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Welchen Motor kann man heute überhaupt noch kaufen?
Diese Frage stelle ich mir gerade.....
Alle Motoren heutzutage sind sehr komplex geworden. In der Motorenentwicklung erkauft man sich einen Vorteil wiederum mit etlichen anderen Nachteilen. Hinzu kommen so selten dämliche Fehlkonstruktionen (z.B. TFSI) und Qualitätsprobleme (wenn wir beim VW Konzern bleiben: Steuerkette).
Heutige Motoren:
Direkteinspritzer haben Probleme mit der Verkokung und der erhöhten Feinstaubbelastung. Infolgedessen müssen Partikelfilter und andere Filtersysteme verbaut werden. Überhaupt sind die Motoren allgemein komplexer geworden..... Turbo, das AGR braucht auch seine Kühlung, bei Dieseln backen sich die Glühkerzen gerne fest. Bei der erhöhten Komplexität steigt natürlich auch die Fehleranfälligkeit und Reparaturen können sehr aufwändig und teuer werden. Überhaupt habe ich den Eindruck, dass nicht selten Motoren schon nach 50000km Probleme machen und viele nicht mal 150000km durchhalten.
Wenn ich mir heutzutage also ein halbwegs aktuelles Auto kaufe, gibt es da überhaupt noch Motoren, die empfehlenswert sind?
Beste Antwort im Thema
Zitat:
@augenauf schrieb am 23. März 2019 um 15:33:44 Uhr:
....................
Bei der erhöhten Komplexität steigt natürlich auch die Fehleranfälligkeit und Reparaturen können sehr aufwändig und teuer werden. Überhaupt habe ich den Eindruck, dass nicht selten Motoren schon nach 50000km Probleme machen und viele nicht mal 150000km durchhalten.
Wenn ich mir heutzutage also ein halbwegs aktuelles Auto kaufe, gibt es da überhaupt noch Motoren, die empfehlenswert sind?
Meine Erfahrung nach über 35 Jahren Autofahren mit weit mehr als 1 Million absolvierten Kilometern ist ein ganz anderer Eindruck:
- VW Käfer erlitt 1975 Motortod bei 125 tsd km
- Fiat 127 hatte 1976 kapitalen Kolbenfresser bei 95 tsd km
- Audi 50 GL hatte 1979 ab 70 tsd km 3x verschlissene Zylinderkopfdichtung und soff 1 l Öl auf 1000 km
- Passat GL verbrannte mit 110 tsd km auch 1 l Öl und litt unter Kompressionsverlust, daher Verkauf 1981
- Mazda RX7 hatte bei 90 tsd km Ölkühler durchgeschmort und Auspuffanlage gerisen; also 1984 verkauft
- Talbot Samba in 1983 neu gekauft, bekam mit 70 tsd Austauschmotor u. war 1991 durchgerostet
- Ford Sierra war 8 Jahren nach EZ an tragenden Teilen durchgerostet u. Lenkung defekt; 1992 Schrott
- Audi 100 CC hielt ohne Motorrevision 160 tsd km, dann aber 1995 wegen Getriebeschaden verkauft
- Volvo 850 20V lief problemlos 120 tsd km; dann durch Unfall 1998 geschrottet
- Volvo V70 2.5T absolvierte ohne jeden größeren Reparaturaufwand 170 tsd km; 2004 verkauft
- Volvo V70 T5 lief bei mir problemlos 190 tsd km u. fährt heute noch mit ca. 230 tsd in Nachbarschaft
- BMW 330d XD mit EZ 7/2014 hat 70 tsd km runter und war 2x zum Service, sonst war nichts
Der Audi A3 1.4 TFSI meines Schwagers wurde kürzlich nach 9 Jahren mit 140 tsd km verkauft; es gab bis dahin keine größeren Reparaturen
Mein Sohn fuhr bis zur Auswanderung 5 Jahre einen MINI Cooper mit Direkteinspritzung, der dann mit 140 tsd km verkauft wurde. Der hatte auch nichts außer normalem Verschleiß.
Bis vor 10 Jahren mussten die meisten Fahrzeuge 1x jährlich zur Inspektion mit Ölwechsel. Heute reicht oft ein Ölwechsel alle 30 tsd KM/2Jahre und eine große Inspektion ist z.B. bei meinem 3er BMW erst nach 3 Jahren fällig.
