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Welche Antriebsvariante für Zugbetrieb am unbefestigten Hang?

Subaru
Themenstarteram 10. Juli 2016 um 0:56

Hallo,

ich benötige ein Fahrzeug mit dem ich einen Anhänger (zGM 1200kg) bei mir den Garten (Rasen/Wiese) hochziehen kann. Die Steigung beträgt ungefähr 4%. Die ersten 3 m sind es allerdings ca.20%, gefolgt von einer 90° Kurve.

Meines Erachtens scheidet wegen der 90°-Biegung ein zuschaltbarer Allrad (z.B. Suzuki Grand Vitara, o.ä.) aus, da ich nicht jedes mal den Rasen neu einsäen will. Da das Auto günstig sein soll (ca. Bj. 1998-2004) ist Subaru in die engere Auswahl gefallen (Forester, Legacy, Outback).

Welche Antriebsvariante ist für mein Vorhaben besser geeignet, auch im Hinblick auf Materialbelastung (z.B. Kupplung, Getriebe, Rasenschonung)?

--> Schaltgetriebe mit Untersetzung

--> Automatikgetriebe mit mehr Pferdchen

--> vielleicht etwas völlig anderes..... (Marke, Modell)

Über hilfreiche Tipps oder Erfahrungsberichte würde ich mich sehr freuen.

Gruß anderer-Nerd

P.S. Ein Traktor scheidet leider aus, da ich keinen geeigneten Unterstellplatz habe und der nächste Steinbruch 15km entfernt ist (Fahrtzeit). Wenn ich nur 700kg hochziehen kann wäre das auch ok - besser als 10x mit dem Schubkarren. Ob 8l oder 12l/100km ist nebensächlich, denn aus einem Benziner kommen ohnehin nur "gute" Abgase. ;)

10 Antworten

Du brauchst keinen Traktor – Subarus sind "Traktoren mit Autobahneignung in Edelkarossen".

Ich fahre „nur“ einen 2-ltr. Legacy mit 137 PS, permanentem Allradantrieb und zuschaltbarer Untersetzungsstufe. Um diese Möglichkeit war ich vor ein paar Wochen heilfroh, als mich ein Freund gefragt hatte, ob ich einen 2-to-Anhänger ziehen würde, der hoffnungslos mit seinem Betonabbruch überladenen war - geschätzt 50% mehr Gewicht als zulässig, weil die Räder des Anhängers sich „erbärmlich durchgebogen“ haben. Es sollte zur Deponie gehen, zu der es sogar ein kurzes Stück eine Steigung hochgeht.

Erst habe ich gezögert, weil wir auch noch zu viert im Auto gesessen waren und ich dachte: „Das schafft der Motor nie.“ Aber dann wollte ich es wissen, denn vorher hatte ich noch keinen Anlass zu einem Trip mit den Untersetzungsstufen. Mit unserem ehemaligen A6 Automatikgetriebe mit 160 PS hätte ich das wohl selbst im Lastgang nicht genommen, denn da wären die Räder durchgedreht.

Tja – ich wollte es zunächst selbst nicht glauben, aber der Wagen hat sich bravourös gezeigt:

Den Schalthebel der Untersetzung hochgezogen und den ersten Gang rein – das bringt subjektiv gefühlt doppeltes Drehmoment. Zwar auch nur halbes Tempo, aber durch den Allradantrieb direkt vergleichbar mit Nachbars Traktor: Ohne durchdrehende Räder zwar langsam, aber komplett durchgriffsstark angefahren, dann in den 2., 3., und 4. Gang ganz normal hochgeschaltet, später sogar 5 Gang. Speziell das Anfahren mit Last am Hang ist eine wahre Freude, denn man kann ganz feinfühlig die Drehzahl der Räder mit dem Gaspedal steuern und nichts dreht durch, die ganze Kraft steht einfach nur als griffige Zugleistung zur Verfügung. Ob das auch noch mit abgelutschten Reifen so wäre, weiß ich nicht, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass damit ein Rasen leiden würde. Die Halme richten sich wieder auf und damit gut.

Moin,

 

würde Dir einen Handschalter mit Untersetzung empfehlen, der Bericht des Vorposters stellt deren Nutzen eindrucksvoll dar.

Mit Automatik verliert man durch den Wandler zu viel Drehmoment.

 

 

Gruß

Andre

Themenstarteram 10. Juli 2016 um 14:01

Danke für den ausführlichen Erfahrungsbericht und eure Empfehlungen.

Das hat mir sehr weitergeholfen.

Gruß anderer-Nerd

Wer Hänger rumschleppt und dann noch bergauf , warum soll der mit Handschalter besser sein? Wegen dem Untersetzungsgetriebe? Ich hatte schon beides. Und Hänger ziehen ist mit Automatik was sehr feines. Kein dummes Kupplungsschleifen, easy rangieren. Mein Acker ist recht sumpfig und hat ne ordentliche Steigung und hatte noch nie Probleme, ich Schleif da meinen 1,5to Kipper hoch wie nichts, und ich lade immer ordentlich.

Alle meine Bekannten die immer auf Schalter standen, all die fahren mittlerweile Automatik, wegen dem einfachen rangieren.

Themenstarteram 10. Juli 2016 um 21:25

Hallo omibock1973,

was das Rangieren und (Lang-)Strecke fahren angeht hat ein Automatik sicherlich Vorteile. Vor ein paar Jahren bin ich den Omega A 2.6 Automatik mit Hänger gefahren und empfand es auch als sehr angenehm.

