Leute

Auszug vom Gespräch

So mein telefonat bei Shell eben Typisch und wie erwartet :

 

Telefont mit Herrn Banner Shell technik

 

Meine Frage : ist das 5W30 shell Hilix ultra extra ein vollsynt Öl ?

 

Antwort : Ja natürlich !

 

Hunter123 : Sicher das es kein HC synt Öl ist ?

 

Antwort : Ja ja natürlich ist vollsynt .Unser Öle sind alles vollsynt .( :eek::eek: Hört Hört )

 

Hunter123 : Aber warum steht dann im Datenblatt auf Basis von Synthesetechnologie !

 

Antwort : ( Jetzt kommts nämlich ) das hat rechtliche Gründe ! Wir müssen das in Deutschland so schreiben . ( mann wurde nach der Antwort schon fast abgesimmelt . )

 

Hunter123 : Also wenns rechtlich ist ,ist es doch ein HC synt Öl was Rechtlich nicht vollsynt heisen darf wegen einem anderen Herstellungsverfahren un des keinen PAO Anteil von 80% enthält ?

 

Antwort : Ja da darf ich ihnen keine Auskunft geben aber ob Vollsynt oder HC spielt keine Rolle HC ist auch vollsyt !

 

Na gut sagte ich das reicht mir schon .

HC Ist auch vollsynt . warum weis das hier keiner nach 1500 Seiten !! :eek:

Gruß Hunter

:rolleyes::rolleyes::rolleyes:,

da staunt der fachmann, und der laie wundert sich!;)

:eek:weiter so deutschland!

gruss claudius

am 24. August 2010 um 12:44

Also los .... alle ins Shell Forum und denen die Hölle heiß gemacht.

Jetzt sind wir mal drann mit herum trollen :p:p:p

Gruß Schmudi

EDIT: Hab mal ein bisserl (Shell-) Öl ins Feuer gekippt. :D

Hallo Hunter.

Ob Finke komplett eigenständig ist oder Lohabfüller o.ä. kann ich Dir nicht sagen. Deren 0W-40 ist vom Datenblatt identisch zum Agip 0W-40.

5w40 war afaik keine Ähnlichkeit zu Agip.

Evtl. gibts auch ein aktuelleres Datenblatt, ich find allerdings meine Registrierungsdaten von Finke nicht mehr :-(

Bezugsquelle ist Kreissler Technik Shop oder so ähnlich. Einfach mal eine Suchmaschine quälen.

Zitat:

Original geschrieben von Hunter123

Zitat:

Original geschrieben von brainstormer

Dann nehm ich doch eher das 0W-40 von Addinol oder Meguin/LM. Dann habe ich wenigstens Vollsynthetik.

Der Pourpoint des Shell ist ebenfalls "jämmerlich"

Dann würde ich mir eher das Finke Avaiticon uniqueSL 5w-40 angucken, wenns unbedingt nicht vollsyn. sein soll. Das gibt'S für nen schmalen Euro.

Ne ne um gottes willen ich muß das nicht unbedingt nehmen ist mir nur aufgefallen .

Aber mal zum Finke das sind ja hammer daten :eek:

Visko bei 100 Grad 15,2 und nen Purepoint von - 56 Grad das stellt ja sogar das M1 in den schatten und das fürn 5W40 . Das liest sich ja mal echt gut ! Finke kenne ich aber jetzt gar nicht sind die eigenständig oder steckt da er bekanntes dahinter ?

Zitat:

Original geschrieben von JeanLuc69

Zitat:

Original geschrieben von formel1

Bin jetzt ca. 10.000 km damit gefahren und habe bei VW erwin eine TPI über "Ölschlammerscheinung und Verkokungen" gelesen.

Habe momentan noch das vom Werk eingefüllte LL Öl im Motor.

Könntest Du ein wenig ins Detail gehen? Für welchen Motor ist die TPI? Zitate wären gut ...