Daher vertrete ich die Meinung, die Fehlerfreiheit und die Haltbarkeit der Motoren und Nebenagregate von PKW ist markenübergreifend generell über die letzten 10 -15 Jahre immer zuverlässiger und besser geworden, wobei das natürlich nur gilt, wenn die Werksvorgaben zur Wartung eingehalten werden und es - wie auch früher schon - immer Ausreißer ("Montags"-Modelle) geben kann .
Nur all zu oft gilt heute leider "Geiz ist geil" und es wird an der Wartung gespart und statt z.B den Zahnriemen für 500-600 € gemäß Vorgabe nach 160 tsd km wechseln zu lassen, macht man lieber einen auf dicke Hose und wundert sich beim Riss des Riemens über einen Motorschaden.
.... aber manche meinen ja auch, dass selbst die Zukunft früher besser war:D.
Bei mir stand vor ein paar Monaten auch mal wieder ein PKW-Kauf an. Als empfehlenswert habe ich mir nach Rücksprache mit meinem langjährigen Spezl, der auch meine Young-/OldDaimler wartet und als Kfz-Ingenieur sowie Wekstattleiter einiges von neuen Fahrzeugen versteht, einen Audi A1 mit dem 1.4 TFSI-Motor (125 PS) zugelegt. Dieser 4-Zylindermotor wird ohne große Veränderungen schon 6 Jahre vom VAG Konzern in diversen Modellen verbaut und gilt, trotz Direkteinspritzung u. sanfter Turboaufladung, nicht nur als sparsam, sondern auch langlebig. Laufleistungen ohne Mortorrevision von > 200 tsd km sollen bei ihm keine Seltenheit sein.
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1169 Antworten
Ja das ist natürlich klar.
Der Motor ist prinzipiell identisch auch als Dreizylinder in der FAAR (Frontantriebs Architektur) von BMW zu finden,
hier heißt der Motor B38 und läuft auf der Plattform UKL-2 im neuen 1er.
You get what you pay for.
Der 1er, X1, X2 und 2er GranCoupe basieren auf FAAR und müssen klar von der CLAR (Cluster Architecture) des 3er-8er abgegrenzt werden. Gerade bei den Preisen vom neuen 2er tut BMW das nicht wirklich so klar. Da sollte man gleich einen 3er bestellen oder beim 1er bleiben um sinnvoll Geld zu sparen.
Die Qualität im neuen 1er ist definitiv gut und passend, vor allem im Vergleich zur Konkurrenz. Man darf halt nicht zu direkt mit höherwertigen BMWs vergleichen, hier steht man schnell fest, dass kein 8HP Automatikgetriebe verbaut ist.
Grundsätzlich war hier die Frage nach den besten Motoren die der Markt zu bieten hat.
Ich glaube, der B48TÜ1 ist aktuell der beste Motor, den man sich anschaffen kann.
Keine anderer Hersteller konnte mich mehr überzeugen. Die Kombination aus Agilität und aber auf Wunsch die hohe Effizienz sind genau das was ich gesucht habe. Einen Sportlichen Motor zu bauen, der aber nicht effizient kann, findet man bei vielen Herstellern.
Alfa Romeo Giulia 2.0 Turbo 280ps
2 Liter , 8 Gang Wandler , Allrad
10,5 l/100km Normale Fahrweise
7,0 l/100km Sparsame Fahrweise
Grundpreis 52.000€
Audi A4 45 TFSI Quattro 245ps
2 Liter , 7 Gang DSG , Allrad
8,4 normal
6,4 sparsam
46.200€
BMW 330i 258ps
2 Liter , 8 Gang Wandler , Heck
8,0 normal
6,0 sparsam
44.750€
Jaguar XE P250
2 Liter , 8 Gang Wandler , Heck
9,4 normal
6,6 sparsam
44.390€
VW Arteon 2.0 TSI 4Motion 280ps
2 Liter , 7 Gang DSG , Allrad
8,9 normal
6,5 sparsam
53.055€
Für mich war der BMW klarer Sieger im Vergleich zu den Konzepten der Marktbegleiter.
Das herumrührende DSG in der Preisklasse halte ich für einen schlechten Witz... es braucht einfach viel zu lange beim Schalten.
Zitat:
@myinfo schrieb am 21. Februar 2020 um 12:57:04 Uhr:
Und noch eine Frage an alle in die Runde:
Welcher 2 Liter Benzinmotor ist aktuell der Beste auf der Straße?
