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Welches Motoröl?

Themenstarteram 25. Januar 2004 um 18:12

Hallo,

würd mal wissen wollen, was das beste Motoröl ist? Welche Erfahrungen habt ihr im Bezug auf Motoröl gemacht?

Gruß Gorge

Beste Antwort im Thema
am 1. März 2004 um 23:20

Also ich bin mal vor vielen Jahren einen alten Opel Rekord meines Bruders gefahren, der hatte die 100.000er Grenze längst überschritten. Als ich Öl nachkippen wollte, konnte ich vor lauter Siff die Gleitflächen der Nockenwellen kaum noch erkennen. Um meinem Bruder, bzw. seinem Wagen was Gutes zu tun, habe ich an der Tanke irgendein Vollsynthese-Zeugs gekauft und einen halben Liter reingeleert. Der Wagen lief daraufhin weicher und leiser. Ein paar Wochen später schraubte ich wieder den Öleinfülldeckel auf - und siehe da, die Nockenwellen waren so sauber, als ob der Motor fabrikneu wäre. Die Additive in diesem halben Liter Öl hatten gereicht, um alle Ablagerungen zu lösen.

Seitdem schwöre ich auf Vollsynthetik.

Meine Favoriten: Mobil 1, Shell Helix Ultra, Aral Supertronic und Total Quartz 9000, und zwar jeweils in der Visko-Klasse 0W-40 bzw. 5W-40.

Aber Achtung, nicht jedes Vollsynthetische ist gut:

Ich hab mal den Fehler gemacht, Poweroil aus dem Baumarkt zu kaufen, weils so schön billig war und hab damit einen Ölwechsel bei meinem damaligen Auto (Fiat Panda) gemacht. Obwohl vollsynthetisch, bildeten sich schwarze Schlieren im Öl als Vorläufer von Schwarzschlamm!

Das war mir eine Lehre, beim Öl spart man immer am falschen Ende.

Die Vorteile von Vollsyntheseöl liegen darin, dass es langlebiger ist als Mineralöl, seine guten Qualitäten länger behält, auch in Extremsituationen.

Diese Qualitäten wären z.B. eine bessere und schnellere Schmierwirkung, bessere Reinigungswirkung, besserer Oxidationsschutz des Motors vor aggressiven Säuren, die bei der Verbrennung entstehen und vieles mehr. Die Mehrkosten bei der Anschaffung haben sich manchmal innerhalb eines Ölwechselinvertalls amortisiert, da der Ölverbrauch geringer ist und man meist kein Öl nachfüllen muss zwischen den Ölwechsel.

Ich kenne einen, dessen Wagen soff 1 Liter Öl auf 1000 km, d. h. bis zu seinem Ölwechsel bei 15.000 km hat er 15 Liter Öl nachgekippt. Hauptsache, billiges Öl. Die Umwelt dankt! :-(

Ich konnte ihn nicht davon überzeugen, mal was anderes als 15W-40 zu probieren, weil das in seinem Handbuch stand. Und da stand auch, dass bis zu einem Liter pro 1000 Km normal sind. Also hat er fleissig nachgekippt. Manchen ist eben nicht zu helfen.

Um auch mal gleich mit ein paar weitverbreiteten Irrtümern aufzuräumen, sei noch erwähnt, dass man sehr wohl vollsynthetisches mit mineralischem Öl mischen kann, genauso wie verschiedene API- oder ACEA-Spezifikationen und auch verschiedene Viskositätsklassen. Ebenso stimmt es nicht, dass man bei Motoren nach einer gewissen Zeit nicht mehr von mineralisch auf vollsynthetisch umsteigen kann.

Wichtigtuer setzen eine Menge Hoaxes diesbezüglich in Umlauf, dahingehend, dass Motoren dann reihenweise an verstopften Ölleitungen eingehen oder sturzbachmässig das Öl verlieren, weil sich Dichtungen in Nichts auflösen, etc.