Hallo, habe bei erwin die Fahrgestellnummer von meinem Golf VI GTI eingegeben und dann habe ich eine TPI mit der

Nummer: 2014092/8 vom 03.08.2010 gefunden.

Motor mit Ölschlammerscheinung und Verkokungen

habe Auszüge eingescannt und als Anhang beigefügt :)

Was sagt Ihr dazu :confused:

Es ist schon erstaunlich, dass Ölschlamm und -verkokung auch mit LL-3 Ölen nach der angebl. Top-Norm VW 50400/50700 bei VAG immer noch ein höchstoffizielles Thema sind.

Den Hinweis in der TPL, derartige Schäden NICHT über die Gewährleistung abzurechnen halte ich angesichts der eigenen Unfähigkeit bei den VW-Ölnormen für den Gipfel der Frechheit.

Beim Benziner lässt VW einem ja noch die Möglichkeit auf ein bei anderen Herstellern bewährtes Öl nach VW 50200 im festen Intervall umzustellen. Genau das habe ich bei meinem Neuwagen (EZ 2006) dann auch bereits nach 15tkm gemacht.

Die üblichen verdächtigen bewährten Öle 0/5W-40 sind hier bereits oft genug genannt worden.

Zitat:

Original geschrieben von Hunter123

Auszug vom Gespräch

So mein telefonat bei Shell eben Typisch und wie erwartet :

 

Telefont mit Herrn Banner Shell technik

 

Meine Frage : ist das 5W30 shell Hilix ultra extra ein vollsynt Öl ?

 

Antwort : Ja natürlich !

 

Hunter123 : Sicher das es kein HC synt Öl ist ?

 

Antwort : Ja ja natürlich ist vollsynt .Unser Öle sind alles vollsynt .( :eek::eek: Hört Hört )

 

Hunter123 : Aber warum steht dann im Datenblatt auf Basis von Synthesetechnologie !

 

Antwort : ( Jetzt kommts nämlich ) das hat rechtliche Gründe ! Wir müssen das in Deutschland so schreiben . ( mann wurde nach der Antwort schon fast abgesimmelt . )

 

Hunter123 : Also wenns rechtlich ist ,ist es doch ein HC synt Öl was Rechtlich nicht vollsynt heisen darf wegen einem anderen Herstellungsverfahren un des keinen PAO Anteil von 80% enthält ?

 

Antwort : Ja da darf ich ihnen keine Auskunft geben aber ob Vollsynt oder HC spielt keine Rolle HC ist auch vollsyt !

Dann ist Analogkäse eigentlich auch richtiger Käse, nur eben in Deutschland nicht. L :D L

Zitat:

Original geschrieben von jw61

Es ist schon erstaunlich, dass Ölschlamm und -verkokung auch mit LL-3 Ölen nach der angebl. Top-Norm VW 50400/50700 bei VAG immer noch ein höchstoffizielles Thema sind.

Den Hinweis in der TPL, derartige Schäden NICHT über die Gewährleistung abzurechnen halte ich angesichts der eigenen Unfähigkeit bei den VW-Ölnormen für den Gipfel der Frechheit.

Beim Benziner lässt VW einem ja noch die Möglichkeit auf ein bei anderen Herstellern bewährtes Öl nach VW 50200 im festen Intervall umzustellen. Genau das habe ich bei meinem Neuwagen (EZ 2006) dann auch bereits nach 15tkm gemacht.

Die üblichen verdächtigen bewährten Öle 0/5W-40 sind hier bereits oft genug genannt worden.

Bei den VR6-Motoren ist LL-Öl ja auch ein stets aktuelles Thema... siehe

http://www.a3quattro.de/index.php?page=Thread&postID=95230#post95230

Und in jedem Vergleichstest schneiden VW/Audi/Seat/Skoda bei den Wartunsgkosten gut ab, weil sie diesen Longlife-Mist haben. Aber der Rest interessiert die Presse scheinbar wenig :kopfanwand:

Ja, solche erschreckenden Bilder kennen wir ja noch aus LL-2 Zeiten,

aber bei LL-3 hatte man ja die berechtigte Hoffnung auf Verbesserung,

die stirbt bekanntlich zuletzt...und wurde mit dieser TPL auch schon wieder beerdigt.