Nach meinen Recherchen im Bekannten- und Freundeskreis wäre dies der aktuelle 2 Liter BMW-Motor, den es in verschieden Leistungstufen gibt.
Der BMW Motor ist doch ein stinknormaler Direkteinspritzer Turbo. Typische Papierwert Ableser Mentalität den gut zu finden. Der Durschnittsdeutsche beurteilt Motoren rein nach dem 0-100 km/h Wert, der Höchstgeschwindigkeit und dem Drehmomentwert.
Der beste 2.0er ist der 2.0 Hybrid von Toyota. Saugmotor mit dualer Einspritzung in Kombination mit Planetengetriebe und Elektromotor. Haltbarer geht es nicht.
Der 2.5er ist noch besser (praktisch selber Verbrauch bei mehr Leistung).
Stinknormaler Direkteinspritzer... da wird Deutsche Ingenieursarbeit mal wieder unwissend schlechtgeredet...
- Abgaskrümmer und Turbolader jetzt im Zylinderkopf integriert, dadurch verbesserte Strömungsdynamik der AGR
- Zylinderkopf getrennt von Kurbelgehäuse kühlbar, dadurch gezieltes Wärmemanagement und Motor schneller auf Betriebstemperatur
- Kraftstoffpumpe und Injektoren überarbeitet, anstatt 200bar wird mit 350bar eingespritzt. Dadurch optimierte Verbrennung und deutliche Reduktion von Partikel Emissionen.
- Verbesserte Geometrie und Akustik der Kurbelwelle
- Leichtbauweise spart 8 kg im B48 TÜ1
- 400nm liegen bereits bei 1550rpm an, werden bis 4400rpm gehalten, was eine angenehme Kraft im Drehzahlkeller bringt, die man so früh nur aus großvolumigen Saugern oder Bi-Turbos kennt
- 258ps verfügbar schon ab 5000rpm
Der Camry ist in der Tat ein solides Auto.
Mit einem Spritverbrauch von 6,3 l / 100km ziemlich knausrig mit dem schwarzen Gold.
Wie du auch, halte ich 0-100 Werte für eher unwichtig.
Ich finde es aber sehr wichtig zu wissen, wie lange ein ein Überholvorgang von 60 - 100 km/h dauert.
Der Camry bewältigt das in 4,9 Sekunden und 218ps
Ein Ford Mustang 5.0 V8 mit 421ps braucht von 60 auf 100 nur 3,5 Sekunden.
Der 330i ( B48TÜ1 @258ps ) macht den Überholvorgang in 3,1 Sekunden.
Dass der Camry gefühlt doppelt so lange braucht um zu überholen war aber nicht das KO Kriterium für mich, allerdings war es die Bedienung, das Infotainment System und die Assistenzsysteme.
Jetzt muss sich nur noch die Haltbarkeit beweisen.
Zitat:
@Christian-320d schrieb am 21. Februar 2020 um 21:28:07 Uhr:
Der Camry bewältigt das in 4,9 Sekunden und 218ps
Ein Ford Mustang 5.0 V8 mit 421ps braucht von 60 auf 100 nur 3,5 Sekunden.
Das ist Unsinn.
Der Mustang ist schneller. Außerdem gibt es die 421 PS Version schon lange nicht mehr.
Und der Camry Hybrid wurde selbst von der Autobild, bei der Toyota Hybride schlechtere Messwerte haben als in Tests in allen anderen Ländern (wers nicht glaubt kann gerne selbst vergleichen), mit 4,2 sec angegeben.
Zitat:
@Christian-320d schrieb am 21. Februar 2020 um 19:03:22 Uhr:
Ja das ist natürlich klar.
Der Motor ist prinzipiell identisch auch als Dreizylinder in der FAAR (Frontantriebs Architektur) von BMW zu finden,
hier heißt der Motor B38 und läuft auf der Plattform UKL-2 im neuen 1er.
You get what you pay for.
Der 1er, X1, X2 und 2er GranCoupe basieren auf FAAR und müssen klar von der CLAR (Cluster Architecture) des 3er-8er abgegrenzt werden. Gerade bei den Preisen vom neuen 2er tut BMW das nicht wirklich so klar. Da sollte man gleich einen 3er bestellen oder beim 1er bleiben um sinnvoll Geld zu sparen.