Naja, wer es glauben mag... der wird dann wahrscheinlich auch voller Dankbarkeit gute Bewertungen abgeben. Only bad news are good news.

Teilsynthetischen Ölen traue ich allein schon deswegen nicht über den Weg, weil sich rein theoretisch jedes Mineralöl, in dem sich auch nur ein einziger Tropfen Vollsynthetisches Öl befindet, teilsynthetisch nennen darf. Wie gross der jeweilige Anteil ist, steht nämlich wohlweisslich nirgends. Das riecht mir sehr nach Bauernfängerei.

Zu den API- und ACEA-Klassifikationen nur so viel: Ich halte sie für korrupt. Eine API-, genauso wie eine ACEA-Klassifikation ist käuflich. Beim American Petroleum Institiut z.B. bekommt man für 600 $ + Umsatzbeteiligung am Ölverkauf die Klassifikation verkauft. Zitat:

"Die Schmierstoffhersteller prüfen in Eigenverantwortung (Selbstzertifizierung) Ihre Produkte ab. Eine Listung bei API ist gegen Bezahlung entsprechender Lizenzgebühren (min. 600$ + Umsatzbeteiligung) möglich, und erlaubt die Nutzung des API-„Donut“. Eine Überprüfung der Schmierstoffqualität durch API wird im Unterschied zu den meisten Fahrzeugherstellerfreigaben aber nicht durchgeführt!", nachzulesen hier:

http://www.transalp.de/.../KFZ_schmierstoffe.pdf

Selbst die Schmierstoffhersteller machen kein Geheimnis daraus:

"Die Auslobung der API- und ACEA-Klassifikationen erfolgt weitestgehend in einem sogenannten Selbstzertifizierungssystem. Dem Schmierstoffhersteller wird es dabei selbst überlassen, die in eigener Regie durchgeführten Teste auszuloben.", nachzulesen hier:

http://www.castrol.de/.../m_klassifikation_3.html

Das erklärt auch, wie Billigsvollsynthesetöle (z.B. Poweroil aus dem Baumarkt) zu ihren API SL-Qualifikationen kommen.* (Fortsetzung im 2. Teil)

Eins vorneweg: Ich bin kein reicher Snob, sondern fahre jetzt eine 13 Jahre alte Klapperkiste (Citroen BX 16), gekauft vom Schrotthändler, doch mit 2 Jahren TÜV - und solange sollte das Teil noch halten. Dennoch, oder gerade deswegen, habe ich mal Mobil 1 ausprobiert.

Aber der Reihe nach: Der Motor hatte beim Kauf schon über 157.000 KM und die rabenschwarze Brühe tropfte kaum noch vom Ölmessstab, so sehr war sie eingedickt.

Also als erstes Öl gewechselt. Dazu kaufte ich für 22 € das LiquiMoly 10W-40 (Finger weg!) im 5 Literkanister. Der Motor klapperte ab und zu, und schon nach 5000 KM hatte sich am Öleinfülldeckel eine helle, wachsartige Schicht gebildet.

Jetzt kommts:

Da ich nach 5000 KM eh Öl nachfüllen musste und die freie Tankstelle dieses Mobil 1 (0W-40) für 12,50 € in der Literdose anbot, welches ich kurz vorher bei Esso für 19 € nochwas gesehen hatte, griff ich kurzentschlossen zu und kippte einen Liter in den Motor, um ihm was Gutes zu tun.

Was dann geschah, hat mich zuerst erschrocken: Auf dem Nachhauseweg qualmte mein Auto so stark aus dem Auspuff, dass ich dachte: "Na klasse, jetzt wird das gute teure Öl einfach verbrannt, vielleicht war es doch zu dünn?"

Aber am nächsten Tag hat sich das Qualmen nach dem Warmfahren gelegt und mir fiel auch auf, dass der Motor gar nicht mehr klapperte. Und je länger ich fuhr, umso weicher schien der Motor zu laufen. Nach ein paar Wochen öffnete ich den Öleinfülldeckel - und siehe da: Die helle, wachsartige Schicht war weg!