 

Wobei wir jetzt wieder spekulieren können, ob es NUR am Öl liegt. Dagegen spricht,

dass diese Öle oft auch über Freigaben anderer Hersteller verfügen und in deren Motoren im Bezug auf Ölschlamm weitestgehend unauffällig sind.

 

Das Problem Ölschlamm scheint sich bei VAG zu häufen. Den von VW angebenen Grund "unreine bzw. schlechte Kraftstoffqualität" halte ich jedoch nicht für schlüssig. Oder tanken NUR VAG-Fahrer solch miesen Kraftstoff??? Die haben scheinbar keinen blassen Schimmer, warum ihre VAG-Motoren verschlammen und Motoren anderer Hersteller eben nicht.

 

am 24. August 2010 um 20:46

Liebe Leute ... die TPI beschäftigt sich ausschließlich mit Ölschlammbildung infolge unzureichender Qualität bei Kraftstoffen (z.B. bei No-Name-Billigtankstellen), ungeeigneten Kraftstoff- bzw. Öladditiven (sog. "Einspritzreiniger" oder Mo2S), der Verwendung nicht freigegebener Motoröle (dazu zählen u.U. auch Plagiate) sowie falschen Ölwechselintervallen.

Ersteres sowie Letzteres kann sicherlich auch ohne Verschulden des Kunden auftreten, z.B. durch Defekte in der zur Ermittlung des Service-Intervalls benutzten Sensorik ... und wer weiß schon, wie es um die Produktqualität einzelner Tankstellen bestellt ist. Aber das Verwenden von Additiven für Kraftstoff und Öl ist ausdrücklich nicht gestattet ...

Daß VW sich für solche Fälle zunächst einmal aus der Verantwortung zieht, sollte auch nicht ungewöhnlich sein ... wenn der Motorschaden z.B. aufgrund von Ölverschlammung durch eine - wie auch in der TPI zitiert - ursprünglich defekte KGE entsteht, kann der Hersteller sich da nicht 'rausreden.

am 24. August 2010 um 20:55

Zitat:

Original geschrieben von jw61

Das Problem Ölschlamm scheint sich bei VAG zu häufen. Den von VW angebenen Grund "unreine bzw. schlechte Kraftstoffqualität" halte ich jedoch nicht für schlüssig. Oder tanken NUR VAG-Fahrer solch miesen Kraftstoff??? Die haben scheinbar keinen blassen Schimmer, warum ihre VAG-Motoren verschlammen und Motoren anderer Hersteller eben nicht.

Das Problem liegt gerade bei den VW-Otto-Direkteinspritzern teilweise auch an den Einspritzdüsen ... strahlgeführte Einspritzung benötigt zum Aufbau einer sauberen Verbrennung ein exakt definiertes Spritz- bzw. Sprühbild aus den Injektoren (die mit bis zu 7 haarfeinen Bohrungen versehen sind) ... beim Twincharger wurden z.B. bei der Umstellung auf Euro-5 einige Chargen fehlerhafter Injektoren verbaut, deren Bohrungen nach kurzer Zeit verkoken und das Spritzbild dahingehend verändern, daß speziell beim Kaltstart der Ölfilm von den Zylinderwänden konstant "abgesprüht" wird. Und das macht selbst das beste Öl nicht lange mit ...

Die Symptome lauten dann nach wenigen TKM, daß es Kompressionsverlust an Zylindern, gebrochene Kolbenringe und ähnliche Nettigkeiten gibt ... da hilft dann nur noch ein neuer bzw. überholter Motor - Laufbuchsen lassen sich bei einer Open-Deck-Konstruktion nicht tauschen.

Die Verkokung an den Injektoren läßt sich teilweise durch Verwendung von qualitativ einwandfreiem Kraftstoff (ich fahre grundsätzliche ROZ98 statt ROZ95 und meide versiffte Tankstellen - auch Marken - wie die Pest) lindern ...