Die Qualität im neuen 1er ist definitiv gut und passend, vor allem im Vergleich zur Konkurrenz. Man darf halt nicht zu direkt mit höherwertigen BMWs vergleichen, hier steht man schnell fest, dass kein 8HP Automatikgetriebe verbaut ist.
Grundsätzlich war hier die Frage nach den besten Motoren die der Markt zu bieten hat.
Ich glaube, der B48TÜ1 ist aktuell der beste Motor, den man sich anschaffen kann.
Keine anderer Hersteller konnte mich mehr überzeugen. Die Kombination aus Agilität und aber auf Wunsch die hohe Effizienz sind genau das was ich gesucht habe. Einen Sportlichen Motor zu bauen, der aber nicht effizient kann, findet man bei vielen Herstellern.
Alfa Romeo Giulia 2.0 Turbo 280ps
2 Liter , 8 Gang Wandler , Allrad
10,5 l/100km Normale Fahrweise
7,0 l/100km Sparsame Fahrweise
Grundpreis 52.000€
Audi A4 45 TFSI Quattro 245ps
2 Liter , 7 Gang DSG , Allrad
8,4 normal
6,4 sparsam
46.200€
BMW 330i 258ps
2 Liter , 8 Gang Wandler , Heck
8,0 normal
6,0 sparsam
44.750€
Jaguar XE P250
2 Liter , 8 Gang Wandler , Heck
9,4 normal
6,6 sparsam
44.390€
VW Arteon 2.0 TSI 4Motion 280ps
2 Liter , 7 Gang DSG , Allrad
8,9 normal
6,5 sparsam
53.055€
Für mich war der BMW klarer Sieger im Vergleich zu den Konzepten der Marktbegleiter.
Das herumrührende DSG in der Preisklasse halte ich für einen schlechten Witz... es braucht einfach viel zu lange beim Schalten.
Performance Preis Sieger absolut BMW
http://www.zeperfs.com/en/match6552-8071-7651-8304-6753-6700.htm
Ups wo kommt der Civic her :D
den gibt es ab 2020 jetzt auch als Sport Line falls jemand interesse hat in einem schönen grau und hat nicht mehr den radikalen Spoiler drauf. Lässt sich im Komfort Modus auch wie ne Limo fahren und hat 9,6 Liter Verbrauch im Schnitt mit seinen 320PS ;-) Der Motor kann bei Bedarf 660Nm und über 500PS problemlos mit Upgrade-Lader der originale macht ~450 sowas und 600Nm mit...
Facelift Front und Heck
Flacherspoiler hinten
graue Felgen
Handschalter :-D
Zitat:
@Christian-320d schrieb am 21. Februar 2020 um 21:28:07 Uhr:
Stinknormaler Direkteinspritzer... da wird Deutsche Ingenieursarbeit mal wieder unwissend schlechtgeredet...
- Abgaskrümmer und Turbolader jetzt im Zylinderkopf integriert, dadurch verbesserte Strömungsdynamik der AGR
- Zylinderkopf getrennt von Kurbelgehäuse kühlbar, dadurch gezieltes Wärmemanagement und Motor schneller auf Betriebstemperatur
- Kraftstoffpumpe und Injektoren überarbeitet, anstatt 200bar wird mit 350bar eingespritzt. Dadurch optimierte Verbrennung und deutliche Reduktion von Partikel Emissionen.
- Verbesserte Geometrie und Akustik der Kurbelwelle
- Leichtbauweise spart 8 kg im B48 TÜ1
- 400nm liegen bereits bei 1550rpm an, werden bis 4400rpm gehalten, was eine angenehme Kraft im Drehzahlkeller bringt, die man so früh nur aus großvolumigen Saugern oder Bi-Turbos kennt
- 258ps verfügbar schon ab 5000rpm
Der Camry ist in der Tat ein solides Auto.
Mit einem Spritverbrauch von 6,3 l / 100km ziemlich knausrig mit dem schwarzen Gold.
Wie du auch, halte ich 0-100 Werte für eher unwichtig.
Ich finde es aber sehr wichtig zu wissen, wie lange ein ein Überholvorgang von 60 - 100 km/h dauert.
Der Camry bewältigt das in 4,9 Sekunden und 218ps
Ein Ford Mustang 5.0 V8 mit 421ps braucht von 60 auf 100 nur 3,5 Sekunden.
Der 330i ( B48TÜ1 @258ps ) macht den Überholvorgang in 3,1 Sekunden.