Das würde auch das kurzzeitige Qualmen erklären: Die Additive in dem guten Öl haben die Ablagerungen aufgelöst und diese wurden verbrannt.

Das Öl hat mich voll überzeugt: Der Motor läuft leiser, der Ölverbrauch hat abgenommen (vorher 1 Liter auf 5000 KM, jetzt nur noch ca. ein viertel Liter auf die gleiche Entfernung), ich schone somit die Umwelt und meinen Geldbeutel und meinen Motor.

Und das lediglich durch das Auffüllen von nur einem Liter Mobil 1! Wers nicht glaubt, solls ausprobieren!

Nochwas:

Vor dieser Mobil 1-Ölkur lief mein Wagen mit Müh und Not 170 km/h, obwohl 176 km/h im Brief stehen, jetzt jedoch fast 180! Ich erkläre mir das dadurch, dass die Kolbenringe in der Kolbennut mit Ölkohle verbacken waren, was zu schlechter Kompression und somit Leistungsverlust führte, die Additive in dem guten Öl die Ölkohle jedoch auflösten, die Kolbenringe dadurch frei wurden und nun zur Zylinderwandung hin wieder richtig abdichten. Fazit: Mehr Leistung und geringerer Ölverbrauch.

Was viele Motorölzusätze nur versprechen: Dieses Motoröl hält es.

Übrigens:

Mobil 1 (0W-40) ist Erstbefüllöl bei Porsche, Aston Martin und AMG! Lasst euch also nicht kirre machen von Leuten, die Bedenken haben, dass bei so einem dünnen Öl der Schmierfilm reissen könnte.

Ebenso gehört ins Reich der Fabeln, dass man bei einem Motor mit hoher Laufleistung kein vollsynt. Öl benutzen sollte, wegen evtl. Verstopfung von Ölkanälen durch losgelöste Ablagerungen. Die gute Dispergierwirkung bewirkt eine Feinstverteilung, welche die Fremdstoffe in Schwebe hält und somit besteht diese Gefahr nicht. Ansonsten wäre Mobil (US-Firma) in den USA längst im Zuge von Schadensersatzprozessen Pleite gegangen.

Merke:

Kein Auto geht an zu gutem Öl kaputt, sondern an zu schlechtem – und kein Auto hat zu viele Kilometer, um ihm gutes Öl zu gönnen!

Im Gegenteil, je mehr Kilometer auf der Uhr stehen, umso nötiger ist gutes Öl, umso dankbarer reagiert der Motor darauf. Da kann das gute Motoröl dann zeigen, was in ihm steckt.

Und wenn jetzt der Einwand kommt:

„Aber im Handbuch meines alten Golf, meines Ford Granada, meines Opel Rekord, meines sonstwas steht doch 15W-40!!“, dann soll sich derjenige bitte mal daran erinnern, ob es damals, als diese Autos konstruiert wurden, es überhaupt 0W-40er Öle gab. Was es damals nicht gab, kann logischerweise auch nicht im Handbuch stehen! Das ist so, als würde ein Arzt es ablehnen, moderne Arzneimittel zu verschreiben, weil es zu Zeiten seines Studiums diese nicht gab.

Was ich auch nicht mehr hören kann, sind die gutgemeinten Ratschläge einiger selbsternannter Spezialisten: „Bleib einfach bei dem Öl, das vorher drin war“ (und wenn’s die letzte Brühe war…)

Ich jedenfalls habe es mir abgewöhnt, mit solch ewiggestrigen Zeitgenossen zu diskutieren, die nach dem Motto zu gehen scheinen: „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht!“

Natürlich ist es diesen auch ein Gräuel, Vollsynthetiköl mit Mineralöl zu mischen, 10W-40er mit 0W-40er, verschiedene Güteklassen, etc.

Tja, was soll ich sagen, die scheinen ein ideologisches Problem damit zu haben, so in etwa: Nurr rrasserreines Öl darrf in meinem Motorr sein, jawollja!!!