Mein aktuelles Problem ist vor allem, dass ich keinen Schwung holen kann, da ich gleich "abbiegen" muss, um Nachbars Zaun nicht zu demolieren. Ich muss also aus dem Stand, möglichst ohne durchdrehende Räder und ohne jedesmal eine (Automatik-)Kupplung zu verrauchen an der unbefestigten Steigung losfahren können.

Und da stellte sich mir die Frage, ob es mit Schaltgetriebe und Untersetzung oder mit Automatik und evtl. mehr PS besser zu realisieren ist.

Wenn ich genug Geld hätte, würde ich mir tatsächlich zwei Autos kaufen und einen Vergleichstest starten. Leider ist das Geld ein limitierender Faktor.

Gruß

anderer-Nerd

Tatra 813 Koloss.

Sollte reichen.

Nein ganz im Ernst, bei einem Handschalter mit LR stinkt dann schnell die Kupplung, war bei meinem Forester SG öfter mal der Fall und ob diese rahmenlosen PKW das ewig durchhalten, wage ich zu bezweifeln.

Auch wenn die alten Subarus eine Menge aushalten.

Tag,

also mein Acker geht von der Straße aus mit einem 90° Knick gleich steil nach oben - habe auch nie Schwung.

Die Automatik + Allrad im Subaru sind super.

Bei mir rutscht manchmal kurz ein Vorderrad durch und schon geht alles nach hinten auf die Achse - TOP

Und als kleiner Tipp (wenn ich denn einen abgeben darf):

Nimm einen 3.0R Outback - ich brauch 1-1,5L mehr wie mit dem 2,5L BE/BH Outback Schalter, viel mehr Leistung, Steuer ist er nicht teurer und in der Versicherung auch nicht! Wenn mann eine weile Sucht - dann kann man einen günstigen Wagen finden meinen hab ich für 6000€ bekommen - mit 103tkm und nem Steuerkettenschaden (Spanner war hin) - ich hab anteilig 600€ Reparatur bezahlt. Wenn ich im Netz manchmal schaue - dann finde ich Autos mit 170tkm für 10000€

Und der 3.0R ist echt toll zu fahren

Zitat:

@omibock1973 schrieb am 11. Juli 2016 um 07:21:28 Uhr:

...

Die Automatik + Allrad im Subaru sind super.

Bei mir rutscht manchmal kurz ein Vorderrad durch und schon geht alles nach hinten auf die Achse - TOP

Und als kleiner Tipp (wenn ich denn einen abgeben darf):

Nimm einen 3.0R Outback - ich brauch 1-1,5L mehr wie mit dem 2,5L BE/BH Outback Schalter, viel mehr Leistung, Steuer ist er nicht teurer und in der Versicherung auch nicht! Wenn mann eine weile Sucht - dann kann man einen günstigen Wagen finden meinen hab ich für 6000€ bekommen - mit 103tkm und nem Steuerkettenschaden (Spanner war hin) - ich hab anteilig 600€ Reparatur bezahlt. Wenn ich im Netz manchmal schaue - dann finde ich Autos mit 170tkm für 10000€

Und der 3.0R ist echt toll zu fahren

Genau der wäre auch mein Tipp gewesen (hatte selbst einen und habe ihn auch unter widrigen Bedingungen im Zugbetrieb genutzt).

Vor dem 3,0R hatte ich einen 2,5i MT mit Untersetzung - auch erstaunlich gut, aber erste Wahl sollte der 3,0R sein.

Zitat:

Ich muss also aus dem Stand, möglichst ohne durchdrehende Räder und ohne jedesmal eine (Automatik-)Kupplung zu verrauchen an der unbefestigten Steigung losfahren können.

Für dieses Vorhaben würd' ich ebenfalls einen Outback mit (Wandler-)Automatik empfehlen. Durch den Wandler ist ein Geländegang überflüssig. Eine Kupplung die man schonen muß gibt es nicht. Der Outback ist mit einer Temperaturwarnung für den Wandler ausgestattet, falls man es doch übertreibt.

Ich habe ein Auffahrt (~15% Steigung) wo ich vor dem Tor auf dessen Öffnen warten muß. Von dort kann ich ohne Probleme selbst bei vereistem Schnee ohne viel Schlupf anfahren (allerdings habe ich das noch nie mit Hänger probiert). Mit meinem CX-7 (auch Allrad, aber Handschalter) war dies nicht ohne weiteres möglich, da man die Kupplung bei weitem nicht so genau dosieren kann.

Man kann so sehr sanft auft rutschigem Untergrund anfahren, wesentlich besser als man es mit Kupplung je könnte. Meiner Einschätzung nach sollte auch der 2.5i kein Problem damit haben, aber wenn der 3.0R vom Unterhalt bis auf den Sprit nicht teurer kommt, darf's auch ruhig dieser sein.

Grüße,

Zeph

Zitat:

@tchibomann schrieb am 10. Juli 2016 um 10:31:41 Uhr:

Mit Automatik verliert man durch den Wandler zu viel Drehmoment.

Ganz im Gegenteil. Ein Wandler führt zu einer Drehmomentsteigerung (bis zum 2 .... 2,5fachen des Motormomentes).

Im Gegensatz zu einer Reibkupplung hat er noch einen weiteren Vorteil: er verschleißt nicht.

http://www.kfz-tech.de/Biblio/Kupplung/Drehmomentwandler.htm

 

MfG

DirkB

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