Dass der Camry gefühlt doppelt so lange braucht um zu überholen war aber nicht das KO Kriterium für mich, allerdings war es die Bedienung, das Infotainment System und die Assistenzsysteme.
http://www.zeperfs.com/en/match5921-8020.htm
80-120 km/h
camry 5,4
mustang 2,9 steht hier
trotzdem cooler wert des camrys boostet die Hybrid Energie aus dem Akku?!
80-120 nicht mit 60-100 verwechseln, zudem ist der Messevorgang auch nicht ganz unwichtig.
Also doch, ein stinknormaler DI nach Stand der Technik.
Was du da an Features aufzählst, ist zum Teil wischiwaschi ("Kurbelwelle verbessert"), zum Teil ein Runterbeten von nüchternen technischen Daten (PS, kg, Nm), zum Teil Stand der Technik (getrennte Kühlkreisläufe) und manche Sachen sehe ich aus Sicht der Reparierbarkeit hochkritisch (Krümmer/ZK/Turbo ein Teil).
Zudem liegt der Augenmerk hier eigentlich auf Haltbarkeit/Zuverlässigkeit und darüber verliert dein Werbevortrag kein Wort. Und angesichts dessen ist das Argument Reparaturfähigkeit ein starkes Contraargument im Sinne dieses Threads.
Gilt nebenbei im Wesentlichen auch für die Hondawerbung hier...
Meine persönliche, unpopuläre Meinung: Lieber bin ich an der Ampel halt nicht der erste, habe dafür aber einen Motor, der hält (Wozu 258PS in einer Mittelklasselimousine?).
Und um einen halben Liter Mehrverbrauch sowohl finanziell als auch umweltbilanziell den Hasen zu geben (mehr ist es selten, wenn man mal auf Spritmonitor schaut und realistisch ähnliche Fahrzeugkonzepte mit unterschiedlichen Motoren vergleicht), darf wirklich nicht viel kaputt gehen.
Und damit sind wir schon wieder bei einer möglichen Lösung "was nicht dran ist, geht auch nicht kaputt" und landen bei einem Saugmotor mit Saugrohreinspritzung, so "langweilig" das auch ist.
Und selbst dann steckst nicht drin, spiele ich mit offenen Karten. Hab mir den Motor meines Wagens nach genau diesen Kriterien ausgewählt, und der hält scheinbar auch - dafür hatte nach 16000km das manuelle Getriebe die erste Garantieparatur durch... Tjoar... :-P
Da hast du schon recht, die Frage ist immer: Wie haltbar ist der Antrieb heutzutage ?
Hier hat sich viel geändert - zum schlechten. Das betrifft aber alle Hersteller, denn Abgasrückführung ist notwendig und verdreckt den Motor.
Direkteinspritzung erhöht die Effizienz, aber auch zulasten der Sauberkeit im Motor
Konstruiert der Hersteller hier irgendetwas falsch - wie zum Beispiel die bekannten Audi Motoren, welche Öl fressen ohne Ende - schaut der Kunde nach der Garantiezeit in die Röhre.
Das sind aber Probleme die sich abmildern lassen, durch gute Fähigkeiten der Ingenieure und aber auch richtige Handhabe der Kunden.
Muss es wirklich sein, dass man über 300 Betriebsstunden mit seinem Motoröl fährt? Hier reichert sich Dreck und Kraftstoff an.
Welches Öl wird eingefüllt... verursacht es Schmutz beim Verbrennen, wodurch der Partikelfilter früher dicht sein wird?
Welche Treibstoffqualität bekommt der Motor - Direkteinspritzer können Drecksäue sein
Warmfahren und Kaltfahren ist gerade für den Turbolader wichtig, aber auch für den Motorblock wenn man einfach auf der Autobahn von 200kmh aufm Parkplatz fährt und abstellt
Der letzte Absatz liest sich wie Werbung für ein E-Fahrzeug.
Die Realität ist, dass Elektromotoren viel haltbarer sind (sein können) als Verbrennungsmotoren.
Das hat nichts mit Werbung zu tun. Elektromotoren sind keine Raketenwissenschaft, sondern total einfach zu bauen.
Die Entwicklung geht daher immer nur in Richtung Akku, denn beim Elektromotor gibts nicht viel zu entwickeln.
Ob die Fahrzeuge tatsächlich so haltbar sein werden, wird sich zeigen. Ich kann mir gut vorstellen, dass die ersten Fahrzeug Generationen sehr Robust sein werden, aber nach und nach geplante Obsoleszenz eingebaut wird.