Nun gut, ich glaube, ich schweife etwas ab... ;-)

Fakt ist, alle Motoröle sind miteinander mischbar, und Fakt ist, dass beim Auffüllen mit besserem Öl sich die Qualität verbessert und beim Mischen mit schlechterem Öl sich verschlechtert. Klar, eine komplette Füllung mit besserem Öl ist das Optimum. Aber in meinem Fall ist das eh nicht nötig, denn ich fahre keinen Aston-Martin Sportwagen, sondern eine alte Franzosenschaukel.

Und dafür reichen die Additive, die in einem Liter Mobil 1 drin sind. Und dafür reicht auch mein Geldbeutel.** (-->)

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am 25. Februar 2009 um 18:51

Hi,

 

kommt mal bitte aller wieder auf ein normales Level runter. Um euch die Auszeit einfacher zu machen, bleibt hier erstmal eine Weile zu, damit sich einige mal etwas abkühlen können.

 

MfG

globalwalker

am 25. Februar 2009 um 20:04

Zitat:

Original geschrieben von Bee

 

@Schmudi:und zwar spätestens dann, wenn man alle Unzulänglichkeiten, die in der Simulation erkannt wurden, beseitigt hat.

eine 100%ige Simulation gibt es nicht. Ich denke, dass wolltest Du uns auch damit mitteilen.

Zitat:

Früher dachten die Menschen auch, die Welt sei eine Scheibe......

Sag bloß, dass bezweifelst Du. Die Erde ist eine Scheibe, und wer sein Auto zu gut schmiert, der schmiert am Rand eben ab

:D:D:D

Gruß

Schmudi

am 25. Februar 2009 um 20:12

Zitat:

Original geschrieben von sidney71

Zitat:

Original geschrieben von Schmudi

Vergleich der Daten verschiedener Motorenöle

Hier dei neueste Version (1.2).

Gruß Schmudi

Moin.

Schöne Liste, aber warum hat in der Liste das M1 0W40 keine VW Freigaben? Laut der Mobil Webseite hat es die 50200 und die 50500. Auf meinen Gebinden, die ich noch hier habe, war da auch noch die 50301 freigegeben.

Gruß

Sidney71

Tippfehler, sorry

am 25. Februar 2009 um 20:48

Neue Version der Vergleichsliste

Werde die Tage noch die nötigen "Schönheitsoperationen" machen.

Also, wer noch ein Öl in der Liste sehen möchte oder Verbesserungsvorschläge hat, bitte melde Dich!

Ich bedanke mich bei:

Frau Sandra Stohrer

Frau Sina Astor

Herr Oliver Nießen

Herr Reinhard Höhne

Boris

Volker

die mir so tatkräftige Unterstützung gegeben haben.

Gruß

Schmudi

Gute Öle bestehen vielleicht die Prüfstandtests noch ausreichend, aber die besseren darunter bewähren sich darüber hinaus auch unter ungünstigsten Betriebsbedingungen in der Praxis.

 

Über diese besseren Öle diskutieren wir hier (nunmehr bereits seit 1070 Seiten), falls das der ein oder andere hier immer noch nicht verinnerlicht hat ;)

 

Noch etwas Lesestoff

zur Wirkung unterschiedlicher Betriebsbedingungen

http://motorlexikon.de/?I=5161&R=O

 

zum Heißbetrieb

http://motorlexikon.de/?I=5163&R=O

 

zum Kaltbetrieb

http://motorlexikon.de/?I=5164&R=O

 

Immerhin scheint hier ein plötzlicher Sinneswandel stattgefunden zu haben, wenn vollsynth. Öle wie das M1 in "Allerweltsmotoren" -in Abhängigkeit der konkreten Betriebsbedingungen- für sinnvoller gehalten werden, als in so mancher Luxuskarosse. Manchmal dauert es halt etwas länger...