Zitat:

Original geschrieben von brainstormer

Bei den VR6-Motoren ist LL-Öl ja auch ein stets aktuelles Thema... siehe

www.a3quattro.de/index.php?page=Thread&postID=95230#post95230

Der Motor sieht ja furchtbar aus,als ob er seine 79000 km mit der Werksfüllung hinter sich gebracht hätte.

 

 

 

Zitat:

Und in jedem Vergleichstest schneiden VW/Audi/Seat/Skoda bei den Wartunsgkosten gut ab, weil sie diesen Longlife-Mist haben. Aber der Rest interessiert die Presse scheinbar wenig :kopfanwand: 

Die ganzen Modelle des Konzerns sind darauf ausgerichtet Tester und Neuwagenkäufer zu beeindrucken.

Wie "toll" die Autos auf lange Sicht sind zeigt sich dann in den Dauertests,bei denen sicher kein Auto läuft das einfach so durch die normale Endkontrolle ging.

 

@JeanLuc69

 

Zitat:

Liebe Leute ... die TPI beschäftigt sich ausschließlich mit Ölschlammbildung infolge unzureichender Qualität bei Kraftstoffen (z.B. bei No-Name-Billigtankstellen),

Wie definiert VW unzureichenden Kraftstoff? Die Kiste muß mit 08/15 Normsprit problemlos laufen und nicht auf mehrfach feinstgefilterten Sprit mit zig speziellen Additiven ausgelegt werden.

Aber es ist doch schon sehr seltsam das im Wesentlichen nur der VW-Konzern diese Probleme hat,denn die Injektoren werden auch bei anderen Herstellern verbaut.

Entweder hat VW die Abstimmung der Motoren auf diese sensible Technik nicht im Griff,haben sie konstruktive Probleme beim Motor an sich oder ist der ganze Longlifeschschrott daran doch nicht unschuldig das die dahinterstehende Technologie die diversen Parameter nicht ausreichend verarbeiten kann so das es vorkommt das nötige Ölwechsel zu lange rausgezogen werden,möglicherweise um Kunden nicht im Intervallen von 10000km oder weniger zu verärgern obwohl vom Fahrprofil ein solch kurzer Intervall dringend angeraten wäre.

Es bleibt also die Frage weswegen gerade der VW-Konzern seit vielen Jahren immer wieder mit der Schlammproblematik kämpft. Nur die Kunden oder der Sprit kann es nicht sein wenn das Problem seit wenigstens 20 Jahren mehr oder weniger häufig vorkommt.

Kennt jemand noch einen Konzern der verschlammte Motoren in diesem Ausmaß hat? Einhalten der Intervalle natürlich vorrausgesetzt. Oder sollte die Zusammenarbeit mit Castrol beim LL-Öl doch eher furchbar statt fruchtbar sein? Da sollte man wissen ob das Problem auch so auftritt wenn LL-Öle anderer Hersteller verwendet werden.

am 25. August 2010 um 5:52

Zitat:

Original geschrieben von Sir Donald

Wie definiert VW unzureichenden Kraftstoff? Die Kiste muß mit 08/15 Normsprit problemlos laufen und nicht auf mehrfach feinstgefilterten Sprit mit zig speziellen Additiven ausgelegt werden.

Darum geht es nicht - jedenfalls nicht um Benzin, welches die Anforderungen nach EN228 erfüllt. Ich beschäftige mich seit mehreren Jahren beruflich u.a. mit Tankstellentechnik und kann Dir daher versichern, daß die Technik auch an Markentankstellen durchaus für schlechte Treibstoffqualität sorgen kann - z.B. Wasser und Dreck in den Lagerbehältern, Rostpartikel, schlecht gewartete Zapfsäulen etc. pp. ... die Technik an den meisten Stationen ist mittlerweile deutlich über 20 Jahre alt.

Zitat:

Original geschrieben von Sir Donald

Aber es ist doch schon sehr seltsam das im Wesentlichen nur der VW-Konzern diese Probleme hat,denn die Injektoren werden auch bei anderen Herstellern verbaut.

Die zitierten Injektoren entstammten einer fehlerhaften Serie, die zwischen August und September 2009 verbaut wurde. Zudem verfügen die "downgesizten" Aggregate (also TSI/TFSI) angesichts der doch beträchtlichen Literleistungen bestimmt über weniger Sicherheitsmarge als so mancher klassisch konstruierte großvolumige Saugmotor.

Zitat:

Original geschrieben von Sir Donald

Entweder hat VW die Abstimmung der Motoren auf diese sensible Technik nicht im Griff,haben sie konstruktive Probleme beim Motor an sich oder ist der ganze Longlifeschschrott daran doch nicht unschuldig das die dahinterstehende Technologie die diversen Parameter nicht ausreichend verarbeiten kann so das es vorkommt das nötige Ölwechsel zu lange rausgezogen werden,möglicherweise um Kunden nicht im Intervallen von 10000km oder weniger zu verärgern obwohl vom Fahrprofil ein solch kurzer Intervall dringend angeraten wäre.

Es wäre völlig ausreichend, eine der thermischen Belastung angepasste Ölmenge zu verwenden ... beim Twincharger mit 115 PS/l z.B. 6 statt 3,75 Liter Öl mit einem entsprechend angepassten Filtervolumen. Aber da komnmt natürlich der Kunde bei jeder Inspektion ins Fluchen, wenn man alleine 150-180€ nur für Motoröl zahlen muß ...

Wie gesagt ... ich weiß, warum mein Motor alle 10000 km frisches Öl erhält und mein Wagen ausschließlich an neuen Tankstellen (Baujahr 2005 aufwärts) betankt wird ...

am 25. August 2010 um 6:10

Hallo ölige Gemeinde :)

kennt jemand dieses Öl:

masteroil v-tec Premium 0W-40 6 ltr.

(http://autoteile-guenstig-und-gut.de/.../...95f737d99b800e4a9d06a5f351)

Freigaben:

ACEA A3/B3, A3/B4;

API SM/CF;

VW 502 00 / VW 505 00

BMW Longlife-01

MB-Freigabe 229.3/229.5;

Porsche (außer Cayenne V6)

Vertrieben wird das Öl von Interparts Autoteile GmbH, Stuttgart/Deutschland.

6 Liter für 36,90 EUR (1 Liter somit gerde mal 6,60 EUR)

Laut Werbung soll es vollsynthetisch sein.

Leider kann ich kein Datenblatt finden und die Interparts habe ich im Netz auch nicht gefunden (also keine eigene Webpage)

 

Hab es beim stöbern in der MB229.5 gefunden.

Vielleicht kennt es ja jemand oder hat Erfahrungen damit gemacht.

Vollsynthetisch mit 229.5 für 6,6 EUR den Liter finde ich schon ganz gut.

Gruß Schmudi

EDIT: In der ebucht (de und ch) gibt es auch einige Angebote

Dürfte das Mitan (Alpine RS)/Pennasol (Hightec) Öl sein, welches unter diesem namen die Freigaben beantragt hat.

 

Ist bei der 229.5er Liste recht neu.

 

 

Zum Thema Ölschlamm

 

Mal ehrlich - welcher Neuwagenbesitzer kippt denn irgendwas in den Motor? Da hat doch jeder Angst wegen der Garantie auch nur irgendwas falsch zu machen. Und wo steht geschrieben, wo ich tanken soll? Also, wenn VW behauptet, der Sprit wär Schuld, dann müssen sie den Käufern aber auch sagen, welche Spritsorten / Marken "genehmigt sind.

Sch*** Einheitsöl - Benziner und Diesel haben eben einfach unterschiedliche Anforderungen. Und alles nur, weil irgendjemand mal auf die Idee kam, Traktormotoren in Autos einzubauen... ;)

Gruß,

Icke

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