Andernfalls sterben uns reihenweise die Werkstätten weg.
Wie war das noch gleich mit den Tesla's und der "ausversehen" misslungenen Programmierung bezüglich logging.
Sobald /var voll läuft, tauschen sie die Hardware :D das ist komplett lächerlich!
Zum Verständnis: Wer schmeißt denn seinen Computer weg, nur weil C:\ voll läuft (Und das, weil das OS die Platte mit Logs voll schreibt, lol)
Klar ist das ganze auch immer eine Frage von Behandlung und Pflege, damit hast du viel selbst in der Hand.
Ich denke jetzt aber mal in Richtung 200tkm und mehr, also außerhalb der Spezifikationen, wonach BMW offensichtlich Autos baut. Kannste pflegen wie du willst, in dem Alter kommt halt irgendwann mal der Turbo oder der Krümmer, wenn's dumm läuft. Das ist bei jedem konventionellen Aufbau schon hart am wirtschaftlichen Totalschaden, aber wenn dann der ZK mitkommt (mit Einbau bei allem Geraffel inklusive getriebeseitiger Steuerkette, was den Ausbau des Motors bei so einem Defekt bedeutet!) kannste den Klumpatsch endgültig wegwerfen.
Zitat:
@RenaultGrandScenic schrieb am 22. Februar 2020 um 10:43:22 Uhr:
Der letzte Absatz liest sich wie Werbung für ein E-Fahrzeug.
Meinste mich damit? Tja, aber leider so passiert, nachlesbar im Subaru-Forum. Wird einfach Pech gewesen sein, aber dennoch...
Ich hab nichts gegen ein Elektroauto. Und würde es eines geben, das meinen Kriterien an ein Auto entspricht (hohe Reichweite/Langstreckentauglichkeit, Kurzstrecke egal, Anschaffung und Unterhalt bezahlbar, groooßer Kofferraum, Waldwegetauglichkeit), würde ich auch das kaufen. War schon beim Verbrenner schwierig, mal gucken wie es dann aussieht, wenn da irgendwann mal ein Nachfolger fällig ist. Bin aber optimistisch :)
(Mechanische) Zuverlässigkeit ist beim E-Auto zumindest prinzipbedingt wahrscheinlicher, wenn man das ganze nicht wieder totspart, ich erinnere an "was nicht dran ist, geht auch nicht kaputt".
Zu dem Bug: Geht/ginge prinzipiell problemlos auch mit dem Steuergerät eines Verbrenners... ;)
Zitat:
@raphrav schrieb am 22. Februar 2020 um 09:38:01 Uhr:
Also doch, ein stinknormaler DI nach Stand der Technik.
Was du da an Features aufzählst, ist zum Teil wischiwaschi ("Kurbelwelle verbessert"), zum Teil ein Runterbeten von nüchternen technischen Daten (PS, kg, Nm), zum Teil Stand der Technik (getrennte Kühlkreisläufe) und manche Sachen sehe ich aus Sicht der Reparierbarkeit hochkritisch (Krümmer/ZK/Turbo ein Teil).
Der in den Kopf integrierte bzw. wärmetechnisch angeflanschte Krümmer war übrigens bereits vor über 10 Jahren in den ersten 2.0 TFSI bei VW drin. Wesentlicher Vorteil - wenn du den heißen lader abstellst, der verkokt nimmer so sehr sein Öl an den Lagern des Turbos. "Nicht kaltfahren" ist somit nicht mehr so wichtig wie "früher". Die 350 bar Einspritztechnik haben viele aktuelle DIs und ist im Wesentlichen den seit Euro-6 auch bei Benzinern reduzierten Partikeln geschuldet. Partikel dadurch zu unterdrücken, in dem man die einspritztechnisch bestmöglich vermeidet ist halt billiger als ein "OPF" (BASF Entwicklung/Patente).
Was übrigens bei Ottos der aktuelle Stand der Technik ist - Atkinson/Miller Cycle mit Verdichtung von 12-13:1 beim Benziner. Haben zur Zeit nur wenige. Und dann Zylinderabschaltung, weil das beim kilometerfressen mit wenig Leistungsbedarf (130 km/h konstant sind kaum 30PS) schlicht "Last" und damit Wirkungsgrad auf die verbleibenden Brennkammern bringt.