 

Zitat:

Original geschrieben von Schmudi

Neue Version der Vergleichsliste

 

Werde die Tage noch die nötigen "Schönheitsoperationen" machen.

Also, wer noch ein Öl in der Liste sehen möchte, bitte melde Dich!

 

Gruß

Schmudi

Da fallen mir gleich mehrere ein

 

1. typisches VW 504.00/507.00 (LL-III) Castrol Edge 5W-30

2. High Star 5W-40

3. typisches BMW LL-04 / MB 229.51 Castrol Edge Formula RS 0W-40

 

edit: 2. und 3. (der Aral-Klon vom Castrol) sind bereits drin

am 25. Februar 2009 um 20:58

Zur Frage welches Motoröl im Audi Q7 V12 TDI.

Hierzu die Antwort der Kundenbetreuung von Audi:

Zitat:

Sehr geehrter Herr xxx,

vielen Dank fuer Ihre Anfrage zum Motoroel beim Audi Q7 V12 TDI.

Gerne geben wir Ihnen naehere Informationen zur Verwendung von Motoroel.

Wegen unterschiedlicher Einsatzbedingungen sind die Anforderungen an die Beschaffenheit und das Leistungsvermoegen der Motoroele

vielfaeltig. So legen einerseits Spezifikationen Mindestanforderungen an die Qualitaet der Motoroele fest, andererseits fordert

die AUDI AG zusaetzliche Nachweise fuer die Leistungsfaehigkeit eines Motoroels.

Die fuer den jeweiligen Motor gueltige Motoroelspezifikation sind unter den Technischen Daten der Betriebsanleitung des

jeweiligen Fahrzeuges zu finden. Da auch Motoroele staendig weiterentwickelt werden, entsprechen die Angaben in der

Betriebsanleitung dem Stand der jeweiligen Drucklegung.

Aktuell empfehlen wir fuer einen Audi Q7 mit Dieselmotor das Motoroel VW 507 00.

Unsere Audi Partner werden durch das Werk stets ueber Veraenderungen informiert. Daher empfehlen wir Ihnen, im konkreten Fall

einen Audi Vertragspartner zu kontaktieren.

Sehr geehrter Herr xxx, gerne sind auch wir bei weiteren Fragen wieder fuer Sie da.

Freundliche Gruesse aus Ingolstadt

 

i. V. Martina Schrems i. V. Johann Lutz

AUDI AG

85045 Ingolstadt

Tel. +49 (0) 800 2834 7378423

Fax. +49 (0) 800 329 26 2834

mailto:kundenbetreuung@audi.de

http://www.audi.com

[...]

Das wären z.B. folgende Öle:

* Castrol Edge VW SAE 5W/30

* Fuchs Titan GT1 Longlife III 5W/30 Motorenöl

* Mobil 1 ESP Formula SAE 5W/30 Motorenöl

* Pennasol Longlife III SAE 5W/30

* Fit + Safe (FS) Long 5w-30

Gruß Schmudi

PS: Den Disclaimer habe ich weggelassen, ansonsten Orginalantwort.

am 26. Februar 2009 um 0:57

Zitat:

Original geschrieben von jw61

Gute Öle bestehen vielleicht die Prüfstandtests noch ausreichend, aber die besseren darunter bewähren sich darüber hinaus auch unter ungünstigsten Betriebsbedingungen in der Praxis.

Die ACEA-Prüfläufe testen auch ungünstige Betriebsbedingungen. Oder wie interpretierst Du die geschilderten Test-Parameter? Bei hohen Anforderungen spielt nur eine Rolle, ob ein Öl sie erfüllt. Eher sinnlos ist, wenn darüber hinaus für eine Leistung gezahlt werden soll, die in der Praxis nicht gebraucht wird.

