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Welches Motoröl?

Themenstarteram 25. Januar 2004 um 18:12

Hallo,

würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?

Gruß Gorge

Beste Antwort im Thema
am 1. März 2004 um 23:20

Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.

Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.

Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.

Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:

Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!

Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.

Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.

Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.

Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(

Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.

Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.

Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.

Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.

Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.

Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:

"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:

http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf

Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:

"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:

http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html

Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)

Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.

Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.

Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.

Jetzt kommts:

Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.

Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"

Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!

Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.

Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.

Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!

Nochwas:

Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.

Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.

Übrigens:

Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.

Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.

Merke:

Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!

Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.

Und wenn jetzt der Einwand kommt:

„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.

Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)

Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“

Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.

Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!

Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)

Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.

Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)

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Das kann passieren... aber ich sagte ja FESTHALTEN!:)

am 11. August 2009 um 18:45

Zitat:

Original geschrieben von H.L.

 

Die Öltemperatur ist abhängig von der Drehzahl (Reibung) und der Last (Verlustwärme bei der Verbrennung). Beides summiert sich bei Vollgas auf der Autobahn auf bis zu 150°C. Der Öl-Wasser-Wärmetauscher befindet sich im Rücklauf des Kühlwassers vom Motor. Daher kann das Kühlwasser da auch schon recht warm sein z.B. 105°C. Folglich muss die Temperatur des Öls im Druckteil unter diesen Bedingungen auf jeden Fall deutlich über 100°C sein. Unter anderen Bedingungen, die häufiger zutreffen als Vollgas und permanent hohe Drehzahl kann die Öltemperatur auch niedriger sein.

Richtig ist,

der Öl-Kühlflüssigkeitswärmetauscher erwärmt erst und kühlt dann bei Bedarf das Motoröl.

Das kann er aber nur über ein Druckgefälle auf der Kühlflüssigkeitsseite.

Weil die 1-Stufige Wasserpumpe nur einen sehr geringen Druck erzeugt ist der Vorlaufschlauch des Wärmetauschers zwischen Wasserpumpe und Thermostat angeschlossen. Auf Grund seiner Baugröße und dem Temperaturgefälle kann dieser Wärmetauscher die Motoröl Vorlauftemperatur auch im Idealfall nur auf die Kühlwassertemperatur abkühlen. Hinzu kommen noch über die Betriebszeit Ablagerungen beidseitig auf den Austauschplatten. Ich denke, das viele Motore im Hochsommer nur über die ständig laufenden Ventilatoren der Klimaanlage thermisch überleben.

Aus diesen Gründen rüste ich immer einen 19-Reihigen Luft-Ölkühler nach und fahre gut damit.

Gruß

am 11. August 2009 um 19:00

Zitat:

Original geschrieben von Laurin-2008

 

Auf Grund seiner Baugröße und dem Temperaturgefälle kann dieser Wärmetauscher die Motoröl Vorlauftemperatur auch im Idealfall nur auf die Kühlwassertemperatur abkühlen.

...mal ganz unwissenschaftlich: willst du hier eigentlich alle verarschen????

Zitat:

Original geschrieben von Laurin-2008

 

Motor-Öltemperatur verändert die Ventilsteuerzeiten.

Auch aus diesem Grund wird die Öl-Vorlauftemperatur für Euro 4 und 5 auf 85°C geregelt.

Daraus resultiert ein optimales thermisches Fenster fürs Abgas und den Kraftstoff-Verbrauch.

Motoröltemperaturen über 100°C stammen aus der abgastechnischen Steinzeit

Bist du im wirklichen Leben CDUCSUSPD-Politiker?

am 11. August 2009 um 19:15

Zitat:

Original geschrieben von H.L.

[

Gleitlager werden nur dann beschädigt, wenn sie über längere Zeit zu wenig Öldruck bekommen. Für alles andere wie "Durchölung" nachdem Kaltstart gibt es auch in der Literatur nur Mutmaßungen, aber keine Erkenntnisse.

Viele der Zuverlässigen mit R6Zyl sind in sehr kalten Wintern mit mineralischem Motoröl verstorben.

Bedingt durch eine Konstruktion der Ansaugleitung, diese war ca. 1 Meter lang.

Ölwanne und Ölpumpe hatten zueinander die größte Entfernung.

Seit dieser Zeit gibt es genügend Messungen.

Leider sind diese Erkenntnisse meiner Ansicht nach nicht in die Auslegung der Sperrventile eingeflossen.

Auch die Schmierstoffhersteller werben für Ihre HC/PAO immer mit Zeit-Vergleich zu herkömmlichen also mineralischen Motorölen.

Es macht auch sonst keinen Sinn.

In Gleitlager wirkt dachte ich Hydrodynamik.

Dazu muß nur genügen Flüssigkeit in der Reibstelle sein.

Und Schmierstoffmenge bekomme ich beim Kaltstart über die Steigleitungen

nur bei geeigneter Viskositäten übern Öl-Druck ins Lager.

Gruß

Zitat:

Original geschrieben von Laurin-2008

Zitat:

Original geschrieben von Bee

Hi,

Vielleicht meint er die Öltemperatur im LL oder in der Wüste bei ausgeschaltetem Motor, oder eben bei einem Rentner in der Ölwanne (aber auch nur dort ;-)). Wenn ein Kolben mit Öl gekühlt wird, hat er (und das Öl dann auch) sicher über 100°C, sonst müste er ja nicht gekühlt werden, vom ATL bei Volllast mal ganz abgesehen. Da werden wieder Märchen verbreitet, dass einem ganz schwummrig wird.

Gruß

Micha

Extra für Dich habe ich noch mal die Datei angehängt.

Werte auf der linken Seite mit zusätzlicher Ölkühlung.

Werte auf der rechten Seite ohne Ölkühlung

Die Motoröltemperatur im Vorlauf resultiert aus Qzu – Qab.

Selbst bei einer Vorlauftemperatur von 85°C

wird die Kolbentemperatur je nach Drehzahl über 150°C liegen.

Bei Motore mit Turbolader kann die Öltemperatur in der Ölwanne

schon mal bei 135°C bis 150°C liegen. Nur über den Wärmetauscher

ereicht man erträgliche Viskositätswerte im Vorlauf.

Anscheinend hast Du die ganze Sachlage thermisch nicht verstanden.

Gruß

Ich bin zwar weder Ingenieur noch Chemiker oder sonstwie technisch qualifiziert, aber wenn ich Quellen bekomme, gehe ich diesen natürlich nach. Auf der angehängten Datei ist als Quelle www.vwcorrado.de angegeben. Die in der angehängten Datei zu sehende Abbildung mit den Temperaturen findet sich in der ursprünglichen Quelle ebenfalls - http://www.vwcorrado.de/t124_3_corrado_oeltemperatur.html

Dort ist mit KEINEM Wort etwas davon zu lesen, das die Zahlen in dieser schematisierten Motoransicht auf der linken Seite mit Ölkühlung und auf der rechten Seite ohne Ölkühlung seien. Meiner Ansicht nach wird hier unzulässig in eine Quelle etwas hineininterpretiert, was dort nicht vorhanden ist.

Ich vermute als Inhalt des Schemas viel mehr die Aussage, das die Temperaturen in den verschiedenen Bereichen eines Motor "von" "bis" gehen können. Auch wird hier von keinem speziellen Motor gesprochen. Weiterhin denke ich, ist folgendes Zitat aus obigem Link noch wichtig:

Zitat:

Falls durch einen zusätzliche Ölkühler die Öltemperatur dauerhaft auf z.B. 100 Grad Celsius begrenzt wird, kann dies auch Nachteile haben, da die Rückstände im Öl evtl. nicht mehr "verbrennen" können und dies einen höheren Motorverschleiß zu Folge haben kann !.

Das dort zu lesende Statement der Aral Forschung Schmierstoffe geht in diese Richtung:

Zitat:

In der ölwanne sollte die Dauertemperatur von ca. 150 °C nicht überschritten werden. Punktuell treten an verschiedenen Stellen im Motor höhere öltemperaturen auf, die dem öl kurzzeitig nicht schaden.

Moderne Motoren überschreiten im Allgemeinen nicht die Grenze von 130 °C im Sumpf der Ölwanne, da sie meist über eine geeignete Ölkühlung (Öl- / Wasserwärmetauscher) verfügen. Ist das Motoröl dauerhaft sehr hohen Temperaturen ausgesetzt, altert es frühzeitig und muss gewechselt werden. Vollsynthetische Öle, wie z.B. Aral SuperTronic 0W-40 sind für dauerhaft hohe Temperaturen besser geeignet als mineralölbasierende Öle.

Bei Verwendung von hochwertigen Motorölen wie Aral SuperTronic 0W-40 bedarf daher es keiner zusätzlichen Kühlung.

Mit der abgesenkten Temperatur auf beispielsweise 100 °C geht eine Erhöhung der Viskosität einher, die letztlich zu einem höheren Kraft- stoffverbrauch führt. Obgleich das Öl bei dieser Temperatur weniger oxydativ gestresst wird, hat das dennoch keinen Einfluss auf die vorgeschriebene Ölwechselfrist.

Daraus folgt, dass der Einbau eines zusätzlichen Ölkühlers überflüssig ist.

Bei einem meiner Motoren wird die Öltemperatur am Filterflansch gemessen - also unmittelbar, nachdem das Öl aus der Wanne gefördert wird. Selbst bei 30° Außentemperatur und Dauervollgas bzw. Drehzahlen jenseits der 5000 (mindestens 80km) steigt die Temperatur dort trotz lediglich 3,5 Liter Ölfüllmenge nicht über 130° - der Abgaskrümmer ist dann hellrot.(nein Gemisch ist nicht zu mager)

Da ich ausschließlich vollsynthetisches Öl verwende (5W-40 / 5W-50) sehe ich da keinerlei veranlassung eine Ölkühlung einzubauen (hab ne sehr schöne, verrippte Aluwanne mit 4,5 Liter Fassung liegen)

Es gibt sicher Motoren bei denen ein ÖLkühler oder Wärmetauscher notwendig ist .. sich er auch ev. bei Tuning... aber die meisten der 0815 PillePalle Massenautos mit Kowalski Massenmotoren brauchen das nicht ....die Hersteller hätten es sonst vorgesehen.. ja ja, die Verschwörung der Hersteller, ich weiß.. konstruktiv ist es sicher wesentlich schwieriger und kritischer einen Motor innerlich thermisch gesund auszulegen als die Öltemperatur niedrig zu halten.. also die Wärme von den Bauteilen wie Kolben und Ventile abzuführen und Wärmenester zu verhindern

100°C sind doch eine gesunde Temperatur... zu niedrig ist auch nix, aus verschiedenen Gründenmp

Ich war gerade 30km mit Tempo 180 und 5500 Umdrehungen unterwegs.. das war nicht Bodenblech aber kurz davor.. Öltemp am Filterflansch war max 105° ... warum sollte ich da einen Kühler einbauen ?

Zitat:

Original geschrieben von Jan0815

Eigentlich sollst Du die Folie (es hatte schon seinen Sinn, dass ich explizit Frischhaltefolie schrieb) straff über die Öffnung spannen... :rolleyes: - natürlich bei kaltem Motor.

Freilich gibt es dann keinen Showeffekt, den man verfilmen könnte. :D

Naja aber ich mach bestimmt nicht meinen kalten motor an um ihn nach 30sec wieder auszumachen ;) d.h. er war noch warm vom der Heimfahrt. Evtl versuch ich das nochmal vorm losfahren, blos ein Problem bleibt wie soll ich die folie festhalgten wenn ich den Zündschlüssel rumdreh?

P.S. Lasst uns doch unseren Spass und wer die Folie da rein bekommt der wird sie auch wieder rausbekommen, nur nicht im einem Stück ;)

Zitat:

Original geschrieben von Provaider

Naja aber ich mach bestimmt nicht meinen kalten motor an um ihn nach 30sec wieder auszumachen ;)

Richtig, mach das auf keinen Fall! Der verschleißbedingte, wirtschaftliche Schaden an dem Rasenmähermotor dürfte immerhin im niedrigen Microcent Bereich liegen.

Zitat:

Original geschrieben von Provaider

Evtl versuch ich das nochmal vorm losfahren, blos ein Problem bleibt wie soll ich die folie festhalgten wenn ich den Zündschlüssel rumdreh?

Jetzt fehlt Dir wohl noch der Hinweis, dass man das zu zweit macht!?

Hallo,

 

Zitat:

Original geschrieben von Jan0815

Zitat:

Original geschrieben von Provaider

Evtl versuch ich das nochmal vorm losfahren, blos ein Problem bleibt wie soll ich die folie festhalgten wenn ich den Zündschlüssel rumdreh?

Jetzt fehlt Dir wohl noch der Hinweis, dass man das zu zweit macht!?

Das ist jetzt nicht Dein ernst, oder? Da kommt dann bestimmt bald das Posting: "Gang war drin, Freund überfahren.", oder " Bei eingelegtem Rückwartsgang sind die Augen und Arme des Helfers nie lang genug."

Ich finde immer, dass eine hilfesuchende Person immer eine gewisse Schwelle an Eigeninitiative und grundlegendem Know-How überschreiten muss, damit es sinnvoll ist, zu helfen. Bring mal einem Elch das Autofahren bei, dann weisst Du, was ich meine. ;-)

Übrigens glaube ich, dass Laurin-2008 entweder unser Hightech-Autohandel ist, oder ein anderer ( ;-) ) BOT, der das Forum nur zumüllen will. Vielleicht kann einer der Admins das mal überprüfen.

Gruß

Micha

Nur nebenbei weil ich das gelesen habe :

" ... ... ich fahre einen Megane-II mit einen einfachen 1.6l Saugbenziner, 113PS ... "

Ich habe vorher zwei Meganes mit diesem Motor gefahren. Könnte ich diesen mit meinem jetztigen TSI tauschen würde ich es mir ernsthaft überlegen ...

Bei beiden nach 100 000 km vielleicht 0,25 Liter Ölverbrauch bei 12000 km Jahresleistung. Dabei immer mit 10W40 gefahren - also kein Spitzenöl.

Bei den insgesamt 4 Renaults mit der gleichen Motorbaureihe nie nennenswerten Ölverbrauch.

Das war ein qualitativer Absturz danach bei meinem Golf 4. Er ist jetzt verschrottet dank Prämie. War auch gut so.

Motoren kann Renault schon bauen. Ob das der TSI so hält was er verspricht - da habe ich mittlerweile schon meine Zweifel.

Gruß Ugolf

Zitat:

Original geschrieben von Ugolf

Bei den insgesamt 4 Renaults mit der gleichen Motorbaureihe nie nennenswerten Ölverbrauch.

Ist ja auch die Regel. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis, Familie etc. werden alle möglichen Fahrzeugmarken gefahren und komischerweise ist Ölverbrauch bei einigermassen aktuellen Fahrzeugen nie ein Thema. Ausser bei VAG Kisten. Schon komisch.

am 12. August 2009 um 13:19

Zitat:

Original geschrieben von Bee

@flyngirl:

Du hast geschrieben: "Temperaturdifferenzen werden in "Kelvin" K angegeben. "Grad Celsius" °C ist die Maßeinheit der Temperatur."

Der Satz ist eindeutig. Wenn Du andere Einheiten als "Kelvin" zulassen würdest, hättest Du z.B. "z.B." schreiben müssen.

Welche Farbe hat mein Auto wohl, wenn ich schreibe: "Ich habe ein schwarzes Auto." ? Gehst Du dann davon aus, dass es mehrere Farben hat und eine davon schwarz ist?

Und die von Dir zitierte DIN: Naja, die hättest Du besser vorher durchgelesen, dann wäre Dir der Satz "... "Grad Celsius" °C ist die Maßeinheit der Temperatur."" nicht so leicht ins Forum gerutscht ;-)

Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Nach alter Schwätzertradition muss man sich nur ungenau genug ausdrücken, um im Nachhinein alles hineininterpretieren zu können und die Aussage wieder "geradezubiegen". Es gibt ein paar Eigenschaften/Verhaltensweisen, die ich mir von manchem Politiker, Bankchef etc. nicht abschauen würde. ;-)

Ich halte mich bei meinen Ausführungen an die Empfehlung der DIN, darum muss ich auch nichts anders schreiben als ich es getan habe. Dein Beispiel ist auch falsch gewählt und die Fakten verdreht und so auch nicht mit der Ausgangssituation vergleichbar, es dient dir nur um scheinbare Fakten für deine Suggestion zu generieren, die du in meinem post nicht findest. Altbekanntes Verhalten bei Faktenmangel, ziemlich miese Masche und nicht gerade originell dazu. Aber ich greife dein Beispiel gern auf um deinen Unsinn mal zu verdeutlichen:

Du schreibst du hast ein schwarzes Auto. Schwarz ist in dem Fall die empfohlene Bezeichnung der DIN 5033 (exakt RAL 9005) . Daneben müsste es noch eine weitere, nicht empfohlene, ersatzweise Bezeichnung für Schwarz geben. Gibt es aber nicht, ist also schon mal Blödsinn im Denkansatz. Erfinden wir mal ein archaisches (altes) Wort für Schwarz, sagen wir mal (das franz.) Noir. Nun kommst du daher und müsstest nach deiner Logik sagen "ich habe ein Auto z.B. in schwarz" :D Sag mal bist du noch ganz knusper? :D

Dein Resümee ist wirklich bestens auf dich selbst gemünzt: Nach alter Schwätzertradition muss man nur Wörter in Statements von Anderen hinein suggerieren, um sich aus einem inneren Zwang heraus in verleumdnerischer Art und Weise den Schlaubischlumpf herauskehren zu müssen. Daher gehe ich wohl richtig in der Annahme, das du Ing. der FH bist ;)

am 12. August 2009 um 13:47

Zitat:

Original geschrieben von raupi9

Zitat:

Original geschrieben von Ugolf

Bei den insgesamt 4 Renaults mit der gleichen Motorbaureihe nie nennenswerten Ölverbrauch.

Ist ja auch die Regel. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis, Familie etc. werden alle möglichen Fahrzeugmarken gefahren und komischerweise ist Ölverbrauch bei einigermassen aktuellen Fahrzeugen nie ein Thema. Ausser bei VAG Kisten. Schon komisch.

Hat denn wirklich jemand mit aktuellen "VAG-Kisten" ein Problem mit dem Ölverbrauch???

Warten wir mal ab!

Zumindest ist der TSI-Motor wieder ein Eisengußblock und nicht wie früher Alu.

Aber ganz geheuer ist mir der Motor trotzdem nicht. Ist einfach viel Vertrauen verspielt worden in der Vergangenheit.

Die Motorrasselei beim Kaltstart wie im Forum schon ausführlich beklagt beruhigt mich da auch nicht gerade.

Kann es einfach nicht glauben daß das "Stand der Technik" sein soll.

Zitat:

Original geschrieben von lmclehmann

Zitat:

Original geschrieben von raupi9

 

Ist ja auch die Regel. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis, Familie etc. werden alle möglichen Fahrzeugmarken gefahren und komischerweise ist Ölverbrauch bei einigermassen aktuellen Fahrzeugen nie ein Thema. Ausser bei VAG Kisten. Schon komisch.

Hat denn wirklich jemand mit aktuellen "VAG-Kisten" ein Problem mit dem Ölverbrauch???

Bei uns in der Familie laufen aktuell 3 neue VW - Golf 5 GTI, Golf 6 TSI 122 PS, Golf 6 TSI 160 PS. Davor waren diverse Golf 5 im Einsatz TSI, FSI - und bei KEINEM war dort Nachfüllbedarf vor Intervallende bzw. vor Fahrzeugverkauf, das waren zwar geringe Laufleitungen, aber innerhalb von 8.000km fehlte null - klingt irgendwie anders als die sonstigen Horrörchen...504/50700 Öle natürlich (Castrol soweit ich weiß)

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