Natürlich kann man im WWW nicht überprüfen, ob jemand in seinem Job wirklich Prüfmotoren nach 200 Stunden auseinandernimmt. Aber wenn die Angabe stimmt und so jemand schreibt, Motoren seien nach einem 200-Stunden-Test auch mit Vollsynth-Öl am Ende, und Öle außerhalb der Spezifikation seien nichts als teuer, dann sollte man diese Aussage wenigstens mal überdenken. (Vorsichtshalber nochmal der Link dazu ).

Zitat:

Immerhin scheint hier ein plötzlicher Sinneswandel stattgefunden zu haben, wenn vollsynth. Öle wie das M1 in "Allerweltsmotoren" -in Abhängigkeit der konkreten Betriebsbedingungen- für sinnvoller gehalten werden, als in so mancher Luxuskarosse.

Bei wem stellst Du denn hier einen plötzlichen Sinneswandel fest? Hier vertreten mehrere Leute seit Jahren den Standpunkt, dass es auf die konkreten Betriebsbedingungen bei der Ölauswahl ankommt. Einen Sinneswandel gibt es eher bei der bisher dominierenden Ansicht "Mobil 1 in fast allen Lebenslagen, und alles wird gut." Da hat sich inzwischen herausgestellt, dass das M1 eher ein Nischenprodukt ist, das nur wenige Anwender wirklich zu ihrem Vorteil nutzen können und für die sich der Mehrpreis vielleicht und hoffentlich lohnt.

Vorausgesetzt, man bezieht den Preis in seine Erwägungen bei der Ölauswahl mit ein.

Original geschrieben von Schmudi

Zitat:

Das lasse ich hier nicht gelten. Geld spielt keine Rolex :D

Was sagt Dein Chauffeur dazu, wenn er mit dem Ölwechsel fertig ist?

Gruß, W. Dohl

 

Zitat:

Original geschrieben von W. Dohl

Die ACEA-Prüfläufe testen auch ungünstige Betriebsbedingungen.

Natürlich tun Sie das. Und die Hersteller verschärfen diese Tests noch mit ihren hauseigenen, die dann bekanntlich zu den Freigaben führen. Und dennoch reicht es in vielen Fällen nicht. Verdreckte Motoren sind nicht selten, sogar bei scheckheftgepflegten Fahrzeugen.

Könnte diese Erkenntnis zu gewissen Schlussfolgerungen anregen?

Zitat:

Original geschrieben von W. Dohl

 

Natürlich kann man im WWW nicht überprüfen, ob jemand in seinem Job wirklich Prüfmotoren nach 200 Stunden auseinandernimmt. Aber wenn die Angabe stimmt und so jemand schreibt, Motoren seien nach einem 200-Stunden-Test auch mit Vollsynth-Öl am Ende, und Öle außerhalb der Spezifikation seien nichts als teuer, dann sollte man diese Aussage wenigstens mal überdenken.

Stimmt, überprüfen kann man das nicht. Aber was ist das für ein Test, in dem der Motor 200 h mit Vollast läuft? Und führt der Schreiber hier "0W..." als Qualitätskriterium auf, oder wie interpretiert man das?

Zitat:

Original geschrieben von W. Dohl

Zitat:

Immerhin scheint hier ein plötzlicher Sinneswandel stattgefunden zu haben, wenn vollsynth. Öle wie das M1 in "Allerweltsmotoren" -in Abhängigkeit der konkreten Betriebsbedingungen- für sinnvoller gehalten werden, als in so mancher Luxuskarosse.

Bei wem stellst Du denn hier einen plötzlichen Sinneswandel fest?

Den hab ich hier auch schon belustigt festgestellt.

Ich verrate aber nicht, bei wem.

Zitat:

Original geschrieben von W. Dohl

Hier vertreten mehrere Leute seit Jahren den Standpunkt, dass es auf die konkreten Betriebsbedingungen bei der Ölauswahl ankommt. Einen Sinneswandel gibt es eher bei der bisher dominierenden Ansicht "Mobil 1 in fast allen Lebenslagen, und alles wird gut." Da hat sich inzwischen herausgestellt, dass das M1 eher ein Nischenprodukt ist, das nur wenige Anwender wirklich zu ihrem Vorteil nutzen können und für die sich der Mehrpreis vielleicht und hoffentlich lohnt.

Vorausgesetzt, man bezieht den Preis in seine Erwägungen bei der Ölauswahl mit ein.

Und nun wird wieder über einen Mehrpreis beim Ölwechsel diskutiert, für den es noch nicht mal einen Satz Scheibenwischer gibt...:rolleyes:

Und nein, es muss nicht immer M1 sein. Dennoch sollte man sein Motoröl lieber "zu gut", als "zu schlecht" wählen. Im ersten Fall hat man ein paar lächerliche Euro aus dem Fenster geworfen, im zweiten Fall sitzt man auf vermeidbaren Reparaturkosten in nicht ganz so lächerlicher Höhe. Und die von manchen Herstellern vorgeschrieben Öle haben sich nun mal als "zu schlecht" erwiesen.

Übrigens fällt mir bei diesem Onlinetool von Lubrizol (sofern man dem trauen darf) auf, dass sich z.B. die Anforderung der A3/B4 für das Jahr 2008 drastisch verschärft haben. Schien also nötig gewesen zu sein, oder?

Die Ölangaben der HErsteller ist für mich einer der größeren Schwachsinne dieser Zeit... natürlich sind die Öle im Motor A anders beöastet als in Motor B .. aber bis auf wenige Ausnahmen bewegt sich meiner Meinung nach in Alltagsmotoren alles im gewissen Rahmen. Man könnte also durchaus mit einigen wenigen aber sehr hochwertigen Ölen bzw Anforderungen einen großen Teil der Motoren aller Hersteller abdecken... oder meint Ihr ein Öl daß für einen Audi TT mit Turbo Benziner gut geeignet ist, deckt nicht die Anforderungen des 1.2er Polos ab, oder bekommt ein V6 TDI Ölschlamm davon, beim Mercedes 2.0 Litere laufen die Nockenwellen ein ? Ist doch quatsch.. .ebenso wird das Öl nach BMW Low SAPS Vorschrift nicht bei Opel den Rußfilter nach 10.000km verstopfen.

Einfach nur lächerlich finde ich die Viskositätsvorschriften.... nur weil ein Öl x eine andere Visko hat, bekommt es eine Freigabe nicht.. auch wenn es alle anderen Anforderungen 100x besser macht als das Öl Y. Die Lachplatte Longlife mit niedrigen TBN und entsprechend niedriger Additivierung, aber dafür hohem Ölverbrauch um die Intzervalle zu erreichen ( Frischöl), rundet das ganze ab

Das Ölchaos das gerade auf dem Markt herrscht hat bestimmt nur einen grund: GELD.. wer allerdings daran verdient ist mir nicht so ganz klar... wieviel Tonnen, Stück oder Liter muß ein Ölhersteller produzieren damit es sich rechnet ? Das Chaos rechnet sich doch für niemand... schaut mal in den Zubehörladen wieviele Öldosen da rumgammeln weil sie niemand kauft..

Ich mach das Theater jedenfalls nicht mit und fülle schon seit Jahren das in die Autos was meiner Meinung nach für den jeweiligen Einsatz das beste ist .. regelmäßig gewechselt treten überhaupt keine Probleme auf.

Letzte Woche habe ich als Mietwagen einen Ford C-Max... in der Anleitung wurde ein 5W-30 mit diesen k omischen Ford Normen und abgesenkter HTHS vorgeschrieben..darunter in Fett daß in Ausnahmefällen wenn nix anderes zu Hand auch ein 5W-40 gem ACEA A3/B3, verwendet werden können... allerdings sei dann uU mit Problemen wie Startproblemen, stark erhöhrter Öl und Spritverbrauch und Laufgeräusche zu rechnen.. allein diese Aussage zeigt doch daß die Verantwortlichen bei den Herstellern Null, aber auch wirklich Null Ahnung haben, wovon sie